Skandale: In den 90er Jahren war Lissin einer der führenden Köpfe der berüchtigten Trans World Group (TWG) der Tschernoi-Brüder, die den Metallhandel in Russland beherrschte und dabei teilweise skrupellos gegen Konkurrenten vorging. Ende der 90er stieg Lissin bei TWG aus und nutzte seine dort gewonnen Verbindungen und Anteile, um die Kontrolle über NLMK an sich zu reißen. Die Tschernoi-Brüder warfen ihm anschließend Verrat vor.
Familie: Verheiratet, drei Kinder.
Hobbys: Sportschießen. Zigarrenliebhaber. Sammelt Exponate aus Gusseisen.
Feinde: Robert Dudley (Ex-CEO von TNK-BP). Oleg Deripaska.
Skandale: Chan gilt als einer der Hardliner im Aktionärsstreit zwischen Russen (AAR = Alfa, Access Industries, Renova) und Briten (BP) bei TNK-BP. In dem Konflikt setzten die russischen Aktionäre anscheinend auch auf administrative Ressourcen. Britische Top-Manager des Konzerns bekamen auf dem Höhepunkt der Krise keine Arbeitserlaubnis mehr in Russland. Am Ende konnte AAR seinen Einfluss auf den Konzern deutlich ausbauen.
Familie: Verheiratet mit einer Ex-Stewardess, zwei Töchter, ein Sohn.
Feinde: Der von Mafiagerüchten umgebene ehemalige Aluminiumkönig Anatoli Bykow. Oleg Deripaska.
Skandale: Gewinnt 2002 in der zweiten Runde die Gouverneurswahlen von Krasnojarsk. Vorausgegangen ist einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in Russland überhaupt. Die Kandidaten überhäufen sich gegenseitig mit echtem und falschem kompromittierendem Material. Anschließend werden die Wahlergebnisse zweimal annulliert, ehe Chloponin am Ende von Wladimir Putin zum Gouverneur bestimmt wird.
Familie: Verheiratet, eine Tochter.
Hobbys: Ski, Schneemobil und Motorrad fahren. Besitzt eine Harley Davidson. Spielt Fußball und Tennis.
Feinde: Italienische Fans, nachdem das von Hiddink trainierte Südkorea die Italiener 2002 bei der WM in einem skandalträchtigen Spiel aus dem Wettbewerb warf.
Skandale: Hiddink wurde 2007 wegen Steuerhinterziehung von einem niederländischen Gericht zu sechs Monaten Bewährung und einer Geldstrafe von 45.000 Euro verurteilt.
Familie: Seine Lebensgefährtin heißt Elisabeth. Offiziell ist er allerdings noch mit einer anderen Frau verheiratet, mit der er zwei Söhne hat.
Hobbys: Rockmusik und Motorrad. Hiddink besitzt eine Harley Davidson.
Laufbahn: Elektriker, Armeedienst, Parteisekretär einer Kolchose, Weiterbildung an der staatlichen Wirtschaftsfakultät, Direktor einer Sowchose, Abgeordneter, Vorsitzender des Obersten Sowjets. Präsident von Tadschikistan.
Freunde: Ministerpräsident Okil Okilow
Feinde: Oppositionsführer Machmadrusi Iskanderow, Islamistenführer Chodschi Akbar Turadschonsoda. Das Verhältnis zu Usbekistans Präsident Islam Karimow und Russlands Präsident Dmitri Medwedew gilt als gespannt.
Skandale: Rachmon regiert Tadschikistan seit Anfang der 90er Jahre und zunehmend autoritär. 2007 verbot er seinen Landsleuten Geld für teure Familienfeste auszugeben. Auf diese Art wollte er das Volk zum Sparen zwingen. Wer sich an das Gesetz nicht hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Feinde: Der von der russisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen ultrakonservative Bischof Diomed von Anadyr und Tschukotka. Versteckte Rivalität mit Metropolit Kliment, der den Patriarchenthron ebenfalls beansprucht hat.
