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| So sah Alexander Litwinenko aus, bevor er seine Haare wegen Verstrahlung verlor. Foto: newsru.com | |
Freitag, 24.11.2006
Ex-KGB-Agent Litwinenko in London gestorben
St. Petersburg. Alexander Litwinenko, der vor drei Wochen mit Verdacht auf Vergiftung in ein Londoner Krankenhaus eingeliefert wurde, ist tot. Der Ex-KGB-Agent hatte Russland 2000 verlassen und lebte in England.
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Litwinenko hatte den Kreml u. a. beschuldigt, die Terroranschläge auf Wohnhäuser Ende der 1990er Jahre selbst organisiert zu haben, um den Krieg in Tschetschenien zu rechtfertigen. Zuletzt hatte er sich um die Aufklärung der Ermordung der Journalistin Anna Politkowskaja bemüht.
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Am 1. November war Litwinenko mit Verdacht auf Vergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er sich in einer Londoner Sushi-Bar mit einem italienischen Professor und CIA-Beauftragten sowie einem „gewissen Wladimir“ getroffen hatte.
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Gab es keinen „gewissen Wladimir“?
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Entgegen erster Meldungen, Litwinenko sei mit dem Schwermetall Thallium vergiftet worden, hatten die Ärzte noch am Donnerstag erklärt, die tatsächlichen Ursachen der Erkrankung seien ihnen immer noch unbekannt. Der Zustand des Patienten war immer bedrohlicher geworden; am Donnerstagabend starb er schließlich.
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Inzwischen hat sich Andrej Lugowoj, der am 1. November mit Litwinenko in der besagten Sushi-Bar gesessen hatte und zu den Mitarbeitern des Kreml-Gegners Boris Beresowski gehört, zu Wort gemeldet. In einem Interview mit der Londoner „Times“ sagte er, der geheimnisvolle „dritte Mann“ sei Dmitri Kowron, ein Jugendfreund von Litwinenko, gewesen.
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Auf dem Tisch hätten alkoholische Getränke und Tee gestanden, von denen Litwinenko allerdings nichts getrunken habe. Er habe selbst auch nichts bestellt.
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„Die Bastarde haben mich gekriegt!“
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Wenige Stunden vor seinem Tod gab auch Litwinenko der „Times“ ein Interview, berichtet Gazeta.ru. „Ich möchte weiterleben, um es ihnen zu zeigen“, sagte Litwinenko. Mit „sie“ meinte er ganz offensichtlich den FSB. Und weiter: „Die Bastarde haben mich gekriegt!“
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Noch am Dienstag hatte Litwinenko in einem Gespräch mit Andrej Nekrassow, dem Regisseur des Films „Der FSB sprengt Russland“, erklärt, der Anschlag auf ihn sei der Beweis dafür, dass seine Anti-Kreml-Kampagne genau auf die zielte, die es angeht. Nur der Preis, den er selbst dafür zahlen müsse, sei zu hoch. (sb/.rufo)
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