Ukraine: Präsident und Premier wieder in einem Boot
Schnee und Ochta-Center kratzen an Matwijenkos Image
Russland-Aktuell zur Statrseite machen
Wladimir Lissin ist laut Finans der reichste Mann Russlands (Foto: newsru)

Wladimir Lissin

Milliardär. Besitzer des Metallurgiekombinats NLMK

Zitat: „Meine ganze Arbeit ist darauf gerichtet, die Kennziffern des Unternehmens zu verbessern.“

Geboren: am 7. Mai 1956 in Iwanowo als Wladimir Sergejewitsch Lissin.

Laufbahn: Abschluss des Metallurgie-Instituts in Nowokusnezk. Metallbau-Ingenieur. Aufstieg vom Metallschweißer zum Chefingenieur und stellvertretenden Generaldirektor des Metallurgiekombinats Karaganda. Exporteur von Metallen. Arbeit bei Trans Commodities. Partner bei der Trans World Group. Besitzer und Aufsichtsratschef des Metallurgiekombinats Nowolipezk (NLMK), Teilhaber der Bank „Zenit“ und mehrerer Häfen, u.a. Ust-Luga. 2010 von der Zeitschrift Finans mit 18,8 Mrd. USD zum reichsten Mann Russlands gekürt.

Freunde: Ex-Vize-Premier Oleg Soskowez. Bankier Boris Iwanischwili. Alexander Abramow (Evraz)

Feinde: Oleg Kisseljow (Gouverneur von Lipezk), Die Brüder Michail und Lew Tschernoi.
Alexej Mordaschow, Wladimir Potanin.

Skandale: In den 90er Jahren war Lissin einer der führenden Köpfe der berüchtigten Trans World Group (TWG) der Tschernoi-Brüder, die den Metallhandel in Russland beherrschte und dabei teilweise skrupellos gegen Konkurrenten vorging. Ende der 90er stieg Lissin bei TWG aus und nutzte seine dort gewonnen Verbindungen und Anteile, um die Kontrolle über NLMK an sich zu reißen. Die Tschernoi-Brüder warfen ihm anschließend Verrat vor.

Familie: Verheiratet, drei Kinder.

Hobbys: Sportschießen. Zigarrenliebhaber. Sammelt Exponate aus Gusseisen.


German Chan hat ein Vermögen von geschätzt rund vier Milliarden USD (Foto: RIA)

German Chan

Russischer Milliardär

Zitat: „Wir sprechen uns jederzeit mit unserer politischen Führung ab.“

Geboren: am 24. Oktober 1961 in Kiew als German Borisowitsch Chan.

Laufbahn: Arbeit in einem Kiewer Labor. Abschluss eines Lehrer-Technikums, anschließend Studium am Moskauer Institut für Stahl und Legierungen. Gründung einer kleinen Firma für Textilverarbeitung. Leiter der Handelsfirma Alfa-Eko. Präsident bei Alfa-Aktionär, Großaktionär der Alfa-Gruppe. Exekutivdirektor bei „TNK-BP Management“. Präsidiumsmitglied im Jüdischen Kongress Russlands.

Freunde: Seine beiden Studienfreunde und Partner bei Alfa,
Michail Fridman und Alexej Kusmitschow. Pjotr Awen. Viktor Wechselberg.

Feinde: Robert Dudley (Ex-CEO von TNK-BP). Oleg Deripaska.

Skandale: Chan gilt als einer der Hardliner im Aktionärsstreit zwischen Russen (AAR = Alfa, Access Industries, Renova) und Briten (BP) bei TNK-BP. In dem Konflikt setzten die russischen Aktionäre anscheinend auch auf administrative Ressourcen. Britische Top-Manager des Konzerns bekamen auf dem Höhepunkt der Krise keine Arbeitserlaubnis mehr in Russland. Am Ende konnte AAR seinen Einfluss auf den Konzern deutlich ausbauen.

Familie: Verheiratet mit einer Ex-Stewardess, zwei Töchter, ein Sohn.

Hobbys: Boxen. Asiatische Kampfsportarten. Extremtourismus


Alexander Chloponin wurde aus dem kalten Sibirien in den heißen Kaukasus versetzt (Foto: Ballin/.rufo)

Alexander Chloponin

Vize-Premier, Generalgouverneur für den Nordkaukasus

Zitat: „Über Monetarismus und Keynesianismus kann man in ruhigeren Zeiten philosophieren. Jetzt muss man sich auf konkrete Maßnahmen konzentrieren, die dem Realsektor der Wirtschaft helfen können.“

Geboren: am 6. März 1965 in Colombo (Sri Lanka).

Laufbahn: Abschluss der Fakultät für internationale Wirtschaft am Moskauer Finanzinstitut. Arbeit in der Kreditabteilung der staatlichen WneschEkonomBank. Vorstandschef und Präsident der Bank „Internationale Finanz-Corporation“. Vorstandschef von Norilsk Nickel. Gouverneur des autonomen Kreises Taimyr, Gouverneur des Gebiets Krasnojarsk. Oberst. Generalgouverneur für den Nordkaukasus und Vize-Premier.

Freunde:
Igor Schuwalow. Michail Prochorow. Wladimir Potanin

Feinde: Der von Mafiagerüchten umgebene ehemalige Aluminiumkönig Anatoli Bykow. Oleg Deripaska.

Skandale: Gewinnt 2002 in der zweiten Runde die Gouverneurswahlen von Krasnojarsk. Vorausgegangen ist einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in Russland überhaupt. Die Kandidaten überhäufen sich gegenseitig mit echtem und falschem kompromittierendem Material. Anschließend werden die Wahlergebnisse zweimal annulliert, ehe Chloponin am Ende von Wladimir Putin zum Gouverneur bestimmt wird.

Familie: Verheiratet, eine Tochter.

Hobbys: Ski, Schneemobil und Motorrad fahren. Besitzt eine Harley Davidson. Spielt Fußball und Tennis.


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Hiddink trainiert die russische Sbornaja seit 2006 (Foto: TV)

Guus Hiddink

Cheftrainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft

Zitat: „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr ich Russland vermisst habe.“

Geboren: am 8. November 1946 in Varsseveld (Niederlande).

Laufbahn: Co-Trainer. Fußballprofi in Holland und den USA, Clubtrainer in den Niederlanden, der Türkei, Spanien (u.a. Real Madrid) und England (FC Chelsea), hat zudem die Nationalmannschaften der Niederlande, von Südkorea, Australien und Russland trainiert.

Freunde:
Hiddinks verlängerter Arm auf dem Platz ist Stürmerstar
Andrej Arschawin. Roman Abramowitsch zahlt Hiddinks fürstliches Gehalt. Johan Cruyff.

Feinde: Italienische Fans, nachdem das von Hiddink trainierte Südkorea die Italiener 2002 bei der WM in einem skandalträchtigen Spiel aus dem Wettbewerb warf.

Skandale: Hiddink wurde 2007 wegen Steuerhinterziehung von einem niederländischen Gericht zu sechs Monaten Bewährung und einer Geldstrafe von 45.000 Euro verurteilt.

Familie: Seine Lebensgefährtin heißt Elisabeth. Offiziell ist er allerdings noch mit einer anderen Frau verheiratet, mit der er zwei Söhne hat.

Hobbys: Rockmusik und Motorrad. Hiddink besitzt eine Harley Davidson.


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Emomali Rachmon ist seit 1992 Machthaber in Tadschikistan (Foto: TV)

Emomali Rachmon

Präsident von Tadschikistan


Zitat: „Die Sprache Puschkins und Tolstois, Lomonossows und Mendelejews, Schukschins und Lewitans, eine der Weltsprachen und offizielle Sprache der UN braucht keinen Lobbyismus und wird auch ohne Hilfe immer ihren gebührenden Platz einnehmen“



Geboren: 5. Oktober 1952 in der Ortschaft Dangara im Süden
Tadschikistans

Laufbahn: Elektriker, Armeedienst, Parteisekretär einer Kolchose, Weiterbildung an der staatlichen Wirtschaftsfakultät, Direktor einer Sowchose, Abgeordneter, Vorsitzender des Obersten Sowjets. Präsident von Tadschikistan.

Freunde: Ministerpräsident Okil Okilow

Feinde: Oppositionsführer Machmadrusi Iskanderow, Islamistenführer Chodschi Akbar Turadschonsoda. Das Verhältnis zu Usbekistans Präsident Islam Karimow und Russlands Präsident Dmitri Medwedew gilt als gespannt.

Skandale: Rachmon regiert Tadschikistan seit Anfang der 90er Jahre und zunehmend autoritär. 2007 verbot er seinen Landsleuten Geld für teure Familienfeste auszugeben. Auf diese Art wollte er das Volk zum Sparen zwingen. Wer sich an das Gesetz nicht hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Familie: Verheiratet, sieben Töchter, zwei Söhne.

Hobbys: Nicht bekannt.

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Jelena Baturina ist die reichste Frau Russlands (Foto: bse.ru)

Jelena Baturina

Milliardärin, Präsidentin des Baukonzerns „Inteko“

Zitat: „Mir ist, wie jedem anderen Investoren auch, der Schutz meiner Rechte garantiert.“
Geboren: 08.03.1963 in Moskau.
Laufbahn: Arbeit in der Werkzeugfabrik „Fräser“. Parallel Abschluss am Institut für Verwaltung im Abendstudium. Arbeit im städtischen Vollzugskomitee, später beim „Russischen Verband für Kooperative“. 1991 gründet sie zusammen mit ihrem Bruder Viktor den Baukonzern „Inteko“, im gleichen Jahr heiratet sie
Juri Luschkow. Inteko steigt zu einem der größten Baukonzerne Russlands auf, 90 Prozent des Umsatzes werden in Moskau generiert, wobei der Konzern auch von vielen Aufträgen aus der Stadtverwaltung profitiert.
Freunde: Ehemann Juri Luschkow. Milliardär Wladimir Jewtuschenkow (ist mit Baturinas Schwester verheiratet).
Feinde: Maxim Kaschulinski (Chef-Redakteur des russischen Forbes), Jewgeni Sawtschenko (Gouverneur von Belgorod). Milliardär Alexander Lebedew.
Skandale: Baturina verklagt alle Medien, die behaupten, dass ihr Geschäftserfolg damit zusammenhängt, dass sie Ehefrau des Moskauer Bürgermeisters ist. Aufmerksam wurden die Medien allerdings erst nach einer umstrittenen Ausschreibung der Stadt für die Neu-Bestuhlung des Stadions Luschniki. Den lukrativen Auftrag gewann Inteko.
Familie: Verheiratet, zwei Töchter.
Hobbys: Tennis. Ski fahren, Schießen (mit dem Kleinkalibergewehr) Reiten.


Sergej Tschemesow: Graue Eminenz in der russischen Politik und Wirtschaft (Foto: TV)

Sergej Tschemesow

Generaldirektor der Staatsholding „Rostechnologii“

Zitat: „Wenn wir den Zoll für Importautos nicht angehoben hätten, dann hätten wir schon jetzt unseren Markt verloren.“
Geboren: 20.8.1952 in Tscheremchowo (Gebiet Irkutsk).
Laufbahn: Abschluss am Irkutsker Institut für Volkswirtschaft. Arbeit im Forschungsbetrieb „Lutsch“ („Strahl“), leitete in den 80er Jahren die Vertretung des Betriebs in Dresden. Vize-Generaldirektor der Außenhandelsorganisation „Sowintersport“. Leiter der Außenhandelsabteilung zunächst bei der Verwaltung für Kreml-Liegenschaften, dann bei der Präsidialverwaltung. Generaldirektor von „PromExport“. Mitglied der Komission für Fragen der internationalen Militärkooperation. Vize-, später Generaldirektor von RosOboronExport. Generaldirektor von „Rostechnologii“
Freunde:
Wladimir Putin. Andrej Beljaninow (Chef des russischen Zolls), Nikolai Tokarew (Präsident der Ölgesellschaft Transneft) Wladimir Artjakow (Gouverneur in Samara), Wladimir Jakunin. Pawel Borodin.
Feinde: Dmitri Medwedew, Sergej Iwanow. Wjatscheslaw Brescht (Ex-Aufsichtsratschef des Titan-Produzenten VSMPO-Avisma)
Skandale: Tschemesow soll auf einer Liste des Aktienbrokers „Index-XX“ gestanden haben, der mit Insiderinformationen an der russischen Börse eine Menge Geld verdient hat. Nach Angaben der Steuerbehörde hat Tschemesow 2005 an Dividenden immerhin 43 Mio. Rubel (zu der Zeit 1,2 Mio. Euro) verdient.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet, drei Söhne.
Hobbys: Schirmherr des russischen Radsportverbandes.

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Jewkurow hat seit 1982 bei der Armee gedient, seit 2008 ist er Präsident in Inguschetien (offizielles Foto)

Junus-Bek Jewkurow

Präsident Inguschetiens. Generalmajor der Armee

Zitat: „Ich habe versprochen, die Kämpfer, die freiwillig zu einem friedlichen Leben zurückkehren, nicht zu bestrafen und ich halte mein Wort.“
Geboren: 29.7.1963 in der Ortschaft Tarskoje (Nordossetien).
Laufbahn: Wehrdienst bei der Pazifikflotte als Marineinfanterist. Kommandeurshochschule für Fallschirmjäger, später auch Abschluss der Frunse-Akademie und der Militärakademie des Generalstabs. Dienst bei den Fallschirmjägern, Einsatz in beiden Tschetschenienkriegen und im Kosovo, nach der Befreiung von zwölf russischen Geiseln aus tschetschenischer Gefangenschaft mit dem Orden „Held Russlands“ ausgezeichnet. Stellvertretender Stabschef des Wehrkreises Wolga-Ural. Präsident Inguschetiens.
Freunde: Raschid Gaisanow (Premier Inguschetiens). Uwais Jewkurow (Bruder und Chef der Leibwache Jewkurows).
Wladimir Putin
Feinde: Doku Umarow.
Skandale: Der Rechnungshof berichtete im Frühjahr 2009 über die Zweckentfremdung von 1,7 Mrd. Rubel in Inguschetien (ein Fünftel des Jahresetats der Teilrepublik). Der Großteil der Vorwürfe stammt allerdings aus der Zeit vor Amtsantritt Jewkurows.
Familie: Verheiratet, ein Sohn.
Hobbys: Nicht bekannt.

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Doku Umarow ist einer der meistgesuchten Terroristen in Tschetschenien (Foto: TV)
Aktualisiert 12.11.2009 09:34

Doku Umarow

Terrorist. Ex-Untergrundpräsident Tschetscheniens

Zitat: „Heute ist jede Region im Kaukasus eine Kriegszone“
Geboren: 13.4.1964 in der Ortschaft Charsenoi (Tschetschenien)
Laufbahn: Abschluss als Bauingenieur. In den 80er Jahren das erste Mal wegen fahrlässiger Tötung im Gefängnis. Seit 1992 wegen Mordes gesucht. Teilnahme am ersten Tschetschenienkrieg unter Feldkommandeur Ruslan Gelajew. Aufstieg zum Brigadegeneral der Separatisten. Wegen Verstrickung in Entführungen von
Aslan Maschadow abgesetzt. Im zweiten Tschetschenienkrieg schwer verwundet. Nach dem Tod Saidulajews Untergrundpräsident der tschetschenischen Separatisten, später abgelöst, weil er sich selbst zum Führer des „kaukasischen Emirats“ kürte. Mehrfach für tot erklärt.
Freunde: War Anhänger der Terroristen Ruslan Gelajew und Schamil Bassajew. Der Terror-Ideologe Mowladi Udugow.
Feinde: Ramsan Kadyrow. Murat Sjasikow und Junus-Bek Jewkurow, aber auch russische Menschenrechtler wie Oleg Orlow, die ihm Folter, Entführung und Mord vorwerfen.
Skandale: Unzählige Terroranschläge, war u.a. an dem Attentat auf einen Vorortzug in Kislowodsk und einen Terror-Großangriff auf Nasran beteiligt, Entführungen und Folter von Zivilisten und Staatsbeamten.
Familie: Verheiratet, sechs Kinder.
Hobbys: Keine bekannt

Nach ihrem Sieg bei den Miss Universum Wahlen gelang Fjodorowa eine Karriere im russischen Fernsehen (Foto: Gratschow/.rufo)

Oxana Fjodorowa

Ex-Miss Universe. Russischer Fernsehstar

Zitat: „Ich wurde zur Geisel des Neids anderer Frauen.“
Geboren: 17.12.1977 in Pskow.
Laufbahn: Nach Abschluss der Mittelschule Polizeiermittlerin in Pskow, anschließend Studium an der Universität des Innenministeriums in Petersburg, Wahl zur Miss Russia 2001, Miss Universe 2002. Tätigkeit für die „Russische Partei des Lebens“, später UNICEF-Botschafterin in Russland, Mitwirkende in einigen Fernsehserien, Moderatorin des russischen Sandmännchens.
Freunde: Tenor und Schlagersänger Nikolai Baskow, der Tänzer Alexander Litwinenko.
Wladimir Putin.
Feinde: Howard Stern (berüchtigter US-Radiomoderator) Anna Weligschanina (Journalistin der Boulevardzeitung „Komsomolskaja Prawda“).
Skandale: Musste ihren Titel Miss Universe zurückgeben, weil sie ihren Pflichten als schönste Frau der Welt nicht nachkam. Gerüchten zufolge war sie in der Zeit mit dem Petersburger Halbkriminellen Wladimir Golubjow zusammen. Sie selbst behauptet wegen des Schreibens ihrer Dissertation keine Zeit für Laufsteg und Empfänge gehabt zu haben.
Familie: Verheiratet mit dem Deutschen Philip Toft.
Hobbys: Sammelt ethnographische Puppen aus verschiedenen Ländern.

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Oleg Orlow ist einer der Mitbegründer von Memorial. Seit 1990 leitet er das Menschenrechtszentrum der Organisation (Foto: memo.ru)

Oleg Orlow

Leiter des Menschenrechtszentrums „Memorial“.

Zitat: „Ich bin sicher, dass hinter diesem Mord die tschetschenische Führung steckt.“ (Kommentar zur Ermordung der Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa)
Geboren: 29.10.1953 in Moskau
Laufbahn: Abschluss an der Bio-Fakultät der Lomonossow-Uni. Laborant am Timirjasew-Institut für Pflanzenphysilogie, gescheiterte Dissertation. Zusammen mit Andrej Sacharow einer der Gründer von Memorial. Mitglied der Menschenrechtskommission des Präsidenten. Als Unterhändler in Konfliktgebieten wie Tschetschenien, Berg-Karabach und Transnistrien
Freunde: Die Bürgerrechtler Sergej Kowaljow und Arseni Roginski. Die ermordete Journalistin Anna Politkowskaja und die ebenfalls ermordete Memorial-Aktivistin Natalja Estemirowa.
Feinde:
Ramsan Kadyrow. Wladimir Putin. Doku Umarow.
Skandale: Beschuldigte den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow, für die Ermordung von Natalja Estemirowa verantwortlich zu sein. Kadyrow hat Orlow wegen Verleumdung verklagt.
Familie: -
Hobbys: Reisen.


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Telman Ismailow hat sein Geld mit dem Schmugglermarkt Tscherkisowo gemacht (Foto: newsru)

Telman Ismailow

Milliardär, Besitzer des Tscherkisowo-Markts in Moskau.

Zitat: „Ich habe einen russischen Pass, aber ich bin in die Türkei verliebt. Darum habe ich darum gebeten, die türkische Staatsbürgerschaft zu bekommen.“
Geboren: 26.10.1956 in Baku
Laufbahn: Abschluss des Moskauer Plechanow-Instituts. Experte im Handelsministerium, Tätigkeit beim Im- und Exporteur „Wostokintorg“, Gründung seiner eigenen Firma AST, Besitzer des Tscherkisowo-Markts in Moskau, des Hotels „Praga“ und des wohl teuersten Hotels im Mittelmeerraum „Mardan Palace“ in Antalya (1,4 Mrd. USD). Vize-Präsident des Euro-Asiatischen Jüdischen Kongresses.
Freunde: Moskaus Bürgermeister
Juri Luschkow, Luschkows Berater und ehemaliger Vize Josif Ordschonikidse. Sänger Josif Kobson.
Feinde: Arkadi Mamontow (Journalist), Alexander Bastrykin (Russlands Chefermittler). Wladimir Putin.
Skandale: Der Tscherkisowo-Markt in Moskau wurde im Juni 2009 wegen Verstößen gegen sanitäre Vorschriften geschlossen, nachdem Schmuggelware im Wert von über zwei Milliarden Dollar dort gefunden wurde. Der größte Markt Europas gilt als Zentrum für Schmuggel, Glücksspiel, Drogen und illegale Einwanderer.
Familie: Verheiratet, zwei Söhne.
Hobbies: Sammelt teure Uhren. Liebt Musik und Tanz.

Ilham Alijew ist sei 2003 Präsident von Aserbaidschan.

Ilham Alijew

Präsident von Aserbaidschan.

