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| Den Quasdratmeterzahlen nahc zu urteilen, ist dies nur ein kleiner Teil des Kadyrow-Palastes (Foto: Nowaja Gazeta) | |
Freitag, 17.02.2012
Kadyrow sucht Putzdienst für seinen neuen Palast
Grosny. In Tschetschenien lässt es sich leben - zumindest im neuen Präsidentenpalast, der in Grosny seiner Vollendung entgegen geht: Für den 250 Mio. Euro teuren Prachtbau wird nun das Servicepersonal gesucht. Wer kann 64.000 Quadratmeter putzen?
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Wie die "Nowaja Gazeta" berichtet, wird gegenwärtig per öffentlicher Ausschreibung ein Auftragnehmer gesucht, der die neue Residenz von Republik-Chef Ramsan Kadyrow unterhalten soll. Unter anderem gilt es dabei, "64.000 Qadratmeter Innenräume" sauber zu halten und 6.200 Quadratmeter Fensterfläche bis ins vierte Obergeschoss von außen zu putzen.
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Recht aussagekräftig über die Ausmaße des Palastes ist auch die gestellte Aufgabe, auf dem Territorium 32 Kilometer Bordsteinkanten zu weißeln. 7,7 Hektar sind mit Blumenbeeten zu bepflanzen und auf 1,4 Hektar Fläche hat der Palastservice in Zukunft Büsche und Bäume mit figuralen Schnitten zu versehen.
Neu-Versailles auf Bürgerkriegstrümmern Nach Angaben der Zeitung hat das tschetschenische Versailles am Ufer dese Flusses Sunsha 10 Mrd. Rubel (ca. 250 Mio. Euro) gekostet und befindet sich auf einem 26 Hektar großen Areal. Diese Zahlen beeindrucken umso mehr, da Tschetschenien bis heute vorrangig von Transferzahlungen aus dem staatlichen Budget lebt und viele Menschen dort nach dem jahrzehntelangen Krieg verarmt sind. Die Forderung "Schluss mit der Fütterung des Kaukasus" ist ihrerseits eine der beliebtesten Parolen der russischen Nationalisten.
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Ramsan Kadyrow lebt nach offiziellen Angaben von seinem Gehalt in Höhe von etwa 100.000 Euro und besitzt weder Immobilien noch Autos. Es ist aber kein Geheimnis, dass sein Clan große Teile der tschetschenischen Wirtschaft kontrolliert, weshalb Kadyrow auch Milliardärs-Vergnügungen wie ein eigenes Gestüt für Rennpferde zur Verfügung stehen.
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Abwasser-Anschluss ist Fehlanzeige Kadyrows neue Residenz hält nicht nur bei den Dimensionen den Vergleich mit dem Schloss des französichen Sonnenkönigs aus: Wie bei Ludwig XIV., in dessen Prachtbau es alles gab außer vernünftiger Toiletten, verfügt auch das Kadyrow-Schloss offenbar über keinen Kanalisationsanschluss:
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Denn zur Aufgabenliste der zukünftigen Hausverwaltung gehört auch die Entsorgung von 25.000 Kubikmeter flüssiger Fäkalien.
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