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Der ukrainische Frachter Faina kommt wieder frei. Foto: newsru.com
Der ukrainische Frachter Faina kommt wieder frei. Foto: newsru.com
Donnerstag, 05.02.2009

Piraten vor Somalia geben ukrainisches Schiff frei

Aden. Das seit September 2008 von Piraten gekaperte ukrainische Frachtschiff „Faina“ kommt wieder frei. Die Seeräuber verlassen den Frachter nach und nach mit dem Lösegeld – 3,2 Millionen Dollar.

Nach Angaben von ITAR-TASS befinden sich etwa 100 Piraten an Bord der Faina und teilen die Beute zwischen einzelnen Gruppen auf. Das mit 33 gebrauchten T-72-Panzern beladene Schiff war auf dem Weg nach Kenia am 25. September im Golf von Aden gekapert worden.

Die Schiffseigener Wadim Alperin (ein Geschäftsmann aus Odessa mit israelischem Pass) hatte am Mittwoch das geforderte Lösegeld in Höhe von 3,2 Millionen Dollar durch ein Flugzeug über dem Frachter abwerfen lassen. In der Geschichte der Seeräuberei vor Afrika ist diese Summe bisher die höchste überhaupt.

Teilen der Beute nach eingeübtem Schema

Bei Russland-Aktuell
• Russiches Kriegsschiff wehrt Piratenangriff vor Aden ab (14.01.2009)
• Russland und USA gemeinsam gegen Piraten - auch in UN (23.11.2008)
• Russische Marine erwägt kommerzielle Piratenabwehr (20.11.2008)
• Piraten: Ukrainischer Frachter vor Afrika gekidnappt (26.09.2008)
Laut der Zeitschrift „Meeresbulletin – Sowfracht“ gehen die Piraten beim Teilen des Lösegelds nach einem bestimmten Schema vor: Unter Kontrolle des „Häuptlings“ bekommt eine Gruppe ihren Anteil und verlässt das Schiff. Die nächste Gruppe wartet, bis die erste sicher am Ufer angekommen ist, usw.

Damit sichern sich die Piraten gegen Übergriffe der in der Nähe patrouillierenden Kriegsschiffe, aber auch vonseiten anderer Piratengruppen ab. Auf diese Weise zieht sich die Geldübergabe oft stundenlang hin.

Faina fährt unter Begleitung nach Mombasa

In der Nähe der Faina ist ein amerikanisches Kriegsschiff aufgefahren. Nach der Freilassung soll es den ukrainische Frachter ins keniasche Mombasa geleiten, wohin er ursprünglich auch unterwegs gewesen war.

Zuerst hatten die Piraten 35 Millionen Dollar Lösegeld gefordert. Nach langen Verhandlungen senkten sie die Summe auf fünf Millionen. Bei Nichterfüllung drohten sie mit der Sprengung des Schiffs.

Im Moment der Kaperung hatten sich 21 Mann Besatzung an Bord befunden: 17 Ukrainer, drei Russen und ein Lette. Der russische Kapitän starb in Folge eines Herzanfalls. Russland stellte Ende Oktober das Kriegsschiff „Neustraschimy“ für den Kampf gegen die Piraten am Horn von Afrika zur Verfügung (Russland-Aktuell berichtete).



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