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Die "Sergej Kirow" bekam von dem Frachter einen Rammstoß in  die Flanke versetzt (Foto: yarland.ru)
Die "Sergej Kirow" bekam von dem Frachter einen Rammstoß in die Flanke versetzt (Foto: yarland.ru)
Mittwoch, 18.08.2010

Deutsche Kreuzfahrer mitten in Russland in Seenot

Jaroslawl. Auf dem Rybinsker Stausee ist ein Flusskreuzfahrtschiff mit einer Barkasse zusammengestoßen. Die „Sergej Kirow“ schlug leck. 202 Urlauber – darunter viele Deutsche – wurden unversehrt an Land gebracht.

Der Kollision geschah gegen 3.30 Uhr nachts auf dem riesigen Wolga-Stausee bei Rybinsk: Etwa zwei Kilometer vom Ufer rammte ein Schubschiff mit einer mit Sand beladenen Barkasse das vier Decks hohe Passagierschiff.

Die Bordwand wurde etwa auf Höhe der Wasserlinie auf etwa 15 Meter Länge aufgerissen. Obwohl sich in diesem Bereich Kabinen für die Mannschaften befinden und ein Rumpfabschnitt voll Wasser lief, kam die 91 Köpfe zählende Crew unversehrt davon.

Schreck-Sekunden mitten im tiefsten Schlaf


Wie ein Mitreisender namens Boris der Internetzeitung fontanka.ru berichtete, machte sich danach an Bord leichte Panik breit. Alle rannten durcheinander, aber dann sei es der Mannschaft gelungen, die Fahrgäste zu beruhigen. Es habe unter den Passagieren keine Verletzten gegeben.

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• Kreuzfahrtschiff sitzt vor Riga auf Sandbank fest (05.05.2008)
Mehrheitlich soll es sich bei den 202 Passagieren um Touristen aus Deutschland und den USA handeln. Es seien aber auch einige Russen als Fahrgäste mit an Bord, so fontanka.ru. Das Schiff fuhr auf der klassischen Binnenkreuzfahrt-Route von St. Petersburg über Jaroslawl nach Moskau.

Um 4.40 Uhr ging bei der Rettungszentrale des Gebietes Jaroslawl die Information über das Schiffsunglück ein. Daraufhin wurden ein Schlepper, ein Kutter und ein Ausflugsboot zu der Unglücksstelle etwa zwei Kilometer vom Ufer entfernt in Marsch gesetzt.

Keine Evakuierung ohne anständiges Frühstück


Gegen 7 Uhr gelang es der Mannschaft der „Sergej Kirow“, das Leck abzudichten. Am Vormittag begann dann die Evakuierung des Schiffes. Wie „Live News“ berichtet, hätten sich aber 83 Fahrgäste zunächst geweigert, den Havaristen zu verlassen, bevor sie nicht ihr Frühstück eingenommen haben.

Die Passagiere sollten mit den zur Hilfe gekommenen Booten nach Rybinsk gebracht werden.

Weiterfahrt per Bus geplant


Der Katastrophenschutz richtete dort eine Versorgungsstelle mit Essensausgabe und medizinischer und psyhologischer Hilfe ein. Der Kreuzfahrtveranstalter will die verhinderten Wolga-Fahrer von dort noch heute mit Bussen nach Moskau bringen.

Die deutsche Botschaft in Moskau konnte am Mittag keine weiteren Angaben über eventuelle Verletzte und die Zahl der Deutschen an Bord der „Sergej Kirow“ machen. Man bemühe sich, von den zuständigen Behörden näheres zu erfahren, so ein Botschaftssprecher.
Die “Sergej Kirow“ wurde 1987 in Deutschland gebaut und 2008 renoviert. Sie wird vom betreibenden Flussreise- veranstalter Viking als das „das derzeit luxuriöseste Schiff, das auf Russlands Flüssen kreuzt“ bezeichnet.



