Feinde: Wladimir Putin. Die Sänger Iosif Kobson und Alla Pugatschowa. Den beiden Größen des russischen Showgeschäfts hatte er jeweils "orales" und "anales" Singen attestiert. Gegen Kobson soll es sogar ein Gerichtsverfahren gegeben haben.
Skandale: 2009 und 2011 gab er Putin einen Korb, als der ihn persönlich zu einem Gespräch mit Kulturschaffenden einlud. Bei seinem ersten Israel-Besuch erklärte er, die Zeit der Nationalstaaten sei zu Ende und Israel „ein historischer Fehler“.
Familie: In zweiter Ehe mit der Schriftstellerin und Journalistin Irina Lukjanowa verheiratet, mit der er zusammen zwei Bücher geschrieben hat. Zwei Kinder.
Hobbys: Geschichte, Politik. Nach Dmitri Bykows eigenen Angaben widmet er seine ganze Freizeit „der Erziehung seines Igels“.
Laufbahn: Absolvierte das Institut für die Länder Asiens und Afrikas an der Moskauer Staatlichen Universität (MGU) in den Fächern Geschichte und Japanologie. Übersetzte Werke von japanischen, amerikanischen und englischen Autoren ins Russische. War stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift „Inostrannaja literatura“ (Ausländische Literatur). Seit 1998 freier Schriftsteller, Kritiker und Essayist. Seine Romane erscheinen unter seinem Pseudonym, Kritiken und Essays unter seinem richtigen Namen. Ein ausführliches Porträt ist hier zu finden.
Freunde: Journalist Leonid Parfjonow. Michail Chodorkowski und Platon Lebedew. Akunin setzt sich aktiv für deren Freilassung aus dem Gefängnis ein.
Feinde: Wladimir Putin als Inkarnation alles Bösen, das heute in Russland geschieht. Trotzdem wünscht sich Putin gerade Akunin als Gesprächspartner beim angestrebten „Dialog mit der Protestbewegung“.
Skandale: Zwischenzeitlich gab es Gerüchte, Akunin würde seine Romane nicht selbst schreiben, sondern dafür „ein Heer von Sklavenschreibern unterhalten“. Diese Unterstellung wurde inzwischen widerlegt.
Familie: In erster Ehe mit einer Japanerin verheiratet. Seine zweite Frau Erika ist Korrektorin und Übersetzerin; sie redigiert Akunins Werke. Kinder haben sie nicht.
Laufbahn: Abschluss der juristischen Fakultät an der staatlichen Leningrader Schdanow-Uni. Aufstieg zum stellvertretenden Staatsanwalt der Stadt St. Petersburg. Wechsel in den Apparat des Generalgouverneurs für Nordwestrussland. Staatsanwalt von St. Petersburg. Direktor des russischen Gerichtsvollzieherdienstes. Generalgouverneur des Ural-Gebiets. Generalgouverneur von Nordwestrussland.
Freunde:Dmitri Medwedew, Justizminister Alexander Konowalow.
Skandale: Im Dezember 1999 erhält Winnitschenko als Vize-Staatsanwalt der Stadt St. Petersburg zusammen mit seinem Vorgesetzter Iwan Sydoruk vom Kollegium der Generalstaatsanwaltschaft einen strengen Verweis. Die beiden Beamten seien „persönlich dafür verantwortlich, dass sich die Stadt in die kriminelle Hauptstadt Russlands verwandelt“ habe, so der Verweis. Ihnen wird eine Gnadenfrist eingeräumt, um die Lage zu ändern.
Laufbahn: Wehrdienst. Hochschulabschluss als Chemiker. Arbeit bei der Alfabank, zuständig für die Kontakte zu staatlichen Organen. Vizechef der Territorialverwaltung des russischen Präsidenten. Vizechef, später Leiter der Abteilung für Innenpolitik in der Präsidialverwaltung. Wahl in den Parteivorstand von „Einiges Russland“.
Feinde:Georgi Boos (Goworun soll für dessen Ablösung nach den Protesten in Kaliningrad gesorgt haben)
Skandale: Seine erste Frau Tatjana Woloschinskaja sitzt für die LDPR in der Duma. Ihre Aufnahme in die Kandidatenliste der LDPR soll Medienberichten nach auf ausdrücklichen Wunsch Goworuns erfolgt sein.
Laufbahn: Abschluss am Technologieinstitut für Leichtindustrie in Dschambul. Arbeit in einer Fabrik für Kunsthandwerk. In Grosny steigt er vom Fabrikarbeiter zum Generaldirektor der Fabrik auf. Mitbegründer einer sowjetisch-italienischen Möbelfabrik und einer Bank. Chef der Wirtschaftssonderzone „Inguschetien“. Duma-Abgeordneter für die LDPR, Vizechef der Duma. Präsident der staatlichen Ölgesellschaft Slawneft, nach seiner Entlassung gründet er den Ölkonzern Russneft. Nach Steuerbetrugsvorwürfen verliert er 2007 die Kontrolle über den Konzern und setzt sich nach London ab, gewinnt den Konzern aber 2010 wieder zurück.
Skandale: 2007 flieht Guzerijew aus Russland, nachdem die Staatsanwaltschaft ihm Steuerbetrug und Geldwäsche vorwirft. Seinen Konzern Russneft stößt er für 3 Mrd. USD an Oleg Deripaska ab. Drei Jahre später werden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt und die Vorwürfe aufgehoben. Guzerijew kehrt aus London nach Russland zurück.
Freunde:Wladimir Putin, Bruder Boris Rotenberg, Die Milliardäre Gennadi Timtschenko und Wassili Anissimow.
Feinde: Der flüchtige Geschäftsmann und Ex-Duma-Abgeordnete Aschot Jegiasarjan. Wladimir Schestakow (ehemaliger Präsident des russischen Judo-Verbands).
Skandale: Soll seinen Aufstieg vor allem der Bekanntschaft mit Premier Wladimir Putin verdanken, mit dem in der Kindheit zusammen Judo trainiert hat.
