Weiße Sandstrände locken Millionen russische Urlauber nach Anapa ans Schwarze Meer. (Foto: gorod-anapa.ru)
Anapa – Sandburgen, Wellenrauschen und Kindergeschrei
Sotschi mag Russlands bekanntester Kurort am Schwarzen Meer sein; Anapa ist – zumindest bei Familien – der beliebteste. Denn Anapa bietet einen Vorteil: Sandstrand. So kommen vor allem Kinder hierher zum Badeurlaub.
Anapa hat eine reiche Geschichte zu bieten: Die erste Siedlung existierte hier schon vor rund 2.500 Jahren. Die antike Stätte Gorgippa übertrifft von ihrer Fläche her gar das sagenumwobene Troja. Später siedelten hier u.a. Wikinger und Genuesen, ehe das Gebiet zum Zankapfel zwischen dem Russischen und dem Osmanischen Reich wurde.
Mehrfach wechselte der Küstenstreifen von Anapa den Besitzer, erst 1829 ging er endgültig an Russland über. Seit 1866 ist Anapa ein Kurort. Dementsprechend reich ist die Stadt an Hotels, Pensionen und Sanatorien. Viele Bewohner vermieten ihre Wohnung auch privat an Feriengäste unter.
Jahr für Jahr erfreuen sich Millionen Russen am trockenen mediterranen Klima und tauchen ihre Füße in das hier flache und warme Wasser des Schwarzen Meeres. Während der Badesaison von Mai bis September liegen die Wassertemperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius.
Sandstrand ist rar am Schwarzen Meer
Das beeindruckende Panorama der hohen Kaukasus-Berge wie in Sotschi und Gelendschik können Badegäste hier zwar nicht bewundern (die Gebirgsausläufer erreichen hier nur etwa 200 Meter Höhe), dafür ist Anapa wegen seines Sandstrands speziell bei Kindern beliebt. Weiter südlich sind die Küsten nämlich deutlich steiniger.
Auch Erwachsene kommen hier auf ihre Kosten. Das Gebiet ist bekannt für den Weinanbau, vor allem liebliche Sorten werden angeboten. Wer es gesünder mag, kann natürlich auch Quellwasser aus den Heilquellen rund um Anapa trinken. Zudem bieten die Sanatorien auch andere Wellness-Möglichkeiten wie Moor- und Schwefelbäder.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)