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Aus der Hauptstraße ist ein kniehoher Bach geworden. Dutzende Siedlungen entlang des Amurs sind überflutet (Foto: TV)
Aus der Hauptstraße ist ein kniehoher Bach geworden. Dutzende Siedlungen entlang des Amurs sind überflutet (Foto: TV)
Montag, 19.08.2013

Jahrhundert-Hochwasser am Amur bedroht tausende Menschen

Chabarowsk. In Russlands Fernem Osten herrscht Alarmstimmung: Der Amur hat einen historischen Höchststand erreicht – und der Wasserstand steigt weiter. Dutzende Siedlungen müssen evakuiert werden. Es gibt Trinkwasserprobleme.

Unerbittlich steigt der Pegel: In der Großstadt Chabarowsk hat der Katastrophenschutz bereits 6,65 Meter gemessen. Der bisherige Höchstwert in der Pegelmessung stammt aus dem Jahr 1897 und liegt bei 6,42 Meter.

Wasserkraftwerk muss Schleusen öffnen


Heftige Regenfälle haben den Grenzfluss zu China so stark anschwellen lassen. Zuletzt mussten auch noch mehrere Wasserkraftwerke im Flussverlauf ihre vollgelaufenen Reservoirs leeren, um einen Dammbruch zu vermeiden. Das hat die Lage in der russischen Fernost-Hauptstadt nur verschärft.

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Dabei ist der Höhepunkt noch nicht erreicht. In den nächsten Tagen wird der Pegel nach Expertenschätzungen um einen weiteren Meter ansteigen. Bis zu 7,80 Meter Wasserhöhe prognostizieren die Behörden in Chabarowsk; im nordöstlich gelegenen Komsomolsk am Amur könnten es dann sogar acht Meter sein. Ob die Schutzdämme um die Städte halten, ist derzeit noch nicht ganz klar.

Rund 100 Ortschaften stehen unter Wasser


Schon jetzt stehen flussaufwärts knapp 100 Ortschaften unter Wasser, darunter auch Teile der Großstadt Blagoweschtschensk (Hauptstadt des Amurgebiets). Der Katastrophenschutz hat über 15.000 Menschen, davon 5.500 Kinder, aus dem Amurgebiet ausgeflogen. Viele der Hochwasseropfer haben durch die Flut ihr gesamtes Hab und Gut verloren.

Sie müssen in Notunterkünften ausharren und sind auf fremde Hilfe angewiesen. Erste Spendenaktionen zugunsten der Flutgeschädigten sind in Russland u.a. durch die russisch-orthodoxe Kirche bereits angelaufen.

Rettungskräfte im Großeinsatz


Derweil sind die Rettungskräfte im Dauereinsatz. Rund 10.000 Angehörige der Streitkräfte und des Zivilschutzes wurden in das Notstandsgebiet entsandt. Mit Pumpen und Sandsäcken sollen sie die Dämme sichern, mit den Booten fahren sie die überfluteten Dörfer ab, um Menschen aus ihren Häusern zu retten.

Immerhin: Auch wenn es Kritik an der Vorbereitung auf das Hochwasser gibt, operativ läuft die Arbeit der Rettungskräfte reibungslos. Berichte über Tote gibt es nicht - im Gegensatz zur Katastrophe von Krymsk, wo im vergangenen Sommer 171 Menschen den Tod fanden.

Trinkwasser in Jakutsk ungenießbar


Probleme gibt es nicht nur entlang des Amurs: Auch andere sibirische Ströme führen nach den vielen Regenfällen Hochwasser. In der Diamantenrepublik Jakutien beispielsweise ist der Pegel der Lena deutlich gestiegen – und gleichzeitig auch der Anteil der Fremdkörper im Wasser.

Der Eisengehalt im Trinkwasser überschreitet die Norm um das Fünffache. Weil in der Hauptstadt Jakutsk eine entsprechende Kläranlage fehlt, kommt aus den Leitungen braunes, unappetitliches Wasser. Experten raten daher dazu, lieber in Flaschen abgefülltes Trinkwasser zu verzehren. Wer trinkt, was aus der Leitung fließt sollte dies entweder zuvor filtern oder abkochen.



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