Skandale: In den 90er Jahren importiert die Kirche zollfrei Zigaretten nach Russland. Das Geschäft wird über Kyrills Außenamt eingefädelt und später auch abgewickelt.
Familie: Als hoher Würdenträger der orthodoxen Kirche gilt für Kyrill das Zölibat. Kyrills Vater war ebenfalls Priester.
Zitat: „Putin sollte endlich erfahrene Wirtschaftsexperten zurückholen in die Regierung statt nur alte Bekannte und Freunde mit Ministerposten zu versehen.“ Geboren: 16. Dezember 1959 in Moskau. Laufbahn: Wirtschaftsstudium am Moskauer Staatsinstitut für internationale Beziehungen, danach Angestellter beim Institut für Wirtschaft des Weltsozialistischen Systems. Karriere bei KGB und FSB, Präsident der National Reserve Bank, Im Vorstand der Kremlpartei „Unser Haus Russland“. Erfolglose Kandidatur um den Posten des Moskauer Bürgermeisters, Duma-Abgeordneter, Geschäftsmann Freunde:Michail Gorbatschow. Andrej Kostin (Chef der VTB) Feinde:Juri Luschkow und die Moskauer Stadtregierung. Kein Freund von Wladimir Putin. Skandale: In Lebedews Zeitung „Moskowski Korrespondent“ wurde ein Artikel über die angebliche Scheidung von Wladimir Putin und seine geplante Heirat mit Ex-Olympiasiegerin Alina Kabajewa gedruckt. Lebedew kritisierte den Artikel und machte die Zeitung dicht – angeblich aus finanziellen Gründen. Familie: Verheiratet, ein Sohn. Hobbys: Fußball. Schwimmen.
Zitat: „Ich bin ein Mensch, der schwer zu brechen ist.“ Geboren: 29.Mai 1981 in Leningrad als Andrej Sergejewitsch Arschawin. Laufbahn: Seit der Kindheit begeisterter Fußballer. Absolvent der Fußballschule „Smena“. Seit 1999 bei Zenit St. Petersburg. 2006 Fußballer des Jahres in Russland. 2007 russischer Meister mit Zenit, nebenbei auch noch in der Politik als Wahlkämpfer für die Kremlpartei „Einiges Russland tätig, verzichtete aber auf sein Mandat. 2008 UEFA-Cup-Sieger. 2009 Wechsel zu Arsenal London. Freunde: Guus Hiddink, Pawel Judin (Sänger), Igor Denissow und Alexander Kerschakow (Fußballer) Feinde: Legt sich immer wieder mit seinen Trainern an. Vor allem Ex-Zenit-Trainer Vlastimil Petrzela kann ein Lied davon singen. Skandale: Hat Probleme mit der Disziplin. So durchzechte er vor einem Ligaspiel mit Zenits Erzrivalen Spartak Moskau mit seinen Teamkollegen Anjukow und Denissow die ganze Nacht. Das Spiel ging verloren, Arschawin wurde kurzzeitig suspendiert. Familie: Verheiratet. Ein Sohn und eine Tochter. Hobbies: Fußball. Singen (hat eine eigene CD herausgebracht) und Mode (eigene Kollektion entworfen).
Zitat: „Ist es denn überhaupt möglich, dass Putin unrecht hat.“ Geboren: Wladimir Jewgenjewitsch Tschurow; 17.03.1953 in Leningrad. Laufbahn: Physik-Studium in Leningrad. Arbeit als Wissenschaftler, nebenbei schreibt er Kinderbücher. Dozent an der Petersburger Staatlichen Uni, seit 1992 im Außenhandelskomitee der Stadt. Duma-Abgeordneter für die LDPR, Vize-Vorsitzender des Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, Vorsitzender der Wahlkommission. Freunde: Wladimir Putin. LDPR-Skandalpolitiker Alexej Mitrofanow. Feinde: Nikita Belych (Gouverneur von Kirow). Boris Nemzow. Michail Kassjanow. Skandale: Verweigert Kassjanow die Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen 2008 - wegen angeblich gefälschter Unterschriften. Der vom Kreml lancierte „Oppositionskandidat“ Andrej Bogdanow darf hingegen teilnehmen. Familie: Verheiratet. Ein Sohn. Hobbies: Fotografieren von orthodoxen Kirchen. Militärgeschichte.
