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| Russische Firmen haben Erfahrung bei der Ölförderung - nicht nur in der Wüste, sondern auch in der Kälte (Foto: rufo) | |
Freitag, 10.08.2007
Verliert Lukoil Anspruch auf Ölfeld im Irak?
Moskau. Der russische Ölkonzern Lukoil muss seine Hoffnungen auf die Rückgabe der Lizenz zur Ausbeutung des irakischen Ölfelds West Kurna 2 aufgeben. Die Lagerstätte bekommt die nationale Ölgesellschaft Iraks INOC.
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Russische Ölgesellschaften hatten unter dem Regime von Saddam Hussein hervorragende Geschäfte im Irak gemacht. Unter anderem hatte Lukoil die Lizenz zur Erschließung von West Kurna 2 bekommen. Die geschätzten Vorkommen der Lagerstätte liegen bei etwa 4 Mrd. Barrel (umgerechnet 540 Mio. Tonnen Rohöl).
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Kurz vor dem Ausbruch des Irak-Krieges hatte Saddam Hussein im Jahr 2002 diesen Vertrag jedoch annulliert. Lukoil hatte gehofft, diesen Vertrag nun unter der Nachkriegsregierung wiederbeleben zu können.
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Russische Hoffnungen gedämpft
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Der irakische Ölminister Hussein Schahristani versetzte diesen Hoffnungen jedoch bei seinem Besuch in Moskau einen derben Dämpfer. Das exklusive Recht zur Ausbeutung der 27 größten Ölfelder im Irak stehe der noch zu schaffenden nationalen Ölgesellschaft INOC zu, erklärte er auf der Pressekonferenz nach Verhandlungen mit Russlands Industrie- und Energieminister Viktor Christenko.
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Das proamerikanische irakische Parlament will im nächsten Monat ein Gesetz verabschieden, durch das alle möglichen Ansprüche Lukoils auf das Ölfeld erlöschen. West Kurna soll ebenfalls an INOC gehen. Das Unternehmen könne sich allerdings noch andere Vertragspartner ins Boot holen, ließ Schahristani einen Funken Hoffnung für Lukoil.
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Gleiche Chancen für alle, verspricht Schahristani
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Ansonsten, erklärte er, haben alle ausländischen Unternehmen bei Ausschreibungen um noch nicht erschlossene Felder die gleichen Chancen. Lukoil und andere russische Ölfirmen könnten wegen ihrer schon vorhandenen Erfahrung im Irak sogar einen kleinen Vorteil haben, meinte der irakische Minister. Mit Schahristani hatten in Moskau neben Lukoil auch Vertreter von Rosneft, Sarubeschneft und TNK-BP verhandelt.
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Allerdings will der Irak seine Rohstoffe – ähnlich wie Russland – nicht mehr an ausländische Unternehmen abgeben. Die Lagerstätten bleiben Eigentum des Landes, betonte Schahristani. Bei den Ausschreibungen würden unabhängig diejenigen gewinnen, welche die besten Konditionen für den Irak bieten, versprach er. Politische Überlegungen schloss er in dem Zusammenhang aus.
(ab/.rufo/Moskau)
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