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Nur 42 statt 82 Prozent für Lukaschenko? (Foto: www.newsru.com)
Nur 42 statt 82 Prozent für Lukaschenko? (Foto: www.newsru.com)
Mittwoch, 22.03.2006

Verhaftungswelle rollt durch Weißrussland

Moskau. In der weißrussischen Hauptstadt Minsk gehen die Festnahmen von Anhängern der Opposition weiter. Unterdessen zerfällt die Koalition der beiden Lukaschenko-Herausforderer Milinkewitsch und Kosulin.

Alexander Kosulin warf Milinkewitsch vor, eine Abmachung über das weitere gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen den autoritären Staatschef Lukaschenko gebrochen zu haben. Es sei vereinbart gewesen, dass die Opposition ihr Zeltlager in Minsk aufgebe und stattdessen am 25. März zu einer neuen Großkundgebung aufrufe.

Handelte Milikewitsch hinterlistig?


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• Weißrussland: Opposition fordert Neuwahlen (21.03.2006)
• Lukaschenko ist gewählt – aber wie demokratisch? (20.03.2006)
• Warum Lukaschenko jetzt bleibt, aber demnächst geht (18.03.2006)
• Weißrussland vor einer angeblichen Wahl (17.03.2006)
• KGB in Minsk erklärt Demonstranten zu Terroristen (16.03.2006)
Damit sollte einem möglichen blutigen Ende der Proteste vorgebeugt werden. „Sofort nach dem Abschluss der Gespräche haben Milinkewitsch und seine Umgebung die erreichte Vereinbarung jedoch ignoriert und dazu aufgerufen, auf dem Platz zu bleiben und die Aktion fristlos fortzusetzen“, so Kosulins Sprecher. Kosulins Wahlstab sei über diese „Hinterlist“ Milinkewitsch’ entsetzt.

Der zweitplatzierte Präsidentschaftskandidat Milinkewitsch wies die Vorwürfe zurück. Er erklärte am Mittwoch zudem, nach Angaben „unabhängiger Umfrageinstitute“ habe er in Wahrheit 31 statt der offiziellen 6 Prozent der Wählerstimmen erhalten. „Ein zweiter Wahlgang wäre unvermeidbar gewesen“, so der Lukaschenko-Konkurrent. Der Diktator habe in Wirklichkeit nur 42 statt der offiziell verkündeten 82,6 Prozent der Wähler für sich gewinnen können.

Am Mittwoch harrten nur noch etwa 200 Menschen auf dem Oktoberplatz in Minsk aus. Die Oppositionsanhänger reagierten mit Unmut auf die Nachricht, dass Kreml-Chef Wladimir Putin seinem Minsker Amtskollegen zu dessen Wahlsieg gratuliert hatte. “Schande über Putin!” skandierte die Menge, die auch Besuch von einer Reihe von EU-Botschaftern erhielt.

Personen, die den Demonstranten Essen und warme Kleidung brachten, wurden festgenommen und vor ein Gericht gestellt, meldete Radio Liberty. Insgesamt seien in Minsk in den vergangenen zwei Tagen 108 Personen in Zusammenhang mit den regimefeindlichen Protesten verhaftet und eine Reihe von ihnen bereits zu 15 Tagen Ordnungshaft verurteilt worden.

Lange wird der Platz im Zentrum von Minsk der Opposition aber offenbar nicht mehr gehören. Behörden und Betriebe sei bereits befohlen worden, Mitarbeiter zu einer Pro-Lukaschenko-Demonstration auf den Oktober-Platz zu entsenden, meldete die Webseite “Chartyja 97”.

(kp/.rufo)


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