Skandale: Sein Vermögen machte er dank Königin Elizabeth II. Bei ihrem Moskau-Besuch 1994 wollte Luschkow die russische Hauptstadt in all ihrer Schönheit zeigen. Ohne Ausschreibung vergab er an die Lampenfirma seines alten Freundes Boos Aufträge zur Beleuchtung zahlreicher Gebäude.
Familie: Zum dritten Mal verheiratet. Vier Töchter.
Hobbies: Eishockey. Fußball. Tennis. Motorrad fahren. Gitarre spielen. Spaziergänge im Wald und Lagerfeuer. Tüfteln.
Freunde: Pawlo Lasarenko, den sie verriet, sonst nur Verbündete. Der einzige wahre Freund - die eigene Mutter.
Feinde: Präsident Viktor Janukowitsch. Ex-Präsident Leonid Kutschma und dessen Präsidialamtschef Medwedtschuk. Ihr ehemaliger Verbündeter Viktor Juschtschenko und viele andere.
Skandale: 2001 vorübergehende Festnahme unter Betrugsverdacht. Unzählige weitere Skandale.
Familie: Geschieden, hat eine Tochter und einen englischen Hardrocker als Schwiegersohn.
Skandale: Janukowitsch wurde zweimal (1967, 1970) wegen Raub und Körperverletzung angeklagt und musste sogar eine Gefängnisstrafe absitzen. Wegen guter Führung kam er vorzeitig frei und die Akte wurde geschlossen. Kutschma sah in den „Jugendsünden“ Janukowitschs keinen Hinderungsgrund für die Eignung als sein Nachfolger.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne – Alexander und Viktor.
Skandale: Im Wahlkampf 2004 zog sich Juschtschenko eine schwere Vergiftung zu. Er selbst und seine Wahlkampfhelfer beschuldigen Juschtschenkos politische Gegner, ihn vergiftet zu haben. Seine Kontrahenten sehen darin einen Wahlkampftrick.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Zwei Kinder aus erster Ehe. Drei aus der zweiten Ehe. Ehefrau Jekaterina Tschumatschenko hat einen amerikanischen Pass.
Skandale: Wurde im August 2004 mit angeblich 73,5 Prozent zum Präsidenten Tschetscheniens gewählt. Bürgerrechtsorganisationen beklagten allerdings zahlreiche Verstöße bei der Durchführung der Wahlen.
Familie: Verheiratet. Drei Kinder.
Hobbys: Schreibt eine Doktorarbeit zum Thema: „Verdeckte Ermittlung unter den Bedingungen der Konflikte im Nordkaukasus“. Ist Fan des Fußballklubs Terek Grosny.
Feinde: Die gesamte Ex-Opposition der Ukraine. Hervorzuheben sind Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, die die "orangene Revolution" gegen das System Kutschma anführten.
Skandale: Die Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse. Ein ehemaliger Leibwächter Kutschmas veröffentlichte später Tonbandaufzeichnungen, die belegen sollen, dass Kutschma den Mord persönlich in Auftrag gegeben habe. Kutschma bezeichnet die Bänder als Fälschung.
Ließ sich seinen Abschied als Präsident durch den loyalen Ministerpräsidenten Nikolai Asarow finanziell versüßen, indem er sich Vergünstigungen wie Datscha und Bedienungspersonal auf Staatskosten auf Lebenszeit sichern ließ. Die Vergünstigungen wurden unter seinem Nachfolger Juschtschenko zunächst wieder abgeschafft, 2007 unter Premier Janukowitsch allerdings wieder eingeführt.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbys: Singen und Gitarre spielen. Früher spielte er Tennis.
Skandale: Sein Aluminiumkonzern SUAL nutzte Ende der 90er Jahre bis 2001 beim Export zweifelhafte Methoden, um Zoll und Steuern zu umgehen. Allein durch den nichtgezahlten Zoll „sparte“ Wechselberg 35 Mio. USD jährlich.
