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Gurbanguly Berdymuhammedow ist seit Ende 2006 Präsident (Foto: rss-news)
Gurbanguly Berdymuhammedow ist seit Ende 2006 Präsident (Foto: rss-news)
Aktualisiert 09.05.2011 14:26

Gurbanguly Berdymuhammedow

Präsident Turkmenistans

Zitat: „Ich denke, dass das internationale Netz des Internets die neuesten Kommunikationstechnologien jedem Bürger zugänglich gemacht werden müssen.“ (Wahlversprechen 2007)

Geboren: 29.06.1957 in Babarap (Turkmenistan).

Laufbahn:
Studium als Zahnarzt am staatlichen Medizininstitut von Turkmenistan. Arbeit als Zahnarzt, später als wissenschaftlicher Assistent, dann Dozent und Dekan der stomatologischen Fakultät am Medizininstitut. Gesundheitsminister. Vize-Premier. Präsident.

Freunde: gilt als „Ziehsohn“ des ersten turkmenischen Präsidenten Saparmurat Nijasow (Turkmenbaschi),

Feinde: Akmurat Redschepow (Ex-Chef der Leibwache seines Vorgängers Nijasow), Owesgeldy Atajew.

Skandale: Der russische Gaskonzern Itera soll Berdymuhammedow eine Yacht für umgerechnet 60 Millionen Euro geschenkt haben. Itera ist seit 2008 im gasreichsten Land Zentralasiens aktiv.

Familie: Verheiratet. Zwei erwachsene Töchter und einen Sohn.

Hobbys: Pferdezucht.


Laufbahn



August 2010: Berdymuhammedow wird Präsident des Internationalen Verbands der Achal-Tekkiner-Züchter. Achal-Tekkiner ist eine alte zentralasiatische Pferderasse.

Juli 2009: Berdymuhammedow wird in die Akademie der Wissenschaften in Turkmenistan aufgenommen. Kurz zuvor hatte er persönlich eine Operation zur Entfernung eines gutartigen Geschwürs durchgeführt. Zudem wurde unter seinem Namen ein Buch „Arzneipflanzen Turkmenistans“ herausgegeben.

Juni 2009: In Aschchabad eröffnet ein Berdymuhammedow-Museum.

September 2008:
Die neue Verfassung Turkmenistans stärkt die Rechte des Präsidenten.

Februar 2007: Berdymuhammedow wird zum zweiten Präsidenten Turkmenistans gewählt. Offiziell erhält er 89,23 Prozent der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von fast 99 Prozent.

21. Dezember 2006: Nach dem Tod von Saparmurat Nijasow (Turkmenbaschi) wird Berdymuhammedow zum Übergangspräsidenten bestimmt. Laut Verfassung hätte eigentlich Parlamentschef Owesgeldy Atajew den Posten übernehmen müssen, doch der wird wegen Amtsmissbrauchs und des angeblichen Versuchs, die Braut seines Stiefsohns in den Selbstmord zu treiben festgenommen und später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

28. November 2006: An Stelle des erkrankten Nijasows nimmt Berdymuhammedow an einer Sitzung des GUS-Rats teil. Das wird von Beobachtern als Hinweis auf eine mögliche Nachfolgeregelung gewertet.

2001 - 2006:
Vize-Premier in der turkmenischen Regierung.

1997 - 2006: Gesundheitsminister. Er soll in der Zeit teilweise auch der Leibarzt von Turkmenbaschi gewesen sein.

1995 – 1997: Direktor des stomatologischen Zentrums im Gesundheitsministerium.

1990 – 1995: Arbeit an der stomatologischen Fakultät am staatlichen Medizininstitut von Turkmenistan. Zunächst wissenschaftlicher Assistent, später Dozent und Dekan der Fakultät.

1985 – 1990: Chefzahnarzt im Kreiskrankenhaus von Aschchabad.

1980 – 1985: Zahnarzt in verschiedenen Funktionen.

1979: Abschluss als Zahnarzt an der stomatologischen Fakultät des staatlichen Medizininstituts von Turkmenistan.

Freunde und Team:



Berdymuhammedows Karriere wurde von Saparmurat Nijasow gefördert. Gerüchten zufolge soll er sogar dessen Sohn gewesen sein, freilich beträgt der Altersunterschied zwischen beiden nur 17 Jahre.

Politisch sucht Berdymuhammedow Anschluss an China und deren starken Mann Hu Jintao.

Feinde:



Parlamentschef Owesgeldy Atajew. Dieser hätte nach Nijasows Tod eigentlich Übergangspräsident werden müssen, wird jedoch übergangen und quasi in einem Staatsstreich entmachtet und eingesperrt.

Eine aktive Rolle bei der Abschiebung Atajews spielte Akmurat Redschepow, der Chef der Leibwache Nijasow. 2006/07 galt er eigentlich als der starke Mann in Turkmenistan, bis er 2007 selbst überraschend festgenommen wird. Offiziell gibt es bis heute keine Angaben dazu.

Zu den GUS-Präsidenten Islam Karimow (Usbekistan) und Nursultan Nasarbajew (Kasachstan) soll er ein gespanntes Verhältnis haben

Skandale:



Die Berufung Berdymuhammedows zum amtierenden Präsidenten Turkmenistans entsprach nicht der Verfassung und muss fast als Staatsstreich angesehen werden.

2010 berichten russische Medien darüber, dass der russische Gaskonzern Itera Berdymuhammedow eine Yacht im Wert von etwa 60 Mio. Euro geschenkt hat. Itera arbeitet seit 2008 in Turkmenistan, dem gasreichsten Land Zentralasiens. Schon kurz nach seiner Amtseinführung bezeichnete Berdymuhammedow Itera als „alten und verlässlichen Partner Turkmenistans“

Familie und Eltern



Berdymuhammedow hat sieben Schwestern. Sein Vater Mjalikguly war Offizier im Strafvollzugssystem, ging als Oberst in Rente. Seine Mutter ist Hausfrau.

Berdymuhammedow hat zwei Töchter und einen Sohn. Eine Tochter lebt in London, die zweite in Paris. Medienberichten zufolge soll er neben seiner turkmenischen Frau auch eine russische Geliebte haben, mit der er eine Tochter hat.

Hobbys und Charakter



Die Pferdezucht gilt als Hobby Berdymuhammedows. Seit 2010 ist er Präsident eines Pferdezuchtverbands.

Laut Wikileaks ist Berdymuhammedow verschlossen und misstrauisch. Kritiker bemängeln zudem, dass der Personenkult um seinen Vorgänger Turkmenbaschi zunehmend vom Personenkult um Berdymuhammedow abgelöst wird.


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Der Winter ist eingezogen. Für ein paar Monate können sich die Russen in den Moskauer Parks an zahlreichen Eisskulpturen erfreuen. (Topfoto: Ballin)



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