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Mireille Mathieu schmettert auf dem Roten Platz die russische Hymne... und ärgert sich über das russische Fernsehen. (Foto: newsru.com)
Mireille Mathieu schmettert auf dem Roten Platz die russische Hymne... und ärgert sich über das russische Fernsehen. (Foto: newsru.com)
Freitag, 07.09.2012

Pussy Riot: Mireille Mathieu verärgert über russ. TV

Moskau/Paris. Die französische Sängerin Mireille Mathieu klagt nach ihren Auftritten in Moskau über Zensur. Das russische Fernsehen habe ihre Worte über Nachsicht gegenüber Pussy Riot aus einem Interview gestrichen.

Mireille Mathieu kommt oft und gern nach Russland. Zuletzt trat sie am 2. September beim Militärorchester-Festival „Erlöserturm“ in Moskau auf und trug – zur großen Überraschung des Publikums – die russische Nationalhymne vor. Im Vorfeld hatte sie dem russischen Sender TVZ ein Interview gegeben.

Darin spricht sie ausführlich über ihre Lieblingsplätze in Moskau, nennt u. a. die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz. Dies nimmt die junge Moderatorin zum Anlass, Mathieu nach ihrer Meinung zu den Punkrockerinnen von Pussy Riot zu befragen, die wegen eines „Punk-Gebets“ gegen Putin unlängst zu zwei Jahren Lager verurteilt worden sind.

“Für Gaddafi gesungen“


Ihre Antwort klingt in der russischen Übersetzung sehr hart. Die Frauen seien „nicht zurechnungsfähig“. „Ich verurteile ihr Handeln“, „eine Kirche ist ein heiliger Ort, den es zu achten gilt“, heißt es dort wörtlich.

Bei Russland-Aktuell
• Pussy Riot sollen im Staatsfernsehen Abbitte leisten (03.09.2012)
• Reaktionen zum Pussy Riot-Urteil: großer Image-Verlust (18.08.2012)
• Pussy Riot: Protest mehrt sich vor Urteilsverkündigung (15.08.2012)
• Konzert in Moskau: Madonna „betet für Pussy Riots“ (08.08.2012)
In Frankreich führten die Äußerungen zu einer Welle von Kritik. Mathieu sei „schon oft im Kreml aufgetreten“, schrieb die „Liberation“. 2008 habe sie „nicht nur für Wladimir Putin, sondern auch für Gaddafi gesungen, der zu Besuch in Moskau war“. Soll heißen: Sie hofiere dem Westen unbequeme Machthaber.

“Reingelegt“


Mathieu reagiert ungehalten. Sie sei „reingelegt“ worden, ließ sie in Paris verlauten. Ihre Antwort zu Pussy Riot sei erstens falsch übersetzt worden und zweitens hätte der Sender den Satz gestrichen, in dem sie sagt, die Frauen hätten Nachsicht verdient.

Statt „nicht zurechnungsfähig“ habe Mathieu gesagt, Pussy Riot „ist sich der Handlung in der Kirche nicht ganz bewusst gewesen“ und hätte „sich einen anderen Ort für den Protest aussuchen sollen“. Und: „Ich als Frau, Künstlerin und Christin rufe dazu auf, mit den drei Mädchen Nachsicht zu üben.“

TVZ dementierte zunächst Mathieus Anschuldigung, gab später aber zu, einen Fehler gemacht zu haben. Eine „junge Journalistin“ habe fälschlicherweise den entscheidenden Satz herausgeschnitten. Sie werde entlassen. Das Original-Interview werde später nachgesendet.



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Stoll 09.09.2012 - 17:48

08.09.2012 16:13 Paulsen-Consult--- Ich warte schon auf das ungekürzte Interview, dass der Sender nachsenden will!
warte.... warte....warte....warte..uah...langsam werde ich müde....:(---

Ich auch.


Paulsen-Consult 08.09.2012 - 16:13

Klasse!

Ich warte schon auf das ungekürzte Interview, dass der Sender nachsenden will!
warte.... warte....warte....warte..uah...langsam werde ich müde....:(


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