Familie: Verheiratet. Sohn und Tochter.
Hobbys: Bücherfreund. Lieblingsautor ist Boris Pasternak. Kunstmäzen: Kaufte Fabergé-Eier für 120 Mio. USD.
Zitat: „Der Kauf der Grundstücke in Sotschi erfolgt nach gerechten Marktpreisen.“ Geboren: Alexander Dmitrewitsch Schukow, 1. Juni 1956 in Moskau. Laufbahn: Abschluss als Wirtschaftsmathematiker. Arbeit in der Valutaabteilung des sowjetischen Finanzministeriums. 1991 Abschluss der Harvard-Business-Schule. Duma-Abgeordneter. Leiter des Budget- und Steuerkomitees in der Duma. Vize-Vorsitzender der Duma. Vize-Premier. Gleichzeitig Aufsichtsratschef der Eisenbahn. Freunde:Michail Fradkow. German Gref. Juri Luschkow. Die Jabloko-Politiker Grigori Jawlinski und Michail Sadornow. Boris Fjodorow (Parteivorsitzender von “Vorwärts Russland”). Feinde: Alexej Kudrin . Roman Abramowitsch. Viktor Geraschtschenko. Alexander Woloschin. Skandale: Schukows Sohn, Pjotr, wurde nach einer betrunkenen Kneipenschlägerei in London vor Gericht gestellt. Familie: Verheiratet. Ein Sohn. Hobbies: Schach und Fußball.
Feinde: Ex-Gazprom-Chef Rem Wjachirew, dessen Nachfolger Alexej Miller, der Metall-Magnat Iskander Machmudow
Skandale: 1996 hilft Christenko dem Bankier Smolenski dabei, für dessen SBS-Bank einen Kredit der deutschen Commerzbank in Höhe von einer Milliarde Dollar zu erhalten. Das für die Modernisierung metallverarbeitender Fabriken im Ural bestimmte Geld versickert in dunklen Kanälen. 1998 weigern sich Vetreter internationaler Finanzorganisationen, mit Christenko zu verhandeln und begründen dies mit dessen mangelnder Qualifizierung. 2010 wird bekannt, dass Christenko Besitzer einer Wohnung im Wert von über 3 Mio. USD ist, die in einem Naturschutzgebiet liegt, wo Bauen eigentlich verboten ist.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ehefrau Tatjana Golikowa ist Sozialministerin. Drei Kinder.
Ex-Präsidentschaftskandidat. Ex-Duma-Abgeordneter. Ex-Leibwächter Schirinowskis Zitat: „Ich will das nicht kommentieren, ich will den Scheiß nicht einmal hören. Das ist alles reine Lüge“ Geboren: Oleg Alexandrowitsch Malyschkin; 07. April 1951 im Gebiet Rostow. Laufbahn: Absolvent des Polytechnischen Insituts Nowotscherkassk als Bergbauingenieur. Bergmann. Fußballtrainer und Box-Champion. Verwaltungschef des Kreises Tanzinsk im Gebiet Rostow. Chef der Schirnowski-Leibwache. Bis 2007 Duma-Abgeordneter für die LDPR, dann Parteiaustritt. Bei den Duma-Wahlen 2007 nicht wiedergewählt. Freunde:Wladimir Schirinowski, Wladimir Brynzalow. Feinde: Michail Deljagin. Sergej Mitrochin. Skandale: In der Fernsehdebatte am 21.November 2003 zettelt Malyschkin im Studio des Senders NTW eine Schlägerei an. Malyschkin versuchte den Sekretär von Premier : Kassjanow, Michail Deljagin, und den Jabloko-Vize Sergej Mitrochin niederzuschlagen. Nach der Schlägerei bekommt Schirinowski bei NTW Auftrittsverbot. Dieser behauptet, dass er Malyschkin daraufhin „nicht nur entlassen“, sondern auch nach Rostow verbannt habe. Allerdings nur, um ihn kurz darauf zum Präsidentschaftskandidaten der LDPR zu küren. Familie: Verheiratet. Hobbies: Box- und Fußballchampion. Drachenfliegen. Auto fahren.