Zitat: „Der Anschlag (auf den Flughafen Domodedowo – d.R.) wurde, davon bin ich überzeugt, im Ausland vorbereitet. Ich verstehe, dass meine Worte Ärger und Unverständnis hervorrufen können, aber meiner Meinung nach ist es Georgien und dessen herrschende Kaste.“
Geboren: 27. November1953 in der Siedlung Mitoga auf Kamtschatka.
Laufbahn: Abschluss als Jurist an einer Fern-Uni. Arbeit in der Staatsanwaltschaft. Dozent an der Akademie für Gesellschaftswissenschaften des ZK der KPdSU, später Arbeit in der Akademie der Wissenschaften. 1990 Gorbatschow-Berater. 1993 Arbeit im Regierungsapparat. 1995-1998 Vizechef der Zentralbank. 1998-99 Vertreter der Regierung in der Duma. 2001 Senator für Mari-El im Föderationsrat, 2002 stellvertretender Föderationsratschef. Seit 2004 in der Partei „Einiges Russland“. Leiter des parlamentarischen Untersuchungsausschusses für die Massengeiselnahme in Beslan und für Südossetien. Nach der Abberufung Sergej Mironows im Mai 2011 kommissarischer Vorsitzender des Föderationsrats. Rückt nach der Wahl Valentina Matwijenkos wieder ins zweite Glied.
Skandale: Weigehend skandalfrei bis in die letzten Jahre. Beschuldigt aber Georgien der Beteiligung an Terroranschlägen. Außer dem Attentat auf den Flughafen Domodedowo hatte er Georgien auch den Mord an dem Tschetschenen Ruslan Jamadajew in Moskau unterstellt. In beiden Fällen gab es keine Beweise für die öffentliche Beschuldigung.
Familie: Verheiratet. Zwei Töchter.
Hobbys: Sammelt alte Waffen, begeistert sich für Armbrustschießen. Liebt russische Chansons.
Laufbahn: Abschluss am Bergbau- und Metallurgieinstitut Magnitogorsk. Schweißer im Magnitogorsker Metallurgiekombinat (MMK), Aufstieg über Brigadier, Meister und Schichtleiter zum Chefingenieur und Generaldirektor des Unternehmens. Inzwischen Aufsichtsratschef und Präsident von MMK. Seit den 90er Jahren politisch aktiv, gehört der Partei „Einiges Russland“ an und ist im Regionalparlament von Tscheljabinsk. Ist einer der reichsten Russen, besitzt laut Forbes 8,1 Mrd. Euro
Laufbahn: Abschluss des Bergbautechnikums in Asbest. Aufstieg vom Sprengmeister bis zum leitenden Ingenieur im Kombinat Uralasbest. Arbeit im Komsomol. Daneben Hochschulausbildung am Bergbauinstitut in Swerdlowsk (heute Jekaterinburg). Vizechef, später Leiter des Fonds für Staatseigentum in der Region Swerdlowsk. Stellvertretender Generalgouverneur des Uralgebiets. Minister für Regionalentwicklung.
Freunde:Pjotr Latyschew galt zu Lebzeiten als ein Förderer Bassargins.
Feinde: Swerdlowsks Ex-Gouverneur Eduard Rossel, gegen den Bassargin einst bei den Wahlen antreten wollte
Skandale: 2010 stellte die Präsidialverwaltung bei einer Überprüfung des Regionalministeriums fest, dass dort gegen zahlreiche Vorschriften verstoßen wurde. So wurden viele Beamte ohne Ausschreibung eingestellt. Bassargins Vertrauter und Assistent Alexander Loschtschenko wurde zudem dabei erwischt, Teilhaber von rund 20 Firmen (darunter im Baubereich) zu sein, obwohl er selbst an der Ausarbeitung eines staatlichen Bauprogramms beteiligt ist.
Feinde: Michail Tschesalin (Leiter der oppositionellen „Patrioten Russlands“)
Skandale: 2009 ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen Zukanow wegen des Verdachts von Amtsmissbrauch bei der Vergabe von Grundstücken. Das Verfahren wird eingestellt. Als gesetzeswidrig hingegen wird Zukanows Erlass eingestuft, eine für Armeeangehörige gebaute Wohnung an Zivilpersonen zu übergeben.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ehefrau Swetlana ist 20 Jahre jünger als Zukanow. Ein Sohn aus erster Ehe.
Geboren: am 27. September 1947 in Den Haag (Niederlande).
Laufbahn: Profi-Fußballer mit Stationen in den Niederlanden, USA und Belgien. Clubtrainer in den Niederlanden, Schottland, Deutschland und Russland. Nationaltrainer in den Niederlanden, VAE, Südkorea, Belgien und Russland.
Freunde: Sergej Fursenko (Chef des russischen Fußballverbands), Alexej Miller (Chef von Gazprom, der das Gehalt Advocaats zahlt)
Feinde: Louis van Gaal, Johan Cruyff.
Skandale: Um Trainer der russischen Nationalelf zu werden, schmeißt Advocaat kurzerhand seinen Job als Nationaltrainer von Belgien hin – trotz laufendem Vertrag. Das finanzielle Angebot der Russen für den Vertragsbruch soll im zweistelligen Millionenbereich gelegen haben.
Familie: Verheiratet.
Hobbys: Fußball, fanatischer Anhänger von Disziplin – sein Spitzname lautet „Kleiner General“.
Zitat: „Wir haben mit Russland einen ewigen Freundschaftsvertrag.“
Geboren: 23. August 1950 in der Stadt Osch.
Laufbahn: Abschluss an der Moskauer Lomonossow-Universität. Dissertation zum Thema „Kritik der Falsifizierung der Marxistisch-Leninistischen Lehre durch die Frankfurter Schule“, zu der Zeit auch Aufenthalt in Deutschland. Dozentin an der kirgisischen Staatsuniversität. Parteisekretärin. Vize-Premier in der Regierung der kirgisischen Sowjetrepublik. Leiterin der Unesco-Kommission beim sowjetischen Außenministerium. Vize-Premier Kirgistans. Botschafterin. Oppositionspolitikerin. Eine der führenden Köpfe bei den Revolutionen 2005 und 2010. Chefin einer Übergangsregierung nach dem Sturz von Präsident Kurmanbek Bakijew. Im Juli 2010 als Übergangspräsidentin vereidigt, trat 2011 nach den Präsidentenwahlen ab. Nachfolger wurde Almasbek Atambajew.
