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Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk brüskiert mit Äußerungen über den Zweiten Weltkrieg (Foto: TV)
Der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk brüskiert mit Äußerungen über den Zweiten Weltkrieg (Foto: TV)
Montag, 12.01.2015

Jazenjuk-Äußerungen belasten Außenminister-Treffen

Moskau. Ein neuer Gipfel soll den Friedensprozess in der Ukraine voranbringen. Doch das vorbereitende Treffen der Außenminister in Berlin wird von dubiosen Äußerungen des ukrainischen Premiers zum Zweiten Weltkrieg belastet.

Mit schweren Vorwürfen gegenüber der Ukraine hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow seinen Besuch in Berlin vorbereitet. „Wir haben ziemlich alarmierende Informationen - die wir jetzt überprüfen - dass die Sicherheitskräfte in Kürze einen weiteren Versuch unternehmen, das Problem gewaltsam zu lösen“, sagte der russische Chefdiplomat bei einer Pressekonferenz in Moskau vor seiner Abreise nach Deutschland. Er fordere vom Westen mäßigend auf Kiew einzuwirken, fügte er hinzu.

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• Ostukraine: Frieden als Not-Lösung (14.12.2014)
• Donbass: Die Waffen schweigen – die Krieger sind pleite (13.12.2014)
• Neuer Anlauf für eine Friedenslösung in der Ukraine (08.12.2014)

Neuer Gipfel im Normandie-Format geplant


In Berlin empfängt am Abend in der Villa Borsig Frank-Walter Steinmeiner neben Lawrow auch seinen französischen Kollegen Laurent Fabius und den ukrainischen Außenminister Pawlo Klimkin. Das Treffen soll der Vorbeitung eines weiteren Gipfels im „Normandie-Format“ zwischen den Staats- und Regierungschefs der vier Länder dienen, auf der die Umsetzung der Minsker Waffenstillstandsverträge besprochen und weitere Schritte zur friedlichen Lösung der Krise in der Ostukraine vereinbart werden sollen. Ob das für den 15. Jänner in Astana geplante Treffen tatsächlich stattfindet, ist allerdings noch nicht klar.

Zuletzt war die Feuerpause wieder mehrfach gebrochen worden. Separatisten und Regierungstruppen werfen sich gegenseitig die Missachtung der Waffenruhe vor. Nach UN-Angaben sind in dem Bürgerkrieg bislang fast 5 000 Menschen ums Leben gekommen.

Jazenjuk in Erklärungsnot


Verkompliziert werden die Verhandlungen durch die schlechten Beziehungen zwischen Kiew und Moskau. Diese haben durch jüngste Äußerungen des ukrainischen Premiers Arseni Jazenjuk weiter an Brisanz gewonnen. Bei seinem Besuch in Berlin erklärte Jazenjuk im Interview, die Annexion fremden Territoriums sei unvertretbar, wobei er sich zur Aussage „Wir können uns noch alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und in Deutschland erinnern“, hinreißen ließ.

Der Satz erweckt den Anschein, dass nicht Hitler-Deutschland die Sowjetunion überfallen habe, sondern umgekehrt das Opfer sei, was Jazenjuk massive Kritik in Russland, aber auch in der Ukraine selbst einbrachte.

Der Premier erklärte später, er habe nicht auf den Zweiten Weltkrieg abgezielt, sondern auf die sowjetische Okkupation Osteuropas einschließlich des östlichen Teil Deutschlands nach Ende des Krieges abgezielt. Das russische Außenministerium hat derweil eine Stellungnahme von Berlin eingefordert.



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kirbs 14.01.2015 - 22:18

Kürbiszucht in Russland?

Nachdem sich die Ukraine als klassischer Kürbisproduzent für russische Märkte und die Welt um Shanghai immer nachhaltiger zu disqualifizieren sucht, habe ich seit einem Jahr den Entschluss gefasst, meine neuen und in der Entwicklung starken Zuchtprogramme mit russischen Namen zu belegen und mich so auch für russische Partner interessant zu machen.
http://squashvalley.jimdo.com/we-create-cucurbits/
http://acorneti.ucoz.de/photo/mel_karn_045/1-0-1


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