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Lukaschenko ist Eishockey-Fan (Foto: Pressedienst der Präsidialadministration)
Lukaschenko ist Eishockey-Fan (Foto: Pressedienst der Präsidialadministration)
Aktualisiert 18.12.2008 10:43

Alexander Grigorjewitsch Lukaschenko

Präsident Weißrusslands.


Zitat: „Wir werden schlecht leben, aber nicht lange.“
Geboren: 30.08.1954 in der Ortschaft Kopys im Gebiet Witebsk.
Laufbahn: Studium der Landwirtschaft und Geschichte in Minsk. Instrukteur bei den sowjetischen Grenztruppen. Kolchosdirektor. Abgeordneter des weißrussischen Parlaments. Siegte bei den Präsidentschaftswahlen 1994, 2001, 2006.
Freunde: Innenminister Sergej Gaidukjewitsch. Kaliningrads Ex-Gouverneur Wladimir Jegorow. Jewgeni Primakow.
Feinde: Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch, Sozialdemokrat Alexander Kosulin, Christdemokrat Senon Posnjak. Boris Nemzow.
Skandale: 1996 begann er nach einem vom Obersten Sowjet nicht anerkannten Referendum seine Amtszeit von vorn, verlängerte sie somit um zwei Jahre. Weil die Mehrheit der Staaten diesen Akt verurteilte, lebt Lukaschenko seit der Zeit in Isolation. Seit 1996 hat er nur Russland, Iran, Libyen, China und Kuba besucht.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne. Seine Frau lebt aber getrennt von ihm.
Hobbies: Sport. Spielt Fußball, Eishockey und Tennis. Fährt Ski.


Laufbahn:
Alexander Lukaschenko gewann die Wahlen 2006 offiziell mit über 80 Prozent der Stimmen (Foto: RIA Nowosti)
Alexander Lukaschenko gewann die Wahlen 2006 offiziell mit über 80 Prozent der Stimmen (Foto: RIA Nowosti)
19. März 2006 Bei den Präsidentschaftswahlen erhielt Lukaschenko offiziell über 82 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent. Die Opposition rief zu Massendemonstrationen auf und forderte Neuwahlen. Der Urnengang sei gefälscht gewesen, meinte Oppositionsführer Milinkewitsch. Im Gegensatz zu Georgien, der Ukraine und Kirgisien kam es in Minsk jedoch nicht zu einem Machtwechsel durch die Straßenunruhen. Zum Wahlsieg gratulierten Lukaschenko lediglich vier Staatschefs: Wladimir Putin, die Präsidenten Irans, Mahmut Ahmadinedschad, und Kubas, Fidel Castro sowie Chinas Staatschef Hu Jintao.
18.10.2004 In einer Volksabstimmung lässt Lukaschenko die Verfassung ändern, um sich eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. Offiziell stimmen 77 Prozent der Wähler für diese Initiative.
09.09.2001 Als Präsident Weißrusslands wiedergewählt.
1996 veranstaltet Lukaschenko ein Referendum, um seine Amtszeit zu verlängern. Obwohl die Ergebnisse vom Obersten Sowjet Weißrusslands nicht anerkennt werden, beginnt Lukaschenko seine Amtszeit nach zwei Jahren noch einmal von vorn.
10.07.1994 Im zweiten Wahlgang gewinnt Lukaschenko die Präsidentschaftswahlen gegen den Premier Weißrusslands Wjatscheslaw Kebitsch und wird erster Präsident Weißrusslands.
1992-1997 – Arbeit in der Innenverwaltung der Transportbehörde für den Nordkaukasus. Erst Stellvertreter, dann Leiter der Abteilung.
1990 wird er zum Abgeordneten des weißrussischen Parlaments gewählt. Lukaschenko war der einzige Abgeordnete, der gegen die Ratifizierung der Auflösungserklärung der Sowjetunion stimmte. Im Parlament leitete er das Antikorruptions-Komitee
1987 - 1994 Leiter der Sowchose „Gorodez“ im Gebiet Schklowsk. Michail Gorbatschow wurde auf ihn aufmerksam, als er bei einer Rede vor einer Allunionsversammlung neue Agrarmethoden vorstellte.
1985 – 1987 Parteisekretär der Lenin-Kolchose im Gebiet Schklow.
1983 – 1985 Stellvertretender Direktor eines Baukombinats in Schklow.
1982 – 1983 Stellvertretender Kolchos-Vorsitzender.
1980 – 1982 Stellvertretender Kompaniechef. Politoffizier.
1978 – 1980 Sekretär der Gesellschaft „Wissen“ in der Stadt Schklow.
1977 – 1978 Instrukteur des Gebietsparteikomitees im Bezirk Oktjabrski.
1977 Sekretär des Komsomol im Lebensmittelhandel von Mogiljow.
1975 – 1977 Politinstrukteur im westlichen Genzbezirk.
1975 Komsomolsekretär in einer Mittelschule in Schklow.