Skandale: Wurde 2005 innerhalb eines Tages erst von der Wahlkommission als Kandidatin für ein Abgeordnetenmandat registriert und anschließend wieder gestrichen, weil sie angeblich nicht lange genug im Land gelebt habe. Das war einer der Auslöser der so genannten ersten Tulpenrevolution in Kirgistan.
Familie: Verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter.
Hobbys: Revolutionen. Sprachen. Beherrscht neben Kirgisisch noch Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch.
Skandale: War als Leiter der Steuerbehörde einer der gefürchtetsten Männer in der Ukraine. Die Steuerbehörde konnte Konzerne monatelang lahmlegen. Allerdings galt die Behörde auch als korrumpiert.
Skandale: In den 90er Jahren war Lissin einer der führenden Köpfe der berüchtigten Trans World Group (TWG) der Tschernoi-Brüder, die den Metallhandel in Russland beherrschte und dabei teilweise skrupellos gegen Konkurrenten vorging. Ende der 90er stieg Lissin bei TWG aus und nutzte seine dort gewonnen Verbindungen und Anteile, um die Kontrolle über NLMK an sich zu reißen. Die Tschernoi-Brüder warfen ihm anschließend Verrat vor.
Familie: Verheiratet, drei Kinder.
Hobbys: Sportschießen. Zigarrenliebhaber. Sammelt Exponate aus Gusseisen.
Feinde: Robert Dudley (Ex-CEO von TNK-BP). Oleg Deripaska.
Skandale: Chan gilt als einer der Hardliner im Aktionärsstreit zwischen Russen (AAR = Alfa, Access Industries, Renova) und Briten (BP) bei TNK-BP. In dem Konflikt setzten die russischen Aktionäre anscheinend auch auf administrative Ressourcen. Britische Top-Manager des Konzerns bekamen auf dem Höhepunkt der Krise keine Arbeitserlaubnis mehr in Russland. Am Ende konnte AAR seinen Einfluss auf den Konzern deutlich ausbauen.
Familie: Verheiratet mit einer Ex-Stewardess, zwei Töchter, ein Sohn.
Feinde: Der von Mafiagerüchten umgebene ehemalige Aluminiumkönig Anatoli Bykow. Oleg Deripaska.
Skandale: Gewinnt 2002 in der zweiten Runde die Gouverneurswahlen von Krasnojarsk. Vorausgegangen ist einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in Russland überhaupt. Die Kandidaten überhäufen sich gegenseitig mit echtem und falschem kompromittierendem Material. Anschließend werden die Wahlergebnisse zweimal annulliert, ehe Chloponin am Ende von Wladimir Putin zum Gouverneur bestimmt wird.
Familie: Verheiratet, eine Tochter.
Hobbys: Ski, Schneemobil und Motorrad fahren. Besitzt eine Harley Davidson. Spielt Fußball und Tennis.
Feinde: Italienische Fans, nachdem das von Hiddink trainierte Südkorea die Italiener 2002 bei der WM in einem skandalträchtigen Spiel aus dem Wettbewerb warf.
Skandale: Hiddink wurde 2007 wegen Steuerhinterziehung von einem niederländischen Gericht zu sechs Monaten Bewährung und einer Geldstrafe von 45.000 Euro verurteilt.
Familie: Seine Lebensgefährtin heißt Elisabeth. Offiziell ist er allerdings noch mit einer anderen Frau verheiratet, mit der er zwei Söhne hat.
Hobbys: Rockmusik und Motorrad. Hiddink besitzt eine Harley Davidson.
Laufbahn: Elektriker, Armeedienst, Parteisekretär einer Kolchose, Weiterbildung an der staatlichen Wirtschaftsfakultät, Direktor einer Sowchose, Abgeordneter, Vorsitzender des Obersten Sowjets. Präsident von Tadschikistan.
Freunde: Ministerpräsident Okil Okilow
Feinde: Oppositionsführer Machmadrusi Iskanderow, Islamistenführer Chodschi Akbar Turadschonsoda. Das Verhältnis zu Usbekistans Präsident Islam Karimow und Russlands Präsident Dmitri Medwedew gilt als gespannt.
Skandale: Rachmon regiert Tadschikistan seit Anfang der 90er Jahre und zunehmend autoritär. 2007 verbot er seinen Landsleuten Geld für teure Familienfeste auszugeben. Auf diese Art wollte er das Volk zum Sparen zwingen. Wer sich an das Gesetz nicht hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Freunde: Ehemann Juri Luschkow. Milliardär Wladimir Jewtuschenkow (ist mit Baturinas Schwester verheiratet).
Feinde: Präsident Dmitri Medwedew. Maxim Kaschulinski (Chef-Redakteur des russischen Forbes), Jewgeni Sawtschenko (Gouverneur von Belgorod). Milliardär Alexander Lebedew.
Skandale: Baturina verklagt alle Medien, die behaupten, dass ihr Geschäftserfolg damit zusammenhängt, dass sie Ehefrau des Moskauer Bürgermeisters ist. Aufmerksam wurden die Medien allerdings erst nach einer umstrittenen Ausschreibung der Stadt für die Neu-Bestuhlung des Stadions Luschniki. Den lukrativen Auftrag gewann Inteko.
Familie: Verheiratet, zwei Töchter.
Hobbys: Tennis. Ski fahren, Schießen (mit dem Kleinkalibergewehr) Reiten.
Laufbahn: Abschluss am Institut für Medizin, Zweitstudium als Volkswirtin. Ärztin in einem Bezirkskrankenhaus. Gründung einer Leasinggesellschaft für Medizintechnik. Vorsitzende der russischen Assoziation der Leasinggesellschaften. Leiterin der staatlichen Leasinggesellschaft für Landwirtschaftstechnik „Rosagroleasing“. Landwirtschaftsministerin. Im Vorstand der Kremlpartei „Einiges Russland“.
