Marat Gelman verdient sowohl mit Politik als auch mit Kunst sein Geld (Foto: Mrozek/.rufo)
Aktualisiert 27.05.2011 12:05
Marat Gelman
Galerist und Politologe
Zitat: „Kunst muss nicht schön und verständlich sein.“
Geboren: als Marat Alexandrowitsch Gelman am 24.12. 1960 in Kischinjow (Moldawien)
Laufbahn: Abschluss des Moskauer Fernmeldeinstituts. Arbeit in einer Fernseherfabrik, später arbeitet er in einer Struktur des Komsomol, die zur Kaderschmiede der neuen Wirtschaftselite Russlands wird. Ab 1990 Leiter der Gelman-Galerie. Gleichzeitig Imageberater. Gründet zusammen mit Gleb Pawlowski den „Fonds für effektive Politik“. 1999 Berater von Sergej Kirijenko und Wahlkampfleiter der SPS. Später Vize-Generaldirektor bei ORT (bis 2004) und Mitbegründer der Partei "Rodina"
Freunde: Gleb Pawlowski (kremlnaher Politologe), Dmitri Wrubel (Maler), Andrej Jerofejew (Kurator), Michail Fridman
Feinde: Ex-Kulturminister Alexander Sokolow, den er als unfähig bezeichnet. Russische Nationalisten und die orthodoxe Kirche um Patriarch Kyrill I..
Skandale: Vor den Duma-Wahlen 2003 wurde Gelman als stellvertretender Generaldirektor bei ORT eingestellt und veranstaltete im Auftrag des Kreml eine groß angelegte PR-Aktion für das nationalpatriotische Bündnis Rodina. Rodina erzielte daraufhin ein überraschend gutes Wahlergebnis und nahm vor allem den Kommunisten viele Stimmen ab.
Familie: Verheiratet. Zwei Söhne.
Hobbys: Zeitgenössische Kunst, Architektur, Design, Reklame. Leidenschaftlicher Nutzer des Blogs Live Journal.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)