Hat zwei Abschlüsse: Als Historiker am Mogiljower Pädagogischen Institut und als Ökonomist und Organisator eines Landwirtschaftsbetriebes an der weißrussischen Akademie für Landwirtschaft

Besonders beliebt ist Lukaschenko im Ausland nicht. In Weißrussland hat er aber wohl eine Bevölkerungsmehrheit hinter sich (Foto: Archiv)
Besonders beliebt ist Lukaschenko im Ausland nicht. In Weißrussland hat er aber wohl eine Bevölkerungsmehrheit hinter sich (Foto: Archiv)
Freunde und Team:

Pawel Borodin, der Sekretär des Unionsstaates zwischen Russland und Weißrussland, hat lange und enge Beziehungen in Weißrussland.

Viktor Scheiman ist der Chef des Wahlstabs von Lukaschenko. Innenminister Sergej Gaidukjewitsch trat 2006 bei den Präsidentschaftswahlen als Kandidat an, machte aber Reklame für Luakschenko.

Wladimir Jegorow pflegte als Gouverneur Kaliningrads enge Beziehungen zu Weißrussland. Er verteidigte öffentlich mehrfach Weißrussland und Lukaschenko gegen Journalistenkritik.

Lukaschenko bezeichnet sich selbst als Schüler des ehemaligen russischen Premierministers Jewgeni Primakow.
Feinde:

Die gesamte Opposition Weißrusslands, angefangen beim Oppositionsführer der Demokraten, Alexander Milinkewitsch, über den Führer der Sozialdemokraten, Alexander Kosulin, bis hin zum Christdemokraten Senon Posnjak.

Die liberalen Politiker Boris Nemzow und Irina Chakamada ließ Lukaschenko auf dem Flughafen Minsk verhaften und aus Weißrussland ausweisen.

Spannungen mit der neuen Führung in der Ukraine. Viktor Juschtschenko und Julia Timoschenko unterstützen offen die Opposition in Weißrussland.

Bei Russland-Aktuell
• Verhaftungswelle rollt durch Weißrussland (22.03.2006)
• Lukaschenko erklärt Opposition zu Volksfeinden (03.03.2006)
• Weißrussland: Lukaschenko Sieger bei Wahl-Farce (18.10.2004)
• Lukaschenko entdeckt westliches Komplott (30.09.2004)
• Lukaschenko will dritte Amtszeit (08.09.2004)
Skandale:

Lukaschenko werden zahlreiche Wahlfälschungsskandale vorgeworfen. Die Opposition behauptet, er habe sowohl die Wahlen 2006 als auch das Referendum 2004 getürkt, um weiter regieren zu können.

1996 begann er nach einem vom Obersten Sowjet nicht anerkannten Referendum seine Amtszeit von vorn, verlängerte sie somit um zwei Jahre. Weil die Mehrheit der Staaten diesen Akt verurteilte, lebt Lukaschenko seit der Zeit in Isolation. Seit 1996 hat er nur Russland, Iran, Lybien, China und Kuba besucht.

Der Journalist Pawel Scheremet vom 1. Russischen Kanal wurde nach einer Kritik an Lukaschenko zusammengeschlagen und später aus Weißrussland ausgewiesen.

Familie und Eltern:

Verheiratet. Zwei Söhne. Die Frau Lukaschenkos taucht in der Öffentlichkeit nie auf. Sie lebt zurückgezogen in einem Dorf in Weißrussland. Dafür wurde Lukaschenko mit verschiedenen anderen Frauen gesehen.

Sohn Viktor hat das Institut für Internationale Beziehungen in Minsk abgeschlossen. Sohn Dima ist Geschäftsmann.

Alexander Lukaschenko wuchs ohne Vater auf.

Hobbies und Charakter:

Ist Sportfan. Spielt Fußball, Eishockey und Tennis. Bei einem Match gegen seinen ständigen Trainingspartner Iwan Titenkow bekam er 1995 einen Ball ins
Gesicht und lief mehrere Tage mit einem blauen Fleck in der Öffentlichkeit herum. Fährt Ski.

Neidisch. Als er erfuhr, dass der Direktor einer Fabrik in Minsk mehr verdient als er, entließ er den Direktor per Präsidialdekret, obwohl die Fabrik eine Aktiengesellshaft war.

Liebt Hausmannskost. Kein besonders großer Fleischliebhaber, aber liebt Fisch.

Zitate:

„Ich habe über mich gedacht: Gott sei Dank gibt es einen Präsidenten, der Stabilität in der Gesellschaft bewahren kann.“

„Vor langer Zeit habe ich selbst einmal als Kolchos-Direktor gearbeitet. Ich begann damit, indem ich sie in vier kleinere Kooperativbetriebe zerstückelte.“

„In meiner Kindheit wuchs ich zwischen Pflanzen und Tieren auf.“

„Ich liebe es, im Eishockey gegen mich selbst zu spielen.“

Im November 1995 lobte er in einem Interview Hitler als „starken Führer“, der sein Land zum Aufschwung verholfen habe.

Weitere Quellen im Internet:

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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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