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| Metroattentäterin oder nicht? Wer verbirgt sich hinter dem Schleier? (Foto: newsru.com) | |
Montag, 21.06.2010
Video mit Moskauer Metro-Attentäterin aufgetaucht
London. Die englische Zeitung „Sunday Times“ hat ein Video veröffentlicht, auf dem die beiden Frauen, die sich Ende März in der Moskauer Metro in die Luft sprengten, andere Frauen auffordern, zu „lebenden Bomben“ zu werden.
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Der Videoclip zeigt zwei Frauen, tief verhüllt in schwarze Schleier, vor einer weißen Wand, an der ein Maschinengewehr lehnt. Ob es sich tatsächlich um Dschanet Abdurachmanowa und Marjam Scharipowa handelt, ist daher kaum zu bestimmen.
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Die vermeintliche Abdurachmanowa (sie löste den Sprengstoffgürtel an der Station „Park Kultury“ aus) sagt auf dem Video, sie habe „einen Vertrag mit Allah im Tausch gegen einen Platz im Paradies geschlossen“. Scharipowa erzählt von ihrem Weg zur Selbstmordattentäterin. Beide rufen andere Frauen auf, ihrem Weg zu folgen.
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Scharipowas Vater ist der Meinung, russische Sonderdienste hätten seine Tochter gefoltert und so zu dem Selbstmordattentat gezwungen. Ihr Bruder war 2008 wegen Verdachts auf Teilnahme an einer Untergrundgruppe acht Monate in Haft gewesen, im März 2010 gab es eine Hausdurchsuchung.
Und nur einen Tag vor dem Anschlag in der Moskauer Metro war der Vater kurzfristig festgenommen und dann wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die ganze Familie sei unter Beobachtung der russischen Sonderdienste gewesen, so Scharipow.
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Eine Informantin der „Sunday Times“ findet dagegen sehr wahrscheinlich, dass Scharipowa Islamisten und sogar mit einem Untergrundkämpfer verheiratet war, denn „in Dagestan ist die Ideologie sehr radikal“.
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Mit Abdurachmanowa hat noch drei Wochen vor dem Metro-Attentat, bei dem am 29. März 40 Menschen starben und 100 verletzt wurden, ein Fotograf der „Sunday Times“ gesprochen. Ihm sei sie nicht islamistisch vorgekommen, sagt der Journalist jetzt, habe ihn aber „agitiert, zum Islam überzutreten“.
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Wie ersichtlich wird, gibt es jede Menge Ungereimtheiten um die beiden Metro-Selbstmord- attentäterinnen. Und: Ist es Zufall, dass gerade die „Sunday Times“ erst zu einer der Frauen Kontakt hat und dann dieses Sensations-Video veröffentlicht?..
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