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Alexander Chloponin soll den Nordkaukasus wirtschaftlich auf Vordermann bringen (Foto: Ballin/.rufo)
Alexander Chloponin soll den Nordkaukasus wirtschaftlich auf Vordermann bringen (Foto: Ballin/.rufo)

Alexander Gennadjewitsch Chloponin

Vize-Premier, Generalgouverneur für den Nordkaukasus

Zitat: „Über Monetarismus und Keynesianismus kann man in ruhigeren Zeiten philosophieren. Jetzt muss man sich auf konkrete Maßnahmen konzentrieren, die dem Realsektor der Wirtschaft helfen können.“

Geboren: am 6. März 1965 in Colombo (Sri Lanka).

Laufbahn: Abschluss der Fakultät für internationale Wirtschaft am Moskauer Finanzinstitut. Arbeit in der Kreditabteilung der staatlichen WneschEkonomBank. Vorstandschef und Präsident der Bank „Internationale Finanz-Corporation“. Vorstandschef von Norilsk Nickel. Gouverneur des autonomen Kreises Taimyr, Gouverneur des Gebiets Krasnojarsk. Oberst. Generalgouverneur für den Nordkaukasus und Vize-Premier.

Freunde: Igor Schuwalow. Michail Prochorow. Wladimir Potanin

Feinde: Der von Mafiagerüchten umgebene ehemalige Aluminiumkönig Anatoli Bykow. Oleg Deripaska.

Skandale: Gewinnt 2002 in der zweiten Runde die Gouverneurswahlen von Krasnojarsk. Vorausgegangen ist einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in Russland überhaupt. Die Kandidaten überhäufen sich gegenseitig mit echtem und falschem kompromittierendem Material. Anschließend werden die Wahlergebnisse zweimal annulliert, ehe Chloponin am Ende von Wladimir Putin zum Gouverneur bestimmt wird.

Familie: Verheiratet, eine Tochter.

Hobbys: Ski, Schneemobil und Motorrad fahren. Besitzt eine Harley Davidson. Spielt Fußball und Tennis.


Laufbahn:



Januar 2010: Ernennung zum Vize-Premier und Generalgouverneur der Region Nordkaukasus. Der neugegründete föderale Bezirk umfasst die Kaukasus-Republiken Dagestan, Inguschetien, Kabardino-Balkarien, Karatschajewo-Tscherkessien, Nordossetien und Tschetschenien sowie das Gebiet Stawropol. Seinen Posten als Gouverneur von Krasnojarsk legt Chloponin nieder.

Juli 2008: Chloponin wird in den Rang eines Militär-Oberst befördert.

2007: Vereinigung des Gebiets Krasnojarsk mit dem autonomen Kreis Taimyr und dem autonomen Kreis der Ewenken im Rahmen einer Gebietsreform. Die Reform war eine Idee von Alexander Lebedj, Chloponins Vorgänger als Gouverneur von Krasnojarsk. Chloponin hatte der Vereinigung (als Gouverneur des Taimyr-Kreises) zunächst widersprochen, ehe er sie dann später selbst durchführen ließ.

Oktober 2005: Auf Erlass von Präsident Putin tritt Chloponin der Präsidentenkommission zur Durchsetzung der nationalen Projekte bei.

März 2003: Chloponin kommt in den Parteivorstand von Einiges Russland.

Oktober 2002: Chloponin wird Gouverneur von Krasnoajrsk. Im zweiten Wahlgang setzt er sich gegen Alexander Uss durch. Chloponin erhält 48 Prozent, Uss 42 Prozent.

Januar 2001: Chloponin wird zum Gouverneur des autonomen Kreises Taimyr gewählt. Wichtigstes Unternehmen des Kreises ist Norilsk Nickel

1999 – 2001: Vorstandsmitglied der ONEXIM-Bank, in der gleichen Zeit auch im Vorstand des Russischen Unternehmer- und Industriellenverbands RSPP

1998 Vorstandsmitglied der Bergbau- und Metallurgiegesellschaft Kola in Murmansk

1996 – 2001: Generaldirektor und Vorstandschef von Norilsk Nickel

1996: Präsident der Bank „Meschdunarodnaja Finansowaja Korporazija“ (Internationale Finanz-Korporation) MFK. Die MFK wurde von Prochorow und Potanin gegründet.

