Ural in der Nähe des Polarkreises (Foto: www.dorogavetrov.narod.ru)
Ural – Wo Europa aufhört
Auf über 2.000 Kilometern Länge bilden die Gipfel des Ural-Gebirges die natürliche Grenze zwischen Europa und Asien. Im internationalen Vergleich ist der Ural kein hohes Gebirge. 1.895 Meter ragt der höchste Berg Narodnaja in den Himmel.
An manchen Stellen sind die Hügel so niedrig, dass Reisende genau hinschauen müssen, um die Grenze der Kontinente im Vorbeifahren nicht zu übersehen. Im zentralen Teil sind die Hänge der Uralberge meist mit Wäldern bedeckt, im Süden geht die Landschaft in eine Steppe über. Im äußersten Norden reicht der Ural bis in die Tundra hinein.
Die Ural-Region ist heute eine der wichtigsten russischen Industriezentren. Die erzhaltigen Berge förderten schon vor Jahrhunderten die Ansiedlung von Fabriken zur Metallgewinnung. Die Anreise in die landschaftlich schönsten Gegenden führt deshalb fast immer über wenig ansprechende Industriestädte.
Touristisch ist der Ural weniger erschlossen als andere Landesteile, aber für Wanderer oder Kanufreunde sind die urigen Gegenden wahre Traumziele. Außerdem warten einige Wintersportorte auf Besucher.
Jetzt ist richtig Winter in Russland - es gibt genug Schnee und Frost, ganz so, wie man es gewohnt ist. Als diese Langläuferinnen bei Selenogorsk an der Ostseeküste den Hügel herunterrutschten, hatte es allerdings noch nicht plusminus 20 Grad unter Null wie in den letzten Tagen. ( Topfoto: Deeg/.rufo)