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Samstag, 19.02.2011
Russland Geschichte: Krim der Ukraine geschenkt
Moskau. Am 19. Februar 1955 begann sich die Welt wieder etwas zu normalisieren: der fahrplanmäßige Zugverkehr Berlin-Moskau wurde wieder aufgenommen. Ein Jahr davor, am 19.2.1954, hatte Nikita Chruschtschow mit einem Federstrich einen Zustand geschaffen, der heute von der Mehrheit der Russen als unnormal und widernatürlich gehalten wird: Chruschtschow schenkte der Ukraine die Halbinsel Krim.
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Die Geste schien nur logisch: Schließlich sollten in der großen Völkerfamilie der Sowjetunion sowieso bald alle Grenzen der Vergangenheit angehören. Warum sollte als nicht die sozialistische Kurzone Krim aus dem Verwaltungsbereich der Russischen Sozialistischen Sowjetrepublik in die ebenfalls sozialistische Ukraine überwechseln – zumal doch auch Chruschtschow aus der Ukraine stammte.
Also dekretierte das Präsidium des Obersten Sowjets der UdSSR die Übergabe.
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Nachdem die Ukraine sich 1991 für unabhängig erklärte, empfanden viele Russen es als besondere historische Ungerechtigkeit, dass damit auch die Krim, die Kurhotels und der Zarenpalast von Jalta für Russland verloren waren.
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Es wird dabei darauf verwiesen, dass die Krim (und der Südosten der Ukraine) in langen Kriegen durch Russland von der Türkenherrschaft befreit worden war.
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(gim/.rufo)
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