Zitat: „Russland und Georgien sind unsere Freunde. Wir wollen, dass unsere Freunde auch untereinander befreundet sind.“
Geboren: 24.12. 1961 in Baku
Laufbahn: Abschluss am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), anschließend als Dozent dort tätig. Privater Geschäftsmann. Vize-Präsident der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans. Parlamentsabgeordneter. Präsident des Nationalen Olympischen Komitees. Vize-Präsident der Regierungspartei „Eni Aserbaidschan“. Premierminister. Präsident.
Freunde: Der Alijew-Clan, u.a. Onkel Dschalal Alijew (zweitreichster Mann Aserbaidschans), Kjamaledil Geidarow (reichster Mann Aserbaidschans)
Feinde: Rasul Gulijew (Oppositionsführer im Exil). Ajas Mutalibow (Ex-Präsident)
Skandale: Wurde 2003 quasi in Erbfolge von Vater Heydar Alijew zum Präsidenten von Aserbaidschan gewählt. Die Opposition klagte über massive Wahlfälschung und rief zu Protesten auf. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Sicherheitskräften wurden zwei Menschen getötet.
Familie: Verheiratet. Hat einen Sohn und zwei Töchter. Zwei Enkel.
Hobbies: Geopolitik und Öl. Spricht mehre Sprachen.

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Nikolai Zwetkow ist als Banker einer der reichsten Männer Russlands (Foto: rb.ru)

Nikolai Zwetkow

Milliardär, Chef von Uralsib, Besitzer der Supermarktkette „Kopejka“

Zitat: „Ich bin sicher, dass man bei kompetenter und nüchterner Berechung aus praktisch jeder Situation einen Ausweg finden kann“
Geboren: am 12. Mai 1960 in Nowobratzewo, Gebiet Moskau
Laufbahn: 15 Jahre beim Militär, diente u.a. in Afghanistan, Abschluss der Militär-Hochschule in Tambow als Luftfahrtingenieur und Abschluss der Schukow-Militärakademie, Oberstleutnant a.D., anschließend Abschluss als Volkswirt, Börsenmakler, Verwalter des Lukoil-Fonds, Präsident von Nikoil, Finanzchef von Lukoil, Vorstandschef von Uralsib, Besitzer des legendären Porzellanwerks Lomonossow und der Supermarktkette Kopejka
Freunde:
Wagit Alekperow, Leonid Fedun, Regisseur Fjodor Bondartschuk
Feinde: Alexander Schejko (Zwetkows Nachbar auf der Rubljowka)
Skandale: nicht bekannt
Familie: Verheiratet, zwei Töchter
Hobbies: Kino (hat 2008 das Kinostudio „Glawkino“ mitgegründet)

Jelena Skrynnik ist eine von drei Ministerinnen in der russischen Regierung (Foto: Landwirtschafts-Ministerium)

Jelena Skrynnik

Landwirtschaftsministerin.

Zitat: „Ich bin eine flammende Anhängerin der Fitness-Bewegung.“
Geboren: 30. August 1961 in Tscheljabinsk.
Laufbahn: Abschluss am Institut für Medizin, Zweitstudium als Volkswirtin. Ärztin in einem Bezirkskrankenhaus. Gründung einer Leasinggesellschaft für Medizintechnik. Vorsitzende der russischen Assoziation der Leasinggesellschaften. Leiterin der staatlichen Leasinggesellschaft für Landwirtschaftstechnik „Rosagroleasing“. Landwirtschaftsministerin. Im Vorstand der Kremlpartei „Einiges Russland“.
Freunde:
Dmitri Medwedew. Viktor Christenko. Viktor Subkow. War auch Patentante von Michail Kassjanows jüngster Tochter, hat aber nach dessen Wechsel in die Opposition den Kontakt zu ihm abgebrochen.
Feinde: nicht bekannt
Skandale: Klüngelwirtschaft. Bruder und Mutter bekamen nach ihrer Ernennung zur Leiterin von Rosagroleasing ebenfalls lukrative Posten in der Staats-Holding. Zudem gibt es Korruptionsgerüchte um Rosagroleasing.
Familie: Zum zweiten Mal geschieden. Zwei Kinder.
Hobbies: Schönheitssalons (fliegt angeblich zu Schönheitskuren in die Schweiz). Fitness, Ski-Abfahrtslauf.


Juri Schutow hat den Anzug inzwischen mit der Häftlingskleidung getauscht; verurteilt als Chef einer Verbrecherbande (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 02.06.2009 09:49

Juri Schutow

Häftling. Ex-Abgeordneter des Stadtparlaments von St. Petersburg

Zitat: "Jeder geht seinen Weg in den Himmel oder in die Hölle."
Geboren: 16. Marz 1946 in Leningrad
Laufbahn: Bulldozerfahrer, Buchautor, mehrfacher Langzeit-Untersuchungshäftling. Abgeordneter. Wegen Bildung einer Verbrecherbande zu lebenslanger Haft verurteilt.
Freunde: wenige. Soll Kontakt zu Mafia-Boss Wladimir Barsukow gehabt haben.
Feinde: Anatoli Sobtschak. Bezeichnet sich selbst als Feind
Wladimir Putins.
Skandale: 1999 verhaftet als angeblicher Anführer einer Mafia- und Mörder-Bande, während Schutow sich als unbeugsamer Kämpfer gegen Korruption und Amtsmissbrauch präsentiert
Familie: Verheiratet.
Hobbies: betätigt sich als Publizist.

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Aktualisiert 23.07.2009 12:20

Leonid Fedun

Teilhaber von Lukoil, Milliardär. Präsident des Fußballclubs Spartak.

Zitat: „Die russische Fußball-Liga muss unter die Top-5 in Europa kommen.“
Geboren: 05. April 1956 in Kiew
Laufbahn: Abschluss der Höheren Militärschule in Rostow, Lehrer für Politökonomie und Politikwissenschaft an der Lenin-Militärakademie. Seit 1992 mit der Gründung von „NeftKonsult“ im Ölbusiness tätig. Vize-Präsident bei Lukoil. Besitzer und Präsident des Moskauer Fußballclubs Spartak.
Freunde:
Wagit Alekperow
Feinde: Fans des verfeindeten Clubs ZSKA Moskau.
Skandale: 1997 stirbt unter rätselhaften Umständen der Lukoil-Mitbegründer Vitali Schmidt in seinem Moskauer Appartment. Schmidt wollte die zahlreichen offshore-Töchter von Lukoil restrukturisieren und transparenter machen.
Familie: Verheiratet. Hat einen Sohn und eine Tochter.
Hobbies: Fußball, Präsident des Fußball-Clubs Spartak Moskau.


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Patriarch Kyrill I. unmittelbar nach seiner Wahl am 27.1.2009 (Foto: TV)

Kyrill I.

(bürgerlich: Wladimir Michailowitsch Gundjajew)

Patriarch von Moskau und Russland, Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche

Zitat: „Die Kirche ist nicht mehr gebrechlich. Uns zittern nicht mehr die Hände und Knie. Der Glaube ist zu materieller Kraft geworden.“

Geboren: 20. November 1946 in Leningrad

Laufbahn: Priesterseminar von Leningrad, später Geistliche Akademie. Priesterweihe 1969. Vertreter des Moskauer Patriarchats beim Weltkirchenrat. Rektor des Prieserseminars. Seit 1984 Bischof, seit 1991 Metropolit. Seit 1990 Leiter des Außenamts des russisch-orthodoxen Kirche. Patriarch.

Freunde: Kyrill galt als enger Vertrauter seines Vorgängers
Alexi II. Gute Beziehungen zur politische Führung Russlands um Wladimir Putin und Dmitri Medwedew.

Feinde: Der von der russisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen ultrakonservative Bischof Diomed von Anadyr und Tschukotka. Versteckte Rivalität mit Metropolit Kliment, der den Patriarchenthron ebenfalls beansprucht hat.

Skandale: In den 90er Jahren importiert die Kirche zollfrei Zigaretten nach Russland. Das Geschäft wird über Kyrills Außenamt eingefädelt und später auch abgewickelt.

Familie: Als hoher Würdenträger der orthodoxen Kirche gilt für Kyrill das Zölibat. Kyrills Vater war ebenfalls Priester.

Hobbies: Ski laufen und Wasserski

Porträt: Ost-Papst Kyril I., Säule Russland und der Orthodoxie >>>

Michail Piotrowski leitet seit Anfang der 90er Jahre die Eremitage in St. Petersburg (Foto: TV)

Michail Piotrowski

Direktor der Petersburger Eremitage

Zitat: „Das Ziel des Feindes besteht darin, Russland seines Glaubens in Russland zu berauben, aber wir müssen an unser Land glauben.“
Geboren: 9. Dezember 1944 in Jerewan (Armenien)
Laufbahn: Ab 1961 Studium der Arabischen Philologie an der Leningrader Universität; Abschluss 1967 mit Auszeichnung. Bis 1991 Arbeit in der Leningrader Filiale des Instituts für Orientalistik, Teilnahme an mehreren archäologischen Expeditionen. Seit 1992 Direktor der Eremitage in St. Petersburg.
Freunde: Michail Schwydkoi, Alexander Sokurow, Tatjana Parfjonowa.
Feinde:
Valentina Matwijenko und Alexej Miller wegen deren Pläne für einen riesigen Gazprom-Turm im Zentrum von Petersburg. Ansonsten alle, die auf dem Schlossplatz Konzerte und Filmfestivals veranstalten wollen.
Skandale: Im August 2006 wurde das Verschwinden von 221 Kunstgegenständen aus der Eremitage entdeckt. Piotrowski konnte nur mit Mühe seinen Posten halten, auch weil der Leiter der Staatsagentur für Kultur und Kinematografie, Michail Schwydkoi, ihm den Rücken stärkte.
Familie: Verheiratet, ein Sohn und eine Tochter.
Hobbies: Islamische Kunst, Schals, Bewahrung des Petersburger Kulturerbes.


Alexander Lebedew ist ein russischer Milliardär (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 06.01.2009 13:13

Alexander Lebedew

Russischer Oligarch und Politiker.

Zitat:
Putin sollte endlich erfahrene Wirtschaftsexperten zurückholen in die Regierung statt nur alte Bekannte und Freunde mit Ministerposten zu versehen.“
Geboren: 16. Dezember 1959 in Moskau.
Laufbahn: Wirtschaftsstudium am Moskauer Staatsinstitut für internationale Beziehungen, danach Angestellter beim Institut für Wirtschaft des Weltsozialistischen Systems. Karriere bei KGB und FSB, Präsident der National Reserve Bank, Im Vorstand der Kremlpartei „Unser Haus Russland“. Erfolglose Kandidatur um den Posten des Moskauer Bürgermeisters, Duma-Abgeordneter, Geschäftsmann
Freunde: Michail Gorbatschow. Andrej Kostin (Chef der VTB)
Feinde: Juri Luschkow und die Moskauer Stadtregierung. Kein Freund von Wladimir Putin.
Skandale: In Lebedews Zeitung „Moskowski Korrespondent“ wurde ein Artikel über die angebliche Scheidung von Wladimir Putin und seine geplante Heirat mit Ex-Olympiasiegerin Alina Kabajewa gedruckt. Lebedew kritisierte den Artikel und machte die Zeitung dicht – angeblich aus finanziellen Gründen.
Familie: Verheiratet, ein Sohn.
Hobbys: Fußball. Schwimmen.


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Rem Wjachirew war als Gazprom-Chef einer der mächtigsten Männer Russlands Ende der 90er Jahre (Foto: Djatschkow/.rufo)

Rem Wjachirew

Rentner. Milliardär. Ex-Gazprom-Chef.

Zitat: „Das Land hat Gas, das Land hat eine Zukunft, das Land hat einen Steuermann – Wladimir Wladimirowitsch Putin.“
Geboren: 23. August 1934 im Dorf Bolschaja Tschernigowka, Gebiet Kujbyschew (heute Samara).
Laufbahn: Abschluss des Kuybischer Polytechnischen Instituts als Ingenieur für Öl- und Gasförderung (später Dissertation dazu). Vom Meistergehilfen zum Direktor des Ölkonzerns Orenburgneft. Stellvertretender Minister für Gaswirtschaft der UdSSR. Vize-Chef von Gazprom. Gazprom-Vorstandschef. Leiter des Beirats der Promstroibank.
Freunde:
Viktor Tscherkessow, Pjotr Rodionow (ehemalige rechte Hand von Wjachirew bei Gazprom)
Feinde: Boris Nemzow, Sergej Kirijenko, Wladimir Putin, Dmitri Medwedew, Alexej Miller.
Skandale: Als Vorstandschef von Gazprom schaffte er ein riesiges Vermögen zur Seite. Sicherte sich 35 Prozent der Gazprom-Aktien, doch musste er diese Papiere nach seinem erzwungenen Rücktritt bei Gazprom wieder zurückgeben.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn, eine Tochter.
Hobbies: Schweinezucht.


Seit 2002 ist Murat Sjasikow Präsident von Inguschetien (Foto: Archiv)
Aktualisiert 02.06.2009 10:00

Murat Sjasikow

Präsidentenberater. Ex-Präsident Inguschetiens

Zitat: „Polygamie ist im Kaukasus weitverbreitet, obwohl es bei uns im Volksmund heißt: Sind 2 Frauen auf dem Hof, braucht man keinen Hund mehr im Haus.“
Geboren: 10. September 1957 in Osch (Kirgisien)
Laufbahn: Abschluss als Historiker an der Staatlichen Universität in Grosny. KGB-Laufbahn, Mitglied des Föderationsrats. Stellvertretender Generalgouverneur für Südrussland. Präsident Inguschetiens.
Freunde:
Viktor Kasanzew. Pawel Borodin (Sekretär der Union Russland – Weißrussland), Musa Medow (Innenminister Inguschetiens). Ramsan Kadyrow.
Feinde: Die Opposition um den inzwischen getöteten Magomed Jewlojew.
Skandale: Tötung des Oppositionellen Magomed Jewlojew durch Sicherheitskräfte Sjasikows. Jewlojew wurde auf dem Flughafen verhaftet, in ein Auto gezerrt und dort erschossen. Nach Angaben der Behörden fiel der Schuss zufällig. Die Opposition spricht von politischem Mord.
Familie: Verheiratet, drei Söhne.
Hobbies: Fußball gucken. Liebt kaukasische Folklore und Tanz.


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Sergej Schmatko ist seit 2008 Chef des eigenständigen Energieministeriums in Russland (Foto: supertoplivo)

Sergej Schmatko

Russischer Energieminister

Zitat: „Für Russland ist Energieeffizienz eine Schlüsselfrage und ich bin sicher, dass das Programm zur Erhöhung der Energieeffizienz eine der Herausforderungen für die russische Industrie und Gesellschaft in der näheren Zukunft ist.“
Geboren: als Sergej Iwanowitsch Schmatko am 26. September 1966 in Stawropol
Laufbahn: Lebte als Sohn eines sowjetischen Offiziers in seiner Kindheit mehrere Jahre in Deutschland, Studium an der Staatlichen Universität im Ural, zunächst an der Fakultät für Mathematik und Mechanik, nach seiner Einberufung zur Armee studierte er später Politökonomie. Aufenthalt in Marburg. Auditor. Arbeit in einer Bank. Analyst bei Rosenergoatom. Vorsitzender des Staatsfonds in der Rüstungsindustrie. Berater der Gazprombank. Präsident bei Atomstroiexport. Energieminister.
Freunde: Gilt als Lobbyist der Atombranche und der Gazprombank. Beriet den Gazprombank-Chef Andrej Akimow
Feinde: Gilt als Kontrahent von
Anatoli Tschubais und Viktor Christenko, da er den Posten besetzt, den die beiden selbst gern hätten.
Skandale: Als Chef des staatlichen Exporteurs für Atomkraftwerkstechnologien war Schmatko für die Forcierung des AKW in Bushehr (Iran) mitverantwortlich. Obwohl das Kraftwerk der zivilen Nutzung der Atomkraft dient, gibt es um das gesamte iranische Atomprogramm internationale Streitigkeiten. Der Westen befürchtet, dass Teheran hinter dem zivilen Atomprogramm den Bau einer Atombombe versteckt. Der Konflikt hat bereits zu einigen UN-Sanktionen gegenüber dem Iran geführt.
Familie: Verheiratet, ein Sohn, eine Tochter.
Hobbies: Nicht bekannt. Spricht fließend deutsch.


Andrej Arschawin ist der Star der russischen Nationalmannschaft (Foto: newsru)
Aktualisiert 01.09.2009 12:57

Andrej Arschawin

Russischer Nationalspieler

Zitat: „Ich bin ein Mensch, der schwer zu brechen ist.“
Geboren: 29.Mai 1981 in Leningrad als Andrej Sergejewitsch Arschawin.
Laufbahn: Seit der Kindheit begeisterter Fußballer. Absolvent der Fußballschule „Smena“. Seit 1999 bei
Zenit St. Petersburg. 2006 Fußballer des Jahres in Russland. 2007 russischer Meister mit Zenit, nebenbei auch noch in der Politik als Wahlkämpfer für die Kremlpartei „Einiges Russland tätig, verzichtete aber auf sein Mandat. 2008 UEFA-Cup-Sieger. 2009 Wechsel zu Arsenal London.
Freunde: Guus Hiddink, Pawel Judin (Sänger), Igor Denissow und Alexander Kerschakow (Fußballer)
Feinde: Legt sich immer wieder mit seinen Trainern an. Vor allem Ex-Zenit-Trainer Vlastimil Petrzela kann ein Lied davon singen.
Skandale: Hat Probleme mit der Disziplin. So durchzechte er vor einem Ligaspiel mit Zenits Erzrivalen Spartak Moskau mit seinen Teamkollegen Anjukow und Denissow die ganze Nacht. Das Spiel ging verloren, Arschawin wurde kurzzeitig suspendiert.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn und eine Tochter.
Hobbies: Fußball. Singen (hat eine eigene CD herausgebracht) und Mode (eigene Kollektion entworfen).


Alexander Bortnikow arbeitet seit über 30 Jahren beim Geheimdienst (Foto: FSB.ru)

Alexander Bortnikow

FSB-Direktor. Armeegeneral

Zitat: „Wir haben bisher noch keine konkreten Verdächtigen, aber wir werden sie auf jeden Fall finden.“
Geboren: 15.11.1951 in Perm als Alexander Wassiljewitsch Bortnikow.
Laufbahn: Studium am Eisenbahnerinstitut in Leningrad. Seit 1975 beim Geheimdienst. Leiter des FSB in St. Petersburg und im Gebiet Leningrad. Vize-Direktor des FSB, verantwortlich für Wirtschaftskriminalität. Am 12. Mai 2008 zum FSB-Direktor ernannt.
Freunde:
Igor Setschin. Viktor Iwanow. Viktor Subkow
Feinde: Natalja Morar und Ilja Barabanow. (Journalisten der „New Times“)
Skandale: Die Zeitung „The New Times“ verdächtigt Bortnikow in die Ermordung Litwinenkos verwickelt zu sein. Außerdem wird Bortnikow von der Zeitung die Beteiligung an Geldwäscheaktionen über die Raiffeisenbank vorgeworfen. Kurz darauf verliert Natalja Morar, die Schreiberin dieser Artikel, ihre Aufenthaltserlaubnis für Russland und wird auf Anweisung des FSB abgeschoben.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn.
Hobbies: Nicht bekannt.


Nikolai Makarow ist Generalstabschef der russischen Armee (Foto: offiziell)

Nikolai Makarow

Russischer Generalstabschef. Armeegeneral.

Zitat: „Wir müssen Entscheidungen fällen, damit unsere Jungs endlich gelassen zur Armee gehen und ihre Eltern sie ruhigen Gewissens dorthin verabschieden“
Geboren: als Nikolai Jegorjewitsch Makarow am 07.10.1949 in der Ortschaft Glebowo (Gebiet Rjasan).
Laufbahn: Absolvent der höheren Kommandeursschule in Moskau. Offizier bei den Weststreitkräften der Sowjetarmee in der DDR. Absolvent der „Frunse“-Militärakademie. Stabschef der russischen Streitkräfte in Tadschikistan, später stellv. Kommandeur der russischen Ostseeflotte mit dem Verantwortungsbereich Bodentruppen. Befehlshaber des Wehrbezirks Sibirien. Seit 2007 stellvertretender Verteidigungsminister zuständig für Rüstungsfragen. Am 3. Juni 2008 zum Generalstabschef ernannt.
Freunde: Gilt als Mann von Verteidigungsminister
Anatoli Serdjukow
Feinde: Keine bekannt
Skandale: Während seiner Zeit als Befehlshaber des Wehrbezirks Sibirien kam es zu einigen Fällen von Rekrutenschinderei, u.a. den Fall Alexander Semotschkin, der von betrunkenen Kameraden brutal zusammengeschlagen wurde und mit schweren Schädelverletzungen auf die Intensivstation kam. Makarow sprach sich anschließend für eine harte Bestrafung der Täter aus.
Familie: Verheiratet.
Hobbies: Nicht bekannt.


