Aslan Maschadow war von 1996 - 1999 Präsident in Tschetschenien. 2005 wurde er getötet (Foto: Djatschkow/.rufo)
Aktualisiert 06.08.2008 13:13
Aslan Maschadow
Ex-Präsident Tschetscheniens
Zitat: "Im Kreml gibt es keinen Beamten, mit dem man verhandeln könnte". Geboren: Aslan Alijewitsch Maschadow; 21.09.1951 in Kasachstan. Gestorben: erschossen am 06.03.2005 in Tolstoi-Jurt in Tschetschenien, angeblich beim Versuch seiner Verhaftung. Laufbahn: Studium an der Hochschule für Artillerie in Tbilisi. Kommandeur einer Abteilung im Fernöstlichen Militärbezirk. Oberbefehlshaber eines Regiments der sowjetischen Armee in Ungarn, später in Litauen. Stellvertretender Stabschef, Generalstabschef der Streitkräfte der nicht-anerkannten tschetschenischen Republik. Tschetschenischer Unterhändler bei Friedensgesprächen mit General Lebed. Präsident der tschetschenischen Republik. Rebellenführer. Freunde: Maschadow befand sich in der Ära Putin zunehmend in der politischen Isolation. Für die russische Führung war Maschadow als Verhandlungspartner abgeschrieben, für viele Tschetschenen war er nicht entschlossen genug. Wie lange ihm seine Feldkommandeure noch gehorchten, war fraglich. Einzig der Ex-Präsident Inguschetiens Ruslan Auschew hielt noch zu ihm. Feinde: Armeespitze. Achmed Kadyrow. Ramsan Kadyrow. Schamil Bassajew. Skandale: Im September 1996 weigert sich Maschadow, zu einer Anhörung des Europarates zu Tschetschenien nach Frankreich zu reisen. Damals hatte der Europarat Maschadow und seinen Verhandlungspartner Lebed zur Anhörung eingeladen. Zahlreiche russische Politiker protestierten gegen diese Einladung. Maschadow hatte zwar ein französisches Visum bekommen, wollte aber legal die russische Grenze nicht überqueren. Denn Alexander Lebed hatte die Reise abgelehnt. Ohne Lebed sei seine Sicherheit nicht gewährleistet, meinte Maschadow. Familie: Maschadow war verheiratet und hatte zwei Kinder. Seine Familie verbrachte den ersten Krieg in Tschetschenien (1994 - 1996) im Dorf Zebir-Jurt, Nadteretschni Bezirk Tschetscheniens. Hobbies: Nicht bekannt.
Hauptsache, man lässt sich die Laune nicht verderben.Dann lässt es sich auch im hintersten russischen Dorf noch recht gut leben.( Topfoto: Mrozek/.rufo)