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Alexej Worobjow flucht bei der Eurovision in Düsseldorf vor laufenden Kameras. (Foto: newsru.com)
Alexej Worobjow flucht bei der Eurovision in Düsseldorf vor laufenden Kameras. (Foto: newsru.com)
Mittwoch, 11.05.2011

Eurovision: Russland kommt mit Skandal ins Finale

Düsseldorf. Alexej Worobjow, Russlands Vertreter beim Eurovision Song Contest, steht am 14. Mai im Finale in Düsseldorf. Sein Weiterkommen „feierte“ er vor laufenden Kameras mit einer Kanonade saftiger Mutterflüche.

Im ersten Halbfinale bei der Eurovision qualifizierten sich zehn Länder für das Finale am Samstag in Düsseldorf. Darunter Russland mit dem Song „Get You“. Worobjow, dem Beobachter „einen sehr souveränen Auftritt“ bescheinigten, machte seiner Anspannung nach dem langen Warten auf das Ergebnis lautstark Luft.

„Das ist Russland! Das ist Russland, bl… Komm her, bl…! Guck mir in die Augen, bl…“, schrie der 23-jährige Sänger vor laufenden Kameras und schwenkte dabei eine russische Fahne. Das „bl…“ steht für „bljad“, was so viel heißt wie „Nutte, Hure, Flittchen“ und im Russischen zu den heftigsten Mutterflüchen zählt.

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Deshalb wird es auch nicht ausgeschrieben, sondern mit Sternchen oder Pünktchen angedeutet. Im Russischen Fernsehen wurde die freudige Schimpftirade mit lauter Musik überlegt, aber eine moldawische Variante gelangte ins Internet und geht jetzt über Youtube um die Welt.

Fluchen vor Freude


Worobjow selbst erklärt den Vorfall so: Er habe sich damit von der ganzen Anspannung befreit, weil er große Angst hatte, nicht ins Finale zu kommen, und es sehr lange dauerte, bis die Abstimmung der Zuschauer und der Jury zum russischen Beitrag bekanntgegeben wurde.

Über Skype hatte er nach dem Auftritt seinem Vater gebeichtet: „Papa, du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Mutterflüche mir durch den Kopf gingen, als sie so lange nicht bekanntgaben, dass ich weitergekommen bin! Du kennst bestimmt nicht so viele!“

Gratulation zum Siegestag


Russlands Ergebnis wurde tatsächlich erst als vorletztes bekanntgegeben. Für Worobjow geht ein Traum in Erfüllung, wie er selbst sagt: „Mein Traum war, hier dabei zu sein. Und jetzt bin ich dabei und ich bin glücklich!“

Bevor Worobjow seinen Emotionen freien Lauf ließ, hatte er übrigens am Ende seines Auftritts alle Russen zum Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg gratuliert. Sein „Spasibo“ (Danke) zum Schluss dankte ihm der Saal mit donnerndem Applaus.

Nach Meinung der führenden Wettbüros wird Worobjow allerdings nur auf dem 10. Platz landen. Allgemeiner Favorit ist der Franzose Amaury Vassili.



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Emmelie 13.05.2011 - 02:02

Alexej Worobjow

Dieser Äusserungen waren unter der Gürtellinie. Diesem respektlosem Sänger sollte man den Auftritt beim Finale verbieten.


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