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Donnerstag, 04.10.2001

Russische Tupolew über Schwarzem Meer explodiert

Moskau (rUFO/kp/hs. Aktualisiert: 19 Uhr). Rund sechs Stunden nach der Explosion einer russischen Passagiermaschine über dem Schwarzen Meer gehen die Sicherheitsbehörden von einem Anschlag aus. Mit Überlebenden unter den 66 Passagieren und 10 Besatzungsmitgliedern wird nicht gerechnet. Der russische Geheimdienst FSB hat sich in die Ermittlungen eingeschaltet.

Die Katastrophe ereignete sich um 13 Uhr 45 Moskauer Zeit etwa 190 Kilometer südlich des Badeortes Sotschi. Ein Pilot eines armenischen Flugzeugs beobachtete eine Explosion und Trümmer,die ins Meer stürzten. Die Tupulew 154 der russischen Fluggesellschaft Sibir war auf dem Weg von Tel Aviv nach Nowosibirsk. 58 der insgesamt 76 Menschen an Bord waren Israelis. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind sie alle umgekommen.

Schon sehr bald nach dem Unglück sprachen der russische Geheimdienst und israelische Behörden von der Wahrscheinlichkeit eines Anschlags. „Mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in der Welt“ werde diese Möglichkeit bevorzugt in Betracht gezogen, so Mitarbeiter des russischen Inlands-Geheimdienstes FSB. Die Maschine, die zum Zeitpunkt der Katastrophe in einer Höhe von 11 Kilometern flog, habe keine technischen Schwierigkeiten gemeldet. FSB-Mitarbeiter haben sich unterdessen auf den Weg ans Schwarze Meer gemacht, um an den Ermittlungen teilzunehmen. Offensichtlich weicht auch die Liste der Namen auf den Verzeichnissen der verkauften Tickets von den Listen derer ab, die tatsächlich an Bord des Unglücksflugs waren.

Erste Meldungen, wonach das Flugzeug in Bulgarien zwischengelandet sei, bestätigten sich nicht. Rettungsflugzeuge und Schiffe suchten die Absturzstelle ab, bis zum frühen Abend wurden vier Leichen gefunden. Der russische Präsident Putin bestellte FSB-Chef Nikolaj Patruschew und Verteidigungsminister Sergej Iwanow zu sich, um mit ihnen über Maßnahmen zu beraten. Wie es hieß, solle auf jeden Fall der Flugschreiber der Maschine aus dem an dieser Stelle bis zu 1000 Meter tiefen Meer geborgen werden.

Die Tu 154 genießt allerdings seit diesem Sommer keinen guten Ruf mehr in Russland. Erst vor wenigen Monaten war ein Flugzeug diesen Typs nahe Irkutsk abgestürzt, 143 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Allerdings hieß es in einem offiziellen Bericht, dieser Absturz sei wahrscheinlich auf einen Pilotenfehler zurückzuführen. Eine Sonderkommission unter dem Sekretär des Russischen Sicherheitsrates Wladimir Ruschajlo soll die Ursache der heutigen Katastrophe aufklären.

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