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Ein Sonnenstrahl für die ein Wochenende lang im Schnee campierenden Lkw-Fahrer: Der Verkehr auf der M10 fließt wieder einigermaßen (Foto: fontanka.ru)
Ein Sonnenstrahl für die ein Wochenende lang im Schnee campierenden Lkw-Fahrer: Der Verkehr auf der M10 fließt wieder einigermaßen (Foto: fontanka.ru)
Montag, 03.12.2012

Moskau-Petersburg: 190 km Stau, Verkehr fließt jetzt wieder

Moskau. Der Horror-Stau von 190 Kilometer Länge auf der eingeschneiten Fernstraße zwischen Moskau und St. Petersburg hat sich leidlich aufgelöst. Der Verkehr fließt wieder, nun gibt es Schuldzuweisungen.


Nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums gab es „Störungen in der Bewegung der Fahrzeuge“ – vulgo: Staus und Stillstand - am Wochenende auf 191 Kilometern der etwa 650 Kilometer langen M10 Strecke zwischen den beiden russischen Metropolen. 135 Kilometer des Riesenstaus lagen im Gebiet Twer, der Rest im Gebiet Nowgorod. 4000 Lastwagen sollen in dem Riesenstau festgehangen haben.

Reisegeschwindigkeit ist wieder gegeben


Angeblich soll der Verkehr jetzt wieder mit den üblichen 80 bis 90 km/h fließen, so die Twerer Verkehrspolizei. Stellenweise bewegt sich aber nach wie vor nicht alles – zumindest für die Lkw-Kolonne auf der rechten Fahrbahn ist oft nur Schleichverkehr möglich. Nachts sei der Stau nur zäh in Bewegung gekommen, da viele Lkw-Fahrer in ihren Kabinen schliefen und von Polizisten oder Kollegen geweckt werden mussten.

Katastrophenschutzminister Wladimir Putschkow sagte heute bei einer ersten Bilanz des Großeinsatzes am Wochenende, dass es seitens seiner Einsatztruppe Probleme „bei der Versorgung der Fahrer mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten“ gegeben habe. „Ein System zur Information der Fahrer über die Perspektiven und ergriffenen Maßnahmen“ habe gänzlich gefehlt.

Ein Stau-Grund: Twer sperrte Lkw aus


Als einer der Auslöser für den Riesenstau wird – neben dem Schnee als solchen – der Umstand genannt, dass die Twerer städtischen Behörden am Freitag die Einfahrt von Lastwagen in ihre Stadt verboten hätten. Die aus der Stadt ausgesperrten Lkws hätten dann auf der Umgehungsstraße um die Stadt, die Teil der M10 ist, für elementare Staus gesorgt.

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Die Maßnahme sollte helfen, die Straßen der unter einer 70 Zentimeter dicken Neuschneedecke begrabenen Regionalmetropole leichter vom Schnee zu befreien. Am Freitag hatte es in Twer einen totalen Verkehrskollaps gegeben: Weder Busse noch Trolleys fuhren.

Überlastete Strecke kollabiert


Die weitere Entwicklung war dann auf der engen und nur stellenweise autobahnartig ausgebauten Strecke eine fast zwangsläufige Entwicklung: Lkws mussten stoppen und konnten nicht mehr anfahren, Überholende blieben selbst stecken, manchmal verkeilten sich auch die Ströme im Gegenverkehr. Räumfahrzeuge kamen deshalb nicht oder nur mühsam mit Polizeieskorte durch.

Eigentlicher Auslöser des Mega-Staus ist damit die mangelnde Verkehrskapazität der vor allem vom Güterverkehr intensiv genutzten Magistrale. Da das Projekt einer gut ausgebauten Mautautobahn zwischen Moskau und Petersburg bereits in den Büros reift (2018 soll sie fertig sein), steckt der Staat gegenwärtig wenig Mittel in den Ausbau der wichtigen Transportader.

Kaum freie Fahrt - ein tödlicher Unfall


In der Nacht auf heute kam es auf der wieder leidlich funktionierenden Fernstraße zu einem schweren Unfall: Ein Lastzug, unterwegs in Richtung St. Petersburg, rammte einen Reisebus, der in der Gegenrichtung mit 22 Passagieren von der Newa nach Rostow-am-Don unterwegs war. Der Lkw-Fahrer und ein Businsasse kamen dabei ums Leben.

Neben dem Superstau gab und gibt es noch andere Folgen der Schneefront: Im Gebiet Pskow sind seit drei Tagen etwa 12000 Menschen in sieben Landkreisen ohne Elektrizität.



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