Feinde: Ex-Ehemann Juri Kukota. Der erstattete Anzeige, weil ihm Skrynnik angeblich einen Mord angedroht hatte, wenn er versuche, den Kontakt zu den gemeinsamen Kindern aufrecht zu erhalten.
Skandale: Klüngelwirtschaft. Bruder und Mutter bekamen nach ihrer Ernennung zur Leiterin von Rosagroleasing ebenfalls lukrative Posten in der Staats-Holding. Zudem gibt es Korruptionsgerüchte um Rosagroleasing.
Familie: Zum zweiten Mal geschieden. Zwei Kinder.
Hobbys: Schönheitssalons (fliegt angeblich zu Schönheitskuren in die Schweiz). Fitness, Ski-Abfahrtslauf.
Feinde: Der von der russisch-orthodoxen Kirche ausgeschlossen ultrakonservative Bischof Diomed von Anadyr und Tschukotka. Versteckte Rivalität mit Metropolit Kliment, der den Patriarchenthron ebenfalls beansprucht hat.
Skandale: In den 90er Jahren importiert die Kirche zollfrei Zigaretten nach Russland. Das Geschäft wird über Kyrills Außenamt eingefädelt und später auch abgewickelt.
Familie: Als hoher Würdenträger der orthodoxen Kirche gilt für Kyrill das Zölibat. Kyrills Vater war ebenfalls Priester.
Zitat: „Putin sollte endlich erfahrene Wirtschaftsexperten zurückholen in die Regierung statt nur alte Bekannte und Freunde mit Ministerposten zu versehen.“ Geboren: 16. Dezember 1959 in Moskau. Laufbahn: Wirtschaftsstudium am Moskauer Staatsinstitut für internationale Beziehungen, danach Angestellter beim Institut für Wirtschaft des Weltsozialistischen Systems. Karriere bei KGB und FSB, Präsident der National Reserve Bank, Im Vorstand der Kremlpartei „Unser Haus Russland“. Erfolglose Kandidatur um den Posten des Moskauer Bürgermeisters, Duma-Abgeordneter, Geschäftsmann Freunde:Michail Gorbatschow. Andrej Kostin (Chef der VTB) Feinde:Juri Luschkow und die Moskauer Stadtregierung. Kein Freund von Wladimir Putin. Skandale: In Lebedews Zeitung „Moskowski Korrespondent“ wurde ein Artikel über die angebliche Scheidung von Wladimir Putin und seine geplante Heirat mit Ex-Olympiasiegerin Alina Kabajewa gedruckt. Lebedew kritisierte den Artikel und machte die Zeitung dicht – angeblich aus finanziellen Gründen. Familie: Verheiratet, ein Sohn. Hobbys: Fußball. Schwimmen.
Zitat: „Ich bin ein Mensch, der schwer zu brechen ist.“ Geboren: 29.Mai 1981 in Leningrad als Andrej Sergejewitsch Arschawin. Laufbahn: Seit der Kindheit begeisterter Fußballer. Absolvent der Fußballschule „Smena“. Seit 1999 bei Zenit St. Petersburg. 2006 Fußballer des Jahres in Russland. 2007 russischer Meister mit Zenit, nebenbei auch noch in der Politik als Wahlkämpfer für die Kremlpartei „Einiges Russland tätig, verzichtete aber auf sein Mandat. 2008 UEFA-Cup-Sieger. 2009 Wechsel zu Arsenal London. Freunde: Guus Hiddink, Pawel Judin (Sänger), Igor Denissow und Alexander Kerschakow (Fußballer) Feinde: Legt sich immer wieder mit seinen Trainern an. Vor allem Ex-Zenit-Trainer Vlastimil Petrzela kann ein Lied davon singen. Skandale: Hat Probleme mit der Disziplin. So durchzechte er vor einem Ligaspiel mit Zenits Erzrivalen Spartak Moskau mit seinen Teamkollegen Anjukow und Denissow die ganze Nacht. Das Spiel ging verloren, Arschawin wurde kurzzeitig suspendiert. Familie: Verheiratet. Ein Sohn und eine Tochter. Hobbies: Fußball. Singen (hat eine eigene CD herausgebracht) und Mode (eigene Kollektion entworfen).
Zitat: „Ich denke nicht, dass ein Journalist an sich frei sein kann und auch die Presse kann bei uns nicht frei sein.“
Geboren: 21.06. 1958 in der Ortschaft Njaksimwol (Gebiet Chanty-Mansisk).
Laufbahn: 2 Ausbildungen – als Mechaniker und als Jurist. Begann als einfacher Rohrschlosser. Karriere im Komsomol, später in der Partei. Leiter der Steuerinspektion von Kogalym – von dort direkt in den Bürgermeistersessel gewählt. Stellvertretender Gouverneur und Senator von Chanty-Mansisk. Gouverneur von Tjumen. Vorstandsmitglied des „Einigen Russlands“. Chef der Präsidialverwaltung unter Wladimir Putin. Wechsel in die Regierung als Vize-Premier und Leiter des Regierungsapparats. Moskauer Oberbürgermeister.
Feinde: Leonid Rokezki (verlor 2001 seinen Gouverneursposten an Sobjanin, beschuldigte ihn anschließend der Richterbestechung). Pjotr Awen und Michail Fridman. Juri Luschkow
Skandale: Seine Wahlkampagne für den Posten des Gouverneurs in Tjumen soll von Ölmilliardär Roman Abramowitsch mitfinanziert worden sein.
