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ESA-Chef Dordain und der Chef der russischen Raumfahrtagentur Perminow bei einer gemeinsamen Pressekonferenz (Foto: Ballin/.rufo)
ESA-Chef Dordain und der Chef der russischen Raumfahrtagentur Perminow bei einer gemeinsamen Pressekonferenz (Foto: Ballin/.rufo)
Mittwoch, 20.06.2007

Russen und Europäer planen gemeinsame Mars-Expedition

Paris. Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos will bei der Verwirklichung von Marsprogrammen eng mit der ESA zusammen arbeiten. Bis zum Luftfahrtsalon in Moskau soll das Format der Kooperation geklärt werden.

Bis Ende August (d.h. bis zur MAKS-2007) werden die nächsten Etappen des Projekts „ExoMars“ festgelegt, erklärte Roskosmos-Chef Anatoli Perminow beim Pariser Luftfahrtsalon. Dann soll es eine konkrete Vereinbarung über das Projekt geben. „ExoMars“ dient zur wissenschaftlichen Erforschung des Mars-Planeten. Eigentlich sollte bereits 2011 ein europäisches Mars-Mobil von einer russischen Sojus-2-Rakete in den Weltraum geschossen werden. Derzeit liegen die Planungen für den Starttermin bei 2013, damit die ESA genügend Zeit zur Entwicklung der notwendigen Schlüsseltechnologien hat.

Kein Krieg der Sterne: Zusammenarbeit im Kosmos wird ausgebaut



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In Paris zeigte sich Perminow zuversichtlich in Bezug auf die gesamte russisch-europäische Weltraumkooperation. Die Zusammenarbeit mit der ESA funktioniere und werde weiter ausgebaut, erklärte der russische Raumfahrtchef. In dem Zusammenhang hob er die Bedeutung Deutschlands hervor. „Wir weiten unsere Kooperation mit Deutschland aus. Während des Salons werden wir die Perspektiven gemeinsamen Handelns mit diesem Land betrachten, das ja unter anderem daran interessiert ist, sich künftig auch an Programmen der bemannten Raumfahrt zu beteiligen. Das freut uns“, sagte Perminow.

Möglicherweise bedeutet dies, dass Russland und Deutschland ein gemeinsames Projekt in der bemannten Raumfahrt starten. Zuletzt war Thomas Reiter als deutscher Raumfahrer im All. Während der 13. ISS-Expedition lebte und arbeitete er von Juli bis Dezember 2006 166 Tage an Bord der Internationalen Raumstation.

Normalität auf der ISS eingekehrt



Dort ist nach den Unruhen der letzten Woche übrigens inzwischen wieder Normalität eingekehrt. An Bord der ISS arbeiten nach Angaben der Moskauer Flugleitzentrale alle Systeme wieder normal. Alle Systeme sind in Betrieb, zwei Bordcomputer sind im Einsatz, zwei in Bereitschaft und weitere zwei in Reserve. Die Raumfähre Atlantis allerdings, die gestern Abend zum Rückflug ablegte, könnte morgen Probleme mit der Landung haben, meldet das russische Fernsehen unter Berufung auf die NASA. Für die geplante Landezeit sind Sturm und Gewitter vorhergesagt.

Als sich die Atlantis endgültig von der Internationalen Raumstation entfernte, hatte ISS-Kommandant Fjodor Jurtschichin noch einmal gute Landung gewünscht. Vorher hatte die Raumfähre mehrfach die ISS umrundet, damit die zurückbleibende ISS-Besatzung sie auf mögliche äußere Schäden überprüfen konnte. Allerdings muss die Landung möglicherweise wegen Sturm und Gewitter über Cape Canaveral auf Freitag oder einen Ausweichflughafen verschoben werden. Der anschließend nötige Bahntransport würde 1 Million Dollar kosten.

(ab/.rufo/Moskau)


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