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Viktor But muss in den USA mit 25 Jahren Haft für seinen florierenden Waffenhandel büßen  (Foto: 1. Kanal)
Viktor But muss in den USA mit 25 Jahren Haft für seinen florierenden Waffenhandel büßen (Foto: 1. Kanal)
Freitag, 06.04.2012

Waffenhändler Viktor But in USA zu 25 Jahren verurteilt

New York. Der russische Waffenhändler Viktor But ist in New York zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Damit kam er noch gut davon, denn ihm drohte eine lebenslange Strafe. Moskau protestiert gegen das Urteil.


Die Richterin verhängte gegen But die bei einem Schuldspruch mögliche minimale Haftstrafe. Außerdem muss er 15 Mio. Dollar Strafe zahlen. Ihm wurde vorgeworfen, an einer „verbrecherischen Verschwörung mit dem Ziel, US-Bürger zu töten“ beteiligt gewesen zu sein. Für drei weitere Anklagepunkte erhielt But 15 Jahre Haft, doch wurden sie nicht auf die Hauptstrafe aufgesattelt, sondern können parallel verbüßt werden.

But war nicht Initator des Deals - deshalb Milde


Die vergleichsweise milde Strafe für den als „Händler des Todes“ bekannt gewordenen Chef einer Fracht-Fluggesellschaft begründete das Gericht damit, dass But zu seiner Tat von US-Agenten provoziert worden sei. Auch sei er selbst nicht Mitglied einer Terror-Organisation gewesen. „Er sah eine Möglichkeit, Geld zu machen, hatte sie aber selbst nicht gesucht“, so die Richterin.

Bei Russland-Aktuell
• Russland will verurteilten But „nach Hause“ holen (03.11.2011)
• Waffenhändler But: Schuldig in allen Anklagepunkten (03.11.2011)
• Gerücht: Austausch But gegen Chodorkowski mit USA (23.12.2010)
• Fall But: „Händler des Todes“ in die USA ausgeflogen (16.11.2010)
• Russischer „Händler des Todes“ in Thailand verhaftet (07.03.2008)
US-Fahnder der Antidrogenbehörde hatten sich gegenüber But in Thailand als Emissäre der kolumbianischen Untergrundarmee FARC ausgegeben und bei ihm 100 tragbare Raketen sowie eine Tonne Sprengstoff bestellt. Der Anklage zufolge soll But angeboten haben, er könne auch 700 bis 800 Raketen und fünf Tonnen liefern. 2008 war But deshalb in Thailand verhaftet und 2010 an die USA ausgeliefert worden.

But kann jetzt auf eine Freilassung in frühestens 18 Jahren rechnen, da ihm die bisherige Haftzeit in Thailand und den USA angerechnet wird sowie ein 15-prozentiger Straferlass bei guter Führung möglich ist.

Buts Ehefrau spricht von "Sieg"


Seine Gattin Alla bezeichnete das Urteil dennoch als „Sieg“, da die Richterin mit dem minimalen Strafmaß anerkannt habe, dass die Argumente der Staatsanwaltschaft nicht hinreichend gewesen seien. Die Richterin habe gesagt, dass es keine „eindeutige Beweislage“ gebe, so Alla But.

Buts Verteidigung kündigte an, das Urteil anzufechten und damit durch alle Instanzen zu gehen. Auch bedankten sich die Anwälte für die Unterstützung durch die russische Botschaft.

Moskau kritisiert Urteil als unfair


Russland sieht die Umstände der Verhaftung und der Auslieferung durch Thailand als nicht rechtens an. Buts Anwälte hatten im Prozess erklärt, ihr Mandant habe den vermeintlichen kolumbianischen Rebellen nur zwei alte Frachtflugzeuge verkaufen wollen.

Das russische Außenministerium erklärte, das Urteil gegen But sei unbegründet und erfülle eine "politische Bestellung". Die Entscheidung der Geschworenen sei zudem unter dem Eindruck einer "unerträglichen Hetzkampagne in den Medien" gefällt worden. Moskau werde auch weiterhin alles unternehmen, dammit But nach Russland zurückkehren könne. Das Thema behalte hohe Priorität bei den rusissch-amerikanischen Beziehungen.

Überstellung nach Russland nicht ausgeschlossen


Möglicherweise kann But nach einigen Jahren in US-Haft zur Verbüßung seiner Reststrafe nach Russland überstellt werden. Russland praktiziert derartige Vereinbarungen, die USA bislang allerdings nicht. Wahrscheinlicher ist, dass But eines Tages im Rahmen eines Agenten-Austauschs mit Washington frei kommen könnte. Russische Insider vermuten, dass But als international tätiger Waffenhändler auch mit dem russischen Geheimdienst verbandelt gewesen sein muss.

Die Anklage bezeichnete But in ihrem Schlusswort als einen „Geschäftsmann der allergefährlichsten Sorte“.

But selbst erklärte, er sei nicht schuldig. Er habe weder Waffen verkaufen noch US-Bürger töten wollen. Diese Wahrheit würden nur „Gott und diese Leute hier wissen“, sagt er und zeigte auf die Agenten, die ihm in Thailand die Falle gestellt hatten.