Sergej Sobjanin ist einer der sieben Vize-Premiers in der russischen Regierung (Foto: Pravda)

Sergej Sobjanin

Russischer Vize-Premier

Zitat: „Ich denke nicht, dass ein Journalist an sich frei sein kann und auch die Presse kann bei uns nicht frei sein.“
Geboren: 21.06. 1958 in der Ortschaft Njaksimwol (Gebiet Chanty-Mansisk).
Laufbahn: 2 Ausbildungen – als Mechaniker und als Jurist. Begann als einfacher Rohrschlosser. Karriere im Komsomol, später in der Partei. Leiter der Steuerinspektion von Kogalym – von dort direkt in den Bürgermeistersessel gewählt. Stellvertretender Gouverneur und Senator von Chanty-Mansisk. Gouverneur von Tjumen. Vorstandsmitglied des „Einigen Russlands“. Chef der Präsidialverwaltung unter
Wladimir Putin. Wechsel in die Regierung als Vize-Premier.
Freunde: Wladimir Putin, Roman Abramowitsch, Wladimir Bogdanow (Generaldirektor Surgutneftegaz). Pjotr Latyschew.
Feinde: Leonid Rokezki (verlor 2001 seinen Gouverneursposten an Sobjanin, beschuldigte ihn anschließend der Richterbestechung). Pjotr Awen und Michail Fridman.
Skandale: Seine Wahlkampagne für den Posten des Gouverneurs in Tjumen soll von Ölmilliardär Roman Abramowitsch mitfinanziert worden sein.
Familie: Verheiratet. Zwei Töchter.
Hobbies: Jagd, Skifahren.


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Wladimir Ogrysko ist seit Dezember 2007 Außenminister der Ukraine
Aktualisiert 06.07.2009 11:09

Wladimir Ogrysko

Vize-Chef des nationalen Sicherheitsrats der Ukraine. Ex-Außenminister.

Zitat: „Mythen stören die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland. 1. – der Mythos über den einheitlichen Kulturraum zwischen der Ukraine und Russland, 2. – die Mär von den besonderen Beziehungen zwischen den Ex-Sowjetrepubliken, und 3. – die Legende über die besondere Rolle Russland bei der Zivilisation“
Geboren: 1. April 1956 in Kiew als Wladimir Stanislawowitsch Ogrysko
Laufbahn: Abschluss der Schewtschenko-Universität als Diplomat. Arbeit im Außenministerium (zunächst Ukrainische SSR, später Ukraine). Botschaftsberater in Deutschland und Österreich. Botschafter in Österreich. Sonderbotschafter. 1. Vize-Außenminister. Außenminister.
Freunde: Boris Tarasjuk (Ex-Außenminister der Ukraine).
Viktor Juschtschenko.
Feinde: Sergej Markow (russischer Politologe), Wladimir Kornilow (Direktor der ukrainischen Filiale des GUS-Instituts). Viktor Tschernomyrdin.
Skandale: Fiel zweimal, u.a. wegen seiner stark antirussischen Haltung, bei der Wahl zum Außenminister durch das Parlament durch.
Familie: Verheiratet, einen Sohn, zwei Töchter.
Hobbies: Nicht bekannt. Spricht fließend Deutsch.


Onischtschenko ist seit über einem Jahrzehnt Oberster Amtsarzt Russlands (Foto: TV)
Aktualisiert 25.09.2008 09:36

Gennadi Onischtschenko

Oberster Amtsarzt Russlands, Leiter der Aufsichtsbehörde für Verbraucherschutz

Zitat: „In Russland wurde nie getrunken.“
Geboren: am 21.10.1950 in Tschargyn-Tasch (Kirgisien)
Laufbahn: Abschluss der Medizinischen Hochschule Donezk. Tätigkeit als Arzt im sowjetischen Verkehrsministerium, u.a. Oberster Sanitätsarzt der Moskauer Metro. Im 1. Tschetschenienkrieg kurzzeitig von Separatisten gekidnappt. Seit 1996 stellvertretender Gesundheitsminister, seit 2004 Leiter der russischen Verbraucherschutzbehörde. Veröffentlichte zahlreiche Abhandlungen über Infektionskrankheiten.
Freunde:
Wladimir Putin
Feinde: Russische Bierbrauer. Moldawiens Präsident Wladimir Woronin und Georgiens Präsident Michail Saakaschwili.
Skandale: Im Frühjahr 2006 verbot Onischtschenko den Import georgischen und moldawischen Weins, kurz darauf auch die Einfuhr georgischen Mineralwassers. Diese entsprächen nicht den russischen Qualitätsstandards, erklärte Onischtschenko. Experten warfen Onischtschenko hingegen vor, den Handelskrieg aus politischen Gründen geführt zu haben.
Familie: Verheiratet, hat drei Kinder.
Hobbies: Schwerathletik, gesunde Lebensweise


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Wladimir Etusch bei einem Auftritt beim Radiosender Echo Moskaus

Wladimir Etusch

Kino- und Theaterschauspieler

Zitat: „Die Frau ist der Freund des Menschen“ (als Genosse Saachow in der Kultkomödie „Kawkaskaja Pleniza“)
Geboren: als Wladimir Abramowitsch Etusch am 6.Mai 1922 in Moskau.
Laufbahn: Nach Fronteinsatz im 2. Weltkrieg 1945 Studium an der Schtschukin-Theaterhochschule in Moskau. Theaterschauspieler am Wachtangow-Theater, ab 1953 Kino-Schauspieler. 1. Film „Admiral Uschakow“. Berühmt wird er durch seine Komödienrollen neben Nikulin und Demjanenko unter der Regie von Leonid Gajdaj. Neben Theater und Kino aktive Lehrtätigkeit an der Schtschukin-Hochschule. Seit 1987 Rektor. Bis heute im Wachtangow-Theater Moskau tätig.
Freunde:
Juri Luschkow, der Etusch bei der Gründung eines Etusch-Theaterzentrums unterstützte; der Regisseur und Schauspieler Michail Schirwindt, der Schauspieler Alexander Abdulow.
Feinde: keine bekannt
Skandale: Nachdem Etuschs Wohnung im Sommer 2007 ausgeraubt wurde, beschuldigte er die Polizei, an dem Einbruch mitschuldig zu sein. Eine ausgefallene Alarmanlage sei nicht ersetzt worden, klagte er. Wegen Rufschädigung wollte die Polizei bereits Gegenklage einreichen, da beendeten die Diebe den Rechtsstreit. Sie gaben einen Teil der gestohlenen Gegenstände zurück und versprachen, auch den Rest zu ersetzen. Per Zettel entschuldigten sie sich für die Tat. Sie hätten nicht gewusst, dass der „verehrte“ Etusch in der Wohnung gelebt habe.
Familie: Heiratete mit 80 Jahren zum dritten Mal. Aus der 2. Ehe ging Tochter Raissa hervor.
Hobbies: Theater, Urlaub an der Schwarzmeerküste.


Konstantin Ernst ist seit 1999 Generaldirektor des größten russischen TV-Kanals (Foto: 1. Kanal)
Aktualisiert 26.02.2009 13:37

Konstantin Ernst

Generaldirektor des staatlichen TV-Senders „1. Kanal“/ORT

Zitat: „Staatliches Fernsehen ist aus meiner Sicht Fernsehen, das die staatlichen Positionen unterstützt“
Geboren: als Konstantin Lwowitsch Ernst am 6. Februar 1961 in Moskau.
Laufbahn: Ausbildung zum Biochemiker. Seit 1988 Journalist, begann bei der alternativen Nachrichtensendung „Wsgljad“ (Blick), später Moderator der Sendung Matador, ab 1995 Produktionsleiter, ab 1999 Generaldirektor beim Sender ORT (inzwischen 1. Kanal). Produzierte u.a. die russischen Blockbuster „Wächter der Nacht“ und „Wächter des Tages“.
Freunde: Galt einst als Mann
Beresowskis, ist inzwischen allerdings treuer Gefolgsmann Wladimir Putins. Anatoli Maximow (Produzent und Berater von Ernst beim 1. Kanal)
Feinde: Konstantin Remtschukow (Chefredakteur „Nesawissimaja Gaseta“), Igor Krutoi (Produzent), Sergej Dorenko (ehemaliger Skandaljournalist bei ORT)
Skandale: Verdient als Produzent von Serien und Spielfilmen eine Menge Geld mit Aufträgen, die er sich als Generaldirektor des „1. Kanals“ selbst gibt.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbies: Fernsehen. Er schaut praktisch alle Sendungen seines Kanals vor der Ausstrahlung an. Für anderes bleibt keine Zeit.


Waleri Okulow ist seit zehn Jahren Generaldirektor bei Aeroflot (Foto: Packeiser/.rufo)
Aktualisiert 06.07.2009 11:10

Waleri Okulow

Ehemaliger Generaldirektor von Aeroflot. Stellvertretender Vekehrsminister.

Zitat: Wir sind an der Übernahme europäischer Fluggesellschaften interessiert.“
Geboren: als Waleri Michailowitsch Okulow am 22.04.1952 in Kirow.
Laufbahn: Ausbildung zum Navigationsingenieur der zivilen Luftfahrt. Flog zehn Jahre als Navigationsoffizier im Ural. Nach seiner Versetzung nach Moskau Ausbilder für Navigation bei Aeroflot. 1996 Aufstieg zum 1. stellvertretenden Generaldirektor von Aeroflot. Seit 1997 Generaldirektor bei Aeroflot. 2004 tritt der Konzern der Sky-Allianz bei. 2009 abgesetzt und auf den Posten des Vize-Verkehrsministers abgeschoben.
Freunde: Zählte als Schwiegersohn
Boris Jelzins zum engen Kreis der „Familie“.
Feinde: Juri Skuratow (ehemaliger Staatsanwalt, der wegen seiner Untersuchungen in Korruptionsfällen gegen die Jelzin-Familie gefeuert wurde), Boris Beresowski, Alexander Lebedew.
Skandale: Soll in die Mabetex-Affäre verwickelt sein. Die Schweizer Baufirma Mabetex erhielt in den 90er Jahren einen Großauftrag zur Kremlrenovierung. Dabei sollen Bestechungsgelder an die „Jelzin-Familie“ geflossen sein. 2,7 Mio. USD auf einem Konto Okulows auf den Cayman-Inseln wurden eingefroren, allerdings keine Anklage gegen ihn erhoben.
Familie: Verheiratet mit der ältesten Tochter von Ex-Präsident Boris Jelzin, Jelena. Zwei Söhne, zwei Töchter
Hobbies: Liebt europäische klassische Malerei. Wassersport, Skilanglauf


Marat Gelman verdient sowohl mit Politik als auch mit Kunst sein Geld (Foto: Mrozek/.rufo)

Marat Gelman

Galerist und Politologe

Zitat: „Kunst muss nicht schön und verständlich sein.“
Geboren: als Marat Alexandrowitsch Gelman am 24.12. 1960 in Kischinjow (Moldawien)
Laufbahn: Abschluss des Moskauer Fernmeldeinstituts. Arbeit in einer Fernseherfabrik, später arbeitet er in einer Struktur des Komsomol, die zur Kaderschmiede der neuen Wirtschaftselite Russlands wird. Ab 1990 Leiter der Gelman-Galerie. Gleichzeitig Imageberater. Gründet zusammen mit Gleb Pawlowski den „Fonds für effektive Politik“. 1999 Berater von
Sergej Kirijenko und Wahlkampfleiter der SPS. Später Vize-Generaldirektor bei ORT (bis 2004) und Mitbegründer der Partei "Rodina"
Freunde: Gleb Pawlowski (kremlnaher Politologe), Dmitri Wrubel (Maler), Andrej Jerofejew (Kurator), Michail Fridman
Feinde: Kulturminister Alexander Sokolow, den er als unfähig bezeichnet. Russische Nationalisten und die orthodoxe Kirche.
Skandale: Vor den Duma-Wahlen 2003 wurde Gelman als stellvertretender Generaldirektor bei ORT eingestellt und veranstaltete im Auftrag des Kreml eine groß angelegte PR-Aktion für das nationalpatriotische Bündnis. Rodina erzielte ein überraschend gutes Wahlergebnis und nahm vor allem den Kommunisten viele Stimmen ab.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne.
Hobbies: Zeitgenössische Kunst, Architektur, Design, Reklame. Leidenschaftlicher Nutzer des Blogs Live Journal.

(17.10.2007 - ab/.rufo/Moskau)


Elvira Nabiullina gilt als Wirtschaftsexpertin
Aktualisiert 23.09.2008 12:28

Elvira Nabiullina

Russische Wirtschaftsministerin

Zitat: „Die Mitgliedschaft in der WTO ist nötig, um günstige äußere Bedingungen für die Entwicklung der russischen Wirtschaft zu haben und die Ergebnisse der Reformen zu festigen“
Geboren: Als Elvira Sachipsadowna Nabiullina am 29.10.1963 in Ufa.
Laufbahn: Absolvent der Lomonossow-Uni als Wirtschaftswissenschaftlerin. Konsultantin des russischen Unternehmerverbandes. Erst Vize, dann Leiterin der Abteilung für Reformen im Wirtschaftsministerium. Vize-Ministerin. Vize-Chef der Promtorgbank und des „Zentrums für strategische Entwicklungen“. 1.Vize-Ministerin für Wirtschaft. Leiterin des „Zentrums für strategische Entwicklungen“. Leiterin des Expertenrats für die Nationalen Projekte. Wirtschaftsministerin.
Freunde:
German Gref
Feinde: Häufige Konflikte mit Finanzminister Alexej Kudrin
Skandale: Keine bekannt
Familie: Verheiratet. Keine Kinder.
Hobbies: Klavier spielen


Tatjana Golikowa wechselt vom Finanz- ins Sozialministerium (Foto: TV)

Tatjana Golikowa

Gesundheits- und Sozialministerin

Zitat: „Für mich ist es wichtig, dass es zu Hause schön und gemütlich ist.“
Geboren: Als Tatjana Alexejewna Golikowa am 09.02.1966 in Mytischtschi (Vorstadt von Moskau).
Laufbahn: Volkswirtin mit Abschluss am Plechanow-Institut. Arbeit im Finanzministerium. Leiterin der Haushaltsabteilung. Stellvertretende Finanzministerin erst unter
Michail Kassjanow, danach unter Alexej Kudrin.
Freunde: Alexej Kudrin, Ehemann Viktor Christenko.
Feinde: Keine bekannt.
Skandale: Begann als Vize-Finanzministerin ein Verhältnis mit dem verheirateten Industrieminister Viktor Christenko. Ihretwegen verließ er Frau und drei Kinder.
Golikowa soll im Finanzministerium die umstrittene Sozialreform mit ausgearbeitet haben, der ihr Vorgänger als Sozialminister, Michail Surabow, zum Opfer fiel.
Familie: Verheiratet mit Industrieminister Viktor Christenko. Keine gemeinsamen Kinder.
Hobbies: Ziffern und Arithmetik. Soll Gerüchten zufolge fast den ganzen Haushalt auswendig aufsagen können.


Viktor Subkow gilt als Putin-Vertrauter. Da kann man sich schon mal etwas entspannter im Sessel zurücklehnen (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 13.05.2008 13:46

Viktor Subkow

Russischer Ex-Premier. 1. Vize-Premier.

Zitat: „Am Handy stört mich nur, dass manchmal Leute meine Nummer erfahren, die überhaupt nichts mit meiner Arbeit zu tun haben und nebensächliche Fragen stellen.“
Geboren:Viktor Alexejewitsch Subkow; 15.09.1941 in der Ortschaft Arbat im Gebiet Swerdlowsk (Ural).
Laufbahn: Absolvent des Leningrader Landwirtschaftsinstituts. Schlosser. Aufstieg vom Abteilungsleiter zum Generaldirektor einer Sowchose. Parteisekretär in Priosjorsk. Stellvertreter
Putins in der Abteilung für auswärtige Beziehungen der Stadtverwaltung von Petersburg. Chef der Petersburger Steuerbehörde. Erfolglose Kandidatur für den Gouverneursposten im Gebiet Leningrad. Vize-Finanzminister. Leiter der Finanzaufsichtsbehörde. Premierminister. 1. Vize-Premier
Freunde: Wladimir Putin. Boris Gryslow. Viktor Iwanow. Igor Setschin. Anatoli Serdjukow.
Feinde: Alexej Frenkel. Der unter Mordverdacht stehende Bankier (soll den Mord am Zentralbank-Vize Andrej Koslow in Auftrag gegeben haben) beschuldigt Zentralbank und Finanzaufsichtsbehörde der Korruption.
Skandale: Löste die russische „Mini-Bankenkrise“ im Jahr 2004 aus, als er erklärte, dass die Finanzaufsichtsbehörde eine schwarze Liste mit Banken führe, die wegen Geldwäsche geschlossen werden sollen. Nach Medienspekulationen, wer betroffen sein könnte, kam es zu panischen Kontoauflösungen von Kleinanlegern. Viele Banken verloren eine Menge Geld.
Familie: Verheiratet. Seine Tochter ist mit Verteidigungsminister Serdjukow verheiratet.
Hobbies: Ski fahren. Außerdem mimt er gern den Conferencier auf Festen bei Freunden.


Samaras Gouverneur Wladimir Artjakow kommt aus der Rüstungsindustrie (Foto: Avtovaz)

Wladimir Artjakow

Gouverneur der Region Samara



Zitat: „Die Grundlage für die Wirtschaft des Gebiets Samara ist AvtoVaz.“
Geboren: Wladimir Wladimirowitsch Artjakow; 30.07.1959 im Gebiet Moskau.
Laufbahn: Ausbildung zum Bauingenieur (2. Studium als Wirtschaftsjurist an der Russischen Beamtenakademie). Lange in der Rüstungsindustrie tätig. Abteilungsleiter in der Verwaltung für Kremlliegenschaften, zuständig für das Auslandseigentum des Kremls. Stellvertretender Generaldirektor des staatlichen Rüstungskonzerns „PromExport“ (später „RosOboronExport“). Von dort zum Lada-Produzenten AvtoVaz (AwtoWas) delegiert - erst Vorstandschef, dann Präsident des Fahrzeugherstellers.
Freunde: Sergej Tschemesow (Chef des Rüstungskonzerns „RosOboronExport“). Gilt als loyaler Anhänger von Präsident
Wladimir Putin.
Feinde: Nicht bekannt.
Skandale: Klüngelwirtschaft. Als Präsident des Lada-Herstellers AvtoVaz hat Artjakow seinem Bruder Juri den Job als AvtoVaz-Filialleiter in Moskau verschafft.
Familie: Verheiratet. Hat einen Sohn.
Hobbies: Eishockey (schauen), Präsident des Eishockey-Clubs Lada Togliatti.


Michail Prochorow liebt schöne Frauen und das süße Leben (Foto: newsru.com)
Aktualisiert 06.01.2009 11:46

Michail Prochorow

Multimilliardär. Teilhaber von RusAl



Zitat: „Wenn wir Russen mal richtig feiern, heißt es gleich, es wäre eine Orgie“
Geboren: Michail Dmitrijewitsch Prochorow; 03.05.1965 in Moskau.
Laufbahn: Nach dem Armeedienst Studium am Institut für Internationale Finanzbeziehungen. Erstes Geld verdient er mit dem Verkauf nachgemachter Marken-Jeans a la „stonewashed“. Leiter der Verwaltungsabteilung bei der Bank für Internationale Zusammenarbeit. Aufstieg zum Vorstandsvorsitzenden der Onexim-Bank und Vorstandsmitglied bei der Investmentgesellschaft Interros. Im Zuge der umstrittenen Auktionen von Staatsbetrieben übernahm Interros u.a. „Norilski Nickel“. 2008 verkauft er seinen Anteil an
Oleg Deripaska und bekommt im Gegenzug eine Beteiligung an RusAl
Freunde: Alexander Chloponin (Milliardär und Gouverneur von Krasnojarsk). Das gute Verhältnis zu Wladimir Potanin scheint nach den Skandalen Anfang 2007 abgekühlt zu sein. Beide wollen getrennte Wege gehen.
Feinde: Xavier Richaud (Staatsanwalt in Lyon, der Prochorow festnahm)
Skandale: Anfang 2007 wurde Prochorow im französischen Nobelskiort Courchavel von der Polizei unter dem Verdacht der Zuhälterei verhaftet. Prochorow und seine Freunde befanden sich in der Gesellschaft mehrerer junger Russsinnen. Der Vorwurf, dass Prochorow die Frauen zum Zwecke der Prostitution nach Courchavel gebracht hatte, wurde später aus Mangel an Beweisen fallen gelassen.
Familie: Ledig, obwohl er mit Freunden gewettet hatte, vor seinem 42. Geburtstag zu heiraten. Die millionenteure Hochzeitsparty auf den Malediven sagte Prochorow kurzfristig ab. Gefeiert wurde trotzdem – nur ohne Braut.
Hobbies: Sport (Fußball, Leichtathletik, Kickboxen), Singen, Gitarre spielen, Frauen.