Laufbahn: Abschluss des Moskauer Fernmeldeinstituts. Arbeit in einer Fernseherfabrik, später arbeitet er in einer Struktur des Komsomol, die zur Kaderschmiede der neuen Wirtschaftselite Russlands wird. Ab 1990 Leiter der Gelman-Galerie. Gleichzeitig Imageberater. Gründet zusammen mit Gleb Pawlowski den „Fonds für effektive Politik“. 1999 Berater von Sergej Kirijenko und Wahlkampfleiter der SPS. Später Vize-Generaldirektor bei ORT (bis 2004) und Mitbegründer der Partei "Rodina"
Freunde: Gleb Pawlowski (kremlnaher Politologe), Dmitri Wrubel (Maler), Andrej Jerofejew (Kurator), Michail Fridman
Feinde: Ex-Kulturminister Alexander Sokolow, den er als unfähig bezeichnet. Russische Nationalisten und die orthodoxe Kirche um Patriarch Kyrill I..
Skandale: Vor den Duma-Wahlen 2003 wurde Gelman als stellvertretender Generaldirektor bei ORT eingestellt und veranstaltete im Auftrag des Kreml eine groß angelegte PR-Aktion für das nationalpatriotische Bündnis Rodina. Rodina erzielte daraufhin ein überraschend gutes Wahlergebnis und nahm vor allem den Kommunisten viele Stimmen ab.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne.
Hobbys: Zeitgenössische Kunst, Architektur, Design, Reklame. Leidenschaftlicher Nutzer des Blogs Live Journal.
Laufbahn: Nach dem Armeedienst Studium am Institut für Internationale Finanzbeziehungen. Erstes Geld verdient er mit dem Verkauf nachgemachter Marken-Jeans a la „stonewashed“. Leiter der Verwaltungsabteilung bei der Bank für Internationale Zusammenarbeit. Aufstieg zum Vorstandsvorsitzenden der Onexim-Bank und Vorstandsmitglied bei der Investmentgesellschaft Interros. Im Zuge der umstrittenen Auktionen von Staatsbetrieben übernahm Interros u.a. „Norilsk Nickel“. 2008 verkauft er seinen Anteil an Oleg Deripaska und bekommt im Gegenzug eine Beteiligung an RusAl. Initiator des Projekts Jo-Mobil, ein russisches Hybrid-Fahrzeug. Besitzer des NBA-Klubs New Jersey Nets. 2011 Einstieg in die Politik, führt kurzzeitig die Partei „Rechte Sache“ an, erklärt nach der Dumawahl seine Kandidatur bei den Präsidentenwahlen 2012.
Freunde: Vize-Premier Alexander Chloponin. Das gute Verhältnis zu Wladimir Potanin hat sich nach den Skandalen Anfang 2007 abgekühlt. Beide gehen getrennte Wege. Mit Zentralbank-Vize Andrej Koslow war er bis zu dessen Ermordung 2006 ebenfalls befreundet.
Feinde: Xavier Richaud (Staatsanwalt in Lyon, der Prochorow festnahm) Wladislaw Surkow.
Skandale: Anfang 2007 wurde Prochorow im französischen Nobelskiort Courchavel von der Polizei unter dem Verdacht der Zuhälterei verhaftet. Prochorow und seine Freunde befanden sich in der Gesellschaft mehrerer junger Russinnen. Der Vorwurf, dass Prochorow die Frauen zum Zwecke der Prostitution nach Courchavel gebracht hatte, wurde später aus Mangel an Beweisen fallen gelassen.
Hobbys: Sport (Basketball, Fußball, Leichtathletik, Kickboxen), Singen, Gitarre spielen, Frauen. Ist Präsident des russischen Biathlon-Verbands und Besitzer des Basketballclubs New Jersey Nets.
Geboren: Wladimir Jewgenjewitsch Tschurow; 17.03.1953 in Leningrad.
Laufbahn: Physik-Studium in Leningrad. Arbeit als Wissenschaftler, nebenbei schreibt er Kinderbücher. Dozent an der Petersburger Staatlichen Uni, seit 1992 im Außenhandelskomitee der Stadt. Duma-Abgeordneter für die LDPR, Vize-Vorsitzender des Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, Vorsitzender der Wahlkommission. Im März 2011 im Amt bestätigt.
Skandale: Dumawahl 2011. Aufgrund von zahlreichen Manipulationsvorgängen gehen im Dezember Zehntausende Moskauer auf die Straße. Sie fordern u.a. den Rücktritt Tschurows.
Familie: Verheiratet. Ein Sohn.
Hobbys: Fotografieren von orthodoxen Kirchen. Militärgeschichte.
Skandale: Gilt als einer der Beteiligten im Skandalfall „3 Kita“. Der Möbelimporteur „3 Kita“ bezahlte bei der Einfuhr von Möbeln keine Steuern. Als die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufnahm, wurden die untersuchenden Beamten entlassen. Es wird vermutet, dass Iwanow zusammen mit Ustinow und Serdjukow dahinter steckt.
Skandale: Naryschkin musste den Berater des Regierungsapparates entlassen und zwei Beamten strenge Verweise aussprechen für die Weitergabe von Dienstinformationen an Dritte. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren gegen die drei Mitarbeiter von Naryschkins Apparat wegen Geheimnisverrats ein.
Familie: Verheiratet. Zwei Kinder
Hobbys: Ski-Abfahrtslauf (seit dem 19. Lebensjahr). Schwimmen und Tennis.
Skandale: Kossatschow drohte, dass Russland die Zahlungen an den Europarat einstellen werde, wenn dieser Russland weiterhin immer nur kritisiere. „Die Gelder, die unter anderem Russland zum Budget des Europarats beiträgt, werden von unseren Feinden hier benutzt, um irgendwelche antirussischen Stimmungen zu schüren.“
Skandale: War zwischen 1994 – 1997 als Leiter des Fonds für Staatseigentum für die Privatsierung zuständig, Dabei sollen die lukrativsten Industrieunternehmen an Vertraute des damaligen Staatschefs Kutschma gegangen sein. Später kritisierte der Juschtschenko-Block, zu dem auch Jechanurow zählte, die Korruption in der Ukraine, ohne selbst Verantwortung dafür zu übernehmen. 2009 musste er seinen Posten als Verteidigungsminister nach Korruptionsvorwürfen gegen ihn durch Timoschenko räumen.
Familie: Verheiratet mit Olena L. Jechanurowa. Sohn Dmitro studiert in Moskau.
