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| Damit ist es sehr bald vorbei - zum Springbrunnenbaden wird es demnächst zu kalt in Moskau. (Foto: newsru.com) | |
Mittwoch, 18.08.2010
Hitze – einmal in 5.000 Jahren oder bald die Regel?
Moskau. Der heiße Sommer verabschiedet sich heute in Moskau mit einem neuen Temperaturrekord. Wissenschaftler diskutieren derweil, ob die anomale Hitze von 2010 eine Ausnahme war oder jetzt zur Regel werden wird.
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Der Mittwoch beschert der russischen Hauptstadt, wie erwartet, den 21. Temperaturrekord dieses Sommers. Um 13 Uhr wurden in der Wetterstation auf dem Allrussischen Ausstellungsgelände WWZ 32,5 Grad Celsius gemessen – nie zuvor war es an einem 18. August so warm.
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In diesem Jahr wurde in Moskau mit 38,2 Grad auch der absolute Temperaturrekord eingestellt. Insgesamt hielten sich in Zentralrussland fast 60 Tage lang Temperaturen von knapp unter 40 Grad.
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Zufall oder Klimawandel? Kein Wunder, dass sich die Wissenschaftler nach so einem „Jahrtausendsommer“ fragen: Wird das jetzt zur Regel oder war es nur ein Zufall? Roman Wilfand, der Direktor des Russischen Wetteramtes, ist der Meinung, solche extremen Wetterlagen kämen nur ein Mal in 5.000 Jahren vor.
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Zu diesem Ergebnis kommt er nach dem Studium der Wetterbeobachtungen der letzten 130 Jahre unter Anwendung der Wahrscheinlichkeitstheorie. Er schränkt allerdings ein: Sollte sich diese Anomalität im Laufe der nächsten zehn Jahre wiederholen, würde das auf einen starken Klimawandel hinweisen.
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Den sieht Alexander Bedrizki, der Klimawandelberater von Präsident Dmitri Medwedew, schon jetzt als gegeben an. Er ist sich sicher: In Zukunft wird es in Russland regelmäßig Perioden anomaler Hitze geben, dies sei eine Folge der globalen Erwärmung.
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Keine katastrophalen Folgen für die Ökologie Der Rekordsommer soll indes keine fatalen Folgen für die Umwelt haben, sind sich die Wissenschaftler einig. Laut dem Arktis- und Antarktis-Experten Nikolai Adamowitsch hat die Hitze keine Auswirkungen auf den Zustand des Permafrostbodens. Im Hohen Norden war es in diesem Sommer sogar kälter als üblich.
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Auch für Tiere und Vögel hat die anomale Hitze kaum Folgen, sagen russische Ökologen. Die Tiere seien mehr nacht- und morgenaktiv gewesen, trotz Feuer und Rauch gäbe es im Moskauer Gebiet und anderswo keine Gefahr, dass ganze Arten verschwinden könnten.
Die Wasservorräte im Land sind ebenfalls nicht betroffen. Kritisch könnte es erst werden, wenn dem trockenen Sommer ein niederschlagsarmer Herbst und Winter folgen würde.
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Die Wälder sind am schlechtesten dran Schlechter sieht es bei den von den Bränden vernichteten Wäldern aus. Ein Wald brauche im Schnitt 15 Jahre, um seine „Wunden zu heilen“, aber wenn er ganz abgebrannt ist, vergehen bis zur völligen Wiederherstellung 300 Jahre, lässt Greenpeace Russland verlauten.
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Ohne menschliches Eingreifen bräuchten die Wälder „hunderte von Jahren, bis sie wieder vollwertig leben können“.
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