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Belka und Strelka, die Spacedogs mit ihrem unerschütterlichen Begleiter Wenja auf ihrer Mission im Weltall. (Foto: Filmverleih)
Belka und Strelka, die Spacedogs mit ihrem unerschütterlichen Begleiter Wenja auf ihrer Mission im Weltall. (Foto: Filmverleih)
Donnerstag, 10.11.2011

Belka i Strelka – „Spacedogs“: Animationsfilm in 3D

Berlin. Ab heute läuft bundesweit der russische Animationsfilm Belka i Strelka – „Spacedogs“, die Geschichte von zwei Hunden die das Weltall erobern. Vielleicht ist ja das sogar die wahre Version des kosmischen Abenteuers.

Zwei Hunde im Weltraum sind den Russen ja nun nicht gerade unbekannt. Insgesamt 57 Mal teste die sowjetische Raumfahrt Hunde als Passagiere. Die Besatzung des ersten Ausflugs in das All mit lebendigen Geschöpfen, die heil wieder zurück kamen, waren eben jene beiden, Belka und Strelka.

Korabl-Sputnik 2 (im Westen als Sputnik 5 bekannt) glich am 19. August 1960 einer kleinen Arche. Wieder einmal wurde ein Raumschiff mit Lebewesen an Bord von den Sowjets in den Orbit befördert - die ersten, die überleben sollten.

Die Besatzung: zwei Hunde, ein Hase (grau), 42 Mäuse, zwei Ratten und jede Menge Pflanzen. Dazu unzählige Fliegen.

Ein Welpe für die First Lady


Ein Jahr nach diesem aufregenden Abenteuer im Leben eines Hundes bekam Strelka Junge. Ein Hund aus diesem Wurf wurde der damaligen First Lady Jacqueline Kennedy von Chruschtschow als entgegenkommende Geste der Sowjetunion geschenkt.

Stolz wie Bolle erzählt der kleine Puschinka seinen neuen Mitbewohnern im Weißen Haus die Geschichte seiner Mutter. (Foto: Filmverleih)
Stolz wie Bolle erzählt der kleine Puschinka seinen neuen Mitbewohnern im Weißen Haus die Geschichte seiner Mutter. (Foto: Filmverleih)
Die Berater des Präsidenten Kennedy rieten jedoch ab, da Mikrofone in den Hund implantiert sein könnten, um vertrauliche Regierungsgespräche abzuhören. Mr President hörte wohl eher auf seine Gattin und das Tier zog ein.

Aber lassen wir doch den Film die ganze Geschichte erzählen. Puschinka, so der Name des Welpen, wohnt sei Kurzem im Weißen Haus. Der Kleine lernt die anderen Haustiere seines neuen Daheims kennen und er hat für sie eine tolle Story auf Lager:

Das Team von der Straße


Vor drei Jahren trafen sich aus ganz unterschiedlichen Gründen drei ganz unterschiedliche Existenzen. Mit drei unterschiedlichen Erfahrungen und drei unterschiedlichen Lebensweisen. Die Auslöser dieser turbulenten Geschichte: Ein Hundefänger, eine Telefonzelle und eine versemmelte Zirkusnummer.

Strelka: Ihres Zeichens Straßenköter mit Stil. Zweckoptimistisch genug auf den Beinen, um vielleicht doch noch einmal ein Stück Fleisch am Knochen zu finden. Wenn da nicht der Hundefänger wäre, der Strelka auf den Fersen ist.

Wenja: Die unerschütterliche Ratte. Schlimmer kann es kaum mehr werden, und verschmitzt genug, kommt man aus dem Gröbsten auch wieder raus. Ihr Arbeitsplatz sind Telefonzellen. Die Kleingeldvorräte aus den Münzfächern zu ziehen - echte Arbeit.

Belka: Die Diva aus dem Zirkus. Ein ballistischer Fehler befördert den Star der Raketennummer in seinem Geschoss aus der Zirkuskuppel. Belka landet auf den Straßen Moskaus und trifft unvermittelt auf ihre neuen Freunde…

Straffes Programm in Baikonur


Auf der Suche nach dem Heimweg muss Belka erfahren, dass das Leben auf der Straße ganz schön hart sein kann. Viel größere Straßenhunde boxen hier ihr Recht durch, und dann war da ja noch der Hundefänger. Mit Strelka und Wenja an ihrer Seite lernt sie eine andere Seite des Hundelebens kennen.

In einer Kiste eingesperrt finden sie sich auf dem Weg nach Baikonur wieder und landen schließlich in einem sowjetischen Trainingscamp für Kosmonauten. Strelka muss schon in der ersten Nacht daran denken, was ihre Mutter einst gesagt hatte: „Dein Vater wohnt jetzt bei den Sternen!“

Wird schon schiefgehen – das wäre nicht das erste mal, dass Wenja, die schlitzohrige Ratte, ihren Hals aus der Schlinge zieht. (Foto: Filmverleih)
Wird schon schiefgehen – das wäre nicht das erste mal, dass Wenja, die schlitzohrige Ratte, ihren Hals aus der Schlinge zieht. (Foto: Filmverleih)
Das Training ist hart und unsere Helden zäh. Belka träumt indes von ihrer Erfahrung mit den Raketen, auch wenn es nur welche aus dem Zirkus waren. Nur Wenja zieht nicht so recht. Die Ratte versucht zu fliehen, wird erwischt und landet schließlich – doch noch in der Raumkapsel.

Einmal Orbit und zurück


Stolz, schwerelos, einmal ganz woanders zu sein, inzwischen gefällt es selbst der Ratte. Während sich Belka und Strelka im Kosmos umsehen und einen Satelliten reparieren, indem sie einfach die Batterien wechseln, genießt Wenja sein Prestige, der Beste während der Vorbereitungen gewesen zu sein.

Die Arche im All bekommt Besuch


Um dem Spannungsfaktor ordentlich Tribut zu zollen, soll es natürlich noch turbulent im Orbit werden. Zuerst klopft ein unerwarteter Gast an die Tür des Raumschiffs. Ein Meteoritenschwarm bringt das Unternehmen vermeintlich ins Wanken. Belka jedoch, gerade dabei ein Zirkustrauma zu überwinden, geht über ihre Grenzen und rettet das Schiff.

Strelka findet in der Zwischenzeit Sirius, seinen Vater, im Firmament und würde am liebsten bei ihm bleiben. Dennoch kehren alle wohlbehalten und gefeiert zur Erde zurück. Und selbstverständlich gibt es auch ein Happy End. Aber das wollen wir hier an dieser Stelle nicht auch noch vorher verraten.

Dies ist zwar die Geschichte um den Inhalt eines wilden, unterhaltsamen und atemberaubenden Films, aber so hat sich damals 1960 tatsächlich zugetragen – oder zumindest so ähnlich.



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