Hobbys: Liest gern. Lieblingsschriftsteller Anton Tschechow. Befreundet mit vielen Künstlern.
Zitat: Mein Nachname hat holländische Wurzeln und heißt soviel wie „der Schreckliche“
Geboren: Georgi Walentinowitsch Boos, 22.01.1963 in Moskau.
Laufbahn: Abschluss des Energie-Instituts. Armeedienst bei der Luftwaffe. Ingenieur am Wissenschaftlichen Institut für Lichttechnik. Firmendirektor. Duma-Abgeordneter. Steuerminister. Vize-Chef der Duma. Präsidiumsmitglied der Kremlpartei „Einheitliches Russland“. Vom 28.09. 2005 bis zum 27.09.2010 Gouverneur von Kaliningrad. Ende 2011 zum Vorstandschef des Allrussischen Ausstellungszentrums WWZ ernannt.
Skandale: Sein Vermögen machte er dank Königin Elizabeth II. Bei ihrem Moskau-Besuch 1994 wollte Luschkow die russische Hauptstadt in all ihrer Schönheit zeigen. Ohne Ausschreibung vergab er an die Lampenfirma seines alten Freundes Boos Aufträge zur Beleuchtung zahlreicher Gebäude.
Familie: Zum dritten Mal verheiratet. Vier Töchter.
Hobbys: Eishockey. Fußball. Tennis. Motorrad fahren. Gitarre spielen. Spaziergänge im Wald und Lagerfeuer. Tüfteln.
Skandale: Gilt als einer der begabtesten Lobbyisten Russlands. Hat erst zahlreiche Duma-Abgeordnete gekauft, um verschiedene für seine Kunden günstige Gesetze durchzusetzen. Wurde 1999 in die Präsidialadministration geholt, um Jelzin zu retten. Tatsächlich gelang es ihm, das Impeachment-Verfahren gegen den Präsidenten abzuwenden. Dabei soll er zahlreiche Abgeordnete mit dem Geld von Alfa bestochen haben.
Familie: Verheiratet, drei Kinder.
Hobbys: Gitarre spielen. Liebt teure Autos und Luxus.
Zitat: „Ich dachte nie daran gedacht, Präsident zu werden und habe nirgends meine Kandidatur angeboten“
Geboren: als Taimuras Schambekowitsch Mamsurow am 13.04.1954 in Beslan (Nordossetien).
Laufbahn: Abschluss am Bergbauinstitut als Bauingenieur. Arbeit in Moskau beim ZK als Ausbilder für Komsomolfunktionäre, später Parteifunktionär in Nordossetien. Abgeordneter im Regionalparlament. Verwaltungsleiter des Bezirks, in dem sich Beslan befindet. Regierungschef (1998 –2000), später Parlamentschef Nordossetiens (bis 2005). Seit 2002 Regionalvorsitzender der Kremlpartei „Einiges Russland“.
Freunde: Vorgänger Alexander Dsasochow. Der Präsident der international nicht anerkannten Republik Südossetien (Georgien) Eduard Kokoity.
Feinde: Die Frauen der Organisation „Mütter Beslans“.
Skandale: Die "Mütter Beslans" protestieren gegen die Ernennung Mamsurows.
Familie: Verheiratet. Vier Kinder, drei Töchter, einen Sohn. Zwei der Kinder befanden sich während der Geiselnahme in der Schule in Beslan, sie erlitten Verwundungen, wurden aber gerettet.
Hobbys: Wodkageschäfte in Nordossetien und russisch-georgischer Grenzhandel. Leitet die Basketball-Vereinigung von Alanja (Nordossetien).
Zitat: „Der Präsident und die Verwaltung, alle die den Wahlprozess gestört haben, sie müssen zurücktreten. Sie haben sich vom Volk entfernt und denken nur noch an sich.“ Geboren: Kurmanbek Salijewitsch Bakijew, am 1. August 1949 im südkirgisischen Gebiet Dschalal-Abad.
Laufbahn: Von 1992 bis 1994 Abgeordneter im Regionsparlament von Dschalal-Abad. Ab 1994 verschiedene politische Mandate, von 1997 bis 2000 Gouverneur des Gebietes Tschu. Ende 2000 wird er Premierminister Kirgisiens und bleibt es bis Mai 2002. Neben seiner Abgeordnetentätigkeit führt er ab 2004 die oppositionelle „Volksbewegung Kirgisien“ an. Nach dem Sturz von Askar Akajew im Juli 2005 mit knapp 90 Prozent der Stimmen zum neuen Präsidenten gewählt, im Juli 2009 wiedergewählt. Im April 2010 gestürzt.
Freunde:Alexander Lukaschenko, der ihn als einziger GUS-Staatspräsident nach seinem Sturz aufnahm. Ex-Premier Daniljar Usjonow.
Skandale:: Nachdem Bakijew im April 2010 gestürzt wurde, erhob die Nachfolgeregierung schwere Vorwürfe gegen den Ex-Präsidenten. Korruption und Vetternwirtschaft. So soll er u.a. über 170 Mio. USD auf ein Privatkonto im Ausland transferiert haben.
Freunde: Pawlo Lasarenko, den sie verriet, sonst nur Verbündete. Der einzige wahre Freund - die eigene Mutter.
Feinde: Präsident Viktor Janukowitsch. Ex-Präsident Leonid Kutschma und dessen Präsidialamtschef Medwedtschuk. Ihr ehemaliger Verbündeter Viktor Juschtschenko und viele andere.
Skandale: 2011 muss sie sich wegen des Abschlusses eines für die Ukraine unvorteilhaften Gasvertrags mit Russland vor Gericht verantworten. Wird zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt.
Familie: Verheiratet, hat eine Tochter und einen englischen Hardrocker als Schwiegersohn.
Skandale: Janukowitsch wurde zweimal (1967, 1970) wegen Raub und Körperverletzung angeklagt und musste sogar eine Gefängnisstrafe absitzen. Wegen guter Führung kam er vorzeitig frei und die Akte wurde geschlossen. Kutschma sah in den „Jugendsünden“ Janukowitschs keinen Hinderungsgrund für die Eignung als sein Nachfolger.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne – Alexander und Viktor.
