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Großbrand im Stanislawski-Musiktheater in Moskau (Foto: TV)
Großbrand im Stanislawski-Musiktheater in Moskau (Foto: TV)
Freitag, 27.05.2005

Moskauer Musiktheater im Stadtzentrum abgebrannt

Moskau. (13:06) Nach dem Blackout, der der "Elektroschock" getauft wurde, erschüttert eine neue Katastrophe die Moskauer. Ein Großbrand vernichtete das Stanislawski-Musiktheater, die Nummer 2 im russischen Ballett.

Das Stanislawski-Musiktheater im Moskauer Stadtzentrum brannte in der Nacht auf Freitag ausgebrannt. Das Feuer war am Morgen bereits unter Kontrolle. Weil die Strasse Bolschaja Dmitrowka aber gesperrt war, war der Verkehr im Zentrum für längere Zeit behindert.

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Der Brand brach um drei Uhr Nachts im Bereich der Bühne aus. Die Flammen griffen wegen der Baugerüste und Baumaterialien im Theaterraum sehr schnell um sich. Das Feuer war schließlich 1.500 qm groß und drohte auf die Nachbargebäude überzugreifen - was aber dank des Einsatzes von 50 Löschfahrzeugen verhindert werden konnte.

Der Großbrand wurde relativ schnell eingedämmt

Trotzdem wurde das Dach über dem Zuschauerraum zerstört. Es gab keine Toten oder Verletzten. Der Großbrand ist aber für das Stanislawski Musiktheater, nach dem Bolschoi wohl das beste Ballett-Theater Moskaus, eine Tragödie.

Schon vor zwei Jahren brannte das Theater

Vor fast genau zwei Jahren hatte bereits ein Großbrand das Theater zerstört. Die Stanislawski-Truppe konnte aber teilweise auf die Neue Bühne des benachbarten Bolschoi ausweichen. Das ist jetzt nicht mehr möglich, weil das alte Bolschoi zur Renovierung geschlossen ist und die Neue Bühne selbst nutzt.

Die Renovierungsarbeiten im Stanislawski-Theater sollten jetzt im Herbst abgeschlossen sein. Im Rahmen der Renovierung war das Theater erheblich ausgebaut worden. Der neue Teil des Gebäudes konnte von der Feuerwehr gerettet werden.

Das Stanislawski-Musiktheater liegt in der Bolschaja Dmitrowka in unmittelbarer Nachbarschaft des Föderationsrates und der Generalstaatsanwaltschaft.

Über die Ursachen des Brandes ist bisher nichts bekannt.

Das Haus war jetzt gerade renoviert worden

Eine bayrische Fachfirma hatte bei den Renovierungsarbeiten eine neue Bühnenmechanik eingebaut. Die Theaterleitung erklärte bereits, es werde damit die modernste Bühne des Landes sein. Direktor Urin sagte nun, wegen des Brandes werde sich die Wiedereröffnung um drei bis vier Monate verzögern.

Historische Chance verpasst

Das neu eingerichtete Haus bot dem Stanislawski-Theater endlich eine Chance, den ewigen Konkurrenten Bolschoi um Nasenlängen zu überrunden. Es ging dabei nicht nur um neue Räumlichkeiten. Im Herbst sollten ein neuer Ballettchef und eine neue Tänzertruppe einsteigen. Das Bolschoitheater schließt jetzt gerade zur längst fälligen Renovierung, die gut zwei Jahre in Anspruch nehmen soll. Der Umbau läßt sich wegen real drohender Einsturzgefahr nicht länger aufschieben.

Bleibt Moskau ohne große Ballet- und Opernbühne?

Falls sich an diesen Plänen nichts ändert, bleibt Moskau in der kommenden Theatersaison ohne große Ballett- und Opernbühne. Zwar gibt es das „kleine“ Bolschoitheater, doch war der Neubau - gleich neben dem historischen Gebäude mit der bekannten Quadriga über der Säulenpforte - von Anfang an nur als Überbrückung für die Zeit der Renovierung gedacht. Große russische Opern von Glinka und Mussorgski und klassische Ballette lassen sich dort nicht aufführen.

(mig/adu/.rufo)


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