Tschilingarow verbindet seit über zehn Jahren den Politikerberuf mit seiner Arktisforschung

Artur Tschilingarow

Polarforscher und Duma-Politiker



Zitat: „Für einen Polarmann ist Vernunft nicht Feigheit.“
Geboren: Artur Nikolajewitsch Tschilingarow; 25.09.1939 in Leningrad.
Laufbahn: Ozeanforscher. Mitarbeiter am Arktis-Forschungsobservatorium in Tiksi. Komsomolzenführer in Jakutsk. Bei mehreren Nord- und Südpolexpeditionen erwarb er sich den Ruf eines der angesehensten Polarforscher. Stellv. Leiter des sowjetischen Wetter- und Umweltkomitees. Seit 1993 Duma-Abgeordneter. Vize-Sprecher der Duma. Leiter der russischen Flaggenexpedition an den Nordpol.
Freunde:
Wladimir Putin. Wagit Alekperow. Juri Luschkow.
Feinde: Wladimir Butow (Ex-Gouverneur des Nenzen-Kreises in Komi) wegen eines Streits um den Einfluss des von Tschilingarow lobbiierten Ölkonzerns Lukoil in der russischen Teilrepublik.
Skandale: Als Leiter der „Assoziation der Polarleute“ in den 90er Jahren für die Umsiedlung der den Norden Russlands verlassenden Dorfbewohner verantwortlich. Doch die Umsiedler lebten unter erbärmlichen Bedingungen, da die Haushaltsgelder für das Programm spurlos verschwanden.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn und eine Tochter.
Hobbies: Reisen an den Nord- und Südpol. Begeisterter Fußballspieler

(09.08.2007 - ab/.rufo)

Wladimir Tschurow ist schon seit Anfang der 90er Jahre mit Putin bekannt (Foto: newsru)
Aktualisiert 02.06.2009 10:18

Wladimir Tschurow

Leiter der Zentralen Wahlkommission



Zitat: „Ist es denn überhaupt möglich, dass
Putin unrecht hat.“
Geboren: Wladimir Jewgenjewitsch Tschurow; 17.03.1953 in Leningrad.
Laufbahn: Physik-Studium in Leningrad. Arbeit als Wissenschaftler, nebenbei schreibt er Kinderbücher. Dozent an der Petersburger Staatlichen Uni, seit 1992 im Außenhandelskomitee der Stadt. Duma-Abgeordneter für die LDPR, Vize-Vorsitzender des Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, Vorsitzender der Wahlkommission.
Freunde: Wladimir Putin. LDPR-Skandalpolitiker Alexej Mitrofanow.
Feinde: Nikita Belych (Gouverneur von Kirow). Boris Nemzow. Michail Kassjanow.
Skandale: Verweigert Kassjanow die Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen 2008 - wegen angeblich gefälschter Unterschriften. Der vom Kreml lancierte „Oppositionskandidat“ Andrej Bogdanow darf hingegen teilnehmen.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn.
Hobbies: Fotografieren von orthodoxen Kirchen. Militärgeschichte.


Igor Setschin ist kein Mann der Öffentlichkeit. Er zieht im Hintergrund die Fäden.
Aktualisiert 14.05.2008 11:22

Igor Setschin

Russischer Vize-Premier.

Zitate: „Wenn wir vier Jahre vorausdenken, so handeln wir schon jetzt. Wir konsolidieren die Ressourcen und beginnen mit der Arbeit.“
Geboren: 07.09. 1960 in Leningrad.
Laufbahn: Studium an der Universität Leningrad (Fach: portugisische Sprache); später Militärübersetzer in Afrika. Anfang der 90er Jahre Mitarbeiter in der Abteilung für internationale Beziehungen der Universität St. Petersburg, später in der Abteilung für Auslandsbeziehungen der Stadtverwaltung St. Petersburg. Seit der Ernennung Putins zum stellvertretenden Bürgermeister der Stadt St. Petersburg begleitet ihn Setschin als Leiter seines Sekretariats, zuerst in der Stadtverwaltung, später in der Präsidentenadministration, nun als Vize-Premier. Igor Setschin gilt als einer der treusten Weggefährten Putins.
Freunde:
Wladimir Putin, Wladimir Ustinow, Viktor Iwanow, Nikolai Patruschew, Boris Gryslow. Julia Timoschenko.
Feinde: Michail Chodorkowski. Roman Abramowitsch. Alexej Kudrin. Sergej Ignatjew. Alexej Miller. Dmitri Medwedew.
Skandale: 2003 tauchten im Internet Mitschnitte eines Gesprächs zwischen Putin und Setschin auf. Daraus ging hervor, dass Setschin den Präsidenten von der Notwendigkeit der Attacke auf Yukos überzeugte. Er koordinierte die Aktionen der Behörden gegen den Ölkonzern.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbies: Okkultismus. Beherrscht die französische, spanische und portugiesische Sprache.

Viktor Iwanow war unter Putin Präsidentenberater, Medwedew entließ ihn aus der Präsidialadministration (Foto: NTW)
Aktualisiert 14.05.2008 17:05

Viktor Iwanow

Chef der Anti-Drogenbehörde. Aufsichtsratschef bei Aeroflot und Almas Antei.

Zitate: „Im Leben muss man seine Einschätzungen immer neu überdenken.“
Geboren: 12.05.1950 in Nowgorod.
Laufbahn: Studium an der Hochschule für Elektrotechnik in Leningrad; seit 1977 im KGB, u.a. Einsatz in Afghanistan (1988-1989); Leitender Beamter in der Stadtverwaltung St. Petersburg. Nachdem Bürgermeister Anatoli Sobtschak 1996 die Wahl verliert, wechselt Iwanow für zwei Jahre aus der Politik in die Geschäftswelt und wird zum Chef eines Telekom-Unternehmens in St. Petersburg. Seit 1998 Abteilungsleiter in der Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB, später stellvertretender FSB-Direktor. Seit 5. Januar 2000 in der Präsidialadministration, leitete die Kaderabteilung. Inzwischen Chef der Anti-Drogenbehörde.
Freunde:
Wladimir Putin, Boris Gryslow, Nikolai Patruschew, Raschid Nurgalijew, Sergej Iwanow, Igor Setschin, Wladimir Ustinow,
Feinde: Dmitri Medwedew. Wladimir Jakowlew, Gennadi Sjuganow, Grigori Jawlinski, Juri Tschaika, Dmitri Kosak, Wladislaw Surkow, Anatoli Tschubais, Ilja Klebanow, Boris Beresowski, Alexander Ruzkoi, Michail Chodorkowski.
Skandale: Gilt als einer der Beteiligten im Skandalfall „3 Kita“. Der Möbelimporteur „3 Kita“ bezahlte bei der Einfuhr von Möbeln keine Steuern. Als die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm, wurden die untersuchenden Beamten entlassen. Es wird vermutet, dass Iwanow zusammen mit Ustinow und Serdjukow dahinter steckt.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn und eine Tochter.
Hobbies: Nicht bekannt.


Zur ausführlichen Biographie gehts hier
Sergej Naryschkin ist Teil des Petersburger Kommandos (Foto: RIA Nowosti)
Aktualisiert 14.05.2008 11:10

Sergej Naryschkin

Chef der Präsidialadministration

Zitat: „Die Yukos-Affäre hat sich auf das Bild Russlands im Ausland ausgewirkt. Ich hoffe, dass der Fall der letzte seiner Art sein wird.“
Geboren: 27.10.1954 in Leningrad.
Laufbahn: Ausbildung zum Radiomechaniker, später dann 2. Ausbildung zum Ökonom. Assistent des Prorektors des Leningrader Polytechnischen Instituts, Wirtschaftsberater der sowjetischen Botschaft in Belgien. Verantwortlicher für Außenbeziehungen und Finanzen bei der Petersburger Stadtverwaltung. Mitarbeiter der Präsidialadministration. Vize-Chef, dann Leiter des Regierungsapparats. Vize-Premier, verantwortlich für die Außenhandelstätigkeit. Chef der Präsidialverwaltung.
Freunde:
Wladimir Putin. Michail Fradkow, Dmitri Kosak. Nikolai Patruschew und Boris Kowaltschuk (Leiter der Abteilung für Nationale Projekte im Regierungsapparat).
Feinde: Viktor Wechselberg.
Skandale: Naryschkin musste den Berater des Regierungsapparates entlassen und zwei Beamten strenge Verweise aussprechen für die Weitergabe von Dienstinformationen an Dritte. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren gegen die drei Mitarbeiter von Naryschkins Apparat wegen Geheimnisverrats ein.
Familie: Verheiratet. Zwei Kinder
Hobbies: Ski-Abfahrtslauf (seit dem 19. Lebensjahr). Schwimmen und Tennis.


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Aktualisiert 12.03.2009 13:26

Anatoli Serdjukow

Russischer Verteidigungsminister.

Zitat: „In Russland werden täglich werden täglich 1.500 Firmen gegründet. Davon sind die Hälfte Eintagsfliegen-Firmen, die nur gegründet wurden, um sich vor den Steuern zu drücken.“
Geboren: 08.01.1962 in der Siedlung Cholmski im Gebiet Krasnodar.
Laufbahn: Ausbildung zum Ökonom am „Institut für sowjetischen Handel". Armeedienst als Leutnant. Möbelverkäufer. Direktor der Aktiengesellschaft „Möbel-Markt“. Seit 2000 Arbeit in der russischen Steuerbehörde. Aufstieg zu deren Leiter. Verteidigungsminister
Freunde: Vize-Premier
Viktor Subkow (Schwiegervater Serdjukows) Als Förderer gelten auch Igor Setschin, Viktor Iwanow, Michail Fradkow, Alexej Kudrin und Wladimir Putin.
Feinde: Michail Chodorkowski.
Skandale: Serdjukow ist einer der Initiatoren der umstrittenen Alkoholreform. Das neue elektronische Überwachungssystem EGAIS sollte die gesamte Produktion und den Umlauf von Spirituosen in Russland kontrollieren. Stattdessen führte das System bei der Einführung zu enormen Problemen, zu einem zeitweisen Alkoholdefizit und zur Verteuerung von Wodka und Co.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet, zwei Töcter - aus jeder Ehe eine.
Hobbies: Nicht bekannt.


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Konstantin Kossatschow ist Vorsitzender des Duma-Komitees für Auswärtiges (Foto: biograph.ru)

Konstantin Kossatschow

Vorsitzender des Duma-Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten.

Zitat: „Der Terrorismus agiert wahllos, nur auf maximalen Effekt berechnet.“
Geboren: Konstantin Josifowitsch Kossatschow, 17. September 1962 in der Siedlung Mamontowka Gebiet Moskau.
Laufbahn: Abschluss des Moskauer staatlichen Instituts für internationale Beziehungen (MGIMO). Verschiedene Funktionen im Außenministerium der UdSSR und Russlands. Abgeordneter der russischen Staatsduma. Außenpolitischer Berater von drei Premierministern. Vorsitzender des Duma-Komitees für Auswärtige Angelegenheiten.
Freunde:
Sergej Kirijenko. Sergej Stepaschin. Jewgeni Primakow
Feinde: Michail Saakaschwili
Skandale: Kossatschow drohte, dass Russland die Zahlungen an den Europarat einstellen werde, wenn dieser Russland weiterhin immer nur kritisiere. „Die Gelder, die unter anderem Russland zum Budget des Europarats beiträgt, werden von unseren Feinden hier benutzt, um irgendwelche antirussischen Stimmungen zu schüren.“
Familie: Verheiratet. Zwei Töchter und ein Sohn.
Hobbies: Tauchen.


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Kasparow bei einer Aktion zur Unterstützung von Michail Chodorkowski (Foto: Packeiser/.rufo)

Garri Kasparow

Ex-Schachweltmeister. Russischer Oppositionspolitiker

Zitat: „. Ich hoffe, dass meine Fähigkeit, strategisch zu denken, meiner Heimat hilft.“
Geboren: Garri Kimowitsch Kasparow, 13.04.1963 in Baku (Aserbaidschan).
Laufbahn: Schachspieler. Mit 17 Jahren Großmeister und Juniorenweltmeister. 1985 wird er 13. Weltmeister der Internationalen Schachföderation FIDE durch einen Sieg gegen Karpow. Titelverteidigung 1986, 1987, 1990. Nach Unstimmigkeiten mit der FIDE Austritt und Gründung der Profi-Schachorganisation PCA. Profi-Weltmeister bis zu seiner Niederlage gegen
Wladimir Kramnik 2000. 2005 nach dem Sieg beim GM-Turnier von Linares erklärt er seinen Rücktritt vom Schach. Wird Politiker in Russland. Vorsitzender des „Komitees 2008“
Freunde: Wladimir Kramnik. Die Oppositionspolitiker Nikita Belych, Irina Chakamada Boris Nemzow und Michail Kassjanow.
Die ehemalige Yukos-Führung um Michail Chodorkowski und Leonid Newslin.
Feinde: Wladimir Putin. Ex-Schachweltmeister Anatoli Karpow und Robert Fischer. Die FIDE-Funktionäre Kirsan Iljumschinow und Florencio Campomanes
Skandale: Am 13. Februar 1985 brach der damalige FIDE-Chef Florencio Campomanes den WM-Kampf Karpow – Kasparow nach 48 Partien ab. Der zu dem Zeitpunkt mit 5:3 führende Karpow (Remispartien zählten nicht) zeigte große Verschleißerscheinungen und hatte seinen großen Vorsprung von 5:0 schon fast eingebüßt. Kasparow beschuldigte Campomanes und Karpow des Komplotts. Ein halbes Jahr später gewann Kasparow den WM-Titel in einer Neuauflage des Kampfes.
Familie: Zum dritten Mal verheiratet. Offiziell zwei Kinder.
Hobbies: Schach. Computerspiele, Politik, Geographie, Fußball, Tennis, Laufen, Schwimmen.


Wladimir Jakunin lenkt die Geschicke der Eisenbahn AG seit April 2005 (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 06.06.2008 18:49

Wladimir Jakunin

Präsident der Russischen Eisenbahn AG, RZD

Zitat: „Ich bin stolz darauf, aus St. Petersburg zu kommen.“
Geboren: Wladimir Iwanowitsch Jakunin, 30.06.1948 in der Stadt Melenki (Gebiet Wladimir).
Laufbahn: Abschluss des Leningrader Instituts für Mechanik als Spezialist für „Flugapparate“. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für angewandte Chemie. Arbeit im sowjetischen Außenhandel, dann als Diplomat. Aufstieg zum 1. Sekretär des ständigen sowjetischen Vertreters bei der UN. Mitbegründer des „Internationalen Zentrums für Zusammenarbeit“. Leiter der Präsidialkontrollbehörde in Nordwestrussland. Vize-Verkehrs- und –Eisenbahnminister. Vize-Präsident der RZD.
Freunde:
Wladimir Putin, Alexi II., Igor Setschin. Michail Fradkow, Igor Lewitin, Juri Luschkow, Dmitri Kosak, Wjatscheslaw Wolodin (Vize-Fraktionschef von Einheitliches Russland), Sergej Tschemesow (Chef von Rosoboronexport), Alexej Miller
Feinde:
Dmitri Medwedjew, Sergej Mironow, Sergej Iwanow
Skandale:
1996 ist Jakunin zusammen mit Putin einer der Gründer der Datschen-Genossenschaft „Osero“ – einem Analog zur Moskauer Edelstraße „Rubljowka“. Mitte der 90er Jahre gab es allerdings Fragen um Amtsmissbrauch bei der Bodenvergabe für den Datschenbau.
Familie: Seine Frau ist Hausfrau, seine zwei Söhne haben die Universität St. Petersburg abgeschlossen. Einer ist Ökonom, der zweite Jurist.
Hobbies: Jakunin begeistert sich für Jagd, Theater, Autofahren und Sport (Schwimmen, Ringen, Boxen). Die RZD finanziert den Fußballklub Lokomotive Moskau.


Juri Tschaika hat lange in der russischen Staatsjustiz gearbeitet (Foto: Beljantschew/.rufo)

Juri Tschaika

Generalstaatsanwalt der RF


Zitat: „Die Frage zum Mord an Politkowskaja vorwegnehmend möchte ich betonen, dass es gute Chancen gibt, ihn aufzuklären. Wenn ich sagen würde, die Chancen stehen schlecht, wäre ich wohl kaum Generalstaatsanwalt.“
Geboren: Juri Jakowlewitsch Tschaika, 21.05.1954 in Komsomolsk-am-Amur (Gebiet Chabarowsk).
Laufbahn: Absolvent der juristischen Hochschule in Swerdlowsk. Arbeit als Staatsanwalt in Irkutsk. 1. Vize-Generalstaatsanwalt Russlands. 1999 kurzzeitig Generalstaatsanwalt, übernimmt im gleichen Jahr das Amt des Justizministers. Seit 2006 wieder Generalstaatsanwalt.
Freunde:
Sergej Mironow.
Feinde: Boris Beresowski. Wladimir Ustinow
Skandale: Ende 1994 riet Juri Tschaika als Staatsanwalt von Irkutsk in der Zeitung „Sowjetskaja Molodesch“ der Bevölkerung, Aktien der Gesellschaft „Hoper-Invest“ zu kaufen. Kurz darauf ging die Gesellschaft Pleite und das Geld der Aktieninhaber verloren.
Familie: Verheiratet, hat zwei Söhne.
Hobbies: Angeln


Semjon Weinstock war lange Zeit Präsident der Pipeline-Gesellschaft Transneft (Foto: transneft.ru)
Aktualisiert 30.06.2009 09:07

Semjon Weinstock

Ex-Chef von Transneft und des Olympia-Organisationskomitees

Zitat: „Ich bin Soldat, der Präsident ist der Oberkommandierende. Befehle werden nicht diskutiert.“
Geboren: Semjon Michailowitsch Weinstock, 05.10.1947 in der Ortschaft Klimauzy (Moldawien).
Laufbahn: Erst Bauingenieur, dann Aspirantur an Universität für Öl- und Gasindustrie in Tjumen. Arbeit bei Ölgesellschaft Baschneft. Wechsel zu Lukoil und Aufstieg zum stellvertretenden Generaldirektor. Präsident der Pipelinegesellschaft Transneft. 2007 Ernennung zum Leiter des Organisationskomitees für die Olympischen Winterspiele 2014 in
Sotschi, nach nur einem Jahr in Ruhestand versetzt.
Freunde: Roman Abramowitsch. Sergej Sobjanin (Russischer Vize-Premier)
Feinde: Michail Chodorkowski. Wagit Alekperow. Dmitri Saweljew (Vorgänger Weinstocks bei Transneft)
Skandale: 1999 als Mitglied der so genannten Jelzin-Familie zum Präsidenten der Pipelinegesellschaft Transneft gemacht. Sein Vorgänger Saweljew ging bis vors Gericht, um seine Ablösung zu verhindern – erfolglos.
2006 versuchte Weinstock eine Ölpipeline direkt am Ufer des Baikalsees zu verlegen. Nach massiven Protesten von Umweltschützern ordnete Präsident Wladimir Putin eine Verlegung der Route an.
2009 legt der Rechnungshof Berichte vor, die von massiver Korruption bei Transneft unter Weinstocks Führung zeugen.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbies: Wissenschaft. Spielt an der Börse.

Pjotr Awen (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 04.02.2010 09:34

Pjotr Awen

Präsident der „Alfa“ Bank. Oligarch

Zitat: „Es ist eine Schande, wenn Du gesund bist und doch arm, ausgenommen natürlich Kinder und Rentner“

Geboren: Pjotr Olegowitsch Awen, 16.03. 1955 in Moskau.

Laufbahn: Abschluss der Wirtschaftsfakultät der Lomonossow Universität. Dissertation. Habilitation. Stellvertretender Außenhandelsminister der UdSSR in der Regierung von Gaidar, Außenhandelsminister der RF. Gründer und Leiter der Finanzholding „FinPA“. Präsident der „Alfa“-Bank, Aufsichtsratsmitglied der „Alfa“-Bank.

Freunde: Ex-Premier Jegor Gaidar.
Boris Beresowski. Michail Fridman. German Chan

Feinde: Sergej Sobjanin. Strebt ansonsten danach, mit niemandem in Konflikt zu geraten.

Skandale: Verschiedene Medien beschuldigten sowohl Awen als auch Fridman in großem Stil Geld der Drogenmafia gewaschen zu haben.

Familie: Verheiratet, Zwillinge.

Hobbys: Sammelt Bilder der Maler des „Silbernen Jahrhunderts“, d.h. Ende des 19., Anfang 20. Jahrhunderts. Awen spielt gerne Tennis und fährt Ski.

Lukaschenko ist Eishockey-Fan (Foto: Pressedienst der Präsidialadministration)
Aktualisiert 18.12.2008 09:40

Alexander Lukaschenko

Präsident Weißrusslands.

Zitat: „Wir werden schlecht leben, aber nicht lange.“
Geboren: 30.08.1954 in der Ortschaft Kopys im Gebiet Witebsk.
Laufbahn: Studium der Landwirtschaft und Geschichte in Minsk. Instrukteur bei den Grenztruppen. Kolchosdirektor. Abgeordneter des weißrussischen Parlaments. Siegte bei den Präsidentschaftswahlen 1994, 2001, 2006.
Freunde: Innenminister Sergej Gaidukjewitsch. Kaliningrads Ex-Gouverneur Wladimir Jegorow.
Jewgeni Primakow.
Feinde: Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch, Sozialdemokrat Alexander Kosulin, Christdemokrat Senon Posnjak. Boris Nemzow.
Skandale: 1996 begann er nach einem vom Obersten Sowjet nicht anerkannten Referendum seine Amtszeit von vorn, verlängerte sie somit um zwei Jahre. Weil die Mehrheit der Staaten diesen Akt verurteilte, lebt Lukaschenko seit der Zeit in Isolation. Seit 1996 hat er nur Russland, Iran, Libyen, China und Kuba besucht.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne. Seine Frau lebt aber getrennt von ihm.
Hobbies: Sport. Spielt Fußball, Eishockey und Tennis. Fährt Ski.


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Ramsan Kadyrow (Foto: RIA Nowosti)

Ramsan Kadyrow

Präsident Tschetscheniens.

