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Murat Sjasikow ist seit 2002 Präsident der Republik Inguschetien (Foto: Archiv)
Murat Sjasikow ist seit 2002 Präsident der Republik Inguschetien (Foto: Archiv)
Aktualisiert 26.01.2012 14:43

Murat Magometowitsch Sjasikow

Ex-Präsidentenberater. Ex-Präsident Inguschetiens

Zitat: „Polygamie ist im Kaukasus weitverbreitet, obwohl es bei uns im Volksmund heißt: Sind zwei Frauen auf dem Hof, braucht man keinen Hund mehr im Haus.“

Geboren: 10. September 1957 in Osch (Kirgisien)

Laufbahn: Abschluss als Historiker an der Staatlichen Universität in Grosny. KGB-Laufbahn, Mitglied des Föderationsrats. Stellvertretender Generalgouverneur für Südrussland. Präsident Inguschetiens. Präsidentenberater.

Freunde: Viktor Kasanzew. Pawel Borodin (Sekretär der Union Russland – Weißrussland), Musa Medow (Innenminister Inguschetiens). Ramsan Kadyrow.

Feinde: Die inguschetische Opposition um den inzwischen getöteten Magomed Jewlojew.

Skandale: Tötung des Oppositionellen Magomed Jewlojew durch Sicherheitskräfte Sjasikows. Jewlojew wurde auf dem Flughafen verhaftet, in ein Auto gezerrt und dort erschossen. Nach Angaben der Behörden fiel der Schuss zufällig. Die Opposition spricht von politischem Mord.

Familie: Verheiratet, drei Söhne.

Hobbys: Fußball gucken. Liebt kaukasische Folklore und Tanz.


Sjasikow in Uniform und jüngeren Jahren (Foto: Archiv)
Sjasikow in Uniform und jüngeren Jahren (Foto: Archiv)
Laufbahn:

26. Januar 2012 Russlands Präsident Dmitri Medwedew setzt Sjasikow als seinen Berater ab.

30. Oktober 2008 Präsident Medwedew setzt Sjasikow als Präsidenten von Inguschetien ab - offiziell auf dessen eigenen Wunsch. Der wahre Grund dürfte die Unzufriedenheit des Kremls mit der Lage in Inguschetien gewesen sein, die Sjasikow nicht mehr unter Kontrolle hatte. Sjasikow wird durch Generalmajor Junus Bek-Jekurow abgelöst. Trostpflaster: Einen Tag nach der Entlassung ernennt Medwedew Sjasikow zu seinem Berater.

Juli 2007 - März 2008: Führer der Kremlpartei Einiges Russland in Inguschetien.

2005 wird Sjasikow von Wladimir Putin im Amt als Präsident Inguschetiens bestätigt.

22. Juni 2004: Terroristischer Großangriff auf Inguschetien, insbesondere die Stadt Nasran. Dabei kommen 88 Menschen ums Leben, 104 Personen werden verletzt.

6. April 2004: Bombenanschlag auf Sjasikow. Bei dem Attentat werden drei Leibwächter Sjasikows schwer verletzt, er selbst nur leicht.

Seit April 2002: Präsident Inguschetiens. Bei den Wahlen setzt er sich mit 53 Prozent der Stimmen im zweiten Durchgang gegen Alimchan Amirchanow durch. Zeitungsberichten zufolge hat zuvor der damalige Generalgouverneur Viktor Kasanzew dafür gesorgt, dass ein aussichtsreicher Gegenkandidat nicht bei den Wahlen antrat. Inguschetiens Ex-Gouverneur Ruslan Auschew versuchte die Wahlergebnisse anzufechten, doch ergebnislos.

Januar 2002: Ernennung zum Stellvertretenden Generalgouverneur von Südrussland.

1996 – 2002: Stellvertretender Leiter des FSB im Gebiet Astrachan. In dieser Zeit führte er häufig Verhandlungen mit Tschetschenen über die Freilassung von Geiseln, soll insgesamt 64 Geiseln freigehandelt haben. Gleichzeitig ist Sjasikow im Föderationsrat für Probleme im Nordkaukasus zuständig.

1984 – 1996: Arbeit beim KGB, später FSB in der Republik Tschetschenien-Inguschetien.

1984 Abschluss der Höheren KGB-Schule in Minsk.

1981 – 1983 Militärdienst

1980 Abschluss des Historischen Staatlichen Instituts in Grosny.

Freunde und Team:



Mit Pawel Borodin verbindet Sjasikow eine alte Freundschaft. Viktor Kasanzew unterstützte Sjasikow, als dieser Präsident von Inguschetien werden wollte. Kasanzew wollte auf dem Posten einen absolut loyalen Mann.

Gute Beziehungen zu Ramsan Kadyrow. Häufig und gern gesehener Gast auf dessen Geburtstagsparties.

Zu Sjasikows Team gehören Inguschetiens Innenminister Musa Medow und Ruslan Sjasikow (Chef der Leibwache).


Feinde:


Lange Zeit galt Magomed Jewlojew als der schärfste Konkurrent Sjasikows. Auf seiner Internetseite ingushetiya.ru kritisierte Jewlojew die Republikführung scharf. Ende August 2008 wurde Jewlojew bei seiner Verhaftung erschossen. Die Opposition spricht von Mord. Die Chefredakteurin von ingushetiya.ru, Rosa Malsagowa, hat bereits zuvor politisches Asyl in Frankreich beantragt.

Inguschetiens Ex-Präsident Ruslan Auschew kritisiert Sjasikow häufig.

Skandale:


Tötung des Oppositionellen Magomed Jewlojew durch Sicherheitskräfte Sjasikows. Jewlojew wurde auf dem Flughafen verhaftet, in ein Auto gezerrt und dort erschossen. Nach Angaben der Behörden fiel der Schuss zufällig. Die Opposition spricht von politischem Mord.

Im November 2007 wird ein Journalistenteam des Senders Ren-TV von Sicherheitskräften in Inguschetien entführt, misshandelt und später halbnackt ausgesetzt. Die Journalisten wollten über eine Demonstration der Opposition gegen Sjasikow berichten.

Familie und Eltern:


Sjasikows Eltern werden repressiert und nach Kirgisien in die Verbannung geschickt. Daher kommt Murat 1957 in der kirgisischen Stadt Osch zur Welt.

Sein Onkel Idris Sjasikow war bis in die 30er Jahre 1. Parteisekretär im autonomen Gebiet der Inguschen, wurde dann aber aus der Partei ausgeschlossen und repressiert.

Sjasikow selbst ist verheiratet und hat drei Kinder. Magomet (1990), Aslambek (1992) und Michail (2000)

Hobbies und Charakter:


Fußball gucken. Liebt kaukasische Folklore und Tanz. Das staatliche Tanz-Ensemble „Inguschetija“ steht bei ihm hoch im Kurs.

Seine schönste Erinnerung nennt er die Jugendweltfestspiele auf Kuba. Danach schrieb er das Buch „Unvergessliche Treffen“.

Zitate:

„Polygamie ist im Kaukasus weitverbreitet, obwohl es bei uns im Volksmund heißt: Sind 2 Frauen auf dem Hof, braucht man keinen Hund mehr im Haus.“

„Ich will die Menschen zur Anschaffung von Großfamilien mit vielen Kindern anregen. Ab dem vierten Kind schenke ich der Familie einen Wolga.

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