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Dienstag, 09.10.2001

Fast sicher: Flugzeugabsturz durch Rakete

Moskau (rUFO/hs) Russische Ermittler am Absturzort der Tu-154 am Schwarzen Meer sind sich so gut wie sicher, daß sie Teile einer Flugabwehrrakete unter den Flugzeugteilen gefunden haben. Damit gibt es kaum noch Zweifel daran, daß die ukrainische Armee für den Tod der 78 Passagiere und Besatzungsmitglieder verantwortlich ist.

Eine S-200 Luftabwehrrakete, wie sie von der ukrainischen Armee wenige Minuten vor dem Tupolew-Absturz abgefeuert wurde, hätte theoretisch das Passagierflugzeug erreichen können, bestätigte heute der Hersteller „Fakel“ im Gebiet Moskau. Die Beschädigungen an den gefundenen Teilen des Flugzeugwracks weisen nach Expertenmeinung dieselben Muster auf, wie sie durch die Explosion einer Luftabwehrrakete in der Nähe hervorgerufen werden könnten – die S-200 trifft ihr Ziel nicht direkt, sie explodiert in der Nähe. Und: heute ließen Experten der eingesetzten Untersuchungskommission in Sotschi am Schwarzen Meer verlauten, sie hätten an der Absturzstelle Teile gefunden, die zu einer S-200 passen könnten. Begründete Zweifel daran, daß der ukrainischen Armee ein grausiger Fehler passiert ist, gibt es nicht mehr.

Der ukrainische Verteidigungsminister Alexander Kusmuk wollte denn auch heute vor dem ukrainischen Parlament explizit keine Version ausschließen – er sei sich seiner gewaltigen persönlichen Verantwortung bewußt, wenn eine ukrainische Rakete das Flugzeug getroffen haben sollte. Fast verzweifelt wiederholte Kusmuk aber, was die Ukrainer schon gestern präsentiert hatten: es seien 23 Raketen während des schicksalhaften Manövers abgefeuert worden, keine werde vermisst.

Allerdings mußte er einräumen, daß die Tu 154 auf ihrer Reise von Tel Aviv nach Nowosibirsk ins Zielradar der Rakete gelangt sein könne. Die fragliche S-200 sei aber schon vor der Explosion des Passagierflugzeugs abgestürzt. Niemals, so Kusmuk, habe das Verteidigungsministerium Informationen zu dem Vorfall entstellt.

Einer der Experten der Untersuchungskommission am Schwarzen Meer sagte heute unter Wahrung seiner Anonymität, es gebe „ernst zu nehmende Ausgangspunkte für die Annahme, daß wir unter den untersuchten Trümmern des Flugzeugs Splitter einer S-200-Rakete gefunden haben“. Allerdings dürften Schlußfolgerungen nur offiziell durch die Kommission veröffentlicht werden. Im ukrainischen Militär scheinen zumindest einige Rücktritte fällig. Das hilft allerdings weder den Opfern, noch deren Angehörigen. Die machen sich morgen wieder von Sotschi auf die Heimreise – die Untersuchung werde sich noch hinziehen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Die Chancen, weitere Leichen ihrer Angehörigen zu finden, sind ohnehin minimal.

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