Alischer Usmanow - Milliardär mit Problemen, Metalloinvest ist hochverschuldet (Foto: Gazprominvest)
Aktualisiert 28.04.2009 11:42
Alischer Usmanow
Milliardär, „Taschkenter Stahlmogul“ genannt. Generaldirektor der Gazprominvestholding.
Zitat: „Ich möchte heute Geschäfte machen, die die gesamte Unternehmergemeinschaft berühren. Wenn du verlierst, so ein wenig an alle; wenn du gewinnst, so ein wenig von jedem“. Geboren: Alischer Burchanowitsch Usmanow, 9. September 1953 in Tschust (Usbekistan). Laufbahn: Abschluss der Moskauer Diplomatenhochschule. Finanzakademie der russischen Regierung im Fach „Bankenwesen“. Mitarbeiter der Akademie der sowjetischen Wissenschaften, Referent beim ZK des kommunistischen Jugendverbandes Komsomol von Usbekistan, in der Folgezeit Mitarbeit bei mehreren Privatbanken und Firmen in Moskau und Archangelsk. Ab 2000 Generaldirektor der Gazprominvestholding. Bis Mitte 2001 Gazprom-Vorstandsmitglied. Besitzer der Verlagsgruppe Kommersant und des Metallurgiekonzerns Metalloinvest. Freunde: Oleg Deripaska zählt zu seinen Geschäftspartnern. Usmanow ist einer der wenigen, die bei Gazprom unter Rem Wjachirew angefangen hatten und sich unter dem Putin-Vertrauten Alexej Miller behaupten konnten. Feinde: Craig Murray (Ex-Botschafter, inzwischen einflussreicher politischer Blogger in Großbritannien) Boris Beresowski (verlangt einen Anteil an Metalloinvest). Skandale: Usmanow wurde 1980 wegen mehrerer Verbrechen zu acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, kam wegen guter Führung 1986 auf Bewährung frei. Später behauptete Usmanow Opfer „politischer Repressionen“ zu sein. Als Geschäftsmann Anfang der 90er zahlreiche zwielichtige Valutageschäfte. Soll Geld für eine tschetschenische Gruppierung angelegt haben. Familie: Verheiratet. Seine Frau ist Irina Winer, längjährige Trainerin der russsischen Nationalmannschaft im Kunstturnen. Hobbies: Kunst und Sport. Usmanow sitzt im Beirat des Bolschoi-Theaters. Er ist Präsident des russischen Fechtverbandes und Aufsichtsratsmitglied des Dynamo-Fußballklubs.
Sicherheitsabstand sieht anders aus. Aber wenn an der Peter-Pauls-Festung in St. Petersburg der Rundflug-Helikopter startet und landet, sind Zuschauer immer ganz nah dabei. Sobald sie allerdings der Rotorwind samt Staubwolke erfasst, haben die Neugierigen wieder etwas Nützliches fürs Leben gelernt. (Topfoto: Deeg/.rufo)