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| Betriebs- und Familienfeiern finden künftig ohne moldawische und georgische Weine statt (Foto: .rufo) | |
Freitag, 31.03.2006
Schon wieder droht Alkohol-Defizit in Russland
Moskau. Die russischen Behörden haben ein neues Druckmittel gegenüber ihren widerspenstigen Nachbarländern gefunden. Für Weine aus den GUS-Republiken Moldawien und Georgien wurde ein Einfuhrverbot verhängt.
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In einer sehr großen Zahl untersuchter Proben seien Rückstände von Pestiziden und Schwermetallen entdeckt worden, begründete der oberste russische Amtsarzt Gennadi Onischtschenko die Aktion. Über 200 Millionen Flaschen sollen aus dem Handel genommen werden, neue Lieferungen werden seit dieser Woche nicht mehr vom Zoll abgefertigt.
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Georgische Weine nicht mehr gefälscht
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Georgiens Staatschef Michail Saakaschwili warf Russland vor, das Importverbot sei politisch motiviert und habe der georgischen Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren seien 2005 keine Fälle von Markenfälscherei mehr mit georgischen Weinen registriert worden. Der Zeitpunkt des Einfuhrstopps sei daher „zynisch“, so Saakaschwili.
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Den russischen Alkohol-Importeuren drohen wegen der Maßnahme Verluste in Höhe von bis zu 800 Millionen Dollar, teilte die Branchen-Vereinigung mit. Alle Zahlungen an die georgischen und moldawischen Lieferanten wurden inzwischen eingestellt.
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Für Alkohol-Händler und –Konsumenten sind das allerdings noch nicht alle schlechten Nachrichten. Am 1. April werden für alle importierten Spirituosen neue Steuermarken eingeführt, die bisher aber erst an zwei der 126 russischen Importeure ausgegeben wurden, so die Wirtschaftszeitung Wedomosti. Zu Jahresbeginn hatte ein ähnliches Chaos bei der Einführung neuer Steuermarken für Wodkaflaschen Russland an den Rand eines Wodka-Defizits gebracht.
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(kp/.rufo)
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