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Seit Monaten dauert der Konflikt in der Ostukraine an. Die ukrainische Armee steht nun am Stadtrand von Donezk (Foto: TV)
Seit Monaten dauert der Konflikt in der Ostukraine an. Die ukrainische Armee steht nun am Stadtrand von Donezk (Foto: TV)
Montag, 11.08.2014

Ukrainisches Militär hofft auf baldigen Sieg in Donezk

Kiew. Die Kiewer Militärführung hofft auf einen Wendepunkt im Ostukraine-Konflikt. Der Sturm auf Donezk steht angeblich kurz bevor, doch die Rebellen warnen vor einem zweiten Stalingrad. Barroso warnt Putin vor einer Invasion.

Der Ring um Donezk zieht sich immer enger. Vorort um Vorort hat die Armee eingenommen. Seit Tagen wird die Stadt beschossen, auch von Luftwaffe und Artillerie. Wohnhäuser, ein Krankenhaus und zuletzt sogar das örtliche Gefängnis wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Über 100 Sträflinge entkommen


Zwei Häftlinge wurden getötet, knapp 20 verletzt. Mehr als 100 nutzten die Gunst der Stunde zur Flucht. Bizarr genug: Immerhin ein Drittel der geflohenen Häftlinge erklärte sich bereit, wieder einzusitzen, sobald die Lage sich beruhigt habe.

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Glaubt man den Verlautbarungen aus Kiew, so soll der Wendepunkt in dem Konflikt unmittelbar bevorstehen: „Unsere Kräfte haben Donezk völlig von Luhansk abgeschnitten. Wir arbeiten an der Befreiung beider Städte“, wobei die weiter westlich gelegene Millionenstadt Priorität habe, sagte der Sprecher der Militäraktion Andrej Lyssenko.

Zivilisten sollen Donezk verlassen


Sein Aufruf an die Zivilbevölkerung, die Städte über die vorgegebenen Fluchtkorridore zu verlassen ist ein Indiz dafür, dass die angekündigte Großoffensive tatsächlich kurz bevor steht und dabei wohl noch stärker als bisher schwere Waffen eingesetzt werden.

Die Aussage des Innenminister-Beraters Sorjan Schkirjaks, dass Panik unter den Separatisten ausgebrochen sei, die zu massenhaften Desertionen und zu Depressionen beim Milizenführer Igor Strelkow geführt habe, der „ununterbrochen trinkt“, darf getrost als Propaganda abgetan werden.

Statt „Blitzkrieg” Abnutzungsgefechte


Andrej Belezki, Kommandeur des Bataillons „Asow”, dämpfte dann auch gleich die Euphorie in Kiew. Die Einnahme von Donezk und Luhansk (Lugansk) werde Wochen in Anspruch nehmen und viel Kraft kosten, warnte er. An einem Sieg der Regierungstruppen zweifelt er allerdings nicht.

Selbst die Rebellen räumen ein, dass die Lage kritisch sei. Gehe die hart umkämpfte Ortschaft Krasny Lutsch verloren, „stehen Donezk und Horliwka am Rande einer Katastrophe“, heißt es in einer Wortmeldung Strelkows.

Rebellen drohen mit Stalingrad und bieten Feuerpause an


Der neue Premier der „Donezker Volksrepublik“ Alexander Sachartschenko hat schon einen Kampf bis zum letzten Mann angekündigt. „Kiew sollte sich daran erinnern, wie Stalingrad für die Nazis endete und dass einige Jahre später Berlin eingenommen wurde“, drohte er einen erbitterten Straßenkampf an.

Darunter dürfte vor allem die Zivilbevölkerung leiden. Schon jetzt ist die humanitäre Lage in der Ostukraine, speziell in Luhansk, extrem schwierig. Sachartschenko erklärte daher am Montag, die Separatisten seien zu einer räumlich begrenzten Feuerpause in den Gebieten bereit, wo Hilfsgüter angeliefert werden.

Zuvor hatte auch der ukrainische Präsident Petro Poroschenko der Schaffung von humanitären Korridoren prinzipiell zugestimmt. Allerdings machte er die Bereitschaft zur Aufnahme von Hilfskonvois aus Russland von der Bedingung abhängig, dass die Mission von internationalen Beobachtern, aber nicht von Bewaffneten begleitet wird.

Russland kündigt Konvoi an


Hintergrund ist die Furcht Kiews vor einer als humanitäre Mission getarnten russischen Invasion. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in einem Telefonat mit EU-Kommissionschef Manuel Barroso die Entsendung eines humanitären Konvois angekündigt, der Zeitpunkt blieb offen. Barroso warnte daraufhin vor „jeglichen einseitigen militärischen Aktionen in der Ukraine“.

Als Indiz solcher Pläne gelten die schweren Kämpfe um die strategisch wichtige Kontrolle der russisch-ukrainischen Grenze. Das ukrainische Militär musste dabei zuletzt empfindliche Niederlagen einstecken und beschuldigt anschließend russische Truppen, die Rebellen in den Kämpfen zu unterstützen. Kiew hat derzeit keine Kontrolle über große Teile der Grenzanlagen.

Putin auf der Krim


Der Kreml dementiert hartnäckig jedwede Einflussnahme auf den Konflikt. Allerdings will Präsident Putin am Donnerstag auf der Krim eine Rede vor der Regierung und dem Parlament halten. Kremlsprecher Dmitri Peskow versprach eine „gehaltvolle Rede“, bei der auch das Thema Ukraine zur Sprache kommen werde.

Einige Experten vermuten, dass der Kremlchef dabei die neue Strategie Russlands bezüglich der Ukraine darlegt. Die Stimmen in Moskau, die für ein Eingreifen im Nachbarland sind, mehren sich.



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