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| KD-avia fliegt neue Ziele in Deutschland an (Foto: Archiv) | |
Montag, 18.06.2007
KD-avia eröffnet 4 neue Fluglinien nach Deutschland
Kaliningrad. Eine Reise in Russlands Osstee-Exklave ist nun einfacher denn je: Die regionale Airline KD-avia hat vier neue Direkt-Fluglinien zwischen deutschen Flughäfen und Kaliningrad eröffnet.
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Neben der bereits bestehenden Verbindung Berlin-Kaliningrad startet nun auch von Hamburg, Hannover, Düsseldorf und München täglich eine Boeing 737-300 nach Kaliningrad. Vorerst ist die Aktion „Sommerflüge“ bis Ende Oktober befristet. Doch bei entsprechender Nachfrage werde man die neuen Direktflüge auch im Winterhalbjahr bedienen, kündigte KD-avia-Direktor Leonid Iskow bereits an. „Die Linien sind ein fester Bestandteil unseres Konzepts, Kaliningrad zum Luftdrehkreuz zwischen russischen Regionen und Flughäfen Westeuropas zu entwickeln.“
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Dieses ehrgeizige Ziel ist deutlich näher gerückt. Mit den neuen Destinationen verbindet Kaliningrad nun bereits 13 russische und 12 westeuropäische Flughäfen miteinander.
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Zufrieden mit Premiere
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Mit dem Start der neuen deutsch-russischen „Aira“ war man bei KD-avia denn auch sehr zufrieden, wie eine Sprecherin nach der Premiere am Freitag sagte. Alle Maschinen seien durchweg fast ausgebucht gewesen. Nach bisherigen Nachfragen rechnet die Fluggesellschaft mit einer durchschnittlichen Gesamtauslastung ihrer Sommerflieger von 55 Prozent.
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Auf die Passagiere der Erstflüge wartete am Freitag nach der Landung auf dem Flughafen Kaliningrad-Chrabrowo ein Glas Sekt. Und nach dem „Schampanskoje“ das große Chaos: Die Gepäckabfertigung war mit dem Ansturm hoffnungslos überfordert. Was allerdings weniger an den fünf fast zeitgleich eintreffenden Maschinen lag als vielmehr an der Art eines Teils des Gepäcks.
Krieger aus Napoeons Zeiten reisen an
Denn just an diesem Tag reisten – zur Inszenierung der historischen Friedland-Schlacht des Napoleonischen Befreiuungskrieges – mehrere Militärgeschichts-Klubs aus Deutschland und Frankreich in Kaliningrad an. Inklusive ihrer historischen Bewaffnung. Der Zoll machte erst große Augen und krempelte dann die Ärmel hoch: Sonderkontrolle. Für alle übrigen Passagiere – mehrere hundert – hieß das: Warten.
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„Da sollte KD-avia schon noch etwas dran arbeiten“, meinte Reiseunternehmer Arnold Kühn, eingekeilt in der Traube der Wartenden am (einzigen) Gepäckband, doch ziemlich gelassen bleibend. Als Veranstalter von Eisenbahnreisen und Nostalgie-Touren quer durch Europa sind Kühn solche logistischen Herausforderungen bestens vertraut. Owohl sich seine Art des Reisens vorwiegend auf Schienen abspielt – die neuen Fluglinien begrüßt er sehr. „Die Außenbeziehungen einer Region wie die Exklave Kaliningrad zu entwickeln beginnt doch mit ihrer Erreichbarkeit. Wenn sich in punkto Service an Bord und im Flughafen noch einiges tut, werden diese Fluglinien ganz sicher helfen, Geschäftsbeziehungen und auch den Tourismus zu fördern.“
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Vergebliches Warten am „Internationalen Sektor“
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Der Stau am Gepäckband war nicht das einzige Service-Problem der Premiere. Dass die blauen Boeing-Jets nun nicht mehr am völlig veralteten „Internationalen Sektor“, sondern am frisch renovierten, bislang nur Inlands-Linien vorbehaltenen Hauptterminal des Flughafens Chrabrowo landen, war im Vorfeld so sparsam bekanntgegeben worden, dass Dutzende Kaliningrader und sogar Taxifahrer an der alten, mehrere Kilometer entfernten Außenstelle warteten. Unter ihnen Peter Wunsch, Direktor des Deutsch-Russischen Hauses und gemeinhin ziemlich gut informiert. „Es kam einem dann irgendwann doch verdächtig still vor da draußen, als von den vielen neuen Fliegern so gar keiner anrollte. Ein Hinweis wäre vielleicht ganz nett gewesen.“
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Bei KD-avia räumt man ein, dass in punkto Service während der Premiere nicht alles optimal gelaufen sei. Man werde solche Anfangsschwierigkeiten aber abstellen, auch die Wartezeiten vor dem Kofferband sollen bald der Vergangenkeit angehören. In der bereits geplanten nächsten Ausbaustufe des Flughafens soll als vor allem die Gepäckabfertigung auf europäisches Niveau gehoben und die Abfertigungskapazität von bislang magreren 15 auf dann 45 Maschinen pro Tag erhöht werden.
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(tp/.rufo)
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