1994 – 1996: Vorstandschef der MFK

1992 – 1994: Vize-Vorstandschef bei MFK

1989 – 1992: Arbeit in der Kreditabteilung der WneschEkonomBank (VEB)

1989: Abschluss der Fakultät für internationale Wirtschaft am Moskauer Finanzinstitut. Studienkameraden waren u.a. Michail Prochorow, Oleg Kassjanow und Dmitri Antonow (alle später Top-Manager bei Interros) und der 2006 ermordete Vizechef der Zentralbank Andrej Koslow.

1983 – 1985: Armeedienst

Freunde:



Mit dem reichsten Mann Russlands, Michael Prochorow, ist Chloponin seit seiner Studienzeit befreundet. Prochorow war Trauzeuge auf Chloponins Hochzeit.

Chloponin beim Wirtschaftsforum in Krasnojarsk (Foto: Ballin/.rufo)
Chloponin beim Wirtschaftsforum in Krasnojarsk (Foto: Ballin/.rufo)
Prochorow machte Chloponin später mit Wladimir Potanin bekannt, unter dem Chloponin zum Generaldirektor von Norilsk Nickel aufstieg. Norilsk Nickel finanzierte auch den Wahlkampf für Chloponin bei den Gouverneurswahlen. Chloponin gilt bis heute als Interessenvertreter von Norilsk Nickel in Krasnojarsk.

Igor Schuwalow soll einer der Fürsprecher Chloponins in Moskau sein.

Feinde:



Die Aluminiumkönige Anatoli Bykow und Oleg Deripaska setzten bei der Wahl 2002 auf den Kandidaten Alexander Uss. Der Kampf um den Gouverneursposten artete in eine Schlammschlacht aus. Offiziell haben Deripaska und Chloponin zwar inzwischen „Frieden“ geschlossen. Das Verhältnis zwischen beiden soll dennoch gespannt sein.

Skandale:



Gewinnt 2002 in der zweiten Runde die Gouverneurswahlen von Krasnojarsk. Vorausgegangen ist einer der schmutzigsten Wahlkämpfe in Russland überhaupt. Die Kandidaten überhäufen sich gegenseitig mit echtem und falschem kompromittierendem Material. Anschließend werden die Wahlergebnisse zweimal annulliert, ehe Chloponin am Ende von Putin zum Gouverneur bestimmt wird.

Im Internet kursiert ein Video, dass Chloponin beim Fluchen zeigt. Der Gouverneur gebraucht dabei die derbsten Schimpfwörter – offensichtlich überzeugt davon, dass das Material nicht ausgestrahlt wird.

Familie:



Chloponin wurde 1965 in Colombo (Sri Lanka) als Sohn eines Übersetzers im diplomatischen Dienst der Sowjetunion geboren.

Während des Studiums heiratete er seine Kommilitonin Natalja Kuparadse. Aus der Ehe ist eine Tochter, Ljubow, hervor gegangen. Sei studiert inzwischen ebenfalls Finanzwesen.

Hobbys und Charakter:



Chloponin betreibt als Sibirier natürlich Wintersport, wie Ski fahren und Eishockey. Daneben spielt er Fußball, Tennis und Schach. Zudem hat er eine Vorliebe für Schneemobile und Motorräder, besitzt eine Harley Davidson.

Chloponin gilt als klug, ruhig und ausgewogen. Allerdings soll er leicht beeinflussbar sein.

Zitate:



„Über Monetarismus und Keynesianismus kann man in ruhigeren Zeiten philosophieren. Jetzt muss man sich auf konkrete Maßnahmen konzentrieren, die dem Realsektor der Wirtschaft helfen können.“

„Meine Schwiegermutter war geschockt von mir. Ich diente in der Ukraine und als ich entlassen wurde, sprach ich mit dem für die Region typischen kleinrussischen Akzent. Darüber hinaus lief ich in einer sackähnlichen Alaskajacke herum.“

„Wir hätten zusammen beide beinahe das Aufnahmeexamen ins Institut vermasselt. Geografie. Ich kannte meine Fragen schlecht. Ich schaue herüber, neben mir sitzt so ein langer Schlauberger. Ich sage zu ihm: „Eh Langer, sag mal vor“. Der Lange war gutmütig und begann vorzusagen. Da kam der Prüfer heran und wollte ihn aus dem Auditorium werden. Da bin ich aufgestanden und habe bekannt, dass ich an allem schuld sei. Wir konnten den Konflikt beheben. Seitdem sind wir mit Prochorow unzertrennliche Freunde“


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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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