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| Ölförderung bei Lukoil (Foto: rufo) | |
Freitag, 24.08.2007
Russland bestätigt Öl-Lieferprobleme nach Deutschland
Moskau. Russland hat Schwankungen bei den Öllieferungen nach Deutschland eingeräumt. Gleichzeitig wies der staatliche Pipeline-Betreiber Transneft alle Schuld von sich. Lukoil soll für den Öl-Engpass verantwortlich sein.
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Die Reparaturarbeiten an der Leitung „Druschba“ („Freundschaft“) seien nicht die Ursache für mögliche Lieferausfälle, teilte der Vize-Präsident von Transneft, Sergej Grigorjew, mit. „Wir können die vereinbarten Mengen transportieren, wir haben sogar einen Kapazitätsüberschuss“, sagte der Stellvertreter Weinstocks.
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Transneft streitet Transportprobleme ab
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Wenn es also zu Engpässen bei der Versorgung gekommen sei, liege das allein daran, dass nicht alle Ölgesellschaften ihren vereinbarten Anteil in die Pipeline eingespeist hätten, sagte Grigorjew. Zwar nannte er keine Namen, inzwischen ist jedoch bekannt, dass Russlands zweitgrößter Ölkonzern Lukoil seine Lieferungen reduziert hat.
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Lukoil liefert zu wenig
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Etwa ein Drittel Öl weniger als vereinbart soll Lukoil liefern. Eine Begründung für die Einschränkungen gibt es bislang nicht. Der Konzern will sich erst in den nächsten Tagen dazu äußern.
Von Januar - Mai versorgte Lukoil deutsche Raffinerien mit 2,4 Millionen Tonnen Rohöl. Doch im Juli und August erfüllte der Konzern nach Angaben von Transneft seine Lieferauflagen nicht. Deutsche Medien berichten darüber, dass Lukoil in der Vergangenheit mehrfach mit Versuchen scheiterte, Raffinerien in Deutschland zu übernehmen.
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Raffinerie Schwedt wird über Rostock mitversorgt
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Der Rückgang der Öllieferungen ist zunächst in Deutschland aufgefallen. Ein Sprecher der Raffinerie im brandenburgischen Schwedt hatte Lieferschwankungen aus dem Osten bereits gestern bestätigt. Schwedt liegt am westlichen Ende der „Druschba“-Leitung. Der Rückgang sei nicht dramatisch, erklärte der Raffineriesprecher. Bislang können die Verluste noch durch eine Pipeline über Rostock und eigene Lagervorräte ausgeglichen werden.
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Keine Lieferkrise in Sicht
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Beobachter gehen trotz der Schwankungen nicht von einer neuerlichen Lieferkrise aus. Anfang des Jahres hatte Russland im Konflikt mit dem Nachbarstaat Weißrussland kurzerhand den Ölhahn gen Westen abgedreht und somit für Verstimmung im europäisch-russischen Verhältnis gesorgt. Vor allem osteuropäische Staaten plädierten in dem Zusammenhang für mehr Unabhängigkeit von russischen Rohstofflieferungen.
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In diesem Fall jedoch wiegeln deutsche Experten ab. Lieferschwankungen kämen immer mal wieder vor, heißt es. Drohungen und Konflikte habe es in letzter Zeit zwischen beiden Ländern nicht gegeben. Zudem verweisen die Beobachter darauf, dass Russland selbst in den Zeiten des Kalten Krieges stets ein zuverlässiger Lieferant gewesen ist.
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(ab/.rufo/Moskau)
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