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Popwelt sieh dich vor, jetzt kommen Udmurtiens Omas: Die Buranowskije Babuschki wollen in Baku den Grand Prix holen (Foto: newsmusic.ru)
Popwelt sieh dich vor, jetzt kommen Udmurtiens Omas: Die Buranowskije Babuschki wollen in Baku den Grand Prix holen (Foto: newsmusic.ru)
Donnerstag, 08.03.2012

Babuschki für Baku: Russland schickt udmurtische Omas

Moskau. Sechs Omas in Tracht triumphieren über Russlands Popstar Dima Bilan - und gewinnen den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest. Armenien hat derweil seine Teilnahme am Wettbewerb in Baku storniert.


Sechs Omas aus der Provinz überraschen Russlands Musikwelt. Mit Folklore im Disco-Sound vertritt das kultige Senioren-Ensemble „Buranowskije Babuschki“ in diesem Jahr das Land beim Eurovision Song Contest (ESC) in Aserbaidschan.

Die Gruppe aus Mütterchen in Tracht und mit geflochtenen Bastschuhen setzte sich mit dem Song «Party For Everbody» («Come On And Dance») im nationalen Wettbewerb des Staatsfernsehens Rossija 1 in der Nacht auf heute gegen 24 Mitbewerber durch. Das rüstige Sextett intoniert seit 2008 neben udmurtischer Folklore auch bekannte Pop-Weisen.

Profis Bilan und Wolkowa unterliegen


Unerwartet unterlag Popstar Dima Bilan, der 2008 beim ESC mit dem Song «Believe» gesiegt hatte. Bilan kam mit der Sängerin Julia Wolkowa vom ehemaligen Duo t.A.T.u. mit «Back To Her Future» nur auf Platz zwei.

Die sechs Großmütter aus dem Ort Buranowo aus der Region Udmurtien westlich des Uralgebirges waren schon 2010 angetreten, damals aber beim Vorentscheid gescheitert.

Die "Buranowskije Babuschki" müssen sich mit ihrem teils auf Udmurtisch gesungenen Lied noch in einem der beiden Halbfinale (22. und 24. Mai) in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku qualifizieren. Das Finale ist am 26. Mai. Der 21-jährige Industriemechaniker Roman Lob («Standing Still») aus Rheinland-Pfalz wird dabei Deutschland vertreten.

Radio Eriwan meldet: Armenien nimmt nicht teil


Armenien hat unterdessen seine Teilnahme am Wettbewerb im verfeindeten Nachbarland Aserbaidschan abgesagt. Das Staatsfernsehen werde keine Teilnehmer zum ESC entsenden, meldete der armenische Rundfunk am Mittwoch. «Wir sehen keine Logik darin, Menschen in ein Land zu schicken, in dem sie als Feinde angesehen werden», hieß es in einer Erklärung.

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Zwischen Aserbaidschan und Armenien herrscht seit dem Krieg um die von Aserbaidschan abtrünnige Region Berg-Karabach ein brüchiger Waffenstillstand. Vor kurzem hatten armenische Künstler sich in einem Offenen Brief für einen Boykott des Wettbewerbs ausgesprochen. Der Grund dafür ist der Tod eines Grenzsoldaten, der von einem aserbaidschanischen Scharfschützen getötet worden sein soll.

An einer Waffenstillstandslinie sollen am vergangenen Samstag auch zwei aserbaidschanische Soldaten erschossen worden sein. Aserbaidschans autoritärer Präsident Ilcham Alijew hatte Armenier in aller Welt Ende Februar nach Angaben aus Eriwan als «Feinde» bezeichnet.

Die Europäische Rundfunkunion (EBU) als Veranstalter des ESC nannte den Schritt «enttäuschend». Die Zahl der Wettbewerber in Baku sinkt damit von 43 auf 42 Teilnehmer.

Sicherheit und Menschenrechte in Baku fraglich


Armenien hatte immer wieder Befürchtungen geäußert, dass seine Delegation im Nachbarland gefährdet sein könnte. Alle Sicherheitszusagen hätten Eriwan leider nicht überzeugen können, teilte ESC-Generalsekretär Jon Ola Sand mit. «Umstände, die wir nicht beeinflussen konnten, haben zu dieser unglücklichen Entscheidung (von Armenien) geführt.»

Menschenrechtler kritisieren die Austragung des Musikwettbewerbs im ölreichen Aserbaidschan. Grund ist aber nicht der Konflikt mit Armenien sondern der Vorwurf, dass die aserbaidschanische Führung die Menschenrechte verletze sowie die Presse- und Meinungsfreiheit einschränke.

(dpa)


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