Semjon Weinstock war lange Zeit Präsident der Pipeline-Gesellschaft Transneft (Foto: transneft.ru)
Aktualisiert 30.06.2009 10:07
Semjon Weinstock
Ex-Chef von Transneft und des Olympia-Organisationskomitees
Zitat: „Ich bin Soldat, der Präsident ist der Oberkommandierende. Befehle werden nicht diskutiert.“ Geboren: Semjon Michailowitsch Weinstock, 05.10.1947 in der Ortschaft Klimauzy (Moldawien). Laufbahn: Erst Bauingenieur, dann Aspirantur an Universität für Öl- und Gasindustrie in Tjumen. Arbeit bei Ölgesellschaft Baschneft. Wechsel zu Lukoil und Aufstieg zum stellvertretenden Generaldirektor. Präsident der Pipelinegesellschaft Transneft. 2007 Ernennung zum Leiter des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, nach nur einem Jahr in Ruhestand versetzt. Freunde:Roman Abramowitsch. Sergej Sobjanin (Russischer Vize-Premier) Feinde:Michail Chodorkowski. Wagit Alekperow. Dmitri Saweljew (Vorgänger Weinstocks bei Transneft) Skandale: 1999 als Mitglied der so genannten Jelzin-Familie zum Präsidenten der Pipelinegesellschaft Transneft gemacht. Sein Vorgänger Saweljew ging bis vors Gericht, um seine Ablösung zu verhindern – erfolglos. 2006 versuchte Weinstock eine Ölpipeline direkt am Ufer des Baikalsees zu verlegen. Nach massiven Protesten von Umweltschützern ordnete Präsident Wladimir Putin eine Verlegung der Route an. 2009 legt der Rechnungshof Berichte vor, die von massiver Korruption bei Transneft unter Weinstocks Führung zeugen. Familie: Verheiratet. Eine Tochter. Hobbies: Wissenschaft. Spielt an der Börse.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)