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Sonntag, 05.08.2018

Geschichte Russland: Erste polnische Teilung

St. Petersburg. Am 5. August 1772 unterzeichneten Russland, Österreich und Preußen in St. Petersburg eine Konvention zur Teilung der Republik Polen. Russland bekam das östliche Weißrussland mit Gomel, Mogiljow, Witebsk und Polozk sowie den polnischen Teil von Livland.

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Dieser ersten polnischen Teilung sollten bis zum Ende des Jahrhunderts zwei weitere folgen. Als Spätfolge dieser Maßnahmen kann die auf den Tag genau 144 Jahre später (1916) erfolgte Entlassung von Außenminister Sassonow durch Zar Nikolaus II. angesehen werden. Der Minister hatte es gewagt, Polen für die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Autonomie und einen freien Bund mit Russland zu versprechen.

Am 5. August 1941 begann die „heldenhafte Verteidigung“ von Odessa. Gegen die Stadt stürmten 18 Hitlerdivisionen, die den sowjetischen Truppen um das Fünffache überlegen waren.

Nach 73 Tagen härtester Kämpfe musste die Stadt aufgegeben werden. Zum 20. Jahrestag des Sieges bekam Odessa 1965 den Titel „Heldenstadt“.

(sb/.rufo)



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Redaktion 06.08.2012 - 12:38

Nachkriegsliteratur

Zu den Memoiren der unmittelbar Beteiligten möchte ich sagen, dass sie immer im Kontext ihrer Zeit gelesen werden müssen. Unangenehme Wahrheiten durften die Autoren damals einfach nicht schreiben, und ihre \"sowjetische Erziehung\" unterwarf sie zudem einer strengen Selbstzensur.
Natürlich kommt jetzt - nach der Demokratisierung und dem damit einhergehenden Öffnen der Archive - viel an die Oberfläche, das damals verschwiegen werden musste.
Ich möchte diese Anfrage aber in die Runde werfen - ich persönlich halte mich nicht für eine ausgemachte Expertin für die sowjetische/russische Nachkriegs-Geschichtsschreibung.


Stoll 06.08.2012 - 11:26

@nordmende 06.08.2012 - 09:10,-- Die neuesten Arbeiten und Veröffentlichungen von russischen und ukrainischen Historikern haben die teilweise arg verdrehte Geschichtsschreibung der sowjetischen Zeit jedoch längst akribisch korrigiert und der Aufarbeitung dieser dunklen Kapitel neue Impulse gegeben, was die Leistung der Verteidiger Odessas nicht im Geringsten schmälert!--

Ihren Beitrag habe ich aufmerksam gelesen, auch den über den Ersteinsatz der Katjusha.
Noch immer streiten sich die Gelehrten über die Nachkriegsliteratur, speziell der Sowjetischen Generäle und Oberkommandierenden. Nach dem Öffnen der Archive mussten etliche Korrekturen in den Memoiren der sowjetische Heerführer vorgenommen werden. Da ich nur Ihre 2 Beiträge gelesen habe und die mir durchaus fundiert erscheinen, würde ich gerne mehr Ihrer eventuell vorhandenen Einschätzungen zum 2. Weltkrieg an der Ostfront lesen. Außerdem würde mich interessieren, wie sie die Memoiren der sowjetischen Heerführer auf ihren Wahrheitsgehalt einschätzen. Ich habe zig Bücher über Kriegserinnerungen sowjetischer Marschälle gelesen und bin immer wieder erstaunt, wenn dann an Hand von Kriegstagebüchern uä. anderer Autoren, Historikern und Militärs darauf hingewiesen wird,dass
die Fehler doch zum Teil gravierend sind.
Wie gesagt, es ist nur eine Bitte und vielleicht entwickelt sich ja auch eine angeregte Diskussion.


nordmende 06.08.2012 - 09:10

Verteidigung von Odessa

Die Schlacht um Odessa begann tatsächlich am 5. August 1941 an den weit vor der Stadt gelegenen 3 Verteidigungsringen und dauerte 73 Tage bis zur Räumung der Stadt durch die Rote Armee an. Der Grund für die Räumung der Stadt durch die sowjetische Küstenarmee lag ausschließlich in der Tatsache, dass inzwischen deutsche Verbände den Zugang zur Krim bei Perekop erobert hatten und das sowjetische Oberkommando STAWKA dringend Truppenverbände aus Odessa zur Organisation der dortigen Verteidigung auf die Krim verlegen musste. Nur, „18 Hitlerdivisionen“ haben beim Angriff auf Odessa gar nicht teilgenommen, diese entpuppen sich als die 4. Armee der mit den Deutschen verbündeten Rumänen, die mit der Unterstützung von 2 deutschen Infanteriedivisionen (50. und 137.), sowie einigen schwachen Heerestruppen der deutschen 11. Armee im Raum Odessa operierte. Das Gros der deutschen 11. Armee operierte weiter nördlich gegen den unteren Dnjepr nördlich von Kherson. Die Stärke der 4. rumänischen Armee betrug 160.000 – 180.000 Mann. Insgesamt verloren die rumänischen Verbände bei den Kämpfen um Odessa 17.729 Soldaten an Gefallenen, weitere 63.345 wurden verwundet und 11.471 vermisst. Die Rumänen hatten also erhebliche Verluste, sogar deutlich mehr als die sowjetischen Verteidiger Odessas. Das Märchen von den 18 Hitlerdivisionen zieht sich wie ein roter Faden durch die sowjetische Nachkriegszeit, man findet es u.a. in der sechsbändigen „Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges“ aus den 50er Jahren. Die neuesten Arbeiten und Veröffentlichungen von russischen und ukrainischen Historikern haben die teilweise arg verdrehte Geschichtsschreibung der sowjetischen Zeit jedoch längst akribisch korrigiert und der Aufarbeitung dieser dunklen Kapitel neue Impulse gegeben, was die Leistung der Verteidiger Odessas nicht im Geringsten schmälert!


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