St. Petersburg gehört zweifellos zu den schönsten Städten der Welt. Nirgendwo sonst findet der Reisende solch eine kompakte und intakte historische Innenstadt vor. Trotz Kriegen und Revolutionen hat die 1703 als Fenster Russlands zum Westen gegründete ehemalige Hauptstadt des Zarenreiches ihre klassische Bausubstanz bewahrt. Das Panorama der Uferstraßen an der Newa ist atemberaubend, die unzähligen kleinen Wasserläufe strahlen eine unvergessliche Romantik aus.
St. Petersburg ist jedoch auch eine moderne Stadt mit fast fünf Millionen Einwohnern. Nachdem sie 1991 den sowjetischen Namen Leningrad gegen die historische Bezeichnung eingetauscht hat, besinnt sie sich auf alte Tradition und sucht nach Lösungen für eine lebenswerte Zukunft. Die Überwindung des sowjetischen Erbes ist hier, wie überall im Lande, ein schmerzlicher, von vielen Problemen begleiteter Prozess.
Die nördlichste Millionenstadt der Welt und die (nach Moskau) zweitgrößte Stadt Russlands feierte im Jahre 2003 ihren 300. Geburtstag. Das Jubiläum forcierte die längst nötige Restaurierung von vielen Architekturdenkmälern, verhalf St. Petersburg zur längst verdienten internationalen Anerkennung und erwies sich als mächtiger Impuls für in- und ausländische Investitionen.
Heute ist St. Petersburg ein boomender Wirtschafts-Standort und eine hoch attraktive touristische Destination zugleich - was sich allerdings auch beim Preisniveau schmerzhaft bemerkbar macht.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)