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Freitag, 06.01.2006

Iran nimmt AKW Busher in Betrieb – Russland hilft

Moskau. Russland wird dem Iran Anfang des Jahres Brennelemente für den Atom - Reaktor in Busher liefern. Am Samstag wollte Vizeaußenminister Kisljak in Teheran über Uran – Anreicherung diskutieren, die weltweit umstritten ist.

Der Besuch des Moskauer Vertreters wurde aber am Freitag ohne Angabe von Gründen verschoben.

Der Iran beharrt darauf, dass er das Recht auf friedliche Nutzung des Atoms habe, die USA hingegen befürchten, dass jeder Schritt der Mullahs in Richtung Atomenergie sie auch der Atombombe näher bringt. Tatsächlich hat der Iran im vergangenen Jahr Riesenschritte zur Realisierung seiner Atomenergie-Pläne gemacht.

Ohne Hilfe aus Russland – kein Atomprogramm im Iran


Moskau und die EU arbeiten in Bezug auf das iranische Atomprogramm weitgehend zusammen. Moskau und Brüssel betonen, der Iran habe das Recht zur zivilen, aber nicht zur militärischen Nutzung. Das iranische Atomprogramm müsse ständig von der IAEO überwacht werden. Militärisch nutzbare Technologien wie Uran-Anreicherung dürften nicht an den Iran geliefert werden.
Damit spitzt sich auch die Diskussion um den Iran zu – und auch Russland wird wieder in die Kritik gerückt werden, weil Russland dem Iran tatkräftig bei dessen Atomprogramm hilft. Am vergangenen Montag teilte Teheran mit, iranischen Ingenieuren sei es gelungen, eine Anlage zur Gewinnung von Uran aus Uranerz in Betrieb zu nehmen. Brennelemente für den Reaktor in Bucher, der bis Ende 2006 schon in Betrieb gehen soll, müssen allerdings bisher noch importiert werden.

Russland liefert Brennelemente für Reaktor Busher schon Anfang 2006


Damit die Inbetriebnahme des AKWs in 2006 stattfinden kann, müssen die ersten Brennelemente schon Anfang des Jahres angeliefert werden, sagt der ehemalige russische Atomenergieminister Alexander Rumjantsew. Es werde sich um 100 Tonnen handeln, die nach der Nutzung zur Wiederaufbereitung bzw. Endlagerung an Russland zurückgegeben werden müssen.

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• Russland will schnell Atomkraftwerk im Iran (05.07.2005)
Lieferung der Brennelemente und Betrieb des Reaktors werden unter strenger Aufsicht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO stattfinden. Der Iran hat stets versichert, er werde IAEO-Inspektoren zu Kontrollbesuchen auf alle Objekte seines Atomprogramms lassen. Der Reaktorblock in Bucher wird in den ersten beiden Jahren von russischem und iranischem Personal gemeinsam gefahren werden, bis die Iranis ausreichend qualifiziert sind.

Russisches Personal hilft bei Reaktorbetrieb – alles unter IAEO-Aufsicht


Kritische Punkte im iranischen Atomprogramm sind die Uran-Anreicherung und Wiederaufbereitung von abgebrannten Brennelementen, weil hier militärische Nutzung ansetzen könnte. Wer anreichern kann, kann auch Bomben bauen.

Russland hatte bereits im vergangenen Jahr dem Iran vorgeschlagen, im Auftrag Teherans Uran anzureichern. Dieser Vorschlag war vom Iran allerdings abgewiesen worden. Kein Land werde seine Energie-Sicherheit in fremde Hände legen, erklärte der Oberste Nationale Sicherheitsrat.

Später wurde die Position aber abgeschwächt. Man könne mit Moskau darüber reden, wenn iranische Fachleute an der Anreicherung beteiligt würden.

Diese Diskussion wird der russische Vizeaußenminister Sergej Kisljak am Samstag in Teheran führen.

(gim/.rufo)


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