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Jenseits aller Normen: Die Fernstraße nach Jakutsk kann auch mal so aussehen (Foto: Archiv/.rufo)
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Freitag, 05.08.2011

Besseres Image für Russlands Straßen – dank Werbung

Moskau. Nur 40 Prozent der Russen sind mit dem Zustand des Straßennetzes im Land zufrieden. Das soll sich nun ändern – in dem von der staatlichen Straßenbetriebs-Agentur kräftig Geld in Imagewerbung gesteckt wird.

Einem Bericht der Zeitung „Iswestija“ zufolge, wird RosAwtoDor im Rahmen eines bis 2015 laufenden Programms zum Ausbau des Straßennetzes 62 Mio. Rubel (1,57 Mio. Euro) in Pressearbeit und Medienkampagnen stecken. Das Unternehmen plant auch zahlreiche mautpflichtige Strecken in Russland.

Entspannt Reisen per Auto - zumindest im TV


Für über die Hälfte der Summe soll eine Sendereihe in einem landesweiten TV-Sender gesponsert werden, die unterhaltsam über Auto-Reisen durch Russland berichten soll. Weiter eingeplant sind auch Werbekampagnen in Printmedien sowie Mittel für Pressereisen und andere Veranstaltungen.

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Die Imagekampagne ist – neben dem realen Ausbau des überlasteten und überalterten Straßennetzes – bitter nötig, denn Russlands Straßen gehören zumindest in der nördlichen Hemisphäre zu den schlechtesten der Welt. In einem entsprechenden Rating der Weltbank kam das Land nur auf Platz 111 – schlechter bewertet wurde das Straßennetz nur noch in Kirgisien, Bulgarien, der Ukraine, Polen und Rumänien.

Ein Fünftel der Straßen ist ungeteert


Russlands Straßennetz weist trotz der gewaltigen Ausdehnung des Landes nur eine Länge von 760.000 Kilometer auf. Über 8 Prozent dieser Straßen erfüllen dabei nicht mal die minimalsten Anforderungen an die Ebenheit ihrer Oberfläche. Eine Asphaltdecke gehört noch nicht einmal dazu – denn unbefestigte Straßen machen nach wie vor 19 Prozent der vorhandenen Straßenkilometer aus.

Nach einer Umfrage des Versicherungsunternehmens RosGosStrach sind nur 40 Prozent der Staatsbürger mit dem russischen Straßennetz zufrieden. Vor einem Jahr waren es noch 45 Prozent.

Am schlechtesten wird das Straßennetz dabei von den Bewohnern der Städte Samara und Wolgograd eingeschätzt.



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