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| Armer Oligarch: Oleg Deripaska hat sich mit seiner Projekt-Flut vor der Krise übernommen (Foto: newsru) | |
Donnerstag, 26.02.2009
Deripaska: Alle Bauprojekte in Petersburg verkauft
St. Petersburg. „Glawstroi“, der Baukonzern des klammen Milliardärs Oleg Deripaska, hat seine anstehenden großen Immobilienprojekte in Petersburg verkauft – an Oligarch Sulejman Kerimow und dessen „Nafta-Moskwa“.
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Ein Glawstroi-Sprecher bestätigte heute, dass alle Development-Projekte des Unternehmens dieser Tage an Nafta-Moskwa überschrieben worden seien. Die Bedingungen und Umfänge des Geschäfts blieben jedoch unter Verschluss. Nafta-Moskwa verweigerte bislang eine Stellungnahme.
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Deripaska-Dämmerung: Kein Geld für vier Mega-Projekte in einer Stadt Deripaskas Petersburger Bau-Tochter Glawstroi-SPB arbeitete bislang parallel an gleich vier Großprojekten: Im Norden und Nordwesten der Stadt hatte das Unternehmen 2007 insgesamt sieben Quadratkilometer Bauland erworben, auf denen zwei neue Vorstädte entstehen sollten. Das Investitionsvolumen der beiden Projekte „Severnaja Dolina“ und „Juntolowo“ wurden von Glawstroi seinerzeit auf zusammen etwa 4 Mrd. Euro taxiert.
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Apraxin Dwor und Schkapina-Brache wechseln den Hausherrn Desweiteren hatte Deripaska den Zuschlag erhalten, das innerstädtische Markt- und Lagerhausareal „Apraxin Dwor“ zu sanieren. Der rustikale Schandfleck in bester Innenstadtlage sollte für 780 Millionen Euro von britischen Architekten in eine hochmoderne und mondäne „Stadt in der Stadt“ umgebaut werden. Der dortige legendäre Freiluft-Markt wurde deshalb vor kurzem geschlossen.
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Schließlich war Glawstroi auch damit beschäftigt, das einstige Scherbenviertel nahe des Baltischen Bahnhofs in ein großes Business-Center-Areal zu verwandeln. Über den Totalabriss der teilweise schon in Ruinen liegenden Gebäude am Obwodny Kanal und den Straßen Schkapina und Rosensteina kam auch dieses Projekt bisher nicht hinaus.
Glavstroi will aber weiterhin auf dem Petersburger Baumarkt aktiv bleiben – einerseits bei staatlichen Infrastrukturprojekten, andererseits als Auftragnehmer auf den nur an Nafta-Moskwa übergebenen Großbaustellen.
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Bei der Stadtautobahn bleibt Deripaska noch Mauteinnehmer Darüber hinaus hatte Deripaskas Bau-Business auch den Zuschlag erhalten, die geplante Nord-Süd-Stadtautobahn SSD durch die Newa-Mündung als Konzessionsnehmer bauen und betreiben zu dürfen.
Die Umsetzung dieses Mautautobahn-Projektes wurde vor zwei Wochen von der Stadtverwaltung wegen der akuten wirtschaftlichen Probleme des Auftragnehmers um mindestens zwei Jahre aufgeschoben. Deripaska wollte bei der Realisierung auch die beiden Baukonzerne Strabag und Hochtief aus Deutschland hinzuziehen, an denen er im letzten Jahr (krisenbedingt vorübergehend) Aktienanteile erworben hatte.
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Der Glawstroi-Sprecher kündigte gleichzeitig an, dass der Konzern auch in Moskau keine neuen Development-Projekte beginnen werde. Schon angelaufene Vorhaben würden aber vollendet.
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Hoffnung auf den Baustoff-Markt und Sotschi-2014 Glavstroi würde sich zudem im Rahmen eines Strategiewechsels in Zukunft auf die Produktion von hochwertigen Baumaterialien konzentrieren. In dieser Branche stehen die Aktiva des Unternehmens auch nicht nur auf dem Papier: Im südrussischen Gebiet Krasnodar besitzt Glawstroi immerhin zwei große Werke für Betonteile.
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Deren Auslastung dürfte auch in der Krise allein schon durch die anstehenden Großinvestitionen zum Bau der neuen Olympiastätten und der nötigen Verkehrsinfrastruktur in und um Sotschi gewährleistet sein.
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