Skandale: Im Wahlkampf 2004 zog sich Juschtschenko eine schwere Vergiftung zu. Er selbst und seine Wahlkampfhelfer beschuldigen Juschtschenkos politische Gegner, ihn vergiftet zu haben. Seine Kontrahenten sehen darin einen Wahlkampftrick.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Zwei Kinder aus erster Ehe. Drei aus der zweiten Ehe. Ehefrau Jekaterina Tschumatschenko hat einen amerikanischen Pass.
Skandale: Wurde im August 2004 mit angeblich 73,5 Prozent zum Präsidenten Tschetscheniens gewählt. Bürgerrechtsorganisationen beklagten allerdings zahlreiche Verstöße bei der Durchführung der Wahlen.
Familie: Verheiratet. Drei Kinder.
Hobbys: Schreibt eine Doktorarbeit zum Thema: „Verdeckte Ermittlung unter den Bedingungen der Konflikte im Nordkaukasus“. Ist Fan des Fußballklubs Terek Grosny.
Feinde:Tatjana Golikowa. Terroristen, die Kinder-Geiseln nehmen. (Wenn ich sähe, wie jemand eine Zündschnur anzünden will, und ich hätte eine Waffe in der Hand - ich würde das Scheusal töten)
Skandale: Im April 2011 sorgte sein Vortrag auf einem Medizinerkongress für einen Skandal, weil er offen Missstände im Gesundheitsministerium anprangerte. Roschal wurde danach von den Beamten des Ministeriums in einem Brief an Premier Wladimir Putin angeschwärzt.
Familie: Verheiratet, ein Sohn und eine Enkeltochter.
Hobbys: Autor von über 200 wissenschaftlichen Abhandlungen. Liebt es, schnell Auto zu fahren.
Feinde: Die gesamte Ex-Opposition der Ukraine. Hervorzuheben sind Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko, die die "orangene Revolution" gegen das System Kutschma anführten.
Skandale: Die Ermordung des Journalisten Georgi Gongadse. Ein ehemaliger Leibwächter Kutschmas veröffentlichte später Tonbandaufzeichnungen, die belegen sollen, dass Kutschma den Mord persönlich in Auftrag gegeben habe. Kutschma bezeichnet die Bänder als Fälschung.
Ließ sich seinen Abschied als Präsident durch den loyalen Ministerpräsidenten Nikolai Asarow finanziell versüßen, indem er sich Vergünstigungen wie Datscha und Bedienungspersonal auf Staatskosten auf Lebenszeit sichern ließ. Die Vergünstigungen wurden unter seinem Nachfolger Juschtschenko zunächst wieder abgeschafft, 2007 unter Premier Janukowitsch allerdings wieder eingeführt.
Familie: Verheiratet. Eine Tochter.
Hobbys: Singen und Gitarre spielen. Früher spielte er Tennis.
Feinde: Andrej Nikolajew (General und Ex-Duma-Abgeordneter). Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow. Die tschetschenischen Separatistenführer Schamil Bassajew und Aslan Maschadow sind inzwischen tot.
Skandale: Anfang 2001 teilte Balujewski Journalisten mit, dass es noch gerade einmal 1.000 tschetschenische Separatisten gebe. Der Rest sei durch russische Truppen vernichtet worden. Nur eine Woche später erhöhte FSB-Chef Nikolai Patruschew die Zahl auf 5.000 Kämpfer.
Familie: Verheiratet. Zwei erwachsene Kinder.
Hobbys: Nach eigener Aussage ein „leidenschaftlicher Autofahrer“.
Skandale: Sein Aluminiumkonzern SUAL nutzte Ende der 90er Jahre bis 2001 beim Export zweifelhafte Methoden, um Zoll und Steuern zu umgehen. Allein durch den nichtgezahlten Zoll „sparte“ Wechselberg 35 Mio. USD jährlich.
Familie: Verheiratet. Sohn und Tochter.
Hobbys: Bücherfreund. Lieblingsautor ist Boris Pasternak. Kunstmäzen: Kaufte Fabergé-Eier für 120 Mio. USD.
Laufbahn: Abschluss des Polytechnischen Instituts in Tiflis als Flugzeugingenieur. Ingenieur im Flugzeugwerk Tiflis. ZK-Sekretär im Komsomol. Präsident des Verbandes der Innovationsfirmen der UdSSR. Stellvertretender Bürgermeister Moskaus, verantwortlich für den Außenhandel. 2007 offiziell entlassen, war aber weiter als Berater Luschkows tätig, bis dieser ebenfalls gefeuert wurde.
Freunde: Moskaus Ex-Oberbürgermeister Juri Luschkow. Konstantin Satulin (Duma-Abgeordneter). Agaragin Schafarow (Generaldirektor einer Bierbrauerei).
Feinde: Geschäftsmann Umar Dschabrailow.
Skandale: Ermordung von Paul Tatum 1996 in Moskau, der zusammen mit Dschabrailow das Hotel Radisson Slawjanskaja leitete. Er soll den Geschäftsinteressen der beiden damals noch befreundeten Dschabrailow und Ordschonikidse im Weg gestanden haben. Später entzweiten sich Ordschonikidse und Dschabrailow und auf den stellvertretenden Bürgermeister wurden selbst zwei Anschläge verübt.
Laufbahn: Absolvent der Physisch-Mathematischen Fakultät an der Uni Petrosawodsk. Physiklehrer in Karelien. Arbeit in der KGB-Verwaltung Kareliens. Aufstieg im Geheimdienst zum Leiter der FSB-Abteilung im Kampf gegen Drogenschmuggel. Zusammen mit Putin Arbeit in der Hauptkontrollveraltung der Präsidialadministration. Stellv. Innenminister. Innenminister.
Skandale: Gerüchten zufolge war Nurgalijew während seiner Tätigkeit beim FSB inoffiziell für den Führungswechsel mehrerer staatlicher Konzerne verantwortlich, darunter auch bei Gasprom (Gazprom).