Zitat: „Diejenigen, die ich töten musste, habe ich bereits getötet. Und diejenigen, die hinter ihnen stehen, werde ich töten bis auf den letzten Mann, solange ich selbst nicht getötet oder verhaftet werde. Ich werde töten, solange ich lebe“
Geboren: Ramsan Achmedowitsch Kadyrow, 05.10.1976 in Zentoroj im Osten Tschetscheniens.
Laufbahn: Im ersten Tschetschenienkrieg kämpfte er an der Seite von
Aslan Maschadow und Schamil Bassajew gegen die föderalen Truppen. Zusammen mit seinem Vater Achmed Kadyrow wechselte er 1996 die Fronten. Seit 2000 Führer der Präsidentenleibwache. Nach der Tod seines Vaters durch einen Terroranschlag zum Vize-Premier befördert. Premier Tschetscheniens seit dem 22.02.2006. Seit 15.02.2007 Präsident Tschetscheniens.
Freunde: Wladimir Putin, Alu Alchanow galt lange als Unterstützer Kadyrows, wurde am Ende aber Opfer von dessen Machtambitionen.
Feinde: Schamil Bassajew, Achmed Sakajew. Michail Saakaschwili. Boris Gryslow.
Skandale: Mehrfach wurde er der Folterung und des Mordes von Tschetschenen beschuldigt. Überlebte mindestens sechs Mordanschläge. Wurde verletzt beim Terroranschlag im Stadion von Grosny, bei dem sein Vater ums Leben kam.
Familie: Verheiratet, vier Kinder. Drei Töchter, ein Sohn.
Hobbies: Sport. Sponsor und Fan des Fußballclubs „Terek“ Grosny und des Sportzentrums „Ramsan“, wo Boxen, Sambo und Ringen trainiert wird. Hat früher selbst aktiv geboxt.

(aktualisiert 16.02.2007 ab/.rufo)


Nursultan Nasarbajew hat das Recht, auf Lebenszeit Präsident von Kasachstan zu bleiben (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 15.08.2008 18:49

Nursultan Nasarbajew

Präsident von Kasachstan

Zitat: „Die russische Sprache vereinigt unsere Nation. Es wird noch einige Zeit dauern, bevor die kasachische Sprache solch eine vereinigende Rolle spielt“
Geboren: 06.07.1940 in Tschemolgan.
Laufbahn: Fachhochschul-Ausbildung im Industriekombinat Karaganda. Abschluss als Ingenieur im Metallurgiewesen. Steile Parteikarriere. Aufstieg zum Vorsitzenden des Ministerrats der SSR Kasachstan, später KP-Chef der Republik und Mitglied des Politbüros. Ab 1990 Präsident Kasachstans. Austritt aus der KPdSU nach dem Putsch 1991 in Moskau. 1995, 1999 und 2005 im Amt bestätigt. 2007 per Verfassungsänderung mit dem Recht zur Präsidentschaft auf Lebenszeit ausgestattet.
Freunde: Russlands Präsident
Wladimir Putin, Kirgisiens Ex-Präsident Askar Akajew.
Feinde: Der Journalist Duwanow gilt als einer der schärfsten Kritiker des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. Insbesondere bemühte er sich um die Aufklärung einer Schwarzgeldaffäre, in die Nasarbajew verwickelt gewesen sein soll. Nasarbajews ehemaliger Schwiegersohn, Rachat Alijew.
Skandale: Nasarbajew sieht sich international Vorwürfen von Korruption gegenüber; es wird vermutet, dass er und viele Mitglieder seiner Regierung mehr als eine Milliarde USD auf Schweizer Bankkonten geparkt haben.
Familie: Er ist mit Sara Nasarbajewa verheiratet und hat mit ihr drei Töchter: Dariga, Dinara und Alija.
Hobbies: Tennis




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Jechanurow liest auch als Dozent an der Uni Vorlesungen (Foto: censor.net.ua)
Aktualisiert 14.03.2008 18:03

Juri Jechanurow

Ukrainischer Ex-Premier. Verteidigungsminister.

Zitat: „Ich bin immun gegen Erpressung. Ultimaten sind kein Mittel der Arbeit.“
Geboren: Juri Iwanowitsch Jechanurow, 23.08.1948 in der Ortschaft Belkatschi (Jakutien). Nationalität: Burjate.
Laufbahn: Studium an der Fachhochschule für Bauwesen in Kiew später auch ein Studium für Volkswirtschaftslehre. Arbeitete sich vom Vorarbeiter zum Direktor eines Stahlbetonwerks hoch. Chef des Baukonzerns „Kiewgorstroikomplekt“. Stellv. Wirtschaftsminister. Leiter der ukrainischen Fonds für Staatseigentum. Wirtschaftsminister. 1.Vize-Premier unter
Viktor Juschtschenko. Seit 2002 Abgeordneter der Juschtschenko-Partei „Unsere Ukraine“. Gouverneur von Dnjepropetrowsk. Premier. Mitglied des Bildungskomitees in der Rada. Verteidigungsminister der Regierung Timoschenko.
Freunde: Viktor Juschtschenko.
Feinde: Leonid Kutschma.
Skandale: War zwischen 1994 – 1997 als Leiter des Fonds für Staatseigentum für die Privatsierung zuständig, Dabei sollen die lukrativsten Industrieunternehmen an Vertraute des damaligen Staatschefs Kutschma gegangen sein. Später kritisierte der Juschtschenko-Block, zu dem auch Jechanurow zählte, die Korruption in der Ukraine, ohne selbst Verantwortung dafür zu übernehmen.
Familie: Verheiratet mit Olena L. Jechanurowa. Sohn Dmitro studiert in Moskau.
Hobbies: Liest gern. Lieblingsschriftsteller Anton Tschechow. Befreundet mit vielen Künstlern.


Georgi Boos (Foto: russianla.com)

Georgi Boos

Gouverneur der russischen Exklave Kaliningrad.

Zitat: Mein Nachname hat holländische Wurzeln und heißt soviel wie „der Schreckliche“

Geboren: Georgi Walentinowitsch Boos, 22.01.1963 in Moskau.

Laufbahn: Abschluss des Energie-Instituts. Armeedienst bei der Luftwaffe. Ingenieur am Wissenschaftlichen Institut für Lichttechnik. Firmendirektor. Duma-Abgeordneter. Steuerminister. Vize-Chef der Duma. Präsidiumsmitglied der Kremlpartei „Einheitliches Russland“. Seit 28.09. 2005 Gouverneur von Kaliningrad.

Freunde:
Juri Luschkow. Jewgeni Primakow. Wladimir Resin. Wladimir Sister.

Feinde: Boris Jelzin. Alexander Woloschin. Grigori Jawlinski. Sergej Kirijenko. Boris Nemzow. Michail Sadornow (Ökonom), Wladimir Jeftuschenkow (Afk Systema), Waleri Schanzew, Sergej Stepaschin, Alexander Lebedjew (NRB), Wladimir Jakowlew. Arkadi Muraschow (Opposition zu Luschkow), Nikolai Gontschar (Ex-Chef Stadtduma).

Skandale: Sein Vermögen machte er dank Königin Elizabeth II. Bei ihrem Moskau-Besuch 1994 wollte Luschkow die russische Hauptstadt in all ihrer Schönheit zeigen. Ohne Ausschreibung vergab er an die Lampenfirma seines alten Freundes Boos Aufträge zur Beleuchtung zahlreicher Gebäude.

Familie: Zum dritten Mal verheiratet. Vier Töchter.

Hobbies: Eishockey. Fußball. Tennis. Motorrad fahren. Gitarre spielen. Spaziergänge im Wald und Lagerfeuer. Tüfteln.


Wladislaw Surkow gilt als die graue Eminenz im Kreml (Foto: uralpolit.ru)
Aktualisiert 31.03.2009 10:28

Wladislaw Surkow

Erster Stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung.

Zitat: „Der Westen muss uns nicht lieben.“
Geboren: 21. September 1964 in Solnzewo, Gebiet Lipezk.
Laufbahn: Studium am Moskauer Institut für Kultur nicht abgeschlossen. Arbeit in der Reklameabteilung von „Menatep“, Präsident der „Russischen Assoziation der Reklametreibenden“. Arbeitete als Lobbyist in der Duma. Wechsel zur Alfa-Bank. Seit 1999 stellvertretender Leiter der Präsidialadministration.
Freunde: Wadim Boiko (Ex-Kollege bei Alfa und in der Präsidialadministration). Die Oligarchen
Michail Fridman und Pjotr Awen (beide Alfa-Bank)
Feinde: Boris Beresowski. Michail Chodorkowski.
Skandale: Gilt als einer der begabtesten Lobbyisten Russlands. Hat erst zahlreiche Duma-Abgeordnete gekauft, um verschiedene für seine Kunden günstige Gesetze durchzusetzen. Wurde 1999 in die Präsidialadministration geholt, um Jelzin zu retten. Tatsächlich gelang es ihm, das Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten abzuwenden. Dabei soll er zahlreiche Abgeordnete mit dem Geld von Alfa bestochen haben.
Familie: Verheiratet, drei Kinder.
Hobbies: Gitarre spielen. Liebt teure Autos und Luxus.

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Taimuras Mansurow (Foto: rufo)
Aktualisiert 31.07.2008 13:15

Taimuras Mamsurow

Präsident von Nordossetien.

Zitat: „Ich dachte nie daran Präsident zu werden, und habe nirgends meine Kandidatur angeboten“
Geboren: Taimuras Schambekowitsch Mamsurow, 13.04.1954 in Beslan (Nord-Ossetien).
Laufbahn: Abschluss am Bergbauinstitut als Bauingenieur. Arbeit in Moskau beim ZK als Ausbilder für Komsomolfunktionäre, später Parteifunktionär in Nordossetien. Abgeordneter im Regionalparlament. Verwaltungsleiter des Bezirks, in dem sich Beslan befindet. Regierungschef (1998 –2000), später Parlamentschef Nordossetiens (bis 2005). Seit 2002 Regionalvorsitzender der Kremlpartei „Einiges Russland“.
Freunde: Vorgänger Alexander Dsasochow. Der Präsident der international nicht anerkannten Republik Südossetien (Georgien) Eduard Kokoity.
Feinde: Die Frauen der Organisation „Mütter Beslans“.
Skandale: Die "Mütter Beslans" protestieren gegen die Ernennung Mamsurows.
Familie: Verheiratet. Vier Kinder, drei Töchter, einen Sohn. Zwei der Kinder befanden sich während der Geiselnahme in der Schule in Beslan, sie erlitten Verwundungen, wurden aber gerettet.
Hobbies: Wodkageschäfte in Nordossetien und russisch-georgischer Grenzhandel. Leitet die Basketball-Vereinigung von Alanja (Nordossetien).


Kirgistans Präsident Kurmanbek Bakijew (Foto: lenta.ru)
Aktualisiert 28.07.2009 09:27

Kurmanbek Bakijew

Präsident von Kirgisien

Zitat: „Der Präsident und die Verwaltung, alle die den Wahlprozess gestört haben, sie müssen zurücktreten. Sie haben sich vom Volk entfernt und denken nur noch an sich.“
Geboren: Kurmanbek Salijewitsch Bakijew, am 1. August 1949 im südkirgisischen Gebiet Dschalal-Abad.
Laufbahn: Von 1992 bis 1994 Abgeordneter im Regionsparlament von Dschalal-Abad. Ab 1994 verschiedene politische Mandate, von 1997 bis 2000 Gouverneur des Gebietes Tschu. Ende 2000 wird er Premierminister Kirgisiens und bleibt es bis Mai 2002. Neben seiner Abgeordnetentätigkeit führt er ab 2004 die oppositionelle „Volksbewegung Kirgisien“ an. Nach dem Sturz von
Askar Akajew im Juli 2005 mit knapp 90 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt, im Juli 2009 wiedergewählt.
Freunde: Die Ex-Außenministerin Rosa Otunbaewa.
Feinde: Askar Akajew. Omurbek Tekebajew (Ex-Parlamentschef) Felix Kulow
Skandale:: Im September 2006 wird Bakijews Kontrahent, Omubrek Tekebajew, in Warschau bei der Einreise vorläufig festgenommen, nachdem Zöllner 600g Heroin in seinem Gepäck gefunden haben. Kurz darauf wird er jedoch freigelassen. Nach Ansicht der polnischen Behörden wurde ihm das Rauschgift in Kirgisien untergeschoben, um ihn zu diskreditieren. Unmittelbar darauf folgende Rücktritte hoher Sicherheitsbeamter aus der Umgebung Bakijews erhärten diesen Verdacht.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder.
Hobbies: Bakijew hat in seiner Jugend geboxt.

Aktualisiert 24.07.2008 15:13

Felix Kulow

Leiter der Direktion zur Entwicklung von Wasserkraft in Kirgisien

Zitat: „Ich rufe dazu auf, auf Racheakte zu verzichten und in keiner Weise Gewalt anzuwenden.“
Geboren: Felix Scharschenbajewitsch Kulow, am 29. Oktober 1948 in Bischkek.
Laubahn: 1967 Milizionär. 1987 bis 1992 Innenminister. 1991 klare Haltung gegen den Augustputsch. 1992 Vizepräsident. 1993 bis 1997 Gouverneur des (für Drogenanbau bekannten) Gebietes Tschu, im gleichen Jahr zum Geheimdienstchef ernannt. Generalleutnant. Im April 1998 zum Bürgermeister von Bischkek gewählt, trat aber im 1999 zurück und wurde Vorsitzender der Partei „Würde“. Präsidentschaftskandidat gegen
Askar Akajew. Nach der Tulpenrevolution kurzfristig mit Kurmanbek Bakijew verbündet - Aufstieg zum Premierminister, danach wieder in der Opposition. Leiter der Direktion zur Entwicklung der Wasserkraft in Kirgisien
Freunde: Ex-Außenministerin Rosa Otunbajewa. Generalmajor Omurbek Suwanalijew (Gouverneur der Region Narynsk)
Feinde: Askar Akajew, Mairam Akajewa, ambivalentes Verhältnis zu Kurmanbek Bakijew
Skandale: Nachdem er bei den Präsidentschaftswahlen 2000 kandidieren wollte, wurde er verhaftet und nach einer kurzzeitigen Freilassung 2001 wegen Amtsmissbrauch und Veruntreuung von Staatseigentum zu insgesamt 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 24.3.2005 wurde er aus dem Gefängnis befreit.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder.
Hobbies: War in seiner Jugend Boxer.

Askar Akajew war von 1990 bis 2005 Präsident in Kirgisien (Foto: Schdanow/.rufo)
Aktualisiert 01.09.2009 10:29

Askar Akajew

Gestürzter Präsident der Republik Kirgisien.

Zitat: „Wir müssen radikalen Gruppen, die sich mit westlichem Geld auf eine Wiederholung der georgischen und ukrainischen Ereignisse in Kirgisien vorbereiten, die Stirn bieten.“
Geboren: Askar Askajewitsch Akajew, 10. November 1944 im Dorf Kysyl Bairak in der Kirgisischen Sowjetrepublik.
Laufbahn: Doktor der Physik (1980), Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften Kirgisiens (1987), zwei Jahre später zu ihrem Präsidenten erwählt. 1990 erst zum Parlamentspräsidenten, am 27.10. zum Präsidenten Kirgisiens gewählt. In Präsidentschaftswahlen (1991) und einem Referendum (1994) im Amt bestätigt, ebenso in den Wahlen 1995 und 2000. 2005 während der Tulpenrevolution gestürzt, arbeitet seitdem als Dozent an der Moskauer Lomonossow-Uni.
Freunde: Seine weitreichende Familie, der Präsident Kasachstans,
Nursultan Nasarbajew.
Feinde: Felix Kulow. Kurmanbek Bakijew
Skandale: Die demokratische Vorbildfunktion für Zentralasien ging bei der Präsidentschaftswahl 2000 und der Parlamentswahl 2005 verloren. Wahlbeobachter monierten massive Unregelmäßigkeiten.
Familie: Verheiratet, vier Kinder. Zwei von ihnen waren mit Parlamentsmandaten ausgestattet.
Hobbys: Klassische Musik, Kunst.


Alischer Usmanow - Milliardär mit Problemen, Metalloinvest ist hochverschuldet (Foto: Gazprominvest)
Aktualisiert 28.04.2009 10:42

Alischer Usmanow

Milliardär, „Taschkenter Stahlmogul“ genannt. Generaldirektor der Gazprominvestholding.

Zitat: „Ich möchte heute Geschäfte machen, die die gesamte Unternehmergemeinschaft berühren. Wenn du verlierst, so ein wenig an alle; wenn du gewinnst, so ein wenig von jedem“.
Geboren: Alischer Burchanowitsch Usmanow, 9. September 1953 in Tschust (Usbekistan).
Laufbahn: Abschluss der Moskauer Diplomatenhochschule. Finanzakademie der russischen Regierung im Fach „Bankenwesen“. Mitarbeiter der Akademie der sowjetischen Wissenschaften, Referent beim ZK des kommunistischen Jugendverbandes Komsomol von Usbekistan, in der Folgezeit Mitarbeit bei mehreren Privatbanken und Firmen in Moskau und Archangelsk. Ab 2000 Generaldirektor der Gazprominvestholding. Bis Mitte 2001 Gazprom-Vorstandsmitglied. Besitzer der Verlagsgruppe Kommersant und des Metallurgiekonzerns Metalloinvest.
Freunde:
Oleg Deripaska zählt zu seinen Geschäftspartnern. Usmanow ist einer der wenigen, die bei Gazprom unter Rem Wjachirew angefangen hatten und sich unter dem Putin-Vertrauten Alexej Miller behaupten konnten.
Feinde: Craig Murray (Ex-Botschafter, inzwischen einflussreicher politischer Blogger in Großbritannien) Boris Beresowski (verlangt einen Anteil an Metalloinvest).
Skandale: Usmanow wurde 1980 wegen mehrerer Verbrechen zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, kam wegen guter Führung 1986 auf Bewährung frei. Später behauptete Usmanow Opfer „politischer Repressionen“ zu sein. Als Geschäftsmann Anfang der 90er zahlreiche zwielichtige Valutageschäfte. Soll Geld für eine tschetschenische Gruppierung angelegt haben.
Familie: Verheiratet. Seine Frau ist Irina Winer, längjährige Trainerin der russsischen Nationalmannschaft im Kunstturnen.
Hobbies: Kunst und Sport. Usmanow sitzt im Beirat des Bolschoi-Theaters. Er ist Präsident des russischen Fechtverbandes und Aufsichtsratsmitglied des Dynamo-Fußballklubs.

Alexej Mordaschow ist seit seinem Einstieg bei TUI auch auf dem deutschen Markt aktiv (Foto: TV)
Aktualisiert 26.08.2008 14:21

Alexej Mordaschow

Multimilliardär. Besitzer der Severstal-Gruppe.

Zitat: „Das Severstal-Kombinat wurde vom ganzen Land errichtet, fiel aber einer kleinen Gruppe von Menschen in die Hände. Es war ungerecht, aber zweckmäßig, weil es jetzt auf ehrliche Weise geführt wird“.
Geboren: Alexej Alexandrowitsch Mordaschow, 26. September 1965 in Tscherepowez, Gebiet Wologda.
Laufbahn: Wirtschaftsstudium an der Leningrader Ingenieur- und Ökonomiehochschule „Togliatti“. Mitarbeit im „Perestroika“-Klub. Verschiedene Stellungen im Hüttenkombinat Tscherepowez, aus dem 1992 die Severstal AG hervorging. 1990 Praktikum bei Voest-Alpine in Österreich. 1996 Generaldirektor von Severostal und ab 2002 von Severstal-Group. Besitzer von Stahlhütten und Kohlegruben. Mitglied der paritätischen deutsch-russischen Arbeitsgruppe auf Regierungsebene. Aktionär bei TUI.
Freunde:
Anatoli Tschubais. Finanzminister Alexej Kudrin. Der ehemalige Antimonopolminister Ilja Juschanow (inzwischen im Vorstand bei Novatek) und andere „Moskauer Petersburger“. TUI-Chef Michael Frenzel.
Feinde: Die Konkurrenten Wladimir Lissin, Besitzer des Hüttenkombinats Nowolipezk, Iskander Machmudow, Chef der Ural-Hüttenkombinats und Oleg Deripaska
Skandale: Scheidung von der ersten Frau. Dafür macht Mordaschow seinen Konkurrenten Machmudow verantwortlich.
Familie: In zweiter Ehe verheiratet, drei Söhne.
Hobbies: Poesie. Malerei. Wintersport.


Julia Timoschenko (Foto: Archiv)
Aktualisiert 04.03.2010 09:33

Julia Timoschenko

Ex-Premierministerin der Ukraine

Zitat: „Wenn Janukowitsch denkt, dass er in einer Woche ruhig Golf und Tennis spielen kann, während seine Umgebung sich in aller Ruhe den strategischen Besitz des Staates aneignet, so kann ich sagen, dass er heute ausgespielt hat mit Golf und Tennis.“ (Abschiedsrede als Premierministerin).

Geboren: Julia Wladimirowna Timoschenko, 27.11.1960 in Dnjepropetrowsk

Laufbahn: Wirtschaftsstudium an der Dnjepropetrowsker Staatsuniversität, Promotion, Ingenieurin in der Dnjepr-Maschinenfabrik „Lenin“, Kommerzielle Direktorin beim Jugendzentrum Terminal, Generaldirektorin bei Ukrainiski Benzin, 1995 Leiterin der Vereinigten Energiesysteme EESU, 1996 Abgeordnete der Obersten Rada, 1999 Vizeregierungschefin in der „Reformerregierung“
Viktor Juschtschenko. Führerin der "orangenen Revolution". Premier - gefeuert, wiedereingesetzt und erneut gefeuert.

Freunde: Pawlo Lasarenko, den sie verriet, sonst nur Verbündete. Der einzige wahre Freund - die eigene Mutter.

Feinde: Präsident Viktor Janukowitsch. Ex-Präsident Leonid Kutschma und dessen Präsidialamtschef Medwedtschuk. Ihr ehemaliger Verbündeter Viktor Juschtschenko und viele andere.

Skandale: 2001 vorübergehende Festnahme unter Betrugsverdacht. Unzählige weitere Skandale.

Familie: Geschieden, hat eine Tochter und einen englischen Hardrocker als Schwiegersohn.

Hobbys: Philosophie, Mathematik, Joggen, Stöckelschuhe.

Viktor Janukowitsch ist Favorit bei den Präsidentenwahlen 2010 (Foto: TV)
Aktualisiert 25.02.2010 10:35

Viktor Janukowitsch

Präsident der Ukraine. Ex-Premier.

Zitat: „Wenn mich jemand stört... Ich versuche natürlich überzeugend zu sein.“

Geboren: 09.07.1950 in Jenakijewo, Gebiet Donezk.

Laufbahn: Autoschlosser und Mechaniker in einem Metallbetrieb. Vom Leiter einer städtischen Fahrbereitschaft zum Leiter des Transportunternehmens „Donbasstransremont“. Gouverneur des Donezker Gebiets. 2002 - 2005 Premier der Ukraine. Kandidat der „Partei der Regionen“ für das Präsidentenamt. Nach der Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen 2004 siegt seine Partei bei den Parlamentswahlen 2006 und Janukowitsch wird nach monatelangen Koalitionsverhandlungen erneut Premierminister. 2007 entlassen, seitdem Oppositionsführer, tritt 2010 erneut an und gewinnt.

Freunde: Ex-Präsident
Leonid Kutschma. Russlands Premier Wladimir Putin. Oligarch und Fußballfan Rinat Achmetow (Vermögen: 1,4 Mrd. Euro). Vitali Gaiduk (Ex-Energieminister)

Feinde: Ex-Präsident Viktor Juschtschenko. Premier Julia Timoschenko.

Skandale: Janukowitsch wurde zweimal (1967, 1970) wegen Raub und Körperverletzung angeklagt und musste sogar eine Gefängnisstrafe absitzen. Wegen guter Führung kam er vorzeitig frei und die Akte wurde geschlossen. Kutschma sah in den „Jugendsünden“ Janukowitschs keinen Hinderungsgrund für die Eignung als sein Nachfolger.

Familie: Verheiratet. Zwei Söhne – Alexander und Viktor.

Hobbys: Liebt Luxus. Spielt Tennis, jagt.

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Viktor Juschtschenko ist seit 2005 Präsident der Ukraine (Foto: Präsidialadministration)
Aktualisiert 25.02.2010 09:21

Viktor Juschtschenko

Ex-Präsident der Ukraine.

Zitat: „Haben Sie mich in den letzten 30 Jahren einmal betrunken gesehen.“

Geboren: 23.02.1954 in der Ortschaft Choruschjowka, Gebiet Sumy (Ukraine).

Laufbahn: Studium am Finanz- und Wirtschaftsinstitut in Ternopol zum Buchhalter. Arbeit als Buchhalter in einer Kolchose. Nach Armeedienst Ökonom in der Staatsbank – Aufstieg zum Vize-Direktor der Staatsbank der UdSSR in der Ukraine. Nationalbankchef der Ukraine. 1999 -2001 Premierminister. Hauptkandidat der ukrainischen Opposition bei den Präsidentschafstwahlen 2004. Wahlsieg im 3. Durchgang. Verliert bei den Wahlen 2010 deutlich.

Freunde:
Michail Saakaschwili. Juri Jechanurow. Viktor Baloga (Ex-Chef der Präsidentenkanzlei). Wladimir Ogrysko.

Feinde: Ex-Präsident Leonid Kutschma. Präsident Viktor Janukowitsch. Julia Timoschenko(Premier unter Juschtschenko) war einst seine Verbündete, inzwischen sind beide spinnefeind. Dmitri Medwedew. Wladimir Putin.

Skandale: Im Wahlkampf 2004 zog sich Juschtschenko eine schwere Vergiftung zu. Er selbst und seine Wahlkampfhelfer beschuldigen Juschtschenkos politische Gegner, ihn vergiftet zu haben. Seine Kontrahenten sehen darin einen Wahlkampftrick.

Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Zwei Kinder aus erster Ehe. Drei aus der zweiten Ehe. Ehefrau Jekaterina Tschumatschenko hat einen amerikanischen Pass.

Hobbys: Bergsteigen. Zeichnen. Fotografieren.




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Alu Alchanow (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 02.02.2010 09:48

Alu Alchanow

Ex-Präsident Tschetscheniens. Vize-Justizminister.

Zitat: „Wenn ich mein Leben schätzen würde, wäre ich nicht nach Tschetschenien zurückgekommen.“

Geboren: Alu Dadaschewitsch Alchanow, 20.01.1957 im Gebiet Taldy-Kurganski (Kasachstan).

Laufbahn: Nach dem Armeedienst fing er bei der Polizei an, diente sich zum General empor. Im ersten Tschetschenienkrieg auf Seiten der Russen, beim Sturm Grosnys durch die Separatisten verteidigte er acht Stunden lang den Bahnhof, wurde dabei schwer verwundet. Innenminister Tschetscheniens unter
Achmed Kadyrow. Nach dessen Ermordung wird er Präsident Tschetscheniens. 2007 abgelöst und zum Vize-Justizminister Russlands ernannt. Mitglied der Kommission gegen Geschichtsfälschung.

Freunde: : Dmitri Kosak

Feinde: Ramsan Kadyrow. Die Separatistenführer Aslan Maschadow und Schamil Bassajew sind inzwischen tot.

Skandale: Wurde im August 2004 mit angeblich 73,5 Prozent zum Präsidenten Tschetscheniens gewählt. Bürgerrechtsorganisationen beklagten allerdings zahlreiche Verstöße bei der Durchführung der Wahlen.

Familie: Verheiratet. Drei Kinder.

Hobbys: Schreibt eine Doktorarbeit zum Thema: „Verdeckte Ermittlung unter den Bedingungen der Konflikte im Nordkaukasus“. Ist Fan des Fußballklubs Terek Grosny.


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Leonid Roschal ist Kinderarzt und war praktisch in allen Katastrophengebieten der Welt im Einsatz (Foto: Mrozek/.rufo)
Aktualisiert 15.01.2009 11:41

Leonid Roschal

Kinderarzt. Russlands bekanntester Unterhändler.

Zitat: „Ja ich habe beim Treffen die Hand von Barajew geschüttelt.“ (Barajew war der Anführer der Terroristen im Nord-Ost)
Geboren: Leonid Michailowitsch Roschal, 27.04. 1933 in Liwny (Gebiet Orjol).
Laufbahn: Abschluss als Kinderarzt in Moskau. Dissertation. Habilitation. Leiter der Abteilung für Kindernotchirurgie an der Russischen Akademie der Medizin. War als Katastrophenhelfer schon fast in allen Krisenregionen der Welt: Armenien, Japan, Ägypten (Erdbeben), Tschetschenien, Afghanistan, Balkan, Israel, Ex-Jugoslawien (Terroranschläge oder Krieg). War Unterhändler bei den Geiseldramen in Nord-Ost und Beslan.
Freunde: Ruslan Auschew (Ex-Präsident von Inguschetien) Iosif Kobson (Schlagersänger)
Feinde: Terroristen, die Kinder-Geiseln nehmen. (Wenn ich sähe, wie jemand eine Zündschnur anzünden will, und ich hätte eine Waffe in der Hand - ich würde das Scheusal töten)
Skandale: nicht bekannt
Familie: Verheiratet, ein Sohn und eine Enkeltochter.
Hobbies: Autor von über 200 wissenschaftlichen Abhandlungen. Liebt es, schnell Auto zu fahren.


Leonid Kutschma war bis 2005 Präsident der Ukraine (Foto: newsru)
Aktualisiert 26.02.2010 10:33

Leonid Kutschma

Ex-Präsident der Ukraine.

Zitat: „Je näher der Damm unserem Ufer kommt, desto mehr nähern wir uns dem Westen.“ (Im Interview mit der Iswestija zur Zeit der russisch-ukrainischen Krise wegen eines Dammbaus von Russland zur von der Ukraine beanspruchten Insel Kosa Tusla.)

Geboren: Leonid Danilowitsch Kutschma, 09. August 1938 in der Ortschaft Tschaikino Nowgorod (Gebiet Tschrnigow).

Laufbahn: Abschluss der Dnepropetrowsker Staatlichen Universität als Techniker. Ingenieur in einem Konstrukteursbüro. Parteisekretär. Generaldirektor des Maschinenbauwerks „Juschni Maschinostroitelny sawod“. Abgeordneter des ukrainischen Parlaments. Premierminister. 1994 - 2005 Präsident. Politrentner mit einem geschätzten Vermögen von 1,5 Milliarden Dollar.

Freunde:
Viktor Janukowitsch (Zunächst gescheiterter Wunschnachfolger Kutschmas, wurde aber 2010 Präsident). Russlands Premier Wladimir Putin.

Feinde: Die gesamte Ex-Opposition der Ukraine. Hervorzuheben sind Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, die die "orangene Revolution" gegen das System Kutschma anführten.

Skandale: Die Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse. Ein ehemaliger Leibwächter Kutschmas veröffentlichte später Tonbandaufzeichnungen, die belegen sollen, dass Kutschma den Mord persönlich in Auftrag gegeben habe. Kutschma bezeichnet die Bänder als Fälschung.

Ließ sich seinen Abschied als Präsident durch den loyalen Ministerpräsidenten Nikolai Asarow finanziell versüßen, indem er sich Vergünstigungen wie Datscha und Bedienungspersonal auf Staatskosten auf Lebenszeit sichern ließ. Die Vergünstigungen wurden unter seinem Nachfolger Juschtschenko zunächst wieder abgeschafft, 2007 unter Premier Janukowitsch allerdings wieder eingeführt.

Familie: Verheiratet. Eine Tochter.

Hobbys: Singen und Gitarre spielen. Früher spielte er Tennis.


Als Generalstabschef hatte Juri Balujewski Ambitionen auf das Amt des Verteidigungsministers. Stattdessen wurde er zum stellvertretenden Sekretär des nationalen Sicherheitsrates abgeschoben (Foto: newsru)
Aktualisiert 04.06.2008 11:42

Juri Balujewski

Ex-Generalstabschef. Stellvertretender Sekretär des nationalen Sicherheitsrates

Zitat: „Was wir mit den überflüssigen Atomraketen machen? Wir werden sie zersägen.“
Geboren: Juri Nikolajewitsch Balujewski, 9. Januar 1947 in Truskawetz (Westukraine).
Laufbahn: Abschluss der Kommandeurshochschule in Leningrad und der „Frunse“-Militärakademie . Offizier u.a. bei den Weststreitkräften der Sowjetarmee in der DDR. Offizier im Generalstab. Stellv. Kommandeur der russischen Truppen im Kaukausus. Direktor der Hauptverwaltung im Generalstab und gleichzeitig 1. stellvertretender Generalstabschef. Generalstabschef. Stellvertretender Sekretär des nationalen Sicherheitsrates. Armeegeneral
Freunde: Vorgänger
Anatoli Kwaschnin. Russlands Vize-Premier Sergej Iwanow.
Feinde: Andrej Nikolajew (General und Ex-Duma-Abgeordneter). Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Die tschetschenischen Separatistenführer Schamil Bassajew und Aslan Maschadow sind inzwischen tot.
Skandale: Anfang 2001 teilte Balujewski Journalisten mit, dass es noch gerade einmal 1.000 tschetschenische Separatisten gebe. Der Rest sei durch russische Truppen vernichtet worden. Nur eine Woche später erhöhte FSB-Chef Nikolai Patruschew die Zahl auf 5.000 Kämpfer.
Familie: Verheiratet. Zwei erwachsene Kinder.
Hobbies: Nach eigener Aussage ein „leidenschaftlicher Autofahrer“.

Andrej Denissow (Foto: TV)
Aktualisiert 07.02.2008 16:06

Andrej Denissow

Ehemaliger UN-Vertreter Russlands. Vize-Außenminister

Zitat: „Für die Bekämpfung der Armut in der Dritten Welt sind international gemeinsam abgestimmte Maßnahmen nötig.“
Geboren: Andrej Iwanowitsch Denissow, 3. Oktober 1952 in Moskau.
Laufbahn: Abschluss der MGIMO 1974. Von 1974 bis 1992 fehlen Angaben über seine Tätigkeit. Ab 1992 in verschiedenenen diplomatischen Missionen. Botschaftsberater in China, Botschafter in Ägypten. UN-Vertreter Russlands. Seit 2006 Stellvertretender Außenminister.
Freunde: Außenminister
Sergej Lawrow. Juri Kobaladse (Ex-Geheimdienstgeneral, jetzt Bankdirektor bei “Renaissance-Capital”)
Feinde: Keine bekannt
Skandale: Keine bekannt.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbies: Wildwasserrafting. Sprachen lernen. Denissow spricht Englisch, Chinesisch und Arabisch.


Kacha Bendukidse (Foto: rosfin)
Aktualisiert 10.09.2009 10:20

Kacha Bendukidse

Ehemaliger georgischer Minister. Russischer Oligarch.

Zitat: „Business ist das ständige Gefühl, dass irgendetwas dein Geschäft bedroht.“
Geboren: Kacha Awtandilowitsch Bendukidse, 20. April 1956 in Tiflis
Laufbahn: Vom Biologen zum Unternehmer. Besitzt 26 Prozent der Aktien am russischen Maschinenbauer „Vereinigte Maschinenwerke“. Ab Juni 2004 auf Einladung
Michail Saakaschwilis Wirtschaftsminister Georgiens. Später wird er Minister für Wirtschaftsreformen und Leiter der Präisidialkanzlei. Im Februar 2009 aus der Regierung ausgetreten.
Freunde: Michail Saakaschwili und bis zu seinem Tod Surab Schwania. Hat ein entspanntes Verhältnis zu Wladimir Putin. Befreundet mit Arkadi Wolski bis zu dessen Tod. Alexander Schukow. German Gref. Michail Chodorkowski.
Feinde: Michail Fradkow. Viktor Anpilow (Radikalkommunist).
Skandale: Kacha Bendukidse wurde zum „Uralmasch“-Direktor ernannt, nachdem sein Vorgänger Oleg Belonenko am 10. Juni 1996 ermordet wurde. Dennoch behauptete Bendukidse sofort nach der Übernahme, dass es weder einen Konflikt noch kriminelle Strukturen in und um die Holding gab. Die Buchhaltung des Unternehmens sei absolut transparent gewesen, versicherte Bendukidse.
Familie: Verheiratet mit einer Modejournalistin.
Hobbys: Sportgymnastik. Nach Augen- und Gewichtsproblemen ließ er allerdings davon ab.

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Viktor Wechselberg ist einer der einflussreichsten Oligarchen Russlands.
Aktualisiert 02.02.2010 10:59

Viktor Wechselberg

Oligarch. Vorstandschef der Investmentholding Renova.

Zitat: „Mein Sohn hat nicht verstanden, warum ich die Fabergé-Eier gekauft habe...“

Geboren: 14. April 1957 in Drogobitsch, Verwaltungsgebiet Lwow (Ukraine).

Laufbahn: Absolvent des Moskauer Eisenbahnerinstituts. Laborleiter in einem Pumpenkonstruktionsbetrieb. Besitzer der Investmentgesellschaft Renova. Großaktionär mehrerer Ölfirmen, darunter TNK-BP und des Alu-Produzenten RusAl. Geschätztes Vermögen 3 Mrd. USD. (Stand 2009)

Freunde:
Pjotr Awen und Michail Fridman. Oleg Deripaska und Roman Abramowitsch. Semjon Kukes. Der Ex-Gouverneur von Swerdlowsk Eduard Rossel. German Chan.
Feinde: Die Ölbarone Michail Chodorkowski und Wagit Alekperow. Robert Dudley (Ex-CEO von TNK-BP). Der Gouverneur von Nordwestrussland Ilja Klebanow. Gazprom-Chef Alexej Miller

Skandale: Sein Aluminiumkonzern SUAL nutzte Ende der 90er Jahre bis 2001 beim Export zweifelhafte Methoden, um Zoll und Steuern zu umgehen. Allein durch den nichtgezahlten Zoll „sparte“ Wechselberg 35 Mio. USD jährlich.

Familie: Verheiratet. Sohn und Tochter.

Hobbys: Bücherfreund. Lieblingsautor ist Boris Pasternak. Kunstmäzen: Kaufte Fabergé-Eier für 120 Mio. USD.



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Josif Ordschonikidse gilt als enger Vertrauter des Moskauer Oberbürgermeisters Juri Luschkow
Aktualisiert 02.09.2008 12:28

Josif Ordschonikidse

Ehemaliger Vize-Bürgermeister Moskaus. Berater der Stadtverwaltung

Zitat: „Ich werde Dschabrailow einsperren. Wenn ich ihn nicht einsperre, dann werde ich ihn auseinander nehmen.“
Geboren: Josif Nikolajewitsch Ordschonikidse, 09. Februar 1948 in Borjomi (Georgien).
Laufbahn: Abschluss des Polytechnischen Instituts in Tiflis als Flugzeugingenieur. Ingenieur im Flugzeugwerk Tiflis. ZK-Sekretär im Komsomol. Präsident des Verbandes der Innovationsfirmen der UdSSR. Stellvertretender Bürgermeister Moskaus, verantwortlich für den Außenhandel. 2007 offiziell entlassen, aber weiter als Berater Luschkows tätig.
Freunde: Oberbürgermeister
Juri Luschkow. Konstantin Satulin (Duma-Abgeordneter). Agaragin Schafarow (Generaldirektor einer Bierbrauerei).
Feinde: Geschäftsmann Umar Dschabrailow.
Skandale: Ermordung von Paul Tatum 1996 in Moskau, der zusammen mit Dschabrailow das Hotel Radisson Slawjanskaja leitete. Er soll den Geschäftsinteressen der beiden damals noch befreundeten Dschabrailow und Ordschonikidse im Weg gestanden haben. Später entzweiten sich Ordschonikidse und Dschabrailow und auf den stellvertretenden Bürgermeister wurden selbst zwei Anschläge verübt.
Familie: Verheiratet. Zwei Kinder.
Hobbies: Jagd. Bowling.

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Sergej Lawrow ist seit 2004 Außenminister Russlands (Foto: MID)
Aktualisiert 14.05.2008 16:01

Sergej Lawrow

Russischer Außenminister.


Zitat: „Im Kampf für die nationalen Interessen Russlands werde ich Flexibilität zeigen und Kompromisse suchen.“
Geboren: 12. März 1950 in Moskau.
Laufbahn: Diplomatenkarriere. Nach Abschluss des MGIMO (Moskauer Institut für Internat. Beziehungen) arbeitete er in der Botschaft von Sri Lanka. Verschiedene Funktionen im Außenministerium der UdSSR, darunter in der UN-Vertretung der Sowjetunion. Stellv. russischer Außenminister. Ständiger UN-Vertreter Russlands.
Freunde: UN-Pressesprecher Fred Eckhard. Wladimir Lukin. Andrej Kosyrew.
Igor Iwanow. Juri Kobaladse (Klassenkamerad, jetzt Bankdirektor bei “Renaissance-Capital”)
Feinde: Ex-Premier Jewgeni Primakow. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg. Der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili.
Skandale: Heftiger Streit mit Kofi Annan, als der ihm 2003 im UN-Hauptgebäude das Rauchen verbieten wollte. Lawrow antwortete, dass ihm (Annan) das Gebäude nicht gehöre und rauchte weiter.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter
Hobbies: Gitarre spielen, singt, schreibt Gedichte und Lieder. Leidenschaftlicher Raucher.

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Raschid Nurgalijew ist Innenminister Russlands (Foto: mvd.ru)
Aktualisiert 14.05.2008 11:28

Raschid Nurgalijew

Innenminister Russlands. Generaloberst der Miliz.


Zitat: „Arbeit ist mein Leben. Ich entspanne mich nur, wenn ich bei meiner Schwiegermutter zu Besuch bin.“
Geboren: 08. Oktober 1956 in der Ortschaft Werchnji (Kasachstan).
Laufbahn: Absolvent der Physisch-Mathematischen Fakultät an der Uni Petrosawodsk. Physiklehrer in Karelien. Arbeit in der KGB-Verwaltung Kareliens. Aufstieg im Geheimdienst zum Leiter der FSB-Abteilung im Kampf gegen Drogenschmuggel. Zusammen mit
Putin Arbeit in der Hauptkontrollveraltung der Präsidialadministration. Stellv. Innenminister. Innenminister.
Freunde: Ex-FSB-Direktor Nikolai Patruschew. Wladimir Fjodorow (Ex-Chef der Verkehrspolizei).
Feinde: Ex-Premier Michail Kassjanow. Rem Wjachirew (Ex-Gasprom-Chef).
Skandale: Gerüchten zufolge war Nurgalijew während seiner Tätigkeit beim FSB inoffiziell für den Führungswechsel mehrerer staatlicher Konzerne verantwortlich, darunter auch bei Gasprom (Gazprom).
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne
Hobbies: Jagd, Eishockey.


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Igot Lewitin ist seit 2004 Verkehrsminister in Russland (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 14.05.2008 16:56

Igor Lewitin

Minister für Telekommunikation und Verkehr.

Zitat: „Ich war Militärkommandant des Bahnhofs Urgal an der BAM. Die Zeit war eine echte Schule für die Arbeit unter Extrembedingungen.“
Geboren: Igor Jewgenjewitsch Lewitin; 21. Februar 1952 in der Ortschaft Zebrikowo (Gebiet Odessa).
Laufbahn: Absolvent der Militärakademie für Logistik und Transport. Dienst bei den Eisenbahntruppen, erst in der Ukraine, später in Ungarn und bei der BAM. Reserveoberst. Von 1994 – 2004 stellvertretender Generaldirektor von Severstaltrans, dem Transportunternehmen des Metallurgiekonzerns Severstal.
Freunde:
Alexej Mordaschow (Chef von Severstal).
Feinde: Nicht bekannt.
Skandale: Nicht bekannt.
Familie: Verheiratet, hat eine Tochter.
Hobbies: Tischtennis. Ist Präsident des russischen Tischtennisverbandes. Ordnungsliebend.

Alexander Schukow ist Vize-Premier und Aufsichtsratschef der russischen Bahn RZD (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 26.02.2009 13:35

Alexander Schukow

Russischer Vizepremier, verantwortlich für die Organisation der Olympischen Winterspiele 2014

Zitat: „Der Kauf der Grundstücke in
Sotschi erfolgt nach gerechten Marktpreisen.“
Geboren: Alexander Dmitrewitsch Schukow, 1. Juni 1956 in Moskau.
Laufbahn: Abschluss als Wirtschaftsmathematiker. Arbeit in der Valutaabteilung des sowjetischen Finanzministeriums. 1991 Abschluss der Harvard-Business-Schule. Duma-Abgeordneter. Leiter des Budget- und Steuerkomitees in der Duma. Vize-Vorsitzender der Duma. Vize-Premier. Gleichzeitig Aufsichtsratschef der Eisenbahn.
Freunde: Michail Fradkow. German Gref. Juri Luschkow. Die Jabloko-Politiker Grigori Jawlinski und Michail Sadornow. Boris Fjodorow (Parteivorsitzender von “Vorwärts Russland”).
Feinde: Alexej Kudrin . Roman Abramowitsch. Viktor Geraschtschenko. Alexander Woloschin.
Skandale: Schukows Sohn, Pjotr, wurde nach einer betrunkenen Kneipenschlägerei in London vor Gericht gestellt.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn.
Hobbies: Schach und Fußball.

Drei Jahre lang leitete Michail Fradkow Russlands Regierung, nun ist er Chef der Auslandsspionage (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 30.04.2008 17:44

Michail Fradkow

Chef der Auslandsspionage. Ex-Premierminister.

Zitat: „Zahle Steuern und schlafe ruhig.“
Geboren: Michail Jefimowitsch Fradkow; 01. September 1950 im Gebiet Kuibischew (heute Samara).
Laufbahn: Stieg vom Botschaftsangestellten der UdSSR in Indien zum russischen Außenhandelsminister auf. Chef der staatlichen Versicherungsanstalt Ingosstrach. Russischer Handelsminister. Nach Auflösung des Ministeriums zum Direktor der Steuerbehörde ernannt. Vertreter Russlands bei der EU. Ab 2004 Premierminister Russlands. 2007 zurückgetreten und zum Chef der Auslandsspionage ernannt.
Freunde: Chelsea-Besitzer
Roman Abramowitsch. Multimillionär Pjotr Awen. Vize-Premier Sergej Iwanow.
Feinde: Der ehemalige Yukos-Chef Michail Chodorkowski. Lukoil-Chef Wagit Alekperow. Mit dem früheren Chef des Unternehmerverbandes Arkadi Wolski hatte Fradkow auch Probleme.
Skandale: 1991 privatisiert Fradkow als Stellvertretender Außenhandelsminister eine Reihe sowjetischer Exportunternehmen, u.a. den Ölexporteur „Sojusnefteexport“. Das Ministerium verkaufte das Unternehmen, das 70 Prozent des russischen Ölexports kontrollierte, zu einem Preis von 2.000 USD an Roman Abramowitsch. Geschätzter Wert des Unternehmens acht Jahre später: eine Mrd. USD.
Die Staatsanwaltschaft ermittelt Mitte der 90er Jahre gegen Fradkow wegen Unterschlagung von Staatseigentum. (U.a. soll er seine Datscha so finanziert haben.) Doch bei einem Brand in der Staatsanwaltschaft werden die Dokumente vernichtet und der Fall zu den Akten gelegt.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder.
Hobbies: Keine bekannt.

Alexej Kudrin ist Finanzminister und Vize-Premier der russischen Regierung (Foto: Galejew/.rufo)
Aktualisiert 13.05.2008 14:12

Alexej Kudrin

Finanzminister und Vizepremier

Zitat: „Jeder Mensch, der Minister wurde, ist ehrgeizig.“
Geboren: Alexej Leonidowitsch Kudrin; 12.10.1960 in Lettland
Laufbahn: Wirtschaftsstudium in Leningrad, Arbeit in der Stadtverwaltung von St. Petersburg, seit 2000 Vizepremier der russischen Regierung, Finanzminister
Freunde:
Wladimir Putin (mit dem er gemeinsam in St. Petersburg arbeitete), Andrej Illarionow, Ex-Ministerpräsident Jegor Gaidar, Sergej Glasjew
Feinde: Sergej Iwanow, Wladimir Jakowlew, Jewgeni Nasdratenko, Aman Tulejew
Skandale: Kudrin versucht Mitte der 1990-er Jahre, die Petersburger Stadtfinanzen durch kurzfristige Anleihen zu sanieren. Gouverneur Jakowlew lässt Ermittlungen gegen ihn einleiten, weil diese Politik Petersburg an den Rand der Zahlungsunfähigkeit brachte. Im Januar 2001 erklärt Kudrin vor einem Schröder-Besuch in Moskau im Alleingang, Russland werde die Altschulden der Sowjetunion nicht mehr bedienen.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ein Sohn aus der zweiten und eine Tochter aus der ersten Ehe.
Hobbies: Je nach politischer Konjunktur spielt Kudrin Fußball oder Tennis. Angelt gerne. Bastelt gerne an Automotoren herum. War Schlagzeuger in einer Schülerband. Theater- und Konzertfreund.

Viktor Christenko führt das einflussreiche Industrieministerium
Aktualisiert 04.02.2010 10:35

Viktor Christenko

Russischer Industrieminister

Zitat: “Wir standen zu lange auf der Stelle und müssen daher jetzt Reformen durchführen, die ziemlich schmerzhaft sind.”

Geboren: Viktor Borissowitsch Christenko; 28.8.1957 in Tscheljabinsk

Laufbahn: Ingenieur und Wirtschaftsdozent am Polytechnischen Institut von Tscheljabinsk. Vizegouverneur von Tscheljabinsk. Stellvertretender Finanzminister. Seit Mai 1999 Vizepremier der russischen Regierung. Kommissarischer Premier. Industrie- und Energieminister. Minister für Industrie.

Freunde:
Anatoli Tschubais, Sergej Kirijenko, Ex-Arbeitsminister Alexander Potschinok, der frühere Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk Eduard Rossel, Alexander Smolenski

Feinde: Ex-Gazprom-Chef Rem Wjachirew, dessen Nachfolger Alexej Miller, der Metall-Magnat Iskander Machmudow

Skandale: 1996 hilft Christenko dem Bankier Smolenski dabei, für dessen SBS-Bank einen Kredit der deutschen Commerzbank in Höhe von einer Milliarde Dollar zu erhalten. Das für die Modernisierung metallverarbeitender Fabriken im Ural bestimmte Geld versickert in dunklen Kanälen. 1998 weigern sich Vetreter internationaler Finanzorganisationen, mit Christenko zu verhandeln und begründen dies mit dessen mangelnder Qualifizierung.
2010 wird bekannt, dass Christenko Besitzer einer Wohnung im Wert von über 3 Mio. USD ist, die in einem Naturschutzgebiet liegt, wo Bauen eigentlich verboten ist.

Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ehefrau Tatjana Golikowa ist Sozialministerin. Drei Kinder.

Hobbys: Hobby-Fotograf und –Filmer.


Nikolai Charitonow wurde Zweiter bei den Präsidentschaftswahlen 2004 (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 17.07.2008 15:22

Nikolai Charitonow

Präsidentschaftskandidat der KPRF 2004, Vize-Chef des Agrarausschusses.

Zitat:
"Gegenüber Putin habe ich einen Start-Vorteil: er hat zwei Töchter, und ich habe vier.“
Geboren: Nikolaj Michailowitsch Charitonow; 30. Oktober 1948 im Gebiet Nowosibirsk (Siedlung Resino).
Laufbahn: Co-Vorsitzender der NPSP (Volkspatriotischer Bund Russlands). Lange Zeit Leiter der kommunistennahen Abgeordnetengruppe der Agrarier in der Staatsduma. Oberst des Inlandsgeheimdienstes FSB. Seit 1990 Abgeordneter des russischen Parlaments. Agronom, absolvierte das Landwirtschafts-Institut in Nowosibirsk. 2004 gescheiterter Präsidentschaftskandidat der Kommunisten. 1. Vize-Chef des Agrarausschusses in der Duma.
Freunde:
Gennadi Sjuganow. Viktor Geraschtschenko.
Feinde: Michail Lapschin. Sergej Glasjew. Gennadi Semigin. Iwan Rybkin. Gennadi Selesnjow. Aman Tulejew. Boris Nemzow.
Skandale: Forderte im Jahre 2000 die Wiederaufstellung des Dserschinski-Denkmals auf dem Lubjanka-Platz vor dem FSB-Hauptgebäude in Moskau.
Familie: Verheiratet, hat vier Töchter.
Hobbies: Jagd und Fußball. Organisierte ein Duma-Fußballturnier. Er liebt Felix Dserschinski. Am 30. Oktober 2000 schenkte Boris Nemzow ihm eine Kopie des Dserschinski-Denkmals aus Pappmaché.


Oleg Malyschkin war lange Zeit einer der skandalträchtigsten Duma-Politiker. Inzwischen ist er ausgeschieden (Foto: TV)
Aktualisiert 22.07.2008 14:05

Oleg Malyschkin

Ex-Präsidentschaftskandidat. Ex-Duma-Abgeordneter. Ex-Leibwächter Schirinowskis
Zitat: „Ich will das nicht kommentieren, ich will den Scheiß nicht einmal hören. Das ist alles reine Lüge“
Geboren: Oleg Alexandrowitsch Malyschkin; 07. April 1951 im Gebiet Rostow.
Laufbahn: Absolvent des Polytechnischen Insituts Nowotscherkassk als Bergbauingenieur. Bergmann. Fußballtrainer und Box-Champion. Verwaltungschef des Kreises Tanzinsk im Gebiet Rostow. Chef der Schirnowski-Leibwache. Bis 2007 Duma-Abgeordneter für die LDPR, dann Parteiaustritt. Bei den Duma-Wahlen 2007 nicht wiedergewählt.
Freunde: Wladimir Schirinowski, Wladimir Brynzalow.
Feinde: Michail Deljagin. Sergej Mitrochin.
Skandale: In der Fernsehdebatte am 21.November 2003 zettelt Malyschkin im Studio des Senders NTW eine Schlägerei an. Malyschkin versuchte den Sekretär von Premier : Kassjanow, Michail Deljagin, und den Jabloko-Vize Sergej Mitrochin niederzuschlagen. Nach der Schlägerei bekommt Schirinowski bei NTW Auftrittsverbot. Dieser behauptet, dass er Malyschkin daraufhin „nicht nur entlassen“, sondern auch nach Rostow verbannt habe. Allerdings nur, um ihn kurz darauf zum Präsidentschaftskandidaten der LDPR zu küren.
Familie: Verheiratet.
Hobbies: Box- und Fußballchampion. Drachenfliegen. Auto fahren.

Bis 2005 leitete Gennadi Fadejew die Russische Eisenbahn AG, RZD (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 30.04.2008 17:32

Gennadi Fadejew

Rentner. Ex-Vorsitzender der Eisenbahn AG RZD.

Zitat: „Vorschläge, die Eisenbahn in mehrere Aktiengesellschaften umzuwandeln, zielen auf den Zerfall des Staates durch den Zerfall seiner Eisenbahn ab.“
Geboren: Gennadi Matwejewitsch Fadejew; 10.04.1937 in Schimanowsk (Gebiet Amur).
Laufbahn: Absolvent des Eisenbahninstituts in Chabarowsk. Aufstieg vom Abteilungsleiter der regionalen Eisenbahnverwaltung Ostsibiriens zum Stellv. Eisenbahnminister der UdSSR. Russischer Eisenbahnminister. Vorsitzender der Eisenbahn AG RZD. Regierungsberater unter
Michail Fradkow bis September 2007. Im Januar 2008 nicht mehr von der Regierung für den Vorstand der Eisenbahn AG aufgestellt.
Freunde: Der deutsche Ex-Verkehrsminister Kurt Bodewig. Wadim Morosow (Vize-Präsident der RZD). Ex-Eisenbahnminister Nikolai Aksjonenko gehörte bis zu seinem Tod ebenfalls zu Fadejews Freunden.
Feinde: Ex-Verkehrsminister Sergej Frank und Justizminister Wladimir Ustinow.
Skandale: Fadejews Schwiegersohn Pawel Koslow wird vorgeworfen, administrative Ressourcen genutzt zu haben, um eine Monopolstellung in seinem Business zu erlangen. Koslow ist Chef einer Versicherungsgruppe, die sich auf Eisenbahnen spezialisiert hat.
Familie: Verheiratet, hat zwei Töchter.
Hobbies: Keine bekannt.

Wladimir Ryschkow ist einer der populärsten Oppositionspolitiker in Russland (Foto: ryzkov.ru)
Aktualisiert 05.02.2009 11:04

Wladimir Ryschkow

Oppositionspolitiker Ehemaliger Duma-Abgeordneter.

Zitat:
Putin will keine unabhängigen Machtzentren.“
Geboren: Wladimir Alexandrowitsch Ryschkow; 3. September 1966 in Rubzowsk (Gebiet Altai).
Laufbahn: Absolvent der Staatlichen Universität Altai. Geschichtsdozent. Stellv. Leiter der Gebietsadministration Altais. Duma-Abgeordneter. Stellv. Fraktionschef der Ex-Regierungspartei „Unser Haus Russland.“ Bis 2007 unabhängiger Duma-Abgeordneter. Professor an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau.
Freunde: Sergej Alexaschenko (Ex-Vize-Chef der Zentralbank). Die Politologen Georgi Saratow und Wjatscheslaw Nikonow. Nikita Belych (Gouverneur von Kirow).
Feinde: Wladimir Schirinowski.
Skandale: Ausschluss aus der Fraktion „Jedinstwo“, in die seine Partei „Unser Haus Russland“ aufgegangen war. Grund des Ausschlusses war nach Aussage Ryschkows, dass er eine Reihe von Gesetzen, die vom Präsidenten eingebracht wurden, kritisierte.
Familie: Verheiratet, hat eine Tochter.
Hobbies: Liest historische und philosophische Schriften. Begeistert sich für Sport, Musik und Wissenschaft.

Nino Burdschanadse zählte zu den führenden Köpfen der so genannten Rosenrevolution in Georgien (Foto: TV)
Aktualisiert 28.07.2009 09:42

Nino Burdschanadse

Georgische Oppositionspolitikerin. Ex-Parlamentsvorsitzende und -Präsidentin.
Zitat: „Georgien liefert Gelajew an Russland nur im Tausch gegen Igor Georgadse aus.“
Geboren: Nino Ansorowna Burdschanadse; 16. Juli 1964 in Kutaisi
Laufbahn: Jurastudium in Moskau. Dozentin an der Uni in Tiflis. Parlamentsabgeordnete. Abgesandte Georgiens bei der OSZE. Parlamentsvorsitzende. Erklärte sich am 23. November 2003 zur Übergangspräsidentin und zwang Schewardnadse damit zum Rücktritt. Nach den Präsidentswahlen Anfang 2004 übernahm sie wieder das Amt der Parlamentsvorsitzenden. Bei den Wahlen 2008 trat sie nicht mehr an. Nach dem Krieg um Südossetien ging sie in Opposition zu
Michail Saakaschwili.
Freunde: Surab Schwania, der inzwischen tote Ex-Premier zählte zu ihren Freunden.
Feinde: Eduard Schewardnadse. Igor Georgadse (Ex-Geheimdientschef Georgiens). Aslan Abaschidse (Ex-Präsident der georgischen Teilrepublik Adscharien)
Skandale: Beschuldigte Russland in der Vergangenheit mehrfach imperialer Ambitionen und einer agressiven Politik gegen Georgien. War allerdings im Tonfall deutlich zurückhaltender als andere georgische Politiker.
Familie: Verheiratet mit dem ehemaligen Militär-Generalstaatsanwalt Badri Bizadse, zwei Söhne.
Hobbies: Präsidenten stürzen. Klassische Musik und Theater. Gärtnerei und Blumen.


Michail Saakaschwili ist seit 2004 Präsident von Georgien. (Foto: Archiv)
Aktualisiert 14.04.2009 13:14

Michail Saakaschwili

Präsident von Georgien

Zitat: „Ich bin froh am 21. Dezember geboren zu sein, dem Geburtstag Stalins.“
Geboren: 21. Dezember 1967 in Tiflis
Laufbahn: Jurist. Arbeitete am Institut für Menschenrechte in Oslo und in einer New Yorker Kanzlei. Abgeordneter im georgischen Parlament. Fraktionschef der regierenden „Bürgerunion“. Justizminister. Oppositionsführer. Nach der „Rosenrevolution“ im Januar 2004 mit über 90 Prozent der Stimmen zum Präsident gewählt. 2008 wiedergewählt
Freunde:
Viktor Juschtschenko. Bis zu dessen Tod galt Surab Schwania als Verbündeter.
Feinde: Dmitri Medwedew. Wladimir Putin. Sergej Lawrow. Eduard Schewardnadse. Igor Georgadse (Ex-Geheimdientschef Georgiens). Aslan Abaschidse (Präsident der georgischen Teilrepublik Adscharien) Seine frühere Verbündete Nino Burdschanadse führt inzwischen die Opposition in Georgien an.
Skandale: Angriff auf die Teilrepublik Südossetien. Die Militäroffensive weitet sich nach dem Einschreiten Russlands in einen bewaffneten Konflikt mit Moskau aus, den Tiflis verliert.
Familie: Verheiratet mit einer Niederländerin, zwei Söhne.
Hobbies: Frauen und schnelle Autos.

Zur vollständigen Biographie gehts hier
Michail Fridman ist einer der reichsten Männer Russlands (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 02.02.2010 11:26

Michail Fridman

Chef der „Alfa-Group“, Beiratsvorsitzender des Ölmultis TNK-BP. Vizevorsitzender des Russischen Jüdischen Kongresses.

Zitat: „Auch wenn es langweilig klingt: Mich interessiert eigentlich nur das Business.“

Geboren:
am 21. April 1964 im westukrainischen Lwow

Laufbahn: Absolvent des Moskauer Institutes für Stahl und Metall-Legierung. Die Karriere des Milliardärs Fridman begann mit einer Fensterputzfirma Ende der 80er. Heute kontrolliert Fridmans Bank– und Finanzgruppe „Alfa“ Wirtschaftsbetriebe verschiedener Sparten bis hin zu mehreren Supermarktkette. Seit 1. Juli 2003 ist Fridman Beiratsvorsitzender des Ölkonzerns TNK-BP.

Freunde: Der Regisseur Juli Gusman und der Galerist
Marat Gelman. Seine beiden Partner bei Alfa German Chan und Alexej Kusmitschow sind Studienfreunde.

Feinde: Wladimir Potanin, Jurist Leonid Roschetskin. Oleg Deripaska

Skandale: Schiffbruch des Öltankers „Prestige“ an der spanischen Küste im November 2002. Schon zuvor waren mehrfach gravierende technische Mängel an dem indirekt Fridman gehörenden Schiff festgestellt worden. Da das Schiff versichert war, war Fridman die Umweltgefahr offenbar egal. Bei den Ermittlungen wurde außerdem festgestellt, dass Fridman über die Offshore Firma, der der Tanker gehörte, riesige Gewinne an der Steuer vorbei führte. Französische Zeitungen, die den Skandal aufdeckten, verklagte Fridman im Mai 2003 wegen Verleumdung.

In seinen Studentenjahren schuf Fridman eine „Eintrittskarten-Mafia“ in Moskau.

Familie: Michail Fridman kommt aus einer traditionell religiösen jüdischen Familie. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Hobbys: Sammelt Samuraischwerter. Seit seinen Studentenjahren mag er Theater und gutes Essen. Reist gern und fährt Jeeps

Zur ausführlichen Biographie gehts hier
Sergej Mironow ist als Föderationsratsvorsitzender nominell der dritte Mann im Staate Russland (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 15.08.2008 11:26

Sergej Mironow

Vorsitzender des Föderationsrates. Parteivorsitzender. Ex-Präsidentschaftskandidat

Zitat: „Ich bin ein ewiger Student“
Geboren: Sergej Michailowitsch Mironow; 14.02.1953 in Puschkin, Leningrader Gebiet.
Laufbahn: Drei Abschlüsse: als Geophysiker für Bergbau (1980), als Ökonom (1992) und als Jurist (1998). Als Geophysiker suchte er für den wissenschaftlichen Produktionsbetrieb „Rudgeophysika“ nach Uran. Exekutivdirektor der AG „Russische Handelskammer“ und der Baugesellschaft „Wiedergeburt St. Petersburgs“. Abgeordneter des Petersburger Stadtparlaments. Vorsitzender des Föderationsrates. Parteivorsitzender der kleineren Kremlpartei „Gerechtes Russland“
Freunde:
Wladimir Putin. Dmitri Kosak. Vize-Premier Alexej Kudrin. Juri Lwow (Bankier)
Feinde: Wladimir Jakowlew. Sergej Tarassow. Mehrfach Konflikte mit Boris Gryslow.
Skandale: Ende 2000 beschuldigte die Petersburger Staatsanwaltschaft Mironow der Kompetenzanmaßung. Juri Krawzow hatte dreimal Gelder aus dem Stadtbudget für die Finanzierung des Verlagshauses „Smena“ umgeleitet. Unter einem der Dokumente fand sich auch die Unterschrift Mironows. Dennoch schloss die Staatsanwaltschaft die Akte.
Familie:Verheiratet, zwei Kinder (ein Sohn, eine Tochter).
Hobbies: Sammelt Mineralien. Lieblingsstein Arate. Liebt Bücher und Theater.

Sergej Schoigu ist der langlebigste Minister der russischen Regierung, seit 1994 im Amt (Foto: Polakow/.rufo)
Aktualisiert 12.03.2009 12:46

Sergej Schoigu

Katastrophenschutzminister. Generaloberst.

Zitat: „Ich bin Rettungshelfer. Als Politiker bin ich eher mittelmäßig.“
Geboren: 21. Mai 1955 in der Stadt Tschadan (Republik Tuwa).
Laufbahn: Abschluss des Krasnojarsker Polytechnischen Instituts als Bauingenieur. Aufstieg vom Vorarbeiter zum Ingenieur und Leiter eines Baukombinats. Örtlicher Parteisekretär der KPdSU. Stellv. Vorsitzender des russ. Bau- u. Architekturkomitees. Minister für Zivil- und Katastrophenschutz. Einer der Parteiführer der Regierungspartei „Einiges Russland“. Ex-Vize-Premier.
Freunde:
Wladimir Putin. Boris Jelzin, Naina Jelzina. Viktor Tschernomyrdin
Feinde: Juri Baturin (Kosmonaut, Ex-Präsidentenberater, derzeit im Wissenschaftsbeirat des Sicherheitsrats)
Skandale: Der Rechnungshof stellte 2000 undokumentierte Ausgaben beim Katastrophenschutzministerium fest. Einer der Stellvertreter Schoigus wurde wegen Veruntreuung staatlicher Gelder festgenommen.
Familie: Verheiratet mit einer Chemikerin. Zwei Töchter.
Hobbies: Singen und Gitarre spielen. Spielt gern Karten, aber nicht um Geld. Tennis und Fußball.

Zur vollständigen Biographie gehts hier
Oleg Morosow ist seit Ende 2003 Vize-Chef der Duma (Foto: Petersburger Dialog)
Aktualisiert 07.08.2008 19:08

Oleg Morosow

Vize-Vorsitzender der Duma

Zitat: „Wenn der Präsident uns mehr braucht als wir ihn, dann sind wir wirklich eine Partei.“.
Geboren: 5. November 1953 in Kasan.
Laufbahn: Abschluss der historisch-philosophische Fakultät in Kasan als Doktor. Parteifunktionär, verantwortlich für Ideologie. Abgeordneter der Duma seit 1993. Leitete die Fraktion „Regionen Russlands“, seit diese in das Bündnis „Einheit Russlands“ einging dort im Parteivorstand. Organisator des Petersburger Dialogs. Vize-Vorsitzender der Duma.
Freunde: Kinoregisseur
Stanislaw Goworuchin.
Feinde: KP-Chef Gennadi Sjuganow.
Skandale: War maßgeblich an der Entfernung von Oppositionspolitikern (vor allem Kommunisten und Jabloko-Mitgliedern) aus Duma-Ämtern beteiligt.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbies: Betätigt sich publizistisch. Geht gern angeln.

Zur vollständigen Biographie gehts hier
Jewgeni Kisseljow leitete einst NTW. Inzwischen ist er Moderator beim Radiosender Echo Moskaus (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 31.07.2008 12:32

Jewgeni Kisseljow

Ex-Chefredakteur von NTW. Moderator bei Echo Moskaus.

Zitat: „Wir geben nicht auf.“
Geboren: Jewgeni Alexejewitsch Kisseljow; 15.06.1956 in Moskau.
Laufbahn: Absolvent des Afrika-Asien-Institut der MGU. Übersetzer in Afghanistan. Sprachlehrer an KGB-Schule. Redakteur bei Rossia, Wechsel zu NTW – Aufstieg zum Chefredakteur. Nach Übernahme des Senders Wechsel zu TV-6 und TWS, die beide geschlossen wurden. Als Chefredakteur der Wochenzeitung „Moskowskije Nowosti“ wegen Erfolglosigkeit entlassen.
Freunde:
Alexej Wenediktow und Viktor Schenderowitsch. Wladimir Gussinski.
Feinde: Wladimir Putin. Alexej Miller. Boris Jordan. Alfred Koch
Skandale: Ende 2001 tauchen Sex-Videos auf, die Jewgeni Kisseljow mit mehreren Frauen im Bett zeigen. Ein Versuch, ihn mundtot zu machen, urteilt Kisseljow.
Verliert dreimal den Posten des Chefredakteurs wegen seiner kremlkritischen Berichterstattung. Bei den "Moskowskije Nowosti" provoziert er einen Kofnlikt mit der Redaktion, die komplett kündigt - wird später entlassen.
Familie: Verheiratet, hat einen Sohn.
Hobbies: Liest historische Romane und Krimis. Am liebsten in Englisch. Spielt Tennis.

Ilja Klebanow behält seinen Posten als Generalgouverneur auch nach dem Wechsel im Kreml (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 17.07.2008 16:29

Ilja Klebanow

Generalgouverneur Nordwestrusslands.

Zitat: „Je mehr man mich kritisiert, desto sicherer weiß ich, ich bin auf dem richtigen Weg.“
Geboren: Ilja Josifowitsch Klebanow; 7. Mai 1951 in Leningrad.
Laufbahn: Abschluss des Leningrader Polytechnischen Instituts. Aufstieg vom Ingenieur zum Generaldirektor der optisch-mechanischen Vereinigung LOMO in Leningrad/ St. Petersburg. Stellv. Gouverneur v. St. Petersburg. Russischer Vize-Premier. Industrie- und Wissenschaftsminister.
Freunde:
German Gref. Valentina Matwijenko.
Feinde: Lada-Chef Boris Aljoschin. Die Wodkaproduzenten von St. Petersburg, die er als Vize-Gouverneur mit hohen Steuern aus der Stadt vergraulte.
Skandale: Verantwortlich für die Rettungsarbeiten der Kursk. Dabei belog er die Öffentlichkeit, indem er erst davon sprach, dass noch Klopfzeichen aus dem U-Boot zu hören seien, während er nachher behauptete, die Matrosen wären sofort tot gewesen.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder. Eine Tochter und einen Sohn.
Hobbies: Fotografieren, klassische Musik.

Igor Schuwalow ist ein langjähriger Vertrauter Putins (Foto: newsru)
Aktualisiert 13.05.2008 13:55

Igor Schuwalow

1. Vize-Premier in der russischen Regierung.

Zitat: „Ein lebhaftes Arbeitsgespräch, ein offener Dialog mit den Mitarbeitern ist nur unter der Voraussetzung eiserner Disziplin möglich.“
Geboren: Igor Iwanowitsch Schuwalow; 4. Januar 1967 in Bilibino (Gebiet Magadan).
Laufbahn: Jurist. Arbeit im Labor (für die Personalakten der Angestellten verantwortlich). Jurist. Leiter eines Anwaltsbüros von Oligarch Alexander Mamut. Eintritt in den Staatsdienst 1997. Seit 2000 Leiter des Regierungsapparates unter Premier
Michail Kassjanow, danach Präsidentenberater für Putin. Aufstieg bis zum stellvertretenden Leiter der Präsidialadministration, danach gemeinsamer Wechsel mit Putin in die Regierung.
Freunde: Alexander Mamut. Alexander Woloschin. Alfred Koch. Sergej Kirijenko. Alexej Wolin. Gleb Pawlowski. Boris Aljoschin. Galina Karelowa.
Feinde: Michail Kassjanow. Sparkassenchef German Gref Finanzminister Alexej Kudrin. Ex-Energieminister Igor Jussufow.
Skandale: Verursachte einen lauten Skandal, als sein Fahrer nicht in Schlips und Kragen zur Arbeit erschien.
Familie: Verheiratet, hat einen Sohn.
Hobbies: Intrigen spinnen.

Dmitri Kosak ist für die Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi verantwortlich (Foto: TV)
Aktualisiert 21.10.2008 09:35

Dmitri Kosak

Russischer Vize-Premier, verantwortlich für Olympia 2014 in Sotschi.

Zitat: „Uns wurde 70 Jahre lang gesagt, dass der Staat für alles verantwortlich sei.“
Geboren: Dmitri Nikolajewitsch Kosak; 7. November 1958 im Gebiet Kirowograd (Ukraine).
Laufbahn: Jurist. Mitbegründer der Petersburger Anwaltskanzleien „Just“ und „Newa-Just“. Er erarbeitete die administrative Reform Russlands, die Reform des regionalen Selbstverwaltung und des Rechtssystems. 1999-2000 Leiter des Regierungsapparates unter Premier Michail Kassjanow. Stellvertreter in der Präsidialadministration. Leiter des Regierungsapparates unter Premier Michail Fradkow. Generalgouverneur von Südrussland. Regionalminister. Vize-Premier.
Freunde: Wladimir Putin. Juri Krawtsow (Sprecher der Petersburger Stadtversammlung)
Feinde: Irina Jakowlewa (Frau von Wladimir Jakowlew). Nikolai Patruschew und Igor Setschin (Vize-Premier). Justizminister Wladimir Ustinow. Kirsan Iljumschinow.
Skandale: Juri Krawtsow, ein enger Freund Kosaks, wird beschuldigt, Budgetgelder für die Sanierung seiner Wohnung „umgeleitet“ zu haben. Kosak gründete 1993 gemeinsam mit Krawtsow eine Kanzlei.
Familie: Verheiratet, zwei Söhne.
Hobbies: Autofahren in Höchstgeschwindigkeit. Gesellig und kontaktfreudig. In Gesellschaft ausgelassen.


Dmitri Medwedew war lange Zeit die rechte Hand seines Vorgängers Wladimir Putin. Nun ist er selbst offiziell an der Spitze Russlands (Foto: Gazprom)
Aktualisiert 26.08.2008 14:23

Dmitri Medwedew

Russischer Präsident

Zitat: „Wir finden auf jeden Fall eine asymetrische aber angemessene Antwort“.
Geboren: Dmitri Anatoljewitsch Medwedew; 14. September 1965 in Leningrad.
Laufbahn: Studierte wie
Putin Jura an der Leningrader Universität. Jura-Dozent. 1990 bis 95 Berater für Außenhandel des Oberbürgermeisters Anatoli Sobtschaks und dessen Vize Putin. 1998 Hausjurist und Direktor des Zellulosekombinats Bratsk. 1999-2000 Vize-Stabschef und Berater Putins. Seit 2001 Gasprom-Aufsichtsratsvorsitzender. 30.10.2003 Kreml-Stabschef. Seit 2005 1. Vize-Premier in der Regierung. Siegte bei den Präsidentschaftswahlen 2008.
Freunde: „Ich habe eigentlich gute Beziehungen zu allen.“ Wladimir Putin, Anatoli Sobtschak, Gasprom-Vorstandsvorsitzender Alexej Miller, die Direktoren der Unternehmensgruppe „Alfa“, Michail Fridman und Pjotr Awen.
Feinde: Wladimir Jakowlew. Michail Saakaschwili.
Skandale: War eher damit beschäftigt, Skandale zu glätten: Einstellung der Ermittlungen wegen Veruntreuung von Staatsgeldern im Leningrader Lebensmittelskandal 1990. Bratsker Zellulosekombinat, Ilim Pulp. Gerüchte um Gasprom-Bankrott 2002.
Familie: Verheiratet, ein Sohn.
Hobbies: Dichtet und komponiert Lieder.

Zur ausführlichen Biographie gehts hier
Alexej Wenediktow ist Journalist aus Leidenschaft (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 06.02.2009 11:18

Alexej Wenediktow

Chefredakteur des Radiosenders „Echo Moskaus"

Zitat:
Putin nennt mich verrückt.“
Geboren: 18.12. 1955 in Moskau.
Laufbahn: Abendstudium am Pädagogischen Lenininstitut in Moskau. Geschichtslehrer in einer Mittelschule. 1990 Wechsel zum Radiosender „Echo Moskaus“. Stieg vom Redakteur für Zeitungsauswertung zum Korrespondenten, Nachrichtenchef und schließlich Chefredakteur auf. Besitzt 18% der Aktien des Senders.
Freunde: Michail Gorbatschow. Wladimir Gussinski. Jegor Gaidar. Jewgeni Kisseljow, Viktor Schenderowitsch.
Feinde: Wladimir Putin. Alexej Miller.
Skandale: 2002 drohte Wenediktow mit seiner Kündigung wegen des Wechsels an der Führungsspitze von Gasprom-Media, der der Radiosender Echo Moskaus gehört. Der Konflikt zwischen der Medien-Holding und dem Radiosender konnte auf friedlichem Wege gelöst werden.
Familie: Verheiratet, hat einen Sohn.
Hobbies: Geschichte und zeitgenössische Politik. Spricht französisch.

Zur vollständigen Biographie gehts hier
Alexander Smolenski war Mitte der 90er Jahre einer der größten Finanzmagnaten Russlands, auch heute noch ist er Bankier
Aktualisiert 31.03.2009 11:13

Alexander Smolenski

Russischer Bankier. Gründer und Präsident der SBS-Agro.

Zitat: „Finanzen sind eine genauso ewige Kunst, wie die Dürers.“.
Geboren: 06.07.1954 in Moskau.
Laufbahn: Absolvent der Wirtschafts-Fakultät des Staatlichen Instituts für Geologie und Technologie in Dschambul. Gründer und Vorsitzender der SBS-Agro und der AO STB-Card (STB-Rossia) bis zu deren Crash Ende der 90er Jahre. Sitzt im Aufsichtsrat der Bank Dwischenje.
Freunde: Der Ex-Präsident
Boris Jelzin, Exil-Oligarch Boris Beresowski.
Feinde: Ex-Generalstaatsanwalt Juri Skuratow. Ex-Zentralbankchef Sergej Dubinin. Millionen Kunden der SBS-Agro, die im Sommer 1998 ihre Ersparnisse verloren.
Skandale: Smolenski hatte schon 1989 die erste Privatbank Russlands gegründet und war Mitte der 90er Jahre durch teilweise illegale Spekulationen reich geworden. Doch bei der Finanzkrise 1998 hatte er sich selbst gründlich verspekuliert, die Anleger der Smolenski-Bank SBS-Agro verloren Millionen.
In einem Interview mit dem Korrespondent des Wall Street Journal, Andrew Higgins, nennt Smolenski die Großinvestoren der SBS-Agro Idioten. Über die westlichen Kreditgeber der SBS-Agro sagt er: „Sie kriegen vom toten Esel die Ohren.“.
Familie: Verheiratet, hat einen Sohn und einen Enkel.
Hobbies: Kunstsammler und Mäzen. Lieblingstier: Elefant.

Zur vollständigen Biographie gehts hier
Anna Markowa

Anna Markowa

Ex-Vize-Gouverneurin in der Petersburger Stadtregierung.

Zitat: „Ich lenke das Feuer auf mich.“
Geboren: Anna Borissowna Marowa; Am 18. September 1955 in Leningrad.
Laufbahn: Absolvierte 1978 das Krupskaja-Institut für Kultur im Fach Bibliothekswesen, 1992 die Milizhochschule in der Fachrichtung Rechtswesen. Arbeit bei der Miliz, dort Aufstieg zur Leiterin der Innenbehörde des Moskowski-Stadtbezirks von St. Petersburg. 1999-2002 Leiterin des Frunse-Stadtbezirks. Vizegouverneurin. Verlor bei der Gouverneurswahl am 21. September 2003. Doktorantin.
Freunde: Vize-Premier und Ex-Gouverneur von St. Petersburg
Wladimir Jakowlew
Feinde: Valentina Matwijenko und deren Mannschaft in der Bevollmächtigten Vertretung des Präsidenten in St. Petersburg.
Skandale: Mit einem spektakulären Auftritt „zum Schutz der Petersburger Demokratie“ leitete sie im Juni ihren Wahlkampf ein und zerschlug mit ihrer harschen Kritik an der Vorwahlkampfs-Praxis die letzten Bande der Zusammenarbeit zwischen der Pro-Jakowlew-Fraktion und der „Moskauer Gesandten“.
Familie: Verheiratet, ein Sohn.
Hobbies: Schießen. Begeistert sich für Philosophie und östliche Kultur.

Schamil Bassajew war bis zu seinem Tod der meistgefürchtete Terrorist Russlands (Foto: Archiv/.rufo)
Aktualisiert 04.02.2010 09:40

Schamil Bassajew

Tschetschenischer Terroristen-Führer. 2006 getötet.

Zitat: „Russland ist in der Hand von Geheimagenten.“

Geboren: Schamil Salmanowitsch Bassajew; 1965 in Wedeno in Tschetschenien.

Gestorben: Bei einer Bombenexplosion am 10. Juli 2006 in Inguschetien - ob dies ein "Betriebsunfall" oder eine Geheimdienstoperation war, blieb unklar.

Laufbahn:Arbeit in einer Kolchose im Gebiet Wolgograd. Abbruch eines Studiums zum Landwirt. Präsidentschaftskandidat in Tschetschenien 1991 und 1997. Kämpfer in
Abchasien. Ausbildung zum „Gotteskrieger“ in Afghanistan und Pakistan. Aufstieg zum Warlord in den Tschetschenienkriegen. Verlor im Minenfeld ein Bein.

Freunde: Osama bin Laden, Mullah Omar. Doku Umarow

Feinde: Achmed Kadyrow. Aslan Maschadow. Die gesamte russische politische und militärische Führung.

Skandale: Bassajew war ein Terrorist, der auch die Tötung von Zivilisten in Kauf genommen hat. 1995 nahm er in einem Krankenhaus im südrussischen Budjonnowsk mehr als 1.000 Geiseln. Bei einem Sturmangriff der russischen Truppen sterben mehr als 100 Geiseln.
Er übernahm auch die Verantwortung für die Massengeiselnahmen im Moskauer Musical Nord-Ost sowie in Beslan. Dort hatten 2004 islamische Extremisten eine Schule mit über 1.000 Menschen unter ihre Kontrolle gebracht. Das Kidnapping endete nach drei Tagen in einem Blutbad: 331 Menschen starben, über die Hälfte der Opfer waren Kinder.

Familie: Zweimal verheiratet, zwei Kinder (ein Sohn, eine Tochter).

Hobbys: Heiliger Krieg und Imkerei.

Viktor Geraschtschenko (Foto: TV)
Aktualisiert 07.05.2008 15:21

Viktor Geraschtschenko

Ex-Zentralbankchef Russlands und der UdSSR. Aufsichtsratsvorsitzender von Yukos.

Zitat: „Heute müssen Sie das Geld in der Bank aufbewahren, dürfen jedoch nicht einer einzigen vertrauen!“
Geboren: Viktor Wladimirowitsch Geraschtschenko; 21.12.1937 in Leningrad.
Laufbahn: Absolvent des Moskauer Finanzinstituts. Vom Buchhalter der Staatsbank der UdSSR zum Direktor der Moskauer Nationalbank. In Libanon, Deutschland und Singapur als Vertreter der sowjetischen Außenhandelsbank. Chef der Staatsbank der UdSSR und Russlands. Parlamentsabgeordneter von Rodina. Präsidentschaftskandidat 2004. Aufsichtsratsvorsitzender beim (inzwischen bankrotten) Ölkonzern Yukos. Mitglied der Opposition „Anderes Russland“.
Freunde:
Sergej Glasjew. Arnold Woikulow (Stellvertreter Geraschtschenkos als Zentralbankchef).
Feinde: Sergej Kirijenko. Juri Luschkow. Sergej Dubinin (war Stellv. Zentralbankchef beim Bankencrash 1998)
Skandale: Am 11. Oktober 1994 verursachte Geraschtschenko den „Schwarzen Dienstag“ auf dem Moskauer Devisenmarkt. Der Rubelkurs fiel im Laufe eines Tages gegenüber dem Dollar um 27%. Am nächsten Tag kaufte die Regierung massiv Rubel auf und stellte den ursprünglichen Kurs wieder her. Geraschtschenko wurde anschließend der Wechselkursspekulation beschuldigt und musste zurücktreten.
Familie: Verheiratet, zwei Kinder (ein Sohn, eine Tochter).
Hobbies: Billard. Erholt sich gern auf seiner Moskauer Vorort-Datscha. Schaut Kinoklassiker.


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Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)


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