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Auch Petropawlowsk auf Kamtschatka liegt in der erdbebenbedrohten Zone (Foto: Deeg/.rufo)
Auch Petropawlowsk auf Kamtschatka liegt in der erdbebenbedrohten Zone (Foto: Deeg/.rufo)
Dienstag, 05.04.2011

Russen sagen neues schweres Erdbeben in Japan voraus

Moskau. Seismologen des russischen „Instituts für Meeresgeologie und Geophysik“ prophezeien ein neues Erdbeben in Japan. Das Beben soll eine Stärke von bis 8,5 Punkten auf der Richter-Skala haben und auch Russland bedrohen.

Laut Iwan Tichonow, einem Wissenschaftler des Instituts, liegt das mögliche Epizentrum des bevorstehenden Bebens 200 Kilometer östlich des Epizentrums des verheerenden Bebens am 11. März. „Dort gibt es ein Gebiet, wie sich jetzt herauskristallisiert, wo es bisher keine starken Beben gab. Dieses Gebiet führt ein „Eigenleben“ gegenüber den übrigen Territorien, wo jetzt Nachbeben registriert werden“, sagte Tichonow.

Neues Beben für den Druckausgleich


In der nächsten Zeit könne sich in diesem Gebiet ebenfalls ein kräftiges Beben ereignen, um den aufgestauten Druck der Erdplatten an dieser Stelle wieder auszugleichen. Das mögliche Beben hätte den Berechnungen nach eine Stärke zwischen 7,5 und 8,5 Punkten auf der Richter-Skala.

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• Japanisches Nachbeben trifft die Kurileninsel Iturup (30.03.2011)
• Michalkow: Japanische Ereignisse „eine Strafe Gottes“ (18.03.2011)
• Russisch-Fernost: Keine Bedrohung durch Radioaktivität (12.03.2011)
• Erdbeben in Japan: Tsunami-Alarm auf den Kurilen (11.03.2011)
• 2-Meter-Tsunami bleibt ohne Schäden auf den Kurilen (11.03.2011)
Zum Vergleich: Das Beben vor der Sanriku-Küste am 11. März hatte eine Stärke von 9,0. Die Erderschütterungen und der durch das Beben hervorgerufene Tsunami haben offiziellen Angaben nach über 12.000 Todesopfer gefordert. Über 15.000 Menschen gelten als vermisst. Die Schäden liegen im dreistelligen Milliardenbereich.

Angaben ohne Gewähr


Nach Angaben Tichonows ist ein neues Erdbeben kein Muss: „Ich habe ein wahrscheinliches Szenario für die Weiterentwicklung der Nachbeben vorgestellt. Es muss sich nicht unbedingt einstellen, aber es ist ziemlich sicher“, erklärte der Seismologe.

Laut dem Institut für Meeresgeologie und Geophysik folgen die Erdbeben einem gewissen zeitlichen Rhythmus. Alle 100 Jahre gebe es ein starkes Beben vor der japanischen Küste, auch das (vorerst) letzte habe sich in dieses Zeitfenster gefügt, so die Wissenschaftler des Instituts. Die zerstörerische Kraft dieses Erdbebens habe dennoch überrascht.

Kamtschatka und die Kurilen gefährdet


Das Institut hat auch weitere Analysen zu künftigen Erdbeben in der Region vorgestellt. Demnach sind auch die Halbinsel Kamtschatka und die Inselgruppe Kurilen bedroht. Für Kamtschatka beginnt demnach ab dem 25. April eine Phase erhöhter Erdbebengefahr.

Die größte Gefahr besteht demnach für den südlichen Teil Kamtschatkas und einen Teil der nördlichen Kurilen.

Lage vor den Kurilen spitzt sich zu


Für die Südkurilen besteht schon seit August vergangenen Jahres Alarmstufe Gelb. Dort haben die Wissenschaftler zwei mögliche Epizentren ausgemacht: Zwischen den Inseln Urup und Iturup und zwischen Onekotan und Schikotan.

Derzeit sei die Lage auf den Kurilen vom seismologischen Standpunkt aus aber noch verhältnismäßig ruhig. „Wenn es irgendwelche Abweichungen gibt, zeugt das von möglicher Gefahr. Noch gibt es keine konkrete Bedrohung. Aber zurücklehnen sollte man sich nicht“, warnt Tichonow.



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