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| In der Welle gehen Schüler den Ursachen von Totalitarismus auf den Grund. Foto: filmfestival.de | |
Freitag, 05.12.2008
Wochenendtipp: Deutsches Kino mit Chiko und Currywurst
Moskau. Wohin am Wochenende? Zum deutschen Kinofestival in Moskau! Moritz Bleibtreu ist bereits am Freitagabend in Chiko zu sehen. Am Sonntag können sie dann die Entdeckung der Currywurst nachvollziehen.
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Eröffnet wurde das Festival am Donnerstagabend mit dem Film „Die Welle“ mit Jürgen Vogel in der Hauptrolle. Wer das Event verpasst hat, für den gibt es am Freitagabend im Kino „35 mm“ noch einmal die Gelegenheit zum Anschauen.
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„Die Welle“ – auf einer wahren Begebenheit beruhend
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Um 19:00 Uhr ist Beginn. Regisseur Dennis Gansel und Hauptdarstellerin Jennifer Ulrich sind beide in Moskau und werden im Anschluss des Films Fragen beantworten. Schon am Donnerstag antworteten die beiden auf die vielen Fragen des Moskauer Publikums zu der wahren Begebenheit, die der Geschichte zugrunde liegt; zu Faschismus und „seiner verführerischen Wirkung“.
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Für Gansel ist es bereits der zweite Auftritt beim deutschen Filmfestival in Moskau. Beim ersten Mal brachte er den Film „Napola“ mit und begeisterte das russische Publikum. Auch er selbst habe die „russische Gastfreundschaft damals ausgiebig genossen“, gibt er nun zu. Er wolle sich diesmal aber beim Wodka-Konsum zurückhalten, verspricht er.
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Chiko gibt es am Freitagabend
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| Chico mischt die Hamburger Drogenszene auf. Foto: filmfestival.de |
Neben Gansel ist auch der Regisseur Özgir Yildirim beim Festival. Er stellt um 21.00 Uhr seinen Film „Chiko“ mit Moritz Bleibtreu und Denis Moschitto vor. Wird im Film „Die Welle“ das Problem Faschismus und Diktatur thematisiert, so geht es in Yildirims Spielfilm um Drogenkriminalität.
Chiko wurde das erste Mal auf den Internationalen Filmfestspielen in Berlin 2008 vorgeführt. Auf dem 13. Filmfestival Türkei/Deutschland bekam Hauptdarsteller Moschitto den Preis als „Bester Darsteller“.
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Dokufilm am Samstag, Kinderfilm am Sonntag
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Am Samstag um 17:00 Uhr lädt der Dokumentarfilm „Auge in Auge – eine deutsche Filmgeschichte“ zu einer Betrachtung des deutschen Kinos von den Anfängen bis in die Gegenwart ein. Zu Wort kommen u. a. Tom Tykwer, Wim Wenders und Michael Ballhaus.
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| Not macht erfinderisch: Lena verlauft die von ihr entdeckte Currywurst. Foto: filmfestival.de | |
Am Sonntag lohnt sich auch ein Besuch mit Kindern beim Kinofestival. Beim Zeichentrickfilm „Mondbär“ können sich die Kleinen gemeinsam mit dem Mondbären auf den Weg machen, um den vom Himmel gefallenen Mond wieder „nach Hause“ zu bringen und auf dem Weg dahin viele Abenteuer zu erleben. Beginn 13.00 Uhr.
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Currywurst statt eines Mannes
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Eine unglückliche Liebesgeschichte gibt es am Abend mit „Die Entdeckung der Currywurst“ zu sehen. Basierend auf der gleichnamigen Novelle erzählt der Film von Uwe Timm die Geschichte einer jungen Frau, die 1945 in einer Kantine arbeitet und wegen Nahrungsmittelknappheit oft improvisieren muss, um ihre Gäste zufrieden zu stellen.
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In den letzten Kriegstagen nimmt sie einen Mann bei sich auf, versteckt ihn vor den Häschern der Wehrmacht und verliebt sich. Nach dem Ende der Romanze stürzt sie sich wieder in ihre Arbeit und erfindet so das Nationalgericht des Ruhrpotts – die Currywurst.
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