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JohannGmelin 12.04.2012 - 16:18

Russland wird nicht "geHedgefondst"...

„Soziale Marktwirtschaft“ ist in der EU Vergangenheit. In den USA und ihren EU-Vasallen herrscht heute die „Angloamerikanische“ Finanzwirtschaft mit ihren Banken, Hedgefonds und anderen kriminellen Vereinigungen !
Die Spezialität der „Hedgefonds“, Firmen aufkaufen, ausschlachten und mit Maximalprofit weiterverkaufen. Die Mitarbeiter sind nur noch Lohnsklaven als Zeitarbeiter, schlecht bezahlt, weniger Rechte als chinesische Wanderarbeiter. In der EU werden die Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt, das Heer der Arbeitslosen, welche quer durch Europa ziehen um irgend eine Arbeit zu finden, wächst unaufhörlich, während die „Eigner“ des westlichen Finanzimperiums und ihre Helfershelfer, Profite in ungeahnter Höhe einfahren !
Hier einige Auszüge aus den Medien der BRD !
\"Spekulanten wetten mit Kreditderivaten auf die Pleite Griechenlands. Mit dabei sind J.P. Morgan, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Barclays – allesamt Geldhäuser, die es ohne Staatshilfen heute nicht mehr geben würde. Besonders dreist ist das Verhalten von Goldman Sachs. Erst halfen sie der griechischen Regierung bei der Bilanzfälschung, anschließend spekulierten sie mit den erworbenen Insiderkenntnissen auf den Untergang der Akropolis.\"
Auszug aus BRD-Zeitung „WELT.de vom 02.03.2010“

\"Zum Fischzug nach Deutschland. Die pleitegegangene US-Bank Lehman Brothers war schon lange marode und hat mit ihren Zertifikaten systematisch deutsche Sparer angezapft, die wohl schamloseste Geldabzieherei, die deutsche Sparer je erlebt haben.\"
Auszug aus BRD-Zeitung „STERN Nr. 51/11.12.2008, S. 138 “

DAS ist die sogenannte „Soziale Marktwirtschaft“ des Westens !! Ausraubung der Völker über Banken, Hedgefonds und wenn das nicht hilft, Einsatz der NATO, siehe Libyen usw. und Syrien im Moment im Gange. Russland hat es in den 90ern erlebt und die russischen Politiker, (nicht die geplanten Marionetten der Angloamerikaner) werden es nie wieder zulassen.
Nicht umsonst wurde der Zar gestürzt und die Angloamerikanische Marionette Kerenski, mit Unsummen an Geld unterstützt, schon 1917 zum Teufel gejagt.

Auch wenn die „Schreiber“, ihre Propagandaphrasen der Angloamerikanischen „Denkfabriken“ ständig wiederholen, werden sie deshalb nicht wahrer.


Stoll 11.04.2012 - 00:04

Russland ist auf Zuwanderer an- gewiesen, da der Feind Nr. 1 Russlands der Alkohol ist und die Menschen daran sterben wie die Fliegen. Die Lebenserwartung russischer Männer liegt 13 Jahre unter der Lebenserwartung deutscher Männer und sogar unter denen Bangladeschs. Russland verlor seit 1993 ein paar Millionen Einwohner.
In keinem anderen Land ist die Lebenserwartung der Menschen in den vergangenen Jahrzehnten derart stark gesunken wie in Russland.
Russland hat es auf die gebildeten Menschen aus Westeuropa abgesehen, was ja nichts schlimmes ist. Nur wollen nur ganz wenige Ausgebildete aus Westeuropa in das unfreie Russland. Wenn die sich über die Bedingungen in Russland informiert haben, dann kommt in der Regel ein Net, weil sie auf bestimmte bürgerliche Freiheiten nicht verzichten wollen. Außerdem ist der Wohlstandsindex weit unter dem ihrer Heimatländer. Also bleiben zum Zuzug nur die Bewohner der ehemaligen Teilrepubliken übrig, die noch viel ärmer sind als Russland. Doch die will Russland nicht.
Wenn die russischen Bürger sich von Putin befreit haben und ein neuer Präsident ohne Wahlfälschung an die Macht kommt, dann besteht die Möglichkeit, dass statt Ideologie die soziale Marktwirtschaft mit allen bürgerlichen Rechten einer Demokratie eingeführt werden kann. Dann wird es fast egal sein in welchem Land ein Franzose oder Engländer lebt und arbeitet.


JohannGmelin 10.04.2012 - 21:51

Der "Bananen-Westen", mit gebrauchtem Golf..

