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Robbenbabies werden das Opfer von Pelztierjägern (Foto: Wremja Nowostjej)
Robbenbabies werden das Opfer von Pelztierjägern (Foto: Wremja Nowostjej)
Freitag, 29.02.2008

Pelztierjäger eröffnen Robbensaison in Russland

Archangelsk. Das Schlachten hat wieder begonnen. In der nordrussischen Region Archangelsk wurde am Donnerstag offiziell die Saison für die Jagd nach Robbenbabies eröffnet. Umweltschützer kritisieren die Pelztierjagd.

Das Weiße Meer ist gewissermaßen die Kinderstube für alle Grönlandrobben. Ende des Winters sammeln sich die Herden hier, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Die jungen Robben unterscheiden sich äußerlich von ihren Müttern durch das weiße Fell.

Schützendes Fell wird zum Verhängnis


Das Weiß ist als natürliche Tarnung für das Leben an Land gedacht. Das Fell schützt die Tiere vor dem Auskühlen. Wenige Wochen später, wenn die Jungen größer und stärker sind, verlieren sie ihr Fell, eine dicke Fettschicht verhindert dann ein Unterkühlen der Tiere.

Bei Russland-Aktuell
• WWF: Ölprojekt im Pazifik bedroht letzte Grauwale (19.02.2003)
• Weißes Meer wird zur Todesfalle für Robben (09.05.2001)
Doch ausgerechnet das Fell wird den Babies zum Verhängnis. Der weiße Pelz ist in Russland sehr begehrt. Es gibt eine regelrechte Industrie, die sich auf die Verarbeitung von Robbenfellen spezialisiert hat. Tausende Tiere werden abgeschlachtet.

Norweger wollen in Russland jagen


In diesem Jahr befürchten Umweltschützer einen dramatischen Anstieg der Opferzahlen. Die norwegische Firma GC Riber Skinn AS hat mit der Regionalverwaltung Archangelsk einen Vertrag über die Nutzung der Robbenfelle abgeschlossen. Das gemeinsame Tochterunternehmen „Riber – Pomorje“ mit 100 Prozent norwegischem Kapital soll sich in diesem Jahr auf die Jagd nach Robbenbabies machen.

Protest von Umweltschützern


Russische Umweltschützer kritisieren die Jagd als unmenschlich. „Robbenbabies sind genau der Fall, in dem ein zivilisierter Mensch auf Massenmord verzichten muss“, erklärte Rustam Sagitow vom Baltischen Umweltschutzfonds.

Die russischen Grünen wollen zahlreiche Veranstaltungen gegen das Robbenschlachten veranstalten. Unter anderem ist ein Konzert russischer Popstars auf den Eisschollen im Weißen Meer geplant. Den Start der Jagdsaison konnten die Ökologen jedoch nicht verhindern. Nun hoffen sie, dass die Öffentlichkeitsaktionen für ein Umdenken in der Bevölkerung sorgen.



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hase02 19.02.2012 - 00:36

Ein schönes Robbenbaby

Sehe ich dieses kleine Robbebbaby, auf dem Bild, kann ich die Nachfrage, nach Robbebfellen verstehen. Es sieht so unschuldig aus, ideal für meine Pelze. Auf eine erfolgreiche Robbebjagd.


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