Von Xenia Bordukowa, Moskau. Angeblich gibt es in Russland keinen einzigen Häftling, der seine Bücher nicht kennt. Nikolaj Modestow war der erste, der sich mit dem kriminellen Treiben in Moskau zwischen 1989 und 1992 auseinandersetzte und Biografien einflussreicher Menschen niederschrieb, die zu dieser Zeit über viele Schicksale bestimmten…
„Literatur ist ein Aufruf an die Menschen, über sich selbst und über die Welt, in der wir leben, zu reflektieren und ensprechend zu handeln“.
Nikolaj Modestow begann 1995, Bücher zu schreiben, „weil sich zu viel Material angesammelt hatte, das keinen Platz mehr auf den Zeitungsseiten fand“. Jahrelang hatte er über Kriminalfälle berichtet und dabei viele Kontakte geknüpft, die ihm halfen, tiefer in die Materie einzutauchen. In seinem Bestseller „Verbrecherisches Moskau“ berichtete er über die bekanntesten Gruppierungen der 90er Jahre. Genauso wie das darauffolgende Buch „Verbrecherisches Moskau 2“ basiert es auf Fakten und authentischen Dokumenten, die es dem Autor ermöglichten, spannende Charakteristiken großer Mafiabosse zu erstellen und aufsehenerregende Mordfälle zu durchleuchten.
In „Serienmörder, Geisteskranke und ihre Opfer“ setzt Modestov sich mit der Psychologie der Triebtäter auseinander und greift bei der Recherche auf einzigartige Dokumente zurück – zum ersten Mal werden Fotos, Geständnisse und Auszüge aus Tagebüchern der Verbrecher veröffentlicht.
Aber nicht nur mit wahren Geschichten kann der Autor seine Leser fesseln. Auch seine "traditionellen" Krimis, die in der Serie „Klassiker des Detektivromans“ erscheinen, werden von den Fans spannender Detektivgeschichten gern gelesen. Nach Leipzig bringt er drei neue Kriminalromane mit und wird dort ebenfalls sein Buch "Verbrecherisches Moskau-2" und die "Enzyklopädie der urbanen Kriminalität" vorstellen.
Treffpunkt: 23 März, 11:00 Uhr, Halle 3, Stand K503 / M502, Café Europa
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)