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Sergej Sobjanin ist Oberbürgermeister von Moskau. Er löste auf dem Posten den langjährigen Stadtchef Juri Luschkow ab, der gefeuert wurde. (Foto: Ballin/.rufo)
Sergej Sobjanin ist Oberbürgermeister von Moskau. Er löste auf dem Posten den langjährigen Stadtchef Juri Luschkow ab, der gefeuert wurde. (Foto: Ballin/.rufo)
Aktualisiert 08.12.2011 11:49

Sergej Semjonowitsch Sobjanin

Oberbürgermeister von Moskau

Zitat: „Ich denke nicht, dass ein Journalist an sich frei sein kann und auch die Presse kann bei uns nicht frei sein.“

Geboren: 21.06. 1958 in der Ortschaft Njaksimwol (Gebiet Chanty-Mansisk).

Laufbahn: 2 Ausbildungen – als Mechaniker und als Jurist. Begann als einfacher Rohrschlosser. Karriere im Komsomol, später in der Partei. Leiter der Steuerinspektion von Kogalym – von dort direkt in den Bürgermeistersessel gewählt. Stellvertretender Gouverneur und Senator von Chanty-Mansisk. Gouverneur von Tjumen. Vorstandsmitglied des „Einigen Russlands“. Chef der Präsidialverwaltung unter Wladimir Putin. Wechsel in die Regierung als Vize-Premier und Leiter des Regierungsapparats. Ernennung zum Moskauer Oberbürgermeister.

Freunde: Wladimir Putin, Roman Abramowitsch, Wladimir Bogdanow (Generaldirektor Surgutneftegaz). Pjotr Latyschew.

Feinde: Leonid Rokezki (verlor 2001 seinen Gouverneursposten an Sobjanin, beschuldigte ihn anschließend der Richterbestechung). Pjotr Awen und Michail Fridman. Juri Luschkow.

Skandale: Seine Wahlkampagne für den Posten des Gouverneurs in Tjumen soll von Ölmilliardär Roman Abramowitsch mitfinanziert worden sein.

Familie: Verheiratet. Zwei Töchter.

Hobbys: Jagd, Skifahren.


Laufbahn:



Oktober 2010: Nachdem der langjährige Moskauer Bürgermeister Juri Luschkow im September unehrenhaft entlassen wird, schlägt Präsident Dmitri Medwedew Sobjanin als Nachfolger vor. Bei der Wahl im Stadtparlament bekommt er 32 der 35 Stimmen.

Mai 2008: Sobjanin wechselt gemeinsam mit Putin vom Kreml ins Weiße Haus, wird Vize-Premier

Bei Russland-Aktuell
• Russlands neue Regierung – Alles beim Alten (13.05.2008)
• Putin stellt seine neue Regierungs-Mannschaft vor (12.05.2008)
• Medwedjew und Iwanow: Putins Lieblingsnachfolger? (14.11.2005)
• Putin stellt Regierung und Kreml-Verwaltung um (14.11.2005)
November 2005: Sobjanin wird zum Leiter der Präsidialverwaltung berufen. Er löst auf diesem Posten Dmitri Medwedew ab, der als einer der Kandidaten für das Präsidentenamt nach Putin in die Regierung wechselt, um sich als 1. Vize-Premier zu profilieren.

Februar 2005: Sobjanin ist einer der ersten Gouverneure, der von Putin im Amt bestätigt wird.

14. Januar 2001: Sobjanin gewinnt die Gouverneurswahlen gegen Leonid Rokezki im ersten Durchgang. Er erhält 52 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Juni 2000: Durch einen Erlass Putins wird Sobjanin zum stellvertretenden Generalgouverneur des Ural-Gebiets ernannt.

1996 – 2000: Senator des Gebiets Tjumen im Föderationsrat.

1994 – 1996: Vorsitzender der Regionalduma von Chanty Mansisk

1993: Berufung zum stellvertretenden Leiter der Regionalverwaltung von Chanty Mansisk.

1991 – 1993: Bürgermeister von Kogalym

1990: Leiter der Steuerbehörde von Kogalym

1989: Abschluss des Juristischen Instituts in der Abendschule

1988 – 1990: Stellvertretender Leiter der Organisationsabteilung im Parteikomitee der KPdSU von Chanty Mansisk.

1984 – 1988: Stellvertretender Leiter des Ortsrats von Kogalym, anschließend arbeitet er in der Wohnungsverwaltung, im Stadtrat und in der Steuerinspektion.

1982 – 1984: Arbeit im Komsomol von Tscheljabinsk

1975 – 1980: Studium am Technologie-Institut von Kostroma. Abschluss als Mechaniker-Ingenieur. Nebenbei Arbeit als Rohrschlosser, Aufstieg bis zum Meister.

Freunde und Team:



Gute Beziehungen zu Wladimir Putin. Dem Premier war Sobjanin auf Anhieb sympathisch. So holte er den Sibirier nach Moskau und machte ihn trotz (oder wegen) seiner Nichtzugehörigkeit zum Petersburg-Clan zu seinem Administrationschef.

Gute Beziehungen zum Ölbusiness. Roman Abramowitsch soll sogar Sobjanins Wahlkampf mitfinanziert haben. Auch zu Wladimir Bogdanow, dem Generaldirektor von Surgutneftegaz hat er ein gutes Verhältnis.

Pjotr Latyschew unterstützte Sobjanin bei den Gouverneurswahlen.

Feinde:



2001: Harter Wahlkampf gegen den damaligen Gouverneur von Tjumen, Leonid Rokezki. Beide arbeiten mit schwarzer PR. Rokezki gilt als Interessenvertreter der „Alpha-Gruppe“ um Michail Fridman und Pjotr Awen in der ölreichen Region.

Juri Luschkow, der gern noch länger im Amt geblieben wäre.

Skandale:



Sobjanins Ernennung zum Moskauer Oberbürgermeister geht ein handfester Politik-Skandal voraus. Präsident Dmitri Medwedew spricht Sobjanins Vorgänger Juri Luschkow das Misstrauen aus und setzt ihn ab. Der derart Abservierte erklärt, er wolle nun für die Wiedereinführung der Gouverneurswahlen kämpfen.

Seine Wahlkampagne für den Posten des Gouverneurs in Tjumen soll von Ölmilliardär Roman Abramowitsch mitfinanziert worden sein.

Als die Journalistin Natalja Jemeljanowa beim Regionalsender TRTR die Idee Sobjanins, eine besondere Art von Rindern in Frankreich zu kaufen, durch den Kakao zog, wurde dem Besitzer des Senders, Jewgeni Drosdinski, empfohlen sie zu entlassen. Drosdinski weigerte sich – und verlor sowohl TRTR als auch seine Rechte an der Ausstrahlung von „Russkoje Radio“ und „Europa Plus“ in Tjumen sowie das Recht, die Regionalbeilage des MK in Tjumen herauszugeben.

Familie und Eltern:



Verheiratet, hat zwei Töchter.

Sobjanins Vater, Semjon Sobjanin, war Vorsitzender des Ortsrates, die Mutter Buchhalterin.

Hobbys und Charakter:



Liebt seit frühester Kindheit die Jagd und Skifahren. Sein Vater hat ihm die Liebe zum Skifahren „eingeimpft“.

Rational und pragmatisch. Gilt als guter Verwalter und Organisator.

Zitate:



„Ich habe, glaube ich, schon auf den Skiern gestanden, bevor ich überhaupt laufen lernte.“

„Es gibt eine Opposition in Tjumen. Von den 25 Abgeordneten haben nur 24 für meine Kandidatur gestimmt.“

Weitere Quellen im Internet:




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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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