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Tschetschenische Milizionäre jagen in Inguschetien Untergrundkämpfer - und umgekehrt (Foto: newsru.com)
Tschetschenische Milizionäre jagen in Inguschetien Untergrundkämpfer - und umgekehrt (Foto: newsru.com)
Montag, 06.07.2009

Antiterror-Krieg fordert hohen Blutzoll bei Miliz

Grosny. Die Kämpfe zwischen dem kaukasischen Untergrund und – vor allem tschetschenischen – Sicherheitskräften haben sich in den letzten Tagen verschärft: Am Samstag starben neun Polizisten in einem Hinterhalt.


Seit dem Attentat auf den inguschetischen Republikpräsidenten Junus-Bek Jewkurow am 22. Juni wird die „gemeinsame Antiterror-Aktion“ der beiden Republiken vom tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow allein kommandiert. Am Wochenende erlitten seine Einheiten dabei die schwersten Verluste seit drei Jahren.

Eine nicht bekannte Zahl von Rebellen hatte im inguschetischen Bergland in einem Geländeeinschnitt einer Kolonne mit tschetschenischen Milizionären aufgelauert und sie unter Feuer genommen. Die 25 Mann waren mit vier ungepanzerten UAZ-Kleinbussen unterwegs.

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• Inguschetien: Fehler der Leibwache, Motor flog 400 m (23.06.2009)
• Inguschetien: Präsident Jewkurow bei Anschlag verletzt (22.06.2009)
• Tschetschenen-Warlord Umarow vermutlich getötet (09.06.2009)
• Tschetschenien und Inguschetien gemeinsam gegen Terror (18.05.2009)
Neun Polizisten wurden getötet, zehn erlitten Verletzungen. Die Angreifer zogen sich anschließend alle in die Wälder zurück - wobei Blutspuren auf Verletzte in ihrem Kreis hinwiesen.

Ramsan Kadyrow schwört Rache


Kadyrow kündigte später am Ort des Überfalls „harte Rache“ an. Die „Banditen“ würden von den tschetschenischen Behörden vernichtet, wo immer sie sich auch aufhielten, sagte er.

Die in der Nachbarrepublik operierenden tschetschenischen Einheiten machten sich dann auch umgehend auf die Suche nach der Terrorgruppe, die den Hinterhalt gelegt hatte. Angeblich wurden sie am Sonntag in der Nähe des Dorfes Dattych ausgemacht. „Ich erkläre offiziell: Diejenigen, die an diesen Verbrechen beteiligt waren, werden ihren Tod in diesem Wald finden“, so Kadyrow.

Weitere Opfer auch am Sonntag


Über Ergebnisse der Operation wurde zunächst aber nichts bekannt – außer einer Verlustmeldung: Ein tschetschenischer Milizionär wurde dort verletzt, als er in eine von den Kämpfern installierte Sprengfalle lief.

Auch in Tschetschenien selbst kam es am Sonntag zu bewaffneten Zusammenstößen: Ein bei einem Feuergefecht verletzter Untergrundkämpfer sprengte sich selbst in die Luft, bevor er verhaftet werden konnte.

Auch wurde dort ein russischer Militärhubschrauber aus einem Maschinengewehr beschossen. Eine Kugel verletzte einen darin sitzenden russischen Soldaten.



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