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Wahrheit 13.07.2011 - 21:52

Zum Thema Buffet!! Kein Mensch erwartet dass!! Nur sollte man nicht luegen und sagen es gab etwas wenn es definitiv nichts gab!!


Wahrheit 13.07.2011 - 21:49

Moechte zu Ihrer Antwort noch hinzufuegen dass ich das Unglueck auf der Wolga auch als schrecklich empfinde und dass ich auch allen Angehoerigen mein tiefstes Beileid ausspreche. Aber nichts desto trotz wollte ich ihren Artikel richtig stellen da ich einfach im Hafen Rybinsk mitbekommen habe wie Leute die keine Ahnung davon hatten was geschehen war Interviews gegeben haben und sich eigentlich dabei nur selbst inszeniert haben. Zum thema niemand nass geworden!!! Das sollten sie di zwei Philippinischen Mitarbeiter fragen die fast eingeschlossen in Ihrer Kabine ertrunken waeren, haette sie nicht ein Koch aus Kostroma gerettet.


Redaktion 12.07.2011 - 13:19

Ein ungerechter und ungerechtfertigter Vorwurf

Verehrter Leser,
Ihren Vorwurf einer \"schlechten Recherche\" möchte die Redaktion von Russland-Aktuell nicht unwidersprochen auf sich sitzen lassen. Unser Bericht erschien noch am Tag des Unfalls - und nicht ein Jahr im Nachhinein wie jetzt ihre Kritik. Selbstverständlich hätten Details exakter dargestellt werden können, wenn es uns technisch möglich wäre, sofort eine Reporter nach Rybinsk oder an den Ort eines Geschehens zu \"beamen\". Auch ist es uns nicht möglich, Handynummern von Passagieren oder dem Kapitän für Interviews auf telepathischem Weg in Erfahrung zu bringen.
In Ermangelung derartiger Möglichkeiten müssen wir uns zur schnellen aktuellen (sic!) Berichterstattung auf die russischen Medien und Agenturen verlassen und diese gewissenhaft auswerten bzw. zitieren. So ist das im Journalismus üblich. Jede Information auf ihre Richtigkeit zu überprüfen ist eben nicht immer möglich. Die von uns kontaktierte deutsche Botschaft in Moskau wusste zum Zeitpunkt der Recherche ja auch so gut wie nichts.
Wir hätten es Ihnen natürlich gegönnt, wenn man Sie nach diesen Aufregungen im Hafen von Rybinsk mit einem nett angerichteten Buffet empfangen hätte - aber ehrlich gesagt, uns erscheint ihre Kritik angesichts der aktuellen Tragödie auf der Wolga jetzt nicht nur verspätet, sondern auch ziemlich kleinlich. Sie haben immerhin überlebt und wurden nicht mal nass ...


Wahrheit 12.07.2011 - 09:42

Schlecht recherchiert

Als regelmaesiger Leser ihrer Zeitung muss ich sagen dass Sie in diesem Fall sehr schlecht recherchiet haben da viele Dinge die Sie schreiben schlicht nicht den Tatsachen entsprechen. Ich selbst war an der Evakuierung beteiligt und ich muss sagen das es nicht der Wahrheit entspricht dass die Gaeste an Board erst fruehstuecken wollten und dann erst das Schiff verlassen. Wahr ist viel mehr das der zustaendige Katastrophenschutz nicht in der lage war Schiffe zu organisieren die die Tourisen evakuieren koennten.
\"Der Katastrophenschutz richtete eine Versorgungsstelle ein mit Essensausgabe\"\"!!! stimmt auch nicht. Es gab zwar zwei russisch sprechende Psychologen die auf einem Tisch den sie in Rybinsk im Hafen aufstellten zwei flaschne Mineralwasser hinstellten (a 1,5 Liter) bis zum Eintreffen der Touristen hatten sie diese Flaschen allerdings ausgetrunken. Zum Essen gab es nichts!!!!


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