Alter Mann aus dem Altai (Foto: www.altai-republic.com)
Aktualisiert 26.03.2008 11:38
Altai – Berge, Yaks, Schamanen
Das über 2000 Kilometer lange Altai-Gebirge im Süden Sibiriens gilt mit seinen Gletschern und Wasserfällen als Mekka für Abenteuer-Touristen. Wer den Altai besucht, kann die Schönheit der Alpen erahnen, bevor sie dem Massentourismus zum Opfer fielen. In den dünn besiedelten Bergen an der Grenze zu Kasachstan, China und der Mongolei leben bis heute Bären, Schneeleoparden und andere Wildtiere.
Das unmittelbare Grenzgebiet ist allerdings für Individualreisende (auch russische Staatsbürger!) nicht zugänglich, zugelassen sind hier nur organisierte Gruppen. Inwieweit Ausländer Zugang haben, sollte am besten ein Reiseveranstalter vor Ort im Einzelfall prüfen. Die gesperrten Areale finden sie hier (auf russ.).
Der Belucha-Gipfel, an der russisch-kasachischen Grenze ragt 4506 Meter in die Höhe und ist damit der höchste Berg Sibiriens.
An die gebirgige Teilrepublik Altai grenzt im Nordwesten das Verwaltungsgebiet Altai, dass zum großen Teil aus flachem Steppenland besteht. Hier leben seit der Deportation durch Stalin viele Russland-Deutsche.
Bekannt durch Maler Nikolai Rerich
Die Altai-Berge wurden Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Arbeiten des russischen Künstlers Nikolai Rerich bekannt, der von der Landschaft und der Kultur der Region zutiefst beeindruckt war.
Am Schnittpunkt von russischer, orientalischer und ostasiatischer Kultur entstand sogar eine eigene regionale Religion, die Elemente aller Weltreligionen in sich aufnahm. Noch heute leben viele der einheimischen Menschen von der Kamel- Schaf- oder Yakzucht, auch wenn sie inzwischen nicht mehr wie vor einigen Generationen mit ihren Jurten als Nomaden durch die Region ziehen.
... und in der Ferne glänzen die goldenen Kreml-Kuppeln vor dem Winterpanorama der Stadt Moskau. Das historische Moskau, das "Goldköpfige" genannt, hatte 40x40 goldene Kirchenkuppeln. ( Topfoto: mig/.rufo)