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| Pjцngjang (Foto: Denejka/rUFO) | |
Donnerstag, 26.12.2002
Moskau will bei Kim vermitteln
Von Karsten Packeiser, Moskau. Russland hat sich im Konflikt um das nordkoreanische Atomprogramm als Vermittler zwischen Washington und Pjöngjang angeboten. Beide Konfliktseiten müssten Schritte für eine Entspannung der Situation unternehmen, forderte Vize-Aussenminister Alexander Losjukow am Donnerstag. “Wir sind bereit, dabei zu helfen”, erklärte der Diplomat.
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Obwohl auch Russland das Regime in Pjöngjang auffordert, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Behörde wieder aufzunehmen, gibt es in Moskau kaum Verständnis für die harte Haltung der Vereinigten Staaten. “Mit Anschuldigungen, Druck oder gar Drohungen lässt sich nichts erreichen”, sagte Losjukow, “Alles wird nur schlimmer.” Das jüngste harte Vorgehen der USA gegenüber Nordkorea steht in krassem Widerspruch zu den russischen Bemühungen, seinem einstigen kommunistischen Verbündeten aus der internationalen Isolation zu helfen.
Ein weiterer militärischer Konflikt an der eigenen Landesgrenze wäre für Moskau gar ein Alptraum. Mit dem stalinistischen Nordkorea unterhält der Kreml seit einigen Jahren wieder verhältnismässig enge Beziehungen. Zwei Mal stattete Staatschef Kim Jong Il dem grossen Nachbarland mit seinem gepanzerten Sonderzug offizielle Besuche ab und zeigte sich dabei auch interessiert an russischen Rüstungsgütern. Das Verkehrschaos, das der angeblich unter Flugangst leidende Kim entlang seiner Reiseroute anrichtete, hatten die Russen dabei stillschweigend hingenommen.
Denn Moskau hatte sich von einer Entspannung auf der koreanischen Halbinsel bereits Milliardenprofite versprochen. Mit der Wiederherstellung der Eisenbahnverbindung zwischen Nord- und Südkorea könnte ein großer Teil des südkoreanischen Exports über die Transsibirische Eisenbahn abgewickelt werden. Koreanische Waren würden dadurch billiger und deutlich schneller als über den Seeweg in den Westen gelangen. Die unberechenbare Politik Kim Jong Ils droht nun, die russischen Hoffnungen platzen zu lassen.
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