Feinde: Jewgeni Batschurin (Ex-Chef der Luftfahrtbehörde RosAviazija).
Skandale: Pleite der Flugallianz AirUnion 2008. Jewgeni Batschurin beschuldigte, das Verkehrsministerium die Krise bei der Luftfahrtgesellschaft mit seiner Politik mitverschuldet zu haben.
Familie: Verheiratet, hat eine Tochter.
Hobbys: Tischtennis. Ist Präsident des russischen Tischtennisverbandes. Ordnungsliebend.
Geboren: Alexander Dmitrewitsch Schukow, 1. Juni 1956 in Moskau.
Laufbahn: Abschluss als Wirtschaftsmathematiker. Arbeit in der Valutaabteilung des sowjetischen Finanzministeriums. 1991 Abschluss der Harvard-Business-Schule. Duma-Abgeordneter. Leiter des Budget- und Steuerkomitees in der Duma. Vize-Vorsitzender der Duma. Vize-Premier, gleichzeitig Aufsichtsratschef der Eisenbahn. Seit Dezember 2011 Vizechef der russischen Duma.
Skandale: Kudrin wird im Oktober 2011 entlassen, nachdem er erklärt, er sei mit der Ausgabenpolitik von Präsident Medwedew nicht einverstanden und werde nach dem Ämtertausch zwischen Medwedew und Putin nicht als Finanzminister unter Medwedew arbeiten. Daraufhin wird er wegen Verstoßes gegen die Disziplin entlassen. Als Hintergrund für den Affront vermuten viele Medien, dass Kudrin selbst Ambitionen auf den Posten des Ministerpräsidenten hatte.
Kudrin versucht Mitte der 1990-er Jahre, die Petersburger Stadtfinanzen durch kurzfristige Anleihen zu sanieren. Gouverneur Jakowlew lässt Ermittlungen gegen ihn einleiten, weil diese Politik Petersburg an den Rand der Zahlungsunfähigkeit brachte.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ein Sohn aus der zweiten und eine Tochter aus der ersten Ehe.
Hobbys: Je nach politischer Konjunktur spielt Kudrin Fußball oder Tennis. Angelt gerne. Bastelt gerne an Automotoren herum. War Schlagzeuger in einer Schülerband. Theater- und Konzertfreund.
Feinde: Ex-Gazprom-Chef Rem Wjachirew, dessen Nachfolger Alexej Miller, der Metall-Magnat Iskander Machmudow
Skandale: 1996 hilft Christenko dem Bankier Smolenski dabei, für dessen SBS-Bank einen Kredit der deutschen Commerzbank in Höhe von einer Milliarde Dollar zu erhalten. Das für die Modernisierung metallverarbeitender Fabriken im Ural bestimmte Geld versickert in dunklen Kanälen. 1998 weigern sich Vetreter internationaler Finanzorganisationen, mit Christenko zu verhandeln und begründen dies mit dessen mangelnder Qualifizierung. 2010 wird bekannt, dass Christenko Besitzer einer Wohnung im Wert von über 3 Mio. USD ist, die in einem Naturschutzgebiet liegt, wo Bauen eigentlich verboten ist.
Familie: Zum zweiten Mal verheiratet. Ehefrau Tatjana Golikowa ist Sozialministerin. Drei Kinder.
Zitat: „Ich will das nicht kommentieren, ich will den Scheiß nicht einmal hören. Das ist alles reine Lüge“
Geboren: Oleg Alexandrowitsch Malyschkin; 07. April 1951 im Gebiet Rostow.
Laufbahn: Absolvent des Polytechnischen Insituts Nowotscherkassk als Bergbauingenieur. Bergmann. Fußballtrainer und Box-Champion. Verwaltungschef des Kreises Tanzinsk im Gebiet Rostow. Chef der Schirnowski-Leibwache. Bis 2007 Duma-Abgeordneter für die LDPR, dann Parteiaustritt. Bei den Duma-Wahlen 2007 nicht wiedergewählt.
Skandale: In der Fernsehdebatte am 21.November 2003 zettelt Malyschkin im Studio des Senders NTW eine Schlägerei an. Malyschkin versuchte, den Sekretär von Premier Kassjanow, Michail Deljagin, und den Jabloko-Vize Sergej Mitrochin niederzuschlagen. Nach der Schlägerei bekommt Schirinowski bei NTW Auftrittsverbot. Dieser behauptet, dass er Malyschkin daraufhin „nicht nur entlassen“, sondern auch nach Rostow verbannt habe. Allerdings nur, um ihn kurz darauf zum Präsidentschaftskandidaten der LDPR zu küren.
Familie: Verheiratet, zwei Töchter.
Hobbys: Box- und Fußballchampion. Drachenfliegen. Auto fahren.
Zitat: „ Putin will keine unabhängigen Machtzentren.“ Geboren: Wladimir Alexandrowitsch Ryschkow; 3. September 1966 in Rubzowsk (Gebiet Altai). Laufbahn: Absolvent der Staatlichen Universität Altai. Geschichtsdozent. Stellv. Leiter der Gebietsadministration Altais. Duma-Abgeordneter. Stellv. Fraktionschef der Ex-Regierungspartei „Unser Haus Russland.“ Bis 2007 unabhängiger Duma-Abgeordneter. Professor an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau. Freunde: Sergej Alexaschenko (Ex-Vize-Chef der Zentralbank). Die Politologen Georgi Saratow und Wjatscheslaw Nikonow. Nikita Belych (Gouverneur von Kirow). Feinde: Wladimir Schirinowski. Skandale: Ausschluss aus der Fraktion „Jedinstwo“, in die seine Partei „Unser Haus Russland“ aufgegangen war. Grund des Ausschlusses war nach Aussage Ryschkows, dass er eine Reihe von Gesetzen, die vom Präsidenten eingebracht wurden, kritisierte. Familie: Verheiratet, hat eine Tochter. Hobbies: Liest historische und philosophische Schriften. Begeistert sich für Sport, Musik und Wissenschaft.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)