Der „Goldene Westen“. Auszug aus einem BRD-Führungsmedium, die Leitartikel aus anderen EU-Medien, der Pleitekandidaten erspare ich mir, sind nicht ciel anders.
Die WELT, BRD:
„Generation arbeitslos“
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/article106165686/Generation-arbeitslos.html
„Besonders schlimm sei die Situation für die Jugendlichen, sagte Ryder. Weltweit liege die Jugendarbeitslosigkeit bei 12,7 Prozent. \"Und sie wird weiter steigen.\" In Südeuropa sei die Situation besonders dramatisch. So sei in Griechenland und Spanien die Hälfte der unter 25-Jährigen ohne Arbeit. \"Das ist eine Zeitbombe mit einem großen zerstörerischen Potenzial, die zu sozialen Unruhen führen wird. Wir laufen Gefahr, eine ganze Generation zu verlieren\", warnte Ryder.“

In der BRD werden in bestimmten Gegenden des Ruhrgebietes und des ehemaligen mitteldeutschen Industrierevier, Halle, Dessau, Bitterfeld (Solarpleite letzte Woche), die Schüler in den Schulen auf „Hartz4“ (BRD-Sozialhilfe) ausgebildet, schreiben Zeitungen aus der BRD.

Die Schulden der BRD mit 2,4 Billionen Euro, die Pleiteländer der EU gar nicht mitgerechnet, gegenüber Russland und China ? Wie viel Schulden haben Russland und China, sowie Arbeitslose ?
In Russland und China (Foxxcon), steigen die Einkommen ständig, in der EU fallen sie ständig. Natürlich nicht bei den „Leistungsträgern“ der Banken, Grosskonzerne, Politiker, Fussballer usw.

Die jungen Menschen aus der EU, welche Wissen und Können besitzen, besonders im ingenieurstechnischen, wissenschaftlichen Bereich, sollte ihre Zukunft in Russland planen, da habe sie eine Zukunft. In Russland werden viele fleissige, kluge Menschen gebraucht, um das Land noch schneller vorwärts zu bringen.
Wladimir Putin peilt ja deswegen die Zahl von 300 000 Zuwanderern an, natürlich mit dem entsprechendem Wissen und Können.
Die anderen, können in der EU bleiben ?

Nach der Neuordnung durch die BRICS und verbündete Staaten, werden auch weniger Waffen gehandelt werden...


Stoll 09.04.2012 - 05:36

Ach Gottchen der arme Waffenhändler. Der hat den Hals nicht voll bekommen und hat nicht im staatlichen Auftrag gehandelt. Da hat er halt Pech. Warum war er so blöd und hat sich aus Russland locken lassen. Die Politiker werden sicherlich einen Tauschhandel machen, denn Waffenhändler gibt fast in jedem Land.


Stoll 09.04.2012 - 05:24

Die USA gehen unter, dazu gleich noch der Westen, den es in ein paar Jahren so nicht mehr geben wird. Inzwischen leben hunderte Millionen Menschen im bösen Westen ein gutes Leben und scheren sich nicht weiter um die Politik.
Wer hat denn den ökonomischen Wettlauf verloren. Der Sozialismus ist zusammengebrochen und die Nachfolgestaaten haben heute noch mit der hinterlassenen Erbschaft der UdSSR zu kämpfen. Jeder der mal in einer verlassenen Kaserne der roten Armee gewesen ist, der schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Umweltschäden ohne Ende und die Unterbringung war für den einfachen Soldaten ein Hohn. Dazu die Verpflegung, wenn man sie denn so nennen konnte.
Genau mit diesem Erbe kämpft die rote Armee heute noch immer. Schade um jeden Soldaten der in dieser Armee dienen musste.
Einen herzlichen Gruß aus dem untergehenden und verfaulenden Imperialismus. So wurde diese Parole doch genannt. Als die Menschen der DDR dann in den Westen konnten, wollten sie lieber im untergehenden und verfaulenden Imperialismus leben, als im blühenden Sozialismus.


JohannGmelin 08.04.2012 - 22:57

In Russland...

wäre er im Knast sicherer.
Wenn man sich die Zustände in den US-Knasts anschaut, da kann jemand nur überleben, indem er sich einer Gang anschliesst.
Da ist ja Mord und Totschlag, von der ganz normalen Brutalität Mitgefangenen gegenüber gar nicht zu reden, an der Tagesordnung.

Aber so ging es im \"Wilden Westen\" zu, dessen Zeit gerade weltweit zu Ende geht...


xy 08.04.2012 - 19:24

jich

Hallo jich,

die Wahrscheinlichkeit, in Russen-Knasts umzukommen ist aber höher als in Ami-Gefängnissen. Siehe Magnitski, falls Sie davon gehört haben.


Schweizer 07.04.2012 - 13:35

Die übliche amerikanische Heuchelei

Wann werden die amerikanischen und arabischen Waffenlieferanten aus den Golfstaaten, die die syrischen \"Freiheitskämpfer\" (fundamentalistische Terroristen) aufrüsten, verurteilt?


Paulsen-Consult 06.04.2012 - 13:28

Wieso?

Wird But in einem \"Privatgefängnis\" einsitzen? Kommt der Begriff GULAG nicht irgendwie aus dem Russischen?


jich 06.04.2012 - 12:28

Damit kam er noch gut davon, denn ihm drohte eine lebenslange Strafe.

Glaubt wirklich irgendjemand, daran, dass er die 25 Jahre im Land des modernen privatisierten Gulags überleben wird? Ich gebe ihm ein paar Jahre, bevor ein ´demokratischer Unfall´ passiert...


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