Zitat: „ Putin will keine unabhängigen Machtzentren.“ Geboren: Wladimir Alexandrowitsch Ryschkow; 3. September 1966 in Rubzowsk (Gebiet Altai). Laufbahn: Absolvent der Staatlichen Universität Altai. Geschichtsdozent. Stellv. Leiter der Gebietsadministration Altais. Duma-Abgeordneter. Stellv. Fraktionschef der Ex-Regierungspartei „Unser Haus Russland.“ Bis 2007 unabhängiger Duma-Abgeordneter. Professor an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau. Freunde: Sergej Alexaschenko (Ex-Vize-Chef der Zentralbank). Die Politologen Georgi Saratow und Wjatscheslaw Nikonow. Nikita Belych (Gouverneur von Kirow). Feinde: Wladimir Schirinowski. Skandale: Ausschluss aus der Fraktion „Jedinstwo“, in die seine Partei „Unser Haus Russland“ aufgegangen war. Grund des Ausschlusses war nach Aussage Ryschkows, dass er eine Reihe von Gesetzen, die vom Präsidenten eingebracht wurden, kritisierte. Familie: Verheiratet, hat eine Tochter. Hobbies: Liest historische und philosophische Schriften. Begeistert sich für Sport, Musik und Wissenschaft.
Skandale: Schiffbruch des Öltankers „Prestige“ an der spanischen Küste im November 2002. Schon zuvor waren mehrfach gravierende technische Mängel an dem indirekt Fridman gehörenden Schiff festgestellt worden. Da das Schiff versichert war, war Fridman die Umweltgefahr offenbar egal. Bei den Ermittlungen wurde außerdem festgestellt, dass Fridman über die Offshore Firma, der der Tanker gehörte, riesige Gewinne an der Steuer vorbei führte. Französische Zeitungen, die den Skandal aufdeckten, verklagte Fridman im Mai 2003 wegen Verleumdung.
In seinen Studentenjahren schuf Fridman eine „Eintrittskarten-Mafia“ in Moskau.
Familie: Michail Fridman kommt aus einer traditionell religiösen jüdischen Familie. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.
Hobbys: Sammelt Samuraischwerter. Seit seinen Studentenjahren mag er Theater und gutes Essen. Reist gern und fährt Jeeps
Zitat: „Uns wurde 70 Jahre lang gesagt, dass der Staat für alles verantwortlich sei.“ Geboren: Dmitri Nikolajewitsch Kosak; 7. November 1958 im Gebiet Kirowograd (Ukraine). Laufbahn: Jurist. Mitbegründer der Petersburger Anwaltskanzleien „Just“ und „Newa-Just“. Er erarbeitete die administrative Reform Russlands, die Reform des regionalen Selbstverwaltung und des Rechtssystems. 1999-2000 Leiter des Regierungsapparates unter Premier Michail Kassjanow. Stellvertreter in der Präsidialadministration. Leiter des Regierungsapparates unter Premier Michail Fradkow. Generalgouverneur von Südrussland. Regionalminister. Vize-Premier. Freunde:Wladimir Putin. Juri Krawtsow (Sprecher der Petersburger Stadtversammlung) Feinde: Irina Jakowlewa (Frau von Wladimir Jakowlew). Nikolai Patruschew und Igor Setschin (Vize-Premier). Justizminister Wladimir Ustinow. Kirsan Iljumschinow. Skandale: Juri Krawtsow, ein enger Freund Kosaks, wird beschuldigt, Budgetgelder für die Sanierung seiner Wohnung „umgeleitet“ zu haben. Kosak gründete 1993 gemeinsam mit Krawtsow eine Kanzlei. Familie: Verheiratet, zwei Söhne. Hobbies: Autofahren in Höchstgeschwindigkeit. Gesellig und kontaktfreudig. In Gesellschaft ausgelassen.
Zitat: „Wir finden auf jeden Fall eine asymetrische aber angemessene Antwort“. Geboren: Dmitri Anatoljewitsch Medwedew; 14. September 1965 in Leningrad. Laufbahn: Studierte wie Putin Jura an der Leningrader Universität. Jura-Dozent. 1990 bis 95 Berater für Außenhandel des Oberbürgermeisters Anatoli Sobtschaks und dessen Vize Putin. 1998 Hausjurist und Direktor des Zellulosekombinats Bratsk. 1999-2000 Vize-Stabschef und Berater Putins. Seit 2001 Gasprom-Aufsichtsratsvorsitzender. 30.10.2003 Kreml-Stabschef. Seit 2005 1. Vize-Premier in der Regierung. Siegte bei den Präsidentschaftswahlen 2008. Freunde: „Ich habe eigentlich gute Beziehungen zu allen.“ Wladimir Putin, Anatoli Sobtschak, Gasprom-Vorstandsvorsitzender Alexej Miller, die Direktoren der Unternehmensgruppe „Alfa“, Michail Fridman und Pjotr Awen. Feinde:Wladimir Jakowlew. Michail Saakaschwili. Skandale: War eher damit beschäftigt, Skandale zu glätten: Einstellung der Ermittlungen wegen Veruntreuung von Staatsgeldern im Leningrader Lebensmittelskandal 1990. Bratsker Zellulosekombinat, Ilim Pulp. Gerüchte um Gasprom-Bankrott 2002. Familie: Verheiratet, ein Sohn. Hobbies: Dichtet und komponiert Lieder.
Zitat: „Putin nennt mich verrückt.“ Geboren: 18.12. 1955 in Moskau. Laufbahn: Abendstudium am Pädagogischen Lenininstitut in Moskau. Geschichtslehrer in einer Mittelschule. 1990 Wechsel zum Radiosender „Echo Moskaus“. Stieg vom Redakteur für Zeitungsauswertung zum Korrespondenten, Nachrichtenchef und schließlich Chefredakteur auf. Besitzt 18% der Aktien des Senders. Freunde: Michail Gorbatschow. Wladimir Gussinski. Jegor Gaidar. Jewgeni Kisseljow, Viktor Schenderowitsch. Feinde: Wladimir Putin. Alexej Miller. Skandale: 2002 drohte Wenediktow mit seiner Kündigung wegen des Wechsels an der Führungsspitze von Gasprom-Media, der der Radiosender Echo Moskaus gehört. Der Konflikt zwischen der Medien-Holding und dem Radiosender konnte auf friedlichem Wege gelöst werden. Familie: Verheiratet, hat einen Sohn. Hobbies: Geschichte und zeitgenössische Politik. Spricht französisch.
Skandale: Bassajew war ein Terrorist, der auch die Tötung von Zivilisten in Kauf genommen hat. 1995 nahm er in einem Krankenhaus im südrussischen Budjonnowsk mehr als 1.000 Geiseln. Bei einem Sturmangriff der russischen Truppen sterben mehr als 100 Geiseln. Er übernahm auch die Verantwortung für die Massengeiselnahmen im Moskauer Musical Nord-Ost sowie in Beslan. Dort hatten 2004 islamische Extremisten eine Schule mit über 1.000 Menschen unter ihre Kontrolle gebracht. Das Kidnapping endete nach drei Tagen in einem Blutbad: 331 Menschen starben, über die Hälfte der Opfer waren Kinder.
Familie: Zweimal verheiratet, zwei Kinder (ein Sohn, eine Tochter).
Über die Perspektiven deutsch-russischer Zusammenarbeit diskutierten am 11.3. in Moskau Ex-Kanzler Gerhard Schröder und der Vizevorsitzende der Deutsch-Russischen Aussenhandelskammer, Alexej Mordaschow und einige hundert Unternehmer, moderiert vom Vorsitzenden des deutsch-russischen Forums, Ernst-Jörg von Studnitz. (Topfoto: Mrozek/.rufo)