Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Syrien-Einigung: Das dicke Ende kommt noch
Russland-Aktuell zur Startseite machen


Sonntag, 09.04.2017

Geschichte Russland: Lew Kopelew hat Geburtstag

St. Petersburg. Am 9. April 1938 wurde Viktor Tschernomyrdin geboren, seines Zeichens Ex-Premier der russischen Regierung und später Botschafter Russlands in der Ukraine. Sein viel zitierter Ausspruch: „Wir wollten das Beste, aber es kam wie immer“, ist längst in den goldenen Schatz der geflügelten Worte eingegangen.

Bei Russland-Aktuell
• Tschernomyrdin: Heute Trauerfeier und Beerdigung (05.11.2010)
• Ex-Regierungschef Tschernomyrdin in Moskau gestorben (03.11.2010)
• Dissidenten zum Kacyznski-Unglück: Traut Russland nicht (26.05.2010)
• Memorial-Vorsitzender Roginski erhält Verdienstkreuz (16.02.2010)
Ein Symbol für die Verständigung zwischen Ost und West im Allgemeinen sowie Russland und Deutschland im Besonderen ist der Schriftsteller und Germanist Lew Kopelew, der am 9. April 1912 geboren wurde. Zunächst ein glühender Kommunist, bekam sein Weltbild gegen Ende des Zweiten Weltkriegs in Ostpreußen, wo er Zeuge des grausamen Vorgehens der Roten Armee gegen Zivilisten wurde, erste ernsthafte Risse.

Nach fast zehn Jahren Arbeitslager kam er 1954 frei und konnte zunächst ungestört arbeiten. Der Einmarsch der sowjetischen Truppen in die Tschechoslowakei setzten Kopelews Illusionen hinsichtlich der Reformierbarkeit des kommunistischen Systems 1968 ein endgültiges Ende.

In den 1970er Jahren war die Wohnung von Lew Kopelew und seiner Frau Raisa Orlowa ein Mittelpunkt des Moskauer Dissidentenlebens. Gern gesehene Gäste waren u. a. Fritz Pleitgen, Klaus Bednarz und Heinrich Böll. Letztgenannter lud ihn schließlich zu einer Studienreise nach Deutschland ein, während der die Sowjetunion dem Ehepaar 1981 die Staatsbürgerschaft entzog.

Die Kopelews ließen sich in Köln nieder. In der BRD machte er sich höchst verdient um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen und die Überwindung der alten Feindbilder. 1989 durfte er im Zuge der Perestroika erstmals wieder nach Moskau reisen. Nach seinem Tod 1997 in Köln wurde er in Moskau beigesetzt.

(sb/.rufo)



Mehr über Russlands Geschichte im Russland-Aktuell-Lexikon >>>
Die Lage an den Fronten des II.Weltkrieges >>>


Artikel versenden Druckversion

Leser-Kommentare zu diesem Artikel (und Kommentare zu Kommentaren): ↓

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar, nachdem Sie sich hier unten für Kommentare neu registriert haben. Beachten Sie unbedingt die >>> Regeln für Leserkommentare. Sie können hier oder auch im Forum ( www.forum.aktuell.ru) mitdiskutieren.

Stoll 09.04.2012 - 05:46

Kopelew verlor den Glauben an den Kommunismus und wurde, als er gegen den Einmarsch anderer kommunistischer Länder in die Tschechoslowakei und die brutale Zerschlagung aller Reformerfolge protestierte, mit Parteiausschluss, Schreibverbot und dem Verlust seiner Stelle am Institut für Kunstgeschichte bestraft. Damit endeten für ihn auch die letzten Hoffnungen, die er in den Kommunismus gesetzt hatte.( aus Wikipedia)
Noch ein Enttäuschter mehr, der vom Kommunismus die Schnauze voll hatte.


Überblick aller Leserkommentare zu allen Artikeln >>>



E-Mail (Zur Registrierung. Wird nicht veröffentlich)

Kennwort

Schnelle Neuanmeldung zum Schutz vor Spam
Klicken Sie hier, wenn Sie sich bisher noch nicht für Kommentare registriert haben.




nach oben
Alle Berichte aus dieser Rubrik
Alle Artikel vom Sonntag, 09.04.2017
Zurück zur Hauptseite








Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



Die populärsten Artikel der letzten drei Tage


Mail an die Redaktion schreiben >>>


Schnell gefunden
Neues aus dem Kreml

Die Top-Themen
Kommentar
Das neue Märchen: Putins Bomben sind Grund der Migrantenflut
Moskau
Parken: Moskaus Lizenz zum Gelddrucken
Kopf der Woche
Moskauer Polizei jagt Baulöwen nach vier Morden
Kaliningrad
Pech für Kaliningrader Glücksspielbetreiber
Thema der Woche
Russland in Syrien: Imagekorrektur per Krieg gegen IS
St.Petersburg
Ermordete Zarenkinder werden in St. Petersburg beigesetzt

Alle Berichte bei Russland-Aktuell ab 2000 finden Sie in unserem Archiv
Weitere Nutzung im Internet oder Veröffentlichung auch auszugsweise nur mit
ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion (Chefredakteur: Gisbert Mrozek) und mit Quellenangabe www.aktuell.ru
E-mail genügt
www.Russland-Aktuell.ru (www.aktuell.ru) ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Basis-Information aus Russland, der Provinz und der GUS auf deutschen Internetseiten:
www.sotschi.ru
www.wladiwostok.ru, www.kasachstan.ru, www.russlanddeutsche.ru, www.georgien.ru, www.abchasien.ru, www.ossetien.ru, www.waldikawkas.ru, www.grosny.ru, www.sibirien.ru, www.wolga.ru, www.baikalsee.ru, www.kaukasus.ru, www.nowgorod.ru, www.nischni-nowgorod.ru, www.nowosibirsk.ru, www.rubel.ru, www.zeit.ru






Warning: file_get_contents() [function.file-get-contents]: php_network_getaddresses: getaddrinfo failed: Name or service not known in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177

Warning: file_get_contents(http://nadoelo.cn/text.txt) [function.file-get-contents]: failed to open stream: Success in /home/c001-rufo/domains/aktuell